Soundcore Nebula P1 im Praxistest: Der Mini-Beamer, der das Soundproblem angeht
Mit abnehmbaren Lautsprechern will der Soundcore Nebula P1 eines DER Probleme von Mini-Beamern lösen: schwachen, hohlen Sound. Wir haben uns das gute Stück angeschaut und zeigen im Praxistest, ob das wirklich gelingt und was der Projektor sonst noch unter der Haube hat.
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Tragbare Projektoren bzw. Mini-Beamer bieten im Bestfall einen guten Kompromiss aus Bild, Ton, Leistung, Mobilität und natürlich Preis. Ein Modell ist mal ein wenig heller, ein anderes besonders flexibel - aber in puncto Tonqualität stoßen die allermeisten schnell an ihre Grenzen. Wenn dann ein Projektor wie der Nebula P1 daherkommt und dieses Problem auf innovative Weise lösen will, wird man also durchaus hellhörig. Inwiefern die beiden abnehmbaren Lautsprecher das Erlebnis aber tatsächlich aufwerten, und was Soundcores neuester Mini-Beamer sonst noch zu bieten hat, erfahren Sie in diesem Praxistest.
Soundcore Nebula P1: Was ist in der Box?
Schon vor dem Auspacken des P1 fällt auf, dass seine Form sich deutlich von der herkömmlichen Konkurrenz unterscheidet. Mit seinem vertikalen Design und seinem Tragegurt erinnert er nämlich eher an eine futuristische Öllampe. Eine Fernbedienung sowie zwei AAA-Batterien sind ebenfalls im Lieferumfang - genauso wie ein 180 cm langes USB-C-Kabel samt passendem Netzteil, das den Projektor über einen entsprechenden Eingang im Standfuß mit Strom versorgt. Ein Akku ist nicht enthalten, was bei einem so auf Flexibilität ausgerichteten Modell etwas überrascht. Mit einer 100-W-Powerbank kann er aber auch mobil betrieben werden.
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Dreht man den Projektorkopf in eine horizontale Lage, kommen auf der Rückseite neben der Lüftung ein Power-Schalter und einige weitere Anschlüsse zum Vorschein. Über die 3,5-mm-Klinke lassen sich etwa Kopfhörer verbinden, während über den USB-A-Anschluss Inhalte von einer externen Festplatte abgespielt werden können. HDMI 2.1 (eARC) eignet sich wiederum zum Verbinden mit einem Abspielgerät, einer Konsole oder dank eARC auch mit einer Soundbar. Während letzteres für viele Heimkinoliebhaber ein absolutes Muss ist, bietet der Nebula P1 jedoch einen besonderen Kniff, der diesen Nachteil ausgleichen möchte.
Stereosound mit einem Klick
Denn wie bereits erwähnt, lassen sich die beiden Speaker ganz einfach abnehmen und links und rechts von der Leinwand aufstellen, um so eine Art Mini-Stereoanlage zu erhalten. Dazu muss man lediglich die Entriegelung lösen und schon hält man die magnetisch zusammenhängenden Boxen in der Hand. Diese verbanden sich während des Tests durchweg schnell und problemlos mit dem Projektor und lieferten dank einer Latenz von unter 50 ms verzögerungsfreien Sound.
Und der macht wirklich einen hörbaren Unterschied: Für gewöhnlich hören sich derartige Lautsprecher bestenfalls dünn, oft sogar eher blechern an. Von Immersion oder gar Surround Sound lässt sich da nicht sprechen, was nicht so recht zu dem teils weit über 100-Zoll-großen, kinoreifen Bild passen will. Doch bereits im angedockten Zustand fällt auf, dass die zwei 10-W-Speaker Kraft unter der Haube haben. Eine Soundbar oder 7.1-Anlage ist das selbstverständlich noch immer nicht, und bei höchster Lautstärke kann es auch durchaus etwas ungenau klingen. Ein spürbarer Fortschritt gegenüber anderen Mini-Beamern ist es aber allemal.
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Kleine Boxen ganz groß
Ein Fortschritt, den man vor allem dann spürt, wenn man die Speaker in entsprechender Höhe neben der Leinwand platziert. Dadurch entsteht tatsächlich eine hörbare Stereobühne, in der Dialoge sich klar in der Mitte verorten, während Effekte und Musik deutlich mehr Raum einnehmen. Filme mit ausgeprägtem Sounddesign oder Konzerte wirken ebenfalls sofort lebendiger und weniger "aus einer Quelle gepresst". Besonders überzeugt - innerhalb eines realistischen Rahmens natürlich - haben aber die Bässe. Schraubt man die in den Einstellungen etwas hoch, liefern sie ein Wummern, das man den kleinen Boxen definitiv nicht zugetraut hätte.
Noch kurz zu deren Akku: Der hält laut Hersteller bis zu zwölf Stunden durch und benötigt für eine volle Ladung etwa zwei bis drei. Geladen wird entweder wie empfohlen über die Kontakte am Gehäuse oder direkt per USB-C-Kabel. Ein kurzer Ton, gefolgt von einer leuchtenden LED, gibt an, wenn die Boxen korrekt mit dem Gehäuse verbunden sind. Das benötigte zwar gelegentlich einen zweiten Anlauf, aufgrund der sonst knackig schnellen Verbindung ist das aber verschmerzbar.

Enttäuscht bin ich bezogen auf die so angepriesene Mobilität. Ein Akku fehlt. Wie lange er mit einer Powerbank betrieben werden kann muss ich noch testen. Ich vermisse bei solchen Beamern auch die Möglichkeit die Fernbedienung zu verstauen. Eine Ausbuchtung an der Seite würde den Beamer kaum größer machen.
Die größte Enttäuschung sind aber die hier hochgelobten Speaker. Ich bin zwar gute Lautsprecher gewöhnt und dadurch vielleicht etwas verdorben, aber einen so dünnen Sound habe ich von soundcore nicht erwartet. Im Bereich der Kopfhörer liefert soundcore P/L technisxh gutes ab und bei dem Equalizer ist sonst sehr viel möglich. Anders hier... Matschiger Sound, KEIN Bass, keine wirklichen Einstellmöglichkeiten. Physik kann nicht überlistet werden, aber das gebotene ist ehrlich gesagt eine Frechheit, wenn man den Preis vedenkt.
Mein Fazit: Lieber einen Beamer ohne Speaker kaufen und USB Box(en) dazu packen.
Aber sonst ein nettes Gerät.
Was mir aber von klein an schon klar war ist das aus einem Lautsprecher Gehäuße was die Maße eine Bier-/Coladose hat auch nur ein Sound wie aus entsprechnder Dose kommen kann.
Da von einer Lösung eines Soundproblems zu sprechen ist schon weit hergeholt. Es ist eine nette Option immer dann wenn kein ordentlicher Sound über eine entsprechende Anlage möglich ist.
Die Bilder zu den verschiedenen Einstellungen des Bildes sind leider völlig unbrauchbar um tatsächlich einen Eindruck zu erhalten. Sind die mit einem Mobiltelefon aufgenommen? Hier wäre eine Ausrichtung Parallel zur projektierten Fläche schon mal wichtig.