Dangbei MP1 Max im Praxistest: UHD-Beamer bringt helles 4K-Heimkino mit Laser-Power
Der Dangbei MP1 Max besticht mit brillanten Farben, 4K-Auflösung und will mit 3.100 ISO‑Lumen dem Traum vom Heimkino bei Tageslicht näherkommen. Ob sich der Aufpreis gegenüber günstigeren Dangbei-Modellen lohnt, klärt der Praxistest.
Inhaltsverzeichnis
Im direkten Wettstreit mit der Sonne, ziehen Heimkino-Projektoren fast immer den Kürzeren - zumindest dann, wenn man nicht gerade mehrere Tausend Euro ausgeben möchte. Trotzdem kommen immer neue Modelle auf den Markt, die sich dem Traum des "Filmschauens bei Tag" annähern. Und ein weiterer mutiger Kontrahent im Kampf gegen die Sonne ist der Dangbei MP1 Max mit 3.100 ISO-Lumen und seiner Verbindung aus Triple-Laser- und LED-Technologie. Doch wie sich all seine Features im Alltag schlagen und was der 4K-Beamer sonst noch zu bieten hat, klären wir in diesem Praxistest.
Dangbei MP1 Max: Lieferumfang & Einrichtung
Was beim MP1 Max als Erstes ins Auge sticht, ist ein gewaltiger, nicht zu übersehender Koffer. Der besteht - wie schon beim Freedo - aus expandiertem Polypropylen-Schaum und macht das teure Gerät trotz seines Gewichts vergleichsweise angenehm transportierbar. Ferner liegen ein Netzteil mit eigenem (128 cm) sowie separatem Kabel (136 cm), die übliche Dangbei-Fernbedienung und eine Anleitung bei. Und da das wenige Zubehör ebenfalls in dem wuchtigen Koffer Platz findet, kann der nächste mobile Film-, Spiele- oder Sportabend bei Freunden kommen.
Bildergalerie
Kommen wir noch kurz zur Inbetriebnahme. Doch da Dangbei erneut auf die bewährte Google-TV-Oberfläche setzt, ist diese wieder innerhalb weniger Minuten erledigt: Einfach den Projektor aufstellen, einstecken, anschalten und durch die üblichen Einrichtungsfenster klicken - auf Wunsch mit oder ohne Google Home. Anschließend wartet für gewöhnlich noch ein Firmware-Update und schon kann losgestreamt werden.
Eigenständig zum optimalen Bildausschnitt
Den passenden Bildausschnitt sucht sich der MP1 Max dabei der gut umgesetzten Autofunktionen weitestgehend selbstständig. So benötigt der Autofokus gefühlt einen Moment länger als üblich, liefert aber stets ein Top-Ergebnis, das bei uns keinerlei Nachjustierung brauchte. Dieser aktiviert sich entweder nach jeder größeren Bewegung oder per Fernbedienung manuell und passt die Schärfe an, pausiert allerdings auch den laufenden Inhalt.
Ähnliches gilt auch für die automatische Trapezkorrektur. Die erledigt ihren Job tatsächlich in Echtzeit, beinahe perfekt, und pausiert dagegen nur bei manuellem Auslösen das Programm. "Beinahe", weil das Trapez im Grunde immer noch leicht danebenliegt, was aber nur bei besagtem manuellem Auslösen wirklich auffällt. Wie lange das Trapez für die Korrektur benötigt, erhöht sich übrigens etwas, wenn man die Hindernisvermeidung aktiviert - doch dafür stets mit optimalem Ergebnis.
Knackige Schärfe und prächtige Farben
Zusätzlich gibt es noch viele weitere Optionen, etwa die Bildneupositionierung, einen digitalen Zoom, diverse Bildvoreinstellungen und zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Farbanpassung. Wer einfach schnell den Beamer anwerfen und loslegen möchte, ist mit dem Standard-Preset aber schon gut beraten: Die 4K-Auflösung, der hohe Farbraum und HDR lassen das Bild nur so strahlen und wirken bei hochwertig gefilmtem Material geradezu lebensecht. "Echtes" OLED-Schwarz schafft natürlich auch dieser Projektor nicht. Doch innerhalb seiner physikalischen Grenzen - also in einem entsprechend abgedunkelten Raum - sind die Tiefen hervorragend und unseren Versuchen nach völlig frei von Artefakten oder unschöner Treppenbildung.
Die weiteren Bildvoreinstellungen fügen diesem Erlebnis wenig hinzu und verändern lediglich die sonst wirklich beeindruckende Farbpracht. Um einen ungefähren Bildeindruck der Unterschiede zu vermitteln, sind hier einige Vergleichsbilder. Dabei sollte einem jedoch klar sein, dass das Ergebnis durch Kamera und spätere Monitorwiedergabe zwangsläufig verfälscht wird und die Fotos nicht den realen Bildeindruck wiedergeben.
Macht der MP1 Max der Sonne Konkurrenz?
Neben der Standardhelligkeit gibt es noch einen etwas dunkleren ECO- sowie einen "Hohe Leistung"-Modus. Der hat bisweilen aber dasselbe Problem wie die Bildvoreinstellungen und ist daher nicht unbedingt für den Film am Sonntagnachmittag geeignet. Denn ja: Er erhöht zwar die Helligkeit tatsächlich stark und liefert dadurch selbst am Tag ein erstaunlich kontrastreiches, sattes Bild. Das erreicht der MP1 Max jedoch vor allem durch eine sichtbare Verschiebung der Farbbalance ins Grüne. Da das menschliche Auge Grün als besonders hell wahrnimmt, ist das technisch nachvollziehbar - für ein farbgetreues Filmerlebnis ist es dennoch nicht zu empfehlen. Zumal die zuvor gelobten Tiefen bereits bei schwachem Umgebungslicht merklich nachlassen.
Wie schon bei den vorherigen Vergleichsbildern gilt auch hier wieder, dass die Fotos lediglich einen Eindruck von der Bildwirkung vermitteln sollen. Einer realen Wiedergabe, wie man das Bild mit den eigenen Augen erleben würde, entspricht das selbstverständlich nicht.
Trotzdem zeigen die Bilder annähernd, dass Schwarz zwar - wie für Projektoren üblich - schon bei wenig Restlicht sofort in ein verwaschenes Grau übergeht. Gleichzeitig machen die Farben aber noch immer einen akzeptablen Eindruck. Wem dieser Aspekt wichtig ist, weil sich ein Raum etwa nicht komplett abdunkeln lässt, bekommt hier also ein konkurrenzfähiges Gerät, das insbesondere im Leistungsmodus mit deutlich teureren Mitbewerbern mithalten kann.
Man sollte sich allerdings darüber bewusst sein, dass dieser Modus die Lüfterleistung hochdreht. Aus einem Meter Entfernung haben wir hier eine Lautstärke von durchschnittlich 52 dB gemessen, wogegen es im regulären Betrieb gerade einmal kaum hörbare 34 dB waren. Grundsätzlich sind 52 dB nicht unangenehm viel und werden ohnehin von den Lautsprechern übertönt - doch wenn in ruhigeren Szenen den Dampf herausgenommen wird, kann das Rauschen einen durchaus aus der Immersion reißen.

JVC hat damals mit der Einführung von e-Shift, bei der vertikal nur die halbe Auflösung dargestellt wurde, die Kunden in die Irre geführt.
Das war unschön und hat leider zu einem schlechten Image für alle Shift-Techniken geführt.
Daher würde ich den Begriff "e-Shift" als geschützen Markennamen auch nur für die Technologie von JVC und ihren Lizenznehmern verwenden.
Aktuelle DLP Technologie (XPR 2 genannt) arbeitet ohne überlappende Pixel und trägt zu recht das UHD Logo.
Und damit hier keine Missverständnisse entstehen, ich empfinde die 4x-Pixelshift-Technik in ihren Ergebnissen beeindruckend und für den Preis als eine wesentliche Verbesserung ggü. dem (tatsächlich) irreführenden e-Shift mit 2 Positionen auf Basis eines FHD-Chips. Nur sollte man nicht unter den Teppich kehren, dass auch hier immer noch munter "geshiftet" wird.
Ich bin mal auf die neuen Projektoren mit 4K 120hz DLP-Chip gespannt - besonders in Kombination mit RGB-Laser. Hatte letztes Jahr den V704K RGB zum Testen da, aber da kam dann ein anderer von dir angesprochener Aspekt zum Tragen:
Entscheidend ist, was am Ende auf der Projektionsfläche dargestellt wird - wenn du da 3840 Pixel in der Breite und 2160 Pixel in der Höhe zählen kannst, genauso wie du sie dem Widergabegerät zugespielt hast, ist es 4K UHD.
Wie diese Pixel dort hingekommen sind oder sie ihre Farbe bekommen haben, ist erstmal nebensächlich.
Dass die Pixel innerhalb eines Frames sequentiell gerschrieben werden, genauso wie ihre Farben ist mindestens beeindruckend.
Bilddarstellung ist immer eine Illusion, die die menschliche Wahrnehmung austrickst.
So wir ein LCD Bildschirm auch nicht 16, 7 Mio Farben darstellen kann, sondern nur Rot, Grün und Blau, wenn man genau hinsieht
Nach der Logik einiger Kritiker, hätte ein Röhrenmonitor oder ein echter Laserprojektor (nicht DLP sondern die 30 Jahre alten Geräte von Schneider) genau EINEN PIXEL, der die einzelnen Zeilen nacheinander durchscannt.
Unter Ausnutzung der Trägheit des menschlichen Auges müssen tatsächlich nicht alle Informationen zeitglich dargestellt werden.
Es reicht wenn man die hälfte der Pixel mit doppeltder Frequenz oder ein viertel mit vierfacher oder...ok dir fällt vermutlich auf worauf es hinausläuft --> EIN Bildpunkt mit genügend hoher Frequenz, darstellt.
Die erwähnten Full-HD 240hz sind ein direktes Resultat daraus, denn um 4K bzw. UHD bei 60hz darstellen zu können, muss der Chip mit 240hz FHD arbeiten können, damit die 4 Shiftpositionen abgebildet werden können (4x60=240). In der Realität arbeiten DLP-Chips mit noch wesentlich höheren Frequenzen, da die RGB-Farbdarstellung ebenfalls temporal/sequenziell erfolgt (ein DLP-Chip an sich kann ja nur schwarz/weiß), und auch der kommende Chip von TI, der 4K/UHD bei 120hz ermöglichen soll, wird immer noch ein FHD-480hz-Shifter sein.
Du hast die Grundlagen der DLP Technik gut verstanden!
Mein Anliegen war es, mit dem negativen Ruf der Pixel-Shift Technik aufzuräumen.
JVC hat damals mit der Einführung von e-Shift, bei der vertikal nur die halbe Auflösung dargestellt wurde, die Kunden in die Irre geführt.
Das war unschön und hat leider zu einem schlechten Image für alle Shift-Techniken geführt.
Daher würde ich den Begriff "e-Shift" als geschützen Markennamen auch nur für die Technologie von JVC und ihren Lizenznehmern verwenden.
Um das nochmal klarzustellen - beim normalen Betrachtungsabstand einer typischen Projektionsgröße im Wohnzimmer, sieht man qualitativ keinen Unterschied zwischen einem 4k "nativen" 3x LCoS Beamer oder einem DLP 4k Beamer mit XPR 2. Für den wahrgenommenen Detailgrad sind in diesem Fall andere Faktoren, wie z.B. die güte der eingesetzten Optik, entscheidender.
Versuche haben sogar gezeigt, dass 4k DLP Projektoren von Testpersonen als "ähnlicher zur klassichen Kinoprojektion" bewertet werden.
Wenn man die Pixel mit der Lupe betrachtet oder alternativ sehr dicht an der Projektionsfläche, stellt man natürlich deutliche Unteschiede zwischen den Formen bzw. Arten der Pixel bei den Techniken LCD, LCoS und DLP fest.
Keiner davon ist schlechter oder besser, sondern einfach nur anders.
Bei Bildschirmen kommen auch unterschiedlichste Anordnungen von Subpixeln zur Anwendung, selbst innerhalb der verwendeten Technologie.
Über die Unterschiede kann man viel Diskutieren, relevant für den Anwender ist das iam Ende jedoch nicht.
In Verbindung mit einer Hochkontrast Leinwand ist das Ergebnis auch einer Nicht Nativ 4K Chips phönomenal scharf und gut. Und ich würde mich schon als anspruchsvoll bezeichnen.
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Fairerweise muss man einen Beamer mit einem TV vergleichen, auch da kann man ohne zusätzliche Lautsprecher keinen Kinoklang erwarten.
Allerdings muss man die richtige Position haben, etwas weiter seitlich, scheint der Ton nicht nicht mehr von vorne zu kommen.
Der JMGO jedenfalls klingt besser, als jeder Samung oder Sony TV, den ich jeh in Betrieb hatte.
Das ist für viele Zwecke in Ordnung - beim Heimkino hat man sowieso ein ordentliches Soundsystem.
Ich vermute der MP1 nutzt das neue Laser Modul DLP481XE von Texas Instruments, das ist eigentlich in der Lage FHD mit 240Hz darzustellen - schade, dass die Hersteller diese Fähigkeit in den seltensten fällen ausnutzen.
Laser DLP Module nutzen kein e-Shift wie JVC oder Epson, sondern bringen tatsächlich 8 Mio Pixel (3840x2160) auf die Leinwand.
Aktuelle DLP Technologie (XPR 2 genannt) arbeitet ohne überlappende Pixel und trägt zu recht das UHD Logo.
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