Gasgrills im Test: Vier tolle Modelle für Sparfüchse, Familien und Profis
Gasgrills liegen immer mehr im Trend, garantieren sie doch kontinuierliche Hitze und oftmals weitergehende Nutzung als Outdoor-Küche mit der Möglichkeit, darauf zu kochen oder zu backen. Wir stellen vier tolle Gasgrills vor - für Sparfüchse, Familien und Profis.
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Was ist ein Gasgrill und für wen ist er geeignet?
Der Gasgrill macht das, was der Durchlauferhitzer der Heizanlage im Winter erledigt - er verbrennt Gas, um Wärme zu produzieren. Doch statt die Wärme zu nutzen, um den Raum zu heizen, grillen die Brenner Steak, Wurst oder sonstiges Grillgut. Die Brenner stellen das Herzstück der Gasgrills dar, denn sie sitzen unter oder neben dem Grillrost und sind durch ein trapezförmiges Blech vor tropfendem Fett geschützt. Über dem Grillrost ist die Haube, die den Brennraum verschließt, wodurch Temperaturen von bis zu 400 Grad Celsius im Brennraum möglich sind. Keramikbrenner schaffen direkt über dem Grillrost sogar Temperaturen von bis zu 900 Grad Celsius für perfekte Grillstreifen.
Seitlich finden sich stattdessen entweder Ablageflächen für Grillgut, ein zusätzliches Kochfeld, um Soßen oder andere Nebengerichte zuzubereiten oder eine Spüle. Komplettiert wird der Aufbau von einem Unterschrank, der nicht nur genügend Platz für Gasflaschen bietet, sondern auch Fett auffängt. Aus dieser Funktionsweise und dem Aufbau ergeben sich folgende Zielgruppen:
Einsteiger - simples Grillen
Grillen ist eine Kunst. Jedes Jahr wird ein Weltmeister im Grillen gekürt. Amerikaner veranstalten stundenlange BBQ-Partys in ihren Vorgärten, und Grillprofis bieten Seminare an, um die eigenen Grillfertigkeiten zu verfeinern.
Wer jedoch schlichtweg eine Wurst vom Grill haben und nicht Hunderte Seiten an Fachliteratur durchstöbern möchte, greift zum Gasgrill. Gerät gekauft, Gasflasche angeschlossen und es kann losgehen. Keine Kohle, kein Anzünder, kein stundenlanges Vorbereiten - simples Grillen.
Spontane - sofortiger Grillgenuss
Das Bier steht im Kühlschrank, es sind noch ein paar Reste vorhanden und die Sonne kommt heraus - der perfekte Grilltag. Freunde kommen spontan vorbei und wollen etwas essen - warum nicht grillen? Der Lieferdienst hat heute geschlossen? Der Grill ist bereit.
In all diesen Szenarien möchte kein Mensch noch Kohle kaufen, die Glut vorbereiten oder das Aschefach leeren, sondern grillen. Und genau das geht mit dem Gasgrill. Drehregler aufdrehen, die Piezozündung entfacht ein Feuer und innerhalb von zehn Minuten hat der Brennraum eine Temperatur mehr als 250 Grad Celsius. Ideal für Wurst, Fleisch, Fisch oder Gemüse.
Immer die korrekte Temperatur
Indirekte Hitze, Kerntemperatur von 74 Grad Celsius und circa zehn Minuten - die perfekte Garzeit für einen Schweinenacken. Direkte Hitze, Kerntemperatur von 59 Grad Celsius und maximal fünf Minuten pro Seite - die ideale Garzeit für ein Steak im Gargrad Medium. Wer sein Steak, die Wurst oder auch eine Pizza nach genauen Vorgaben grillen möchte, muss zu einem Gasgrill greifen. Mithilfe der Brenner kann der Anwender exakt die Temperatur im Brennraum erreichen, die für das Grillgut erforderlich ist. Noch mehr zum Thema Grill finden Sie in unserer großen Grill-Kaufberatung.
Quelle: Taino
Gasgrills liefern ein deutlich kontrollierbareres Ergebnis.
Propan oder Butan? Welches Gas und was sind die Unterschiede?
Laien ist der Unterschied nicht bewusst, Experten schwören entweder auf das eine oder das andere - Propan oder Butan. Während das eine Gas vorrangig in kleinen Kartuschen erhältlich ist, verkaufen Händler das andere in Flaschen. Folgende Unterschiede sind zwischen ihnen festzuhalten, wovon lediglich zwei relevant sind:
- Preis
- Brennwert
- Robustheit
- Temperatur
Butan ist in Deutschland teurer als Propan, in anderen Ländern ist es umgekehrt oder beide Gase sind zum etwa selben Preis erhältlich.
Im Brennwert unterscheiden sie sich minimal, denn Propan zeigt einen etwas höheren Brennwert als Butan. In der Praxis ist dieser Unterschied nur bemerkbar, wenn das Gas auch zum Heizen verwendet wird. Beim Grillen fällt der Unterschied nur dem Grillweltmeister auf. Der erste nennenswerte Unterschied ist in der Robustheit zu finden, denn Propangasflaschen sind wesentlich robuster als Butangaskartuschen. Das ist auf die Eigenschaften des Propans zurückzuführen, das einen höheren Druck benötigt, um einen flüssigen Zustand beizubehalten. Wer den Grill gern mobil nutzen möchte, sollte zu Butangaskartuschen greifen.
Der zweite und letzte nennenswerte Unterschied ist in der Temperatur zu finden, denn Butan eignet sich ausschließlich für den Sommer. Ab Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bleibt Butan flüssig und ist ungeeignet zum Grillen. Wer auch im Winter grillen möchte, muss Propanflaschen kaufen.
Wie lange halten Gasflaschen?
Gerade bei einer Propangasflasche ist es quasi unmöglich, von außen zu erkennen, wie viel Gas noch drin ist. Deswegen empfehlen wir eine Kofferwaage. Messen Sie damit das Gewicht der vollen Flasche beim Kauf, eine Flasche mit 11 kg Gas sollte zum Beispiel 21,1 kg wiegen. Sie können nun nach jedem Grillen die Gasflasche schnell und einfach wiegen und so Ihren persönlichen Verbrauch sowie das verbleibende Gas messen.
Grundsätzlich liegt der Verbrauch ungefähr bei etwa 100 g pro 1 kW bzw. ca. 225 g pro 3-kW-Brenner. Das gilt aber für die Nutzung unter Volllast und ist letztlich auch geräteabhängig. Entsprechend ist es am sichersten, wenn man die Gasmenge einfach per Kofferwaage im Blick behält.
Tipp: In der Regel wird Rest-Gas bei Neubefüllung nicht berücksichtigt. Nutzen Sie die Gasflasche also bis zum Ende, sonst zahlen Sie drauf. Für ambitionierte Viel- und Spontangriller ist eine zweite Gasflasche eine gute Idee, sodass nahtlos gewechselt werden kann. Die aktuellen Trends rund um das Thema Grills finden Sie in unserem Ratgeber zu den besten Grills der Saison.
