Batman: Arkham Origins - Trotz Studiowechsel ein echter Batman, aber ohne große Neuerungen - E3-Vorschau
Kein Wunder, dass Batman immer so griesgrämig guckt: Selbst am Heiligabend muss der schwarze Ritter Gauner dingfest machen - und herausfinden, wer ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt hat, wenn er in der Weihnachtsnacht das Zeitliche segnet.
Heiligabend in Gotham City. Schnee rieselt in die Straßenschluchten hinab, während die Stadtbewohner in wohlig warmen Wohnzimmern mit den letzten Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind. Beschäftigt ist auch Batman: Er sucht nach einem Superschurken namens Black Mask, der ein Kopfgeld in Höhe von 50 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt hat. Batman: Arkham Origins ist der dritte Teil der Arkham-Serie und der erste, der nicht von den Rocksteady Studios entwickelt wird. Stattdessen wurde die Dienststelle Montreal von Warner Bros. Games damit betraut. Thematisch erzählt Arkham Origins, wie Batman noch vor den Geschehnissen in Arkham Asylum die uns allen wohlbekannten klassischen Bösewichte kennenlernt. Und das sollen nicht wenige sein: "Das Spiel ist mit Nord- und Süd-Gotham doppelt so groß wie Arkham City", sagt uns Associate Producer Guillaume Voghel.
Batman: Arkham Origins - Neuer Typ von Nebenmissionen
Glücklicherweise führen die Entwickler auch ein Schnellreisesystem ein, um in Nullzeit an bereits besuchte Orte zu gelangen. Denn es gibt auch fernab der Hauptgeschichte jede Menge für den schwarzen Ritter zu tun. Etwa im Lagerhausbezirk, wo er einem Passanten beisteht, der von ein paar Gaunern überfallen wird. "Wir bewerten nach jedem Kampf eure Leistungen", erklärt Voghel. "So bestimmen wir den Multiplikator, der die Höhe eurer Erfahrungspunkte festlegt." Ein neuer Nebenmissionstyp hört auf den Namen "Crime in Progress": In diesen zufällig generierten Aufträgen helfen wir der Polizei von Gotham beispielsweise dabei, größere Ganoven dingfest zu machen. In der Vorführung treffen wir einen Enforcer, der mit Schmackes austeilen und auch ähnlich viel einstecken kann. Wir können ihn nur besiegen, indem wir seine Rüstung Stück für Stück zerbröseln. Das "Most Wanted"-System ist eine zweite neue Nebenmissionsgattung: Darin bekommt es Batman mit neuen Kriminellen zu tun, die das Chaos in Gotham für ihre eigenen Zwecke ausnutzen wollen. Einer dieser Halunken ist Anarky, der weite Teile eines Stadtviertels mit Bomben gespickt hat - klar, dass wir die im Kampf gegen die Zeit entschärfen müssen. Hier hilft uns der Detective-Modus, der uns die Lage der Bomben und den Verlauf der Zündkabel offenbart.
Batman: Arkham Origins - Spurensicherung wie bei CSI: Gothman
Ein paar Minuten später glauben wir fast, in einer Episode von CSI: Gotham gelandet zu sein, denn Batman wird in Arkham Origins zum Spurensicherungsexperten. Wir forschen jetzt am Tatort nach, wie ein Polizeihubschrauber zwischen zwei Hochhäusern abstürzen konnte. "Ihr müsst Opfer und Gegenstände scannen, um den Tathergang zu rekonstruieren und den Verdächtigen ausfindig zu machen", sagt Guillaume Voghel. Schließlich sehen wir den Absturz vor unserem geistigen Auge ablaufen und finden heraus, dass der Pilot die Kontrolle über den Helikopter verloren hat, weil der Heckrotor beschossen und unbrauchbar gemacht wurde. Eine ballistische Untersuchung ergibt, dass der Schuss von keinem anderen als Deadshot abgefeuert wurde, der damit sogar noch einen Polizisten gestreift hat. Wir könnten jetzt dieser Mission nachgehen, entschließen uns aber, stattdessen die Hauptgeschichte zu verfolgen. Die führt uns in die Lobby eines Hotels, in dem sich die von uns gesuchten Verbrecher verschanzt haben. Wir erledigen die Wächter in der Vorhalle und setzen dabei den neuen Greifhaken ein, mit dem wir Gegner packen oder Gegenstände auf sie fallen lassen können. Schließlich erreichen wir den Aufzug zum Penthouse, wo wir uns Antworten auf die Fragen nach dem Kopfgeld erhoffen. Und siehe da, wer wartet dort auf uns? Der Joker, der uns eröffnet, dass er jede Menge Häuser in die Luft sprengen will - und das dann auch tut. Frohe Weihnachten!
Batman: Arkham Origins - E3-Fazit
Unglaublich, aber wahr: Nach Jahrzehnten voller lausiger Batman-Titel könnte Arkham Origins schon der dritte wirklich gute Einsatz des schwarzen Ritters werden. Spielerische Neuerungen muss man abgesehen von den neuen Nebenmissionen, der Schnellreise und dem Greifhaken zwar mit der Lupe suchen, aber schlecht waren die beiden Vorgänger ja keineswegs. Deren Schöpfer, die Rocksteady Studios, arbeiten vermutlich schon mit Hochdruck an einem richtigen Next-Gen-Nachfolger. Mit seiner nicht von ungefähr an Stirb Langsam erinnernden Weihnachtsstimmung und den zahlreichen Helden aus dem DC-Universum kann Batman: Arkham Origins eigentlich nur ein Treffer werden. Etwas schief ist nur der Titel: Schließlich sind wir hauptsächlich in Gotham City unterwegs.
> All unsere Vorschau-Artikel zu den Spielen der E3 finden Sie auf unserer Themenseite.

Ich freue mich schon auf den Nachfolger. Die Riddler-Rätsel fand ich in Teil 1 gut. In Teil 2 waren sie tatsächlich zu überlastig. Aber ansonsten war Teil 2 ebenfalls top. Das macht echt Lust auf Teil 3.
Wie soll Batman denn das Zeitlich segnen,ist doch kein Priester?
Jaaaa schon aber bitte nicht wieder alles so extrem mit Rätsel zumüllen wie bei Arkham City. Das hat in Arkham Asylum perfekt gepasst, beim zweiten TEil wars einfach nur übertrieben wenn alle 3 Meter ein Fragezeichen bzw. Rätsel wartet... Den Rest können sie gerne belassen wie er war gg
Dem stimme ich zu
Wenn die Reihe so bleibt wie sie ist, dann reicht es mir schon