Synchronsprecher über Baldur's Gate 3: KI erlaubt keine Kreativität
Durch ChatGPT und Co.: Müssen Autoren, Synchronsprecher etc. um ihre Arbeitsplätze fürchten? Die Sprecherinnen von Baldur's Gate 3 haben dazu ihre eigene Meinung und sprechen über die mangelnde Kreativität und Empathie der künstlichen Intelligenz.
Seit Anfang des Jahres ist ChatGPT in aller Munde. Mittels kurzer Texteingaben lassen sich ganze Briefe u. v. m. generieren. Dr. Geoffrey Hinton gilt als einer der Paten der künstlichen Intelligenz. Hinton, geht davon aus, dass KI-Chatbots "ziemlich beängstigende Gefahren" sein könnten. Schließlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, ehe ChatGPT und Co. intelligenter als wir Menschen sind, so der britisch-kanadische Kognitionspsychologe. Nun haben sich die Synchronsprecherinnen von Baldur's Gate 3, Devora Wilde und Jennifer English rund um den Einsatz von KI-Tools geäußert.
KI soll keine Kreativität "erlauben"
Aktuell läuft in den USA der Autorenstreik, wobei die SAG-AFRA sich gegen die Autorenvereinigung Writers Guild of America stellen und so derzeit keine neuen Filme oder Serien gedreht werden. Schließlich fürchten etliche Autoren, dass die KI die menschlichen Schauspieler ersetzen könnte. Wie Wilde ausführt, gibt es jedoch auch Grenzen bei der KI. So kann die KI "die Bandbreite unserer Darbietungen und die Tiefe der Emotionen, die wir in die Figuren einbringen, nicht ersetzen". Ihre Kollegin English ergänzte: "Was [KI] nicht zulässt, sind Kreativität und Gespräche zwischen mehreren Personen und die neuen Ideen, die dadurch entstehen."
Schließlich lassen sich mittels ChatGPT und Konsorten neue Texte, Programmiercode und Co. generieren, doch dazu greifen die KI-Tools immer auf zuvor hochgeladenes Material zurück. Mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung ermittelt die KI, welches Wort als Nächstes ausgegeben werden soll. Jüngst hatte der Entwickler Liam Swayne demonstriert, dass man mit ChatGPT die Saga von Game of Thrones zu Ende schreiben kann. Bis dato hat dies der Autor der Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer nicht geschafft. Ebenfalls bereits im Einsatz ist die KI, um Stimmen nachzuahmen. Mit diesen Deepfakes wurden bereits Polizeieinsätze in den USA ausgelöst. Es genügen schon kurze Tonmitschnitte der realen Person, um mittels Character AI auf Basis der Google-KI-Technik LaMDA eine täuschend echte Aufnahme zu erstellen.
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Sammlung zur Grenze von ChatGPT und Co.:
- Die Synchronsprecherinnen von Baldur's Gate 3, Devora Wilde und Jennifer English, haben sich besorgt über den Einsatz von KI geäußert.
- Im laufenden Autorenstreik fürchten viele Medienschaffende um ihre Arbeitsplätze durch den Einsatz von KI. Doch gibt es auch Grenzen für die Künstliche Intelligenz.
- Laut English erlauben ChatGPT und Co. keine Kreativität und Gespräche zwischen mehreren Personen.
Quelle: Techradar

Frei nach dem Motto, output gleich input.
Aus so einer Perspektive braucht man keinen Autor, man braucht einen Auftragsschreiber der innerhalb der Spezifikation arbeitet und der nicht muckt, wenn er das Skript willkürlich umschreiben muss. Der Schreiber drückt hier nicht seine eigene Kreativität aus wie er das will, er schreibt etwas innerhalb klar gesteckter Definitionen. Wenn das klingt wie KI, dann weil es das jetzt schon ist.
Abgesehen davon fangen ja auch Menschen in der Regel nicht bei null an, sondern bauen auf den Werken von Anderen auf. Der Herr der Ringe war z.B. der Blueprint für viele Fantasy Stories.
Ich kann natürlich schon verstehen, dass da einige ihre Felle wegschwimmen sehen. Aber als Außenseiter sehe ich eher, dass KI die Hürden bei kreativen Arbeiten senkt. Ein Kollege hat z.B. neulich für einen Vortrag das Titelbild von einer KI generieren lassen. Ohne KI wäre es wohl eine langweilige Titelfolie gewesen, denn Zeichnen ist nicht so seine Stärke.
Das Hauptproblem von KIs dürfte hauptsächlich länger darin liegen, dass sie nicht einfach so prüfen können, ob die neue Kombination Sinn macht oder nicht. Das dürfte teilweise erst gehen, wenn sie echte Probleme lösen, an denen ihre Kombinationen sich beweisen müssen. Ansonsten sind sie bestenfalls ein (wenig schmeichelhaftes) Spiegelbild der internetaffinen Menschheit, das sehr viel Output schaffen kann.