Avowed im Test mit Benchmarks: Unreal-Engine-5-RPG mit Hardware-Lumen
In Avowed, dem neuen Spiel der RPG-Experten Obsidian, erkunden Sie in Ego-Perspektive die fantastische Welt Eora, das Setting von Pillars of Eternity. Dargestellt wird das Abenteuer mit der Unreal Engine 5 - Raytracing und fesche Render-Techniken inklusive. Wir laden zum Technik-Test.
In diesem Artikel
Obsidian, die Rollenspiel-Experten, die Entwickler von Klassikern wie Fallout: New Vegas, Star Wars: Knights of the Old Republic 2 sowie Outer Worlds und der Schrumpf-Survival-Sandbox Grounded hält ein neues Abenteuer für Sie bereit. Avowed entführt Sie in die fantastische Welt von Eora, dem Setting der Iso-Rollenspiele Pillars of Eternity und dessen Nachfolger. Zu Beginn des Spiels erleiden Sie als Abgesandter im Auftrag des Kaisers von Aedyr Schiffbruch. Sie stranden an den fremden, seltsamen Ufern der "Living Lands", einem wilden, ungezähmten Land im hohen Norden, das von allerlei Völkern bewohnt wird. Die dort anzutreffende Gesellschaft ist ebenfalls eher wild, ungezügelt, frei und anarchisch und generell wenig gut auf den Kaiser oder das Aedyr-Imperium zu sprechen. In den abwechslungsreichen, von vielfältigen Landstrichen geprägten "Lebendigen Landen" wuchern außerdem gewaltige, seltsame Pflanzen, kreucht und fleucht eigentümliches, exotisches Getier.
Auch Sie selbst sind von magisch wucherndem Gewächs gezeichnet. Zu Beginn des Spiels entwerfen Sie Ihr Alter Ego in dem umfangreichen Charaktereditor. Als ein "Godlike", ein "Gottgleicher", sind Sie - der Legende nach - von einer Divinität der Fantasy-Welt Eoras gesegnet. Diese göttliche Segnung manifestiert sich in Form verschiedenster Auswüchse, bunten Pilzen, korallenartigen Gebilden, ungewöhnlichen Haar- und Hautfarben. Der Editor bietet eine gute Spanne vielfarbiger Kreationsmöglichkeiten. Freunde blumengezierter Haarpracht dürften auf ihre Kosten kommen. Auf Wunsch können Sie den bunten Charakter-Bewuchs aber auch ausblenden.
Ego-Rollenspiel, bunte Gefährten und englische Sprache
Wir dürfen obendrein aus einigen unterschiedlichen Rassen wählen und eine Charakterklasse definieren, welche uns zum Spielstart mit bestimmten Fähigkeiten und Waffen ausstattet. Sie können beim Levelaufstieg allerdings in Fähigkeiten der anderen investieren, die anfänglich gewählte Charakterklasse sowie die Fähigkeiten Ihres Protagonisten beeinflussen dabei auch die Gespräche, die Sie mit NPCs halten. Direkt nach dem Spielstart, nach dem Schiffbruch auf der klassischen Newbie-Insel, die als kleines, abgetrenntes Tutorial-Gebiet fungiert, treffen Sie auf Ihren ersten Begleiter.
Ein für einige Spieler wohl nicht unbedeutendes Detail vorweg: Avowed verfügt über keine deutsche Sprachausgabe! Die Textsprache kann im Menü gewechselt werden, es stehen außerdem auch deutsche Untertitel zur Verfügung. Die Synchronisation ist allerdings in englischer Sprache. Dies mutet ein wenig befremdlich an. Denn auch wenn es sich bei Obsidian Entertainment um ein eher kleines Studio, keinen gewaltigen Triple-A-Entwickler handelt, gehört Obsidian doch seit 2018 zu dem sicher nicht finanzschwachen Microsoft. Zwar ist auch The Outer Worlds damals im Dezember 2018 ohne deutsche Sprachausgabe erschienen, doch Microsoft übernahm Obsidian Entertainment erst im November 2018, The Outer Wilds erschien noch unter dem Publisher Private Division.
Grounded, das ebenfalls keine deutsche Sprachausgabe bietet, ist eine Survival-Sandbox und setzt weit weniger auf ausschweifende Gespräche mit Nichtspieler-Charakteren als ein Rollenspiel. Der Protagonist ist obendrein nicht vertont, was Obsidian Entertainment etwas mehr Flexibilität bei den Antwortmöglichkeiten gibt. Sie können obendrein - anders als etwa in Mass Effect oder den jüngeren Titeln der Dragon-Age-Reihe - vorab transparent erkennen, was Ihre Figur im Spiel tatsächlich von sich gibt und müssen die Antwort nicht anhand einer groben Gefühlsregung erraten. Auf der anderen Seite bedeutet dies: Sie müssen lesen. Dies trifft generell in einem gewissen Rahmen zu, denn Avowed enthält nicht nur NPCs, Gefährten und Gespräche, sondern außerdem eine ganze Menge Hintergrund-Lore des Pillar-of-Eternity-Universums.
Ruppige Ego-Kämpfe, Erkundung und eine Prise Parkour
Das Gameplay von Avowed erinnert nicht zuletzt an das humorige Sci-Fi-Rollenspiel The Outer Worlds, macht aber doch einiges anders. Avowed besteht aus mehreren großen, offenen "Open-World"-Gebieten, die Sie zusammen mit Ihren NPC-Begleitern erkunden können. Auf Letzteres ist ein merklicher Entwicklungsfokus gesetzt worden, überall verbergen sich kleine Geheimnisse, Loot-Kisten, Notizen mit Hintergrund-Lore oder besondere Gegner, die diverse Schätze bewachen. Das Erkunden der interessanten und kreativ gestalteten Umgebungen wird dabei durch leichte Parkour-Einlagen aufgelockert. In Kombination mit den Ego-Kämpfen erinnert Avowed nicht zuletzt auch an die Dying-Light-Reihe, vermischt mit Obsidians klassischer Rollenspiel- und Erzählkunst.
Die Auseinandersetzungen aus der Ego-Perspektive sind kurzweilig und nutzen ein auf Ausdauer basierendes Kampfsystem. Nahkampfwaffen wie Streitkolben, Schwert oder Zweihandaxt fühlen sich angenehm unterschiedlich an und suggerieren eine sehr befriedigende Wucht. Nahkampfwaffen allein können die Kämpfe allerdings auf Dauer ein wenig abwechslungsarm wirken lassen, doch da Sie in Avowed Mischklassen bilden können - und wohl auch sollten - können Sie Nah- und Fernkampf sowie magische Fähigkeiten kombinieren, um die Auseinandersetzungen dynamisch zu halten. Sie können obendrein Synergie-Effekte verschiedener Fähigkeiten und Ihrer Ausrüstung nutzen, um bei Ihren Widersachern besonders viel Schaden anzurichten.
Schon zum Spielstart auf der Tutorial-Insel gibt es eine ganze Reihe von Gegnertypen sowie einen Boss-Kampf. Zu Beginn ist Avowed noch recht linear. Abseits einiger Extras und Geheimnisse, die Sie aufspüren können, ist Ihr Weg anfangs im Tutorial recht starr vorgegeben. Dies ändert sich allerdings, wenn Sie die Newbie-Insel nach kurzer Spielzeit verlassen und das Festland der Living Lands betreten. Hier öffnet sich das Spiel und lässt Sie von der Leine. Das erste Gebiet, das Sie betreten, ist die Dämmerküste (Dawncoast) sowie die Hafenstadt Paradis, die ein wenig wie eine Piraten-Siedlung anmutet. Das Umland liegt in einer gemäßigten Klimazone, Sie werden im weiteren Spielverlauf jedoch eine ganze Reihe weiterer Umgebungen erkunden können, darunter Wälder, Wüsten, Sümpfe oder verschneite Gebirgszüge. Kommen wir zur Grafik und Technik.

Ansonsten, läuft es mit EPIC-Settings ohne RT und ohne Upscaling auf nem 9900K und ner 2080 mit 75fps. RT an oder aus macht mal wieder überhaupt keinen Unterschied.
S.T.A.L.K.E.R. 2 hatte auch Probleme mit crashendem Compiling (interessanterweise auch ein UE5-Spiel), welches per Patch behoben wurde.
Wieso ist es so schwer in die Hirne zu kriegen, dass SW niemals inkompatibel mit OC sein kann? Das macht teschnisch einfach keinen Sinn.
Die SW darf gar nicht merken, dass ein System übertaktet ist.
Dein OC ist schlicht nicht stable. Auch wenn es in 99% der Fälle keinen Crash gibt, der 1% reicht um zu widerlegen, dass die HW stabil ist.
S.T.A.L.K.E.R. 2 hatte auch Probleme mit crashendem Compiling (interessanterweise auch ein UE5-Spiel), welches per Patch behoben wurde.
Dein OC ist schlicht nicht stable. Auch wenn es in 99% der Fälle keinen Crash gibt, der 1% reicht um zu widerlegen, dass die HW stabil ist.
Erste Erkenntnis, das Spiel mag kein CPU Overclocking. Da crasht es gleich beim Shader-Compiling.
Mit Standard-Settings klappt es problemlos. Performance ist gar nicht so übel mit der Arc B580 (mit TSR).