Marderschreck fürs Auto ausprobiert: Dieses PATTLER-Gerät ist in wenigen Minuten installiert

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News Martin Deiß
Marderschreck fürs Auto ausprobiert: Dieses PATTLER-Gerät ist in wenigen Minuten installiert
Quelle: PCGH

Marder können im Motorraum erhebliche Schäden verursachen. Der PATTLER-Marderschreck soll die kleinen Störenfriede vertreiben. Wir haben ihn ausprobiert.

Marder verursachen jedes Jahr zahlreiche Schäden an Fahrzeugen. Oft bleiben angebissene Kabel und beschädigte Schläuche unbemerkt, bis die ersten Probleme und Warnmeldungen auftreten - und dann kann es teuer werden. Mit einem Marderabwehrsystem für den Motorraum, wie es PATTLER anbietet, soll sich das Risiko eines Marderbefalls reduzieren lassen.

Das System wird direkt an die 12-V-Autobatterie angeschlossen, arbeitet mit Ultraschall und soll verhindern, dass es sich die Marder im Motorraum gemütlich machen. Was für einen Eindruck der Pattler-Marderschreck in der Praxis macht, haben wir im Alltagstest genauer geprüft.

Kompakte Bauweise mit einfacher Installation

Beim Auspacken fällt zunächst die kompakte Bauform auf. Der Ein- und Ausschaltknopf ist durch eine durchsichtige Abdeckung geschützt. Diese dürfte zum vom Hersteller beworbenen Wasserschutz nach IP45 beitragen. Neben dem Marderschreck selbst sind vier Der PATTLER-Marderschreck wird mit Kabelbindern zur Befestigung im Motorraum geliefert. Quelle: PCGH Der PATTLER-Marderschreck wird mit Kabelbindern zur Befestigung im Motorraum geliefert. Kabelbinder zur Befestigung im Motorinnenraum im Lieferumfang enthalten, zudem eine kleine Anleitung, in der die wichtigsten Installationsschritte erklärt werden. Ein QR-Code führt zur Amazon-Seite, auf der ein Video zu sehen ist, das den Installationsprozess detailliert zeigt.

Der Marderschreck ist mit einem 75 cm langen Doppel-Kabel ausgestattet, das viel Flexibilität bei der Installation an der Batterie bietet. Der rote Teil des Kabels wird am Pluspol angebracht, der schwarze am Minuspol beziehungsweise an der Masse des Fahrzeugs. Da die Enden mit Gabelkabelschuhen ausgestattet sind, gestaltet sich die Installation unkompliziert und ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

Die Muttern an der Batterie müssen nicht komplett entfernt werden - einfaches Anlösen genügt. Das einzige Werkzeug, das wir in unserem Fall benötigten, war ein Steckschlüssel mit entsprechender Nuss. War die Installation erfolgreich, ertönt nach dem Einschalten ein Piepen und die Betriebs-LED leuchtet auf. Anschließend kann der Marderschreck mit den mitgelieferten Kabelbindern im Motorraum befestigt werden. Allerdings kann dieser Schritt je nach Fahrzeugmodell etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir benötigten jedenfalls eine Weile, bis wir im Motorraum eines Renault Captur II eine passende Stelle gefunden hatten.

Ultraschall gegen Marder

Ist das Gerät installiert und eingeschaltet, sendet es Ultraschallwellen im Bereich von 12 bis 25 kHz aus. Diese sollen für Marder unangenehm sein, während Menschen und die meisten Haustiere sie laut Hersteller kaum oder gar nicht wahrnehmen. Tatsächlich fielen uns beim Betrieb des Marderschrecks keine unangenehmen Geräusche Nach erfolgreicher Installation ertönt beim Einschalten ein Piepton und die Kontroll-LED leuchtet auf. Quelle: PCGH Nach erfolgreicher Installation ertönt beim Einschalten ein Piepton und die Kontroll-LED leuchtet auf. auf. Da die Wiedergabe in Intervallen erfolgt, soll ein Gewöhnungseffekt verhindert werden.

Der angegebene Wirkungsbereich liegt bei bis zu 60 m². Somit dürfte sich der Marderschreck auch eignen, um Marder aus Garagen oder Carports fernzuhalten. Damit die maximale Reichweite des Ultraschalls erreicht wird, darf er aber nicht von größeren Hindernissen blockiert werden.

Für den Alltag im Motorraum ausgelegt

Da der Einsatz direkt im Motorraum erfolgt, spielen auch Faktoren wie Temperaturbeständigkeit und Schutz gegen Feuchtigkeit eine Rolle. Laut Hersteller ist der Marderschreck nach IP45 gegen Spritzwasser geschützt und ausdrücklich für den Einsatz im Fahrzeug vorgesehen. Konkrete Temperaturgrenzen nennt der Hersteller zwar nicht, doch da das Gerät ausdrücklich für die Installation im Motorraum vorgesehen ist, dürfte es auch höhere Temperaturen überstehen.

Praktisch ist auch, dass der Marderschreck die während der Fahrt auftretenden Motorvibrationen erkennt und sich automatisch deaktiviert. Sobald das Fahrzeug wieder steht, aktiviert er sich erneut. Dadurch soll verhindert werden, dass das Gerät dauerhaft aktiv bleibt oder unnötig Strom verbraucht. Mit einem angegebenen Verbrauch von 4 mAh fällt dieser ohnehin relativ gering aus.

Einschränkungen

Einen passenden Platz im Motorraum für den Marderschreck zu finden, kann je nach Fahrzeug etwas knifflig werden. Quelle: PCGH Einen passenden Platz im Motorraum für den Marderschreck zu finden, kann je nach Fahrzeug etwas knifflig werden.

Wie zuvor bereits erwähnt, kann die Befestigung des Geräts im Motorraum je nach Fahrzeugmodell etwas Zeit in Anspruch nehmen. Zudem setzt die Installation einen zugänglichen Anschluss an die 12-Volt-Batterie voraus. Da sich deren Position je nach Fahrzeug unterscheiden kann, empfiehlt es sich, die Zugänglichkeit vor dem Kauf kurz zu prüfen.

Fazit

Der PATTLER-Marderschreck hinterließ im Alltagstest insgesamt einen durchdachten Eindruck. Besonders positiv fiel die unkomplizierte Installation auf, die auch für Laien problemlos machbar sein dürfte.

Bei Amazon kostet er regulär 29,99 Euro, ist aber häufig für unter 25 Euro und ab und zu sogar für unter 20 Euro im Angebot. So ist er aktuell auf gerade einmal 19,99 Euro reduziert. Angesichts möglicher Kosten durch beschädigte Kabel oder Schläuche erscheinen die einmaligen Ausgaben für den Marderschreck vergleichsweise gering. Deal abgelaufen, Fehler entdeckt? Dann informieren Sie uns bitte über deals@pcgh.de.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Andreas1975
        Ein Kater hilft auch. Btw er vertreibt den Marder auch aus der Scheune. Mein Freisinger hat auch bei meinem Nachbarn selbigen vertrieben. Da ich noch keinen Marderbiss am Fahrzeug hatte wird es an meinem Mitbewohner liegen. Ganz sicher.
        Ich habe immer auf den großen bösen Hund gehofft den mein Nachbar unterhält. Ok, er ist groß, schwer aber genau wie sein Herrchen maximal friedlich (bzw. bestechlich, Herrchen mit Urpils und Hund mit Bratwurst, da ich beides habe bin ich best buddy) - das muss der Marder ja nicht wissen . Hat aber leider nicht geholfen.
        Ob der Marder nun geahnt hat dass Nachbars Wauzi wahrscheinlich mehr Angst vorm Marder hat als umgekehrt oder ob es den Marder einfach nicht interessiert hat dass ein 60-kilo-Hund nebenan rumliegt weiß ich nicht - zugebissen hat er leider trotzdem.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Andreas1975
        Ein Kater hilft auch. Btw er vertreibt den Marder auch aus der Scheune. Mein Freisinger hat auch bei meinem Nachbarn selbigen vertrieben. Da ich noch keinen Marderbiss am Fahrzeug hatte wird es an meinem Mitbewohner liegen. Ganz sicher.
        Ich habe immer auf den großen bösen Hund gehofft den mein Nachbar unterhält. Ok, er ist groß, schwer aber genau wie sein Herrchen maximal friedlich (bzw. bestechlich, Herrchen mit Urpils und Hund mit Bratwurst, da ich beides habe bin ich best buddy) - das muss der Marder ja nicht wissen . Hat aber leider nicht geholfen.
        Ob der Marder nun geahnt hat dass Nachbars Wauzi wahrscheinlich mehr Angst vorm Marder hat als umgekehrt oder ob es den Marder einfach nicht interessiert hat dass ein 60-kilo-Hund nebenan rumliegt weiß ich nicht - zugebissen hat er leider trotzdem.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Ein Kater hilft auch. Btw er vertreibt den Marder auch aus der Scheune. Mein Freisinger hat auch bei meinem Nachbarn selbigen vertrieben. Da ich noch keinen Marderbiss am Fahrzeug hatte wird es an meinem Mitbewohner liegen. Ganz sicher.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von T-MAXX
        Also bei mir hat der WC-Stein geholfen. Hatte oft die Zündkabel zerbissen gehabt. Mit dem WC-Stein war dann endlich Ruhe.
        Das ist ja was ich meine:

        Jemand hat ein Marderproblem, setzt Methode X dagegen ein und der Marder kommt nicht mehr. Das kann jetzt an der Methode gelegen haben oder es war Zufall dass der Marder jetzt woanders stöbert (vielleicht ist er auch überfahren worden in der Zwischenzeit...), trotzdem glaubt der Benutzer es muss an seiner Methode gelegen haben weil das Gehirn einfach liebend gerne Zusammenhänge sucht auch wenn gar keine da sind (Kausalität/Korrelation und so).

        Ja, der WC-Stein Geruch ist für Marder unangenehm, genau wie der von Hundehaaren, Chlilis und sonstigen Hausmitteln - die gewöhnen sich da aber in kürzester Zeit dran, selbst an die Piepsteile, auch an die mit modulierender Frequenz. Das ganze Zeug schützt nicht sicher vor Mardern aber wenn man viel verschiedenes unbequemes im Motorraum hat erhöht man einfach die Chance dass das Vieh sich denkt och nö hier is doof dann nehm ich den nächsten. Klappt manchmal aber eben nicht immer.

        Die höchste Erfolgsquote haben Schutzsysteme mit Elektroschock, da diese so schmerzhaft sind dass kein Gewöhnungseffekt eintritt. Die sind aber nicht ganz günstig und vor allem oft schwer einzubauen, insbesondere bei Motorräumen die sehr beengt sind. Das einzige was 100% hilft ist den marder erst gar nicht reinkmommen zu lassen, also entweder "dichte" Garage oder komplettes Abdichten des Motorraumes/Radkästen/... - das geht aber eben auch nur bei manchen Automodellen und mit viel Geld/Aufwand.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Vergiss es.

        Begründung:
        All diese Mardermittelchen, seien es Sprays, Duftkugeln, WC-Steine, Ultraschall, Draht, Isolierung whatever - machen es ein bisschen unwahrscheinlicher, dass ein Marder einen Schaden verursacht da all diese Mittelchen es ein bisschen unbequemer für das Tier machen.
        Aber KEINS davon bietet einen sicheren Schutz. Man kann nur viele davon kombiniert einsetzen um die Wahrscheinlichkeit eines Marders zu verringern.
        Also bei mir hat der WC-Stein geholfen. Hatte oft die Zündkabel zerbissen gehabt. Mit dem WC-Stein war dann endlich Ruhe. Ist schon ewig her. Welche Marke das war, habe ich nicht mehr im Kopf. War aber ein blauer WC-Stein gewesen. Naja, muss jeder selber in Erfahrung bringen, was gegen Nager hilft...
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von yeahyeahbabe
        Wie ist denn das Ergebnis des Ausprobierens?
        Ist nicht relevant. Das Einzelergebnis hat eine Aussagekraft von Null und sie werden das Ding nicht an 200 Autos getestet haben.
        Zitat von T-MAXX
        Es ist der WC-Stein, denn diese Düfte mögen Marder gar nicht. Ganz ohne Technik usw. und hilft 100%.
        Vergiss es.

        Begründung:
        All diese Mardermittelchen, seien es Sprays, Duftkugeln, WC-Steine, Ultraschall, Draht, Isolierung whatever - machen es ein bisschen unwahrscheinlicher, dass ein Marder einen Schaden verursacht da all diese Mittelchen es ein bisschen unbequemer für das Tier machen.
        Aber KEINS davon bietet einen sicheren Schutz. Man kann nur viele davon kombiniert einsetzen um die Wahrscheinlichkeit eines Marders zu verringern.

        Um zu beweisen, dass all das nicht sicher funktioniert reicht nebenbei ein Einzelner "Gegenbeweis" - den kann ich gerne liefern. Ich hatte ewig kein Marderproblem. 2023 hatte ich aber Bißspuren im Motorraum an Kabeln - noch nichts kaputt aber Isolierung durch. Also habe ich das volle legale programm aufgefahren. Duft, Ultraschall, WC-Stein - kost ja fast nix. Ergebnis: Im darauffelgenden Jahr hatte ich einen durchgebissenen Kühlwasserschlauch. 20 cm neben dem ach so sicheren WC-Stein.

        Marderschäden sind einfach Glück oder Pech obs einen trifft oder nicht - ich hatte 15 Jahre nix ohne jede Maßnahme und dann 2 Jahre hintereinander einen Schaden trotz aller möglichen Gadgets und "Tipps".

        Nebenbei: Wenn Ultraschall dann bitte nicht diese billigen Dinger wie hier im Artikel, die einen gammligen Lautsprecher drin haben und alle 6 Wochen 4 AA-Batterien leersaugen oder noch besser dir die Starterbatterie killen wenn sie nen Kurzen haben (was nicht so selten ist) und das Auto mal ne Woche parkt. Das ist alles Schrott.
        Es gibt auch die besseren die Größenordnungen effizienter mit Piezo Ultraschall erzeugen, die laufen mit zwei Knopfzellen Jahrelang (!) autark. Beispiel: https://www.amazon.de/dp/...
        Kosten halt 50 statt 20€.
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