ChatGPT auf Rädern: VW bringt KI u.a. in Golf und ID-Elektroautos, BMW kontert

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ChatGPT kommt zu VWs MIB4 Navigationssysteme
Quelle: Volkswagen

Bei immer mehr Autoherstellern fährt künftig eine KI mit. So bringt VW noch in 2024 ChatGPT in den neuen Golf und die ID-Elektroautos. BMW dagegen setzt auf eine KI von Amazons Alexa und macht das Connectedcar zur rollenden Spielkonsole.

Microsoft hat jüngst mehrere Milliarden US-Dollar in Open AI, die Schöpfer hinter ChatGPT und Dall-E, investiert. ChatGPT und Co. sollen in naher Zukunft in die Suchmaschine Bing sowie in zahlreiche Office-Programme eingebaut werden. Abonnenten von Microsoft 365 können gegen Bezahlung von 30 US-Dollar ebenfalls den KI-Copiloten nutzen, um sich etwa E-Mails schreiben oder Präsentationen erstellen zu lassen. Zunächst gilt dieses Angebot nur für Geschäftskunden. Für alle dagegen macht VW ChatGPT zugänglich. Wie die Wolfsburger im Rahmen der Technik-Messe CES 2024 bekannt gegeben haben, hält die generative KI bereits im zweiten Halbjahr 2024 Einzug in den neuen Golf, den Passat, Tiguan sowie in alle Elektroautos.

BMW, DS, VW - KI-Tools sollen Sprachsteuerung besser machen

Grundlage bildet der Modulare Infotainmentbaukasten MIB 4, der sukzessive in alle neu auf den Markt kommenden VW-Modellen verfügbar sein wird. Als Steuerungsmöglichkeit ist hierbei die Sprachsteuerung IDA enthalten. Im zweiten Halbjahr wird die digitale Assistentin um ChatGPT erweitert, sodass die Qualität der gegebenen Antworten besser ausfallen könnte. Wie gut das letztlich der Fall ist, kann nur eine ausgiebige Testfahrt zeigen.

Bildergalerie

VW ist nicht der erste Autohersteller, der ChatGPT ins Auto bringt. Bereits im Juni 2023 startete Mercedes-Benz einen befristeten Testlauf mit ChatGPT in den USA; jedoch soll erst ab Ende 2024 ein KI-Tool namens Virtual Assistant als Bestandteil der nächsten MBUX-Generation MB.OS für alle Fahrer verfügbar sein. Bereits seit Oktober 2023 können Besitzer eines DS 3, 4, 7 oder DS 9 ChatGPT im Navigationssystem verwenden. Hierbei handelt es sich jedoch ebenfalls nur um eine öffentliche Test-Phase, während dieser sich das KI-Tool kostenfrei nutzen lässt. Im Gegensatz zum Stellantis-Konzern, zudem neben DS auch Opel gehört, wird VW hingegen das Tool von Open AI regulär für alle Fahrer verfügbar machen. Zudem werden keine Fahrzeugdaten mit Open AI geteilt, um den Datenschutz zu gewährleisten. VW greift auf das Programm Cerence Chat Pro zurück, das auf verschiedene Quellen inklusive ChatGPT setzt. Neben VW bringt auch BMW die generative KI ins Auto. Hierzu arbeitet die kommende Version vom BMW Intelligent Personal Assistant mit einem LLM inklusive Amazon Alexa zusammen.

Analog zur Integration von VW versprechen auch die Münchner eine bessere Sprachsteuerung als bislang. Allerdings vertraut BMW nicht auf die Lösung von Open AI, sondern nutzt eine Mischung aus Amazon Alexa von Echo-Geräten und einem neuartigen Alexa Large Language Model, auf Basis von Amazons KI Q. Noch 2024 soll der neue KI-basierte BMW Intelligent Personal Assistant für BMW-Fahrer mit BMW OS9 verfügbar sein. Unklar bleibt, ob auch BMW und VW Geld für die Nutzung von KI-Tools verlangen werden oder die Nutzer nur durch die Eingabe mit "ihren Daten bezahlen" und das KI-Tool kostenfrei nutzen können. Schließlich wird jedes KI-Tool durch jede Nutzereingabe besser, da jede Interaktion analysiert und als Trainingsdatensatz verwendet wird. Je mehr Eingaben es gibt, desto besser wird die KI mit der Zeit. Neben generativer KI macht BMW neue Fahrzeuge zur rollenden Spielkonsole. So steht die Airconsole parat, sowie im Laufe des Jahres 2024 der Support von Bluetooth-Controllern, um Videospiele bequem mittels Controller steuern zu können. Voraussetzung zur Nutzung der Spiele im BMW ist die Buchung vom Abo BMW Digital Premium für 9,99 Euro monatlich, wobei Kunden Zugriff auf den App Store erhalten und sich selbst aussuchen, welche Apps heruntergeladen und via Fahrzeug-SIM-Karte genutzt werden.

Ebenfalls lesenswert: Airconsole im Hands-on-Test: Das kann die rollende Spielkonsole von BMW

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Sammlung zu ChatGPT in Connectedcars:

  • Zur Technik-Messe CES 2024 hat VW angekündigt, noch in diesem Jahr ChatGPT in Neufahrzeuge zu bringen. So wird der neue Golf, Tiguan und Passat mit dem KI-Tool ausgestattet, ebenso wie alle ID-Elektroautos.
  • Hierbei wird die Sprachsteuerung IDA um das KI-Tool von Open AI erweitert. So soll die digitale Assistenz noch besser werden. Jedoch teilt VW keinerlei Fahrzeugdaten mit Open AI.
  • Im Juni 2023 testete Mercedes-Benz in den USA die Integration von ChatGPT im Auto, jedoch nur für registrierte Betatester. Erst 2025 soll die KI mit MB.OS in Serie kommen.
  • Bereits seit Oktober 2023 testet der Stellantis-Konzern, zudem neben Opel auch DS gehört, ChatGPT im Infotainmentsystem. Während der laufenden Test-Phase ist die Nutzung kostenlos.
  • Statt auf das KI-Tool von Open AI setzt BMW auf Amazon Alexa samt neuem LLM. Noch im Laufe des Jahres 2024 soll die KI den BMW Intelligent Personal Assistant verbessern, zumindest in BMWs mit BMW OS9.

Quellen: VW, BMW, DS, Auto Motor und Sport, MBpassionblog

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Stell dir vor du bist auf dem Weg zur Uni und dir fällt plötzlich ein, dass heute der Abgabetermin für deine Soziologie Bachelorthesis ist. Nun ist guter Rat teuer. Mit Chat GPT kannst du dir im Nullkommanichts etwas zusammenklauen, im Copyshop ausdrucken lassen und abgeben.

        Dein Tag ist gerettet, genau wie vorerst die Kariere. Nur den klischeehaften Taxischein mußt du noch selbst bestehen...
        Wenn man sich nicht vorbereitet und alles lieber der Software überlässt, braucht man sich nicht wundern wenn solche Ereignisse passieren.
        Sorry, aber ich lasse mein Leben nicht durch eine Software steuern. Außerdem sehe ich jegliche Nutzung von KI-Tools für Abschlüsse & Co in schulischen Einrichtungen als Betrug an. Nein, wenn man Fehler macht, muss man auch dazu stehen und in den saueren Apfel beißen können. Zu meiner Schulzeit gab es keine technischen und softwaremäßigen Unterstützungen. Dort war der Kopf gefragt. Deshalb sehe ich von KI-Tools wo immer sie uns auch begleiten mögen ab. Klar ist es einfach und schnell erledigt, wenn die KI für einen denkt. Aufsätze z. B. zu einem Thema schreibe ich lieber selber, dann weiß ich 100%, das ich diesen Aufsatz geschrieben habe und mein Gewissen ist im Reinen.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Stell dir vor du bist auf dem Weg zur Uni und dir fällt plötzlich ein, dass heute der Abgabetermin für deine Soziologie Bachelorthesis ist. Nun ist guter Rat teuer. Mit Chat GPT kannst du dir im Nullkommanichts etwas zusammenklauen, im Copyshop ausdrucken lassen und abgeben.

        Dein Tag ist gerettet, genau wie vorerst die Kariere. Nur den klischeehaften Taxischein mußt du noch selbst bestehen...
        Wenn man sich nicht vorbereitet und alles lieber der Software überlässt, braucht man sich nicht wundern wenn solche Ereignisse passieren.
        Sorry, aber ich lasse mein Leben nicht durch eine Software steuern. Außerdem sehe ich jegliche Nutzung von KI-Tools für Abschlüsse & Co in schulischen Einrichtungen als Betrug an. Nein, wenn man Fehler macht, muss man auch dazu stehen und in den saueren Apfel beißen können. Zu meiner Schulzeit gab es keine technischen und softwaremäßigen Unterstützungen. Dort war der Kopf gefragt. Deshalb sehe ich von KI-Tools wo immer sie uns auch begleiten mögen ab. Klar ist es einfach und schnell erledigt, wenn die KI für einen denkt. Aufsätze z. B. zu einem Thema schreibe ich lieber selber, dann weiß ich 100%, das ich diesen Aufsatz geschrieben habe und mein Gewissen ist im Reinen.
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Krolgosh
        Ich würde es ja besser finden wenn erstmal die ganzen Bedienelemente im "Infotainmentsystem" wieder als haptische Knöpfe ins Cockpit wandern würden. Sprich so wie es vor ein paar Jahren noch war, ohne das ich mich durch 5 Untermenüs kämpfen muss damit ich die Heizung regulieren kann.
        Handys während der Fahrt sind verboten, zu Recht, aber sowas ist in Ordnung? Da fehlt es mir absolut an Verständnis.

        Wenn man die Problematik bei der Bedienung mal anschaut wäre aber wohl ChatGPT im Auto als wirklich funktionierende Sprachsteuerrung durchaus brauchbar.
        Das hat wohl die Autoindustrie erkannt, gab zumindest letztens nen Statement zu. Momentan sind Cockpits so aufgebaut den Kunden zu beeindrucken. Es muss auf Photoshots geil aussehen und vor allem nimmt man sich leider ein Beispiel an Tesla um die finanzkräftige, hippe Kundschaft anzusprechen. Das Problem ist das hier die EU wenigstens mal eingreifen müsste. Wenn ich in vorbeifahrende moderne Autos blicke, ist der Blick selten auf die Straße gerichtet. Ich muss dann immer (angsterfüllt) lachen, wenn ich dran denke das als ich 18 war der TÜV bei Fußraumbeleuchtung schrie "DAS KANN ABLENKEN!!!!" War halt die Tunerzeit mit Underground und co.

        Desweiteren verstehe ich das Geheule der Autoindustrie nicht. "Wir müssen alles teurer machen, Chips und Komponenten sind so teuer". Und dann halt 26 Displays einbauen wo selbst Xzibit sagen würden "Ne sorry Leute, das ist zuviel". Ich will auch keinen digitalen Tacho. Sieht billig aus. Wertig sind gut gemachte Formteile. Desweiteren wandert hier im Autoland Deutschland viel nach China ab. Kunststoffguss für Automotive war hier sehr verbreitet, hab da selber mal gearbeitet, die ganzen Digitalgeschichten kommen aber aus China, Indonesien, Indien.

        Ich brauche auch die 300 Funktionen nicht. In einer Umfrage kam mal raus das viele Leute überhaupt nicht wissen, was ihr auto angeblich alles kann und wenn, interessieren sie sich nicht dafür das sie 30 Profile einstellen können. Und ich bin keine 40. Dazu strahlt einen das Display an, man sieht weniger nachts und dann kommt dir noch einer mit Laserlicht entgegen was echt gesundheitsschädlich sein kann.

        Da lob ich mir LKWs, da ist das Cockpit noch so gebaut das man intuitiv die Kontrolle hat, alles wichtige ist in Reichweite. Warum? Weil es da Vorschriften gibt. Wenn ich immer sehe wie lange meine Schwägerin in ihrem Mazda nicht auf die Straße glotzt, weil sie gerade nur Radio oder Klima verstellen will, mit nem Drehregler oder per Touch, da wird mir übel. Und dann "Hat doch Spurhalte und Bremsassistent". Jo. ersterer funktioniert aber nicht wenn du keine Mittel und Seitenmarkierung hast und das hat man in DE oft. Sind dann immer die, die einem im SUV in der Mitte der Straße entgegen kommen, weil sie ohne gar nicht in der Lage sind einzuschätzen wo ihr auto auf der Straße ist, wos anfängt und aufhört.
      • Von Tomoyo_Chan Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Kuhprah
        Ausgerechent VW.. als wenn sie sonst schon Software hätten die ansprechend ist
        Ja, die Dieselsoftware
      • Von Krolgosh BIOS-Overclocker(in)
        Ich würde es ja besser finden wenn erstmal die ganzen Bedienelemente im "Infotainmentsystem" wieder als haptische Knöpfe ins Cockpit wandern würden. Sprich so wie es vor ein paar Jahren noch war, ohne das ich mich durch 5 Untermenüs kämpfen muss damit ich die Heizung regulieren kann.
        Handys während der Fahrt sind verboten, zu Recht, aber sowas ist in Ordnung? Da fehlt es mir absolut an Verständnis.

        Wenn man die Problematik bei der Bedienung mal anschaut wäre aber wohl ChatGPT im Auto als wirklich funktionierende Sprachsteuerrung durchaus brauchbar.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von T-MAXX
        Wozu braucht man ChatGPT im Auto? Der Sinn erschließt mich daraus nicht. Ein Auto ist ein Transportmittel und keine Chat-Bude auf 4 Rädern...
        Stell dir vor du bist auf dem Weg zur Uni und dir fällt plötzlich ein, dass heute der Abgabetermin für deine Soziologie Bachelorthesis ist. Nun ist guter Rat teuer. Mit Chat GPT kannst du dir im Nullkommanichts etwas zusammenklauen, im Copyshop ausdrucken lassen und abgeben.

        Dein Tag ist gerettet, genau wie vorerst die Kariere. Nur den klischeehaften Taxischein mußt du noch selbst bestehen...
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