Mercedes will bald enger mit Nvidia zusammenarbeiten
Ab 2024 wird Mercedes noch enger mit Nvidia kooperieren. Zudem gibt es ein neues Erlösmodell beim Autohersteller.
Nvidia arbeitet ab 2024 noch enger mit Mercedes zusammen
Ab dem Jahr 2024 wird jeder neu ausgelieferte Mercedes über das System namens Nvidia Drive verfügen, wie Nvidia und die Mercedes-Benz Group bereits mitgeteilt haben. Der SoC namens Orin basiert auf der Ampere-Architektur und umfasst etwa einen Systemsoftware-Stack für KI-Anwendungen. So wollen Mercedes-Benz und Nvidia gemeinsam automatisierte Fahrfunktionen entwickeln, die nach SAE-Level 3 arbeiten beziehungsweise eine automatisierte Parkfunktion nach Level 4 umfassen.
Neben der Hardware wollen Mercedes und Nvidia auch künftig bei der Software enger zusammenarbeiten. So beharrt der Erfinder des Automobils weiter darauf, ein Betriebssystem in seinen Automobilen zu verwenden, das unabhängig von Google und Android ist. Vielmehr sollen App-Entwickler bewusst mit Mercedes kooperieren, um ihre Services nativ im Festeinbau-Navi anbieten zu können. Perspektivisch möchte Mercedes mit Software-Funktionen im Abo auch nachdem Verkauf des Autos Geld einnehmen. Wer beispielsweise bei der Elektro-S-Klasse Mercedes EQS eine Hinterachslenkung haben will, muss im Abo 849 Euro pro Jahr zahlen. Zwar verbauen die Schwaben in jedem EQS eine Hinterachslenkung, doch kann diese die Hinterräder nur um 2,5 Grad entgegen der Fahrtrichtung drehen. Wer dagegen die vollen zehn Grad Lenkwinkel haben will, muss zahlen. Immerhin offeriert Mercedes die Hinterachslenkung auch direkt ab Werk für rund 1.550 Euro extra und bietet so die Option, diese dauerhaft nutzen zu können. Nur falls der Erstbesitzer dieses Extra nicht gekauft hat, muss man zum Abo greifen.
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Bildergalerie
Sammlung zum Elektroauto Mercedes EQS-SUV:
- Mercedes hat erste Bilder zum über fünf Meter langen Elektro-SUV namens EQS-SUV veröffentlicht.
- Im Inneren des Siebensitzers gibt es den Hyperscreen, womit ein Glaspanel mit 56 Zoll gemeint ist, in das drei OLED-Bildschirme eingelassen sind.
- Angetrieben wird der Hyperscreen von Nvidia Xavier mit acht CPU-Kernen und einer Volta-Grafikeinheit mit 512 CUDA-Kernen sowie 24 Gigabyte RAM.
- Als Betriebssystem kommt eine Linux-Distribution zum Einsatz, die Mercedes-Benz selbst entwickelt hat. Die Schwaben wollen auch künftig unabhängig von Google und Android agieren.
- Die Limousine Mercedes EQS schafft im Test bei sommerlichen Temperaturen auf der deutschen Autobahn um die 630 Kilometer mit einer Akkuladung. Ab Werk werden maximal 770 Kilometer Reichweite angegeben, allerdings abhängig von der Ausstattung. Die SUV-Version verfügt über den gleich großen Akku, zur Reichweite liegen noch keine Angaben vor.
- Ab 15. April wird der in Alabama, USA gebaute Mercedes EQS-SUV der Öffentlichkeit vorgestellt.
Quellen: Mercedes-Benz (1), Mercedes-Benz (2), Nvidia, Auto Motor und Sport

Zuletzt waren meiner Erinnerung nach 10 Sekunden Vorwarnzeit im Gespräch (meinem Wissen nach noch nicht in Gesetze gegossen) – was für einen Fahrer, der bis eben am Bordcomputer gezockt hat, sehr wenig ist, aber bei Tempo 120 auf der Autobahn schon einem Drittel Kilometer entspricht. Nach dieser Phase muss ein Level-3-Auto zusätzlich noch in der Lage sein, "einen sicheren Zustand" herzustellen, wenn der Fahrer nicht übernimmt, also auch ohne Vollbremsung zum stehen kommen und idealerweise den Standstreifen aussuchen. Das heißt also Level-3-Fahrzeuge müssen aus jeder beliebigen Situation heraus, die sie nicht von vorneherein ausschließen, noch mindestens ~15 Sekunden komplett alleine klar kommen.
Assistenzsysteme, wie sie derzeit verkauft werden, sind ersteres. Da kann man sich tatsächlich sehr viel Aufwand sparen und verlangen, dass der Fahrer permanent die gesamte Überwachung der Umgebung hinsichtlich Hindernissen, Objekttracking, etc. übernimmt und verhindert, dass die dumme Automatik in den nächstbesten LKW, Polizeistreife, Autobahnbegrenzung, etc. reinknallt. Aber bei Level 3 darf das Auto ohne direkte Aufsicht selbständig fahren. Es müssen also alle diese Aufgaben bereits ab Level 3 übernommen werden – und das mit angemessener Geschwindigkeit und Redundanz.
Level 4 und Level 5 steigern dann nur noch die Zahl der Szenarien und damit denkbarer Objekte und Situationen, die dem Auto begegnen können. Das Auto muss also viel mehr "wissen", aber in jeder einzelnen, spezifischen Situation, kann es weiterhin nur "alles" in dieser spezifischen Umgebung verarbeiten. Als Beispiel: Level 3 sagt vor eine Autobahnbaustelle "kann ich nicht, übernimm du". Level 4 muss entweder Autobahnen von vorneherein ausschließen, oder mit allen dort denkbaren Baustellenspuren klar kommen. Level 5 muss durch die Baustelle lenken können, sofern es sich um ein physisch geeignetes Fahrzeug handelt (also z.B. ein handelsübliches Innenstadtauto – 5,5 × 2,2 × 1,9 m, 2,5 t, 20 cm Bodenfreiheit, was der Deutsche halt zum Brötchenholen braucht).
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Level 3 ist zwar nicht mehr permanent durch den Fahrer überwacht, kann aber dennoch jeder Zeit aussteigen.
Für Level 5 sind in den USA keinerlei Lenkräder, oder gar Pedale mehr vorgeschrieben.
Daher darf ein Level 5 Auto zu keiner Zeit - auch nicht bei schlechter Sicht - die Kontrolle an den Fahrer abgeben und muss komplett alleine klarkommen.
Das ist nicht nur ein bisschen mehr Software, das ist ein gigantischer Unterschied an benötigtem und zu verarbeitenden Input durch Sensoren, oder Karten.
Nutze ausschließlich die Öffis aber auch die haben noch sehr viel Potential nach oben. Aber bevor die richtig ausgebaut werden braucht es einen Krieg in Deutschland der alles platt macht.
Was glaubst du was los sein wird wenn irgendwann ein Hersteller mal auf die Idee kommt, für die OS-Updates des Autos monatlich Geld zu verlangen? Dazu noch ein paar fancy Abkürzungen wie Eco, Pro, Ultimate, Enthusiast und Luxury damit man das Betriebssystem "aufteilen" kann, und fertig ist das perfekte Abo-Model.