E-Auto: Mercedes zeigt EQS-SUV mit Nvidia-Technik und Software-Abos
Mercedes-Benz hat erste Bilder zum kommenden Topmodell EQS-SUV gezeigt. Im Elektroauto steckt auch Nvidia-Technik, um den Hyperscreen anzutreiben.
Bereits seit 2021 gibt es die vollelektrische S-Klasse von Mercedes, die auf den Namen EQS hört. Als Luxuslimousine für über 100.000 Euro ist dieses E-Auto ein Bestandteil der ausgerufenen Strategie vom Premium- zum Luxusautohersteller zu werden. In diesem Jahr folgt dann die SUV-Variante vom EQS. Nun haben die Schwaben erste Bilder zum über fünf Meter langen SUV veröffentlicht. Im Inneren gibt es einen Hyperscreen, der von Nvidia-Technik angetrieben wird. Auf 56 Zoll erstrecken sich drei in ein Glaspanel eingelassene OLED-Bildschirme. Am 15. April steht dann die Enthüllung des Elektroautos an.
Nvidia Xavier treibt Hyperscreen an
Um für genügend Rechenleistung zu sorgen, verbaut Mercedes-Benz SoCs von Nvidia. Hierbei wird auf den Xavier-Chipsatz gesetzt, welches acht Carmel-CPU-Kerne auf ARM-Befehlssatzbasis mit einem Volta-Grafikchip mit 512 CUDA-Kernen verteilt auf vier TPCs kombiniert. Als Arbeitsspeicher stehen 24 Gigabyte zur Verfügung. Mit dieser Recheneinheit werden jeweils ein Display mit 12,3 Zoll für den Fahrer und Beifahrer sowie der Touchscreen mit 17,7 Zoll in der Mitte angetrieben. Zur sicheren Anmeldung gibt es einen Fingerabdruckleser. Als Betriebssystem kommt eine Linux-Distribution namens MBUX zum Einsatz, die Mercedes-Benz selbst entwickelt hat.
Quelle: Mercedes-Benz Group
Mercedes EQS-SUV Hyperscreen mit Nvidia Xaver Chipsatz
Quelle: Mercedes
Limousine Mercedes EQS
Im Gegensatz zum EQS soll die SUV-Version über drei Sitzreihen verfügen und somit bis zu sieben Personen Platz bieten. Analog zu anderen SUVs von Mercedes, wie etwa dem GLE und dem GLS, wird auch der EQS-SUV in Alabama, USA produziert und von dort aus in die ganze Welt verschifft. Ab Mitte des Jahrzehnts wird es in Bibb County, Alabama, ein neues Akkuwerk vom chinesischen Mercedes-Partner Envision AESC geben. Die Limousine Mercedes EQS 450+ schafft - abhängig von der Ausstattung und Reifen - bis zu 770 Kilometer Reichweite laut Hersteller. Bei sommerlichen Temperaturen konnten Tester auf der deutschen Autobahn bei maximal 130 km/h knapp 630 Kilometer Reichweite erzielen, wohlgemerkt in der Ausstattungsversion mit der höchsten Reichweite. Zwar soll die SUV-Version über den gleichen 110 Kilowattstunden großen Akku verfügen, doch der höhere Fahrzeugaufbau und eine etwas schlechtere Windschlüpfigkeit sollten für eine kürzere Reichweite sorgen.

Zuletzt waren meiner Erinnerung nach 10 Sekunden Vorwarnzeit im Gespräch (meinem Wissen nach noch nicht in Gesetze gegossen) – was für einen Fahrer, der bis eben am Bordcomputer gezockt hat, sehr wenig ist, aber bei Tempo 120 auf der Autobahn schon einem Drittel Kilometer entspricht. Nach dieser Phase muss ein Level-3-Auto zusätzlich noch in der Lage sein, "einen sicheren Zustand" herzustellen, wenn der Fahrer nicht übernimmt, also auch ohne Vollbremsung zum stehen kommen und idealerweise den Standstreifen aussuchen. Das heißt also Level-3-Fahrzeuge müssen aus jeder beliebigen Situation heraus, die sie nicht von vorneherein ausschließen, noch mindestens ~15 Sekunden komplett alleine klar kommen.
Assistenzsysteme, wie sie derzeit verkauft werden, sind ersteres. Da kann man sich tatsächlich sehr viel Aufwand sparen und verlangen, dass der Fahrer permanent die gesamte Überwachung der Umgebung hinsichtlich Hindernissen, Objekttracking, etc. übernimmt und verhindert, dass die dumme Automatik in den nächstbesten LKW, Polizeistreife, Autobahnbegrenzung, etc. reinknallt. Aber bei Level 3 darf das Auto ohne direkte Aufsicht selbständig fahren. Es müssen also alle diese Aufgaben bereits ab Level 3 übernommen werden – und das mit angemessener Geschwindigkeit und Redundanz.
Level 4 und Level 5 steigern dann nur noch die Zahl der Szenarien und damit denkbarer Objekte und Situationen, die dem Auto begegnen können. Das Auto muss also viel mehr "wissen", aber in jeder einzelnen, spezifischen Situation, kann es weiterhin nur "alles" in dieser spezifischen Umgebung verarbeiten. Als Beispiel: Level 3 sagt vor eine Autobahnbaustelle "kann ich nicht, übernimm du". Level 4 muss entweder Autobahnen von vorneherein ausschließen, oder mit allen dort denkbaren Baustellenspuren klar kommen. Level 5 muss durch die Baustelle lenken können, sofern es sich um ein physisch geeignetes Fahrzeug handelt (also z.B. ein handelsübliches Innenstadtauto – 5,5 × 2,2 × 1,9 m, 2,5 t, 20 cm Bodenfreiheit, was der Deutsche halt zum Brötchenholen braucht).
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Level 3 ist zwar nicht mehr permanent durch den Fahrer überwacht, kann aber dennoch jeder Zeit aussteigen.
Für Level 5 sind in den USA keinerlei Lenkräder, oder gar Pedale mehr vorgeschrieben.
Daher darf ein Level 5 Auto zu keiner Zeit - auch nicht bei schlechter Sicht - die Kontrolle an den Fahrer abgeben und muss komplett alleine klarkommen.
Das ist nicht nur ein bisschen mehr Software, das ist ein gigantischer Unterschied an benötigtem und zu verarbeitenden Input durch Sensoren, oder Karten.
Nutze ausschließlich die Öffis aber auch die haben noch sehr viel Potential nach oben. Aber bevor die richtig ausgebaut werden braucht es einen Krieg in Deutschland der alles platt macht.
Was glaubst du was los sein wird wenn irgendwann ein Hersteller mal auf die Idee kommt, für die OS-Updates des Autos monatlich Geld zu verlangen? Dazu noch ein paar fancy Abkürzungen wie Eco, Pro, Ultimate, Enthusiast und Luxury damit man das Betriebssystem "aufteilen" kann, und fertig ist das perfekte Abo-Model.