Über 1.000 km EV-Reichweite in Serie: "Disruptive Technologie" angekündigt
Mit dem Denza Z9 GT greift BYD nach der Reichweitenkrone im E-Auto-Segment. Über 1.000 Kilometer nach CLTC, bis zu 1.440 PS und 800-Volt-Technik: Was steckt hinter dem neuen Elektro-Flaggschiff aus China?
Tesla war lange der Maßstab für Elektrofahrzeuge und führend bei der Reichweite. Doch die Chinesen haben den Markt für Elektrofahrzeuge (EVs) überrollt und reklamieren, dass sie noch nicht fertig sind. Für den Denza Z9 GT gibt der Hersteller BYD an, dass er eine Reichweite von 1.036 Kilometern im CLTC-Zyklus erreicht. Es sei das Elektroauto mit der weltweit größten Reichweite, so die Chinesen.
Die offizielle Vorstellung des Wagens, der unter der Premiummarke von BYD vertrieben wird, ist erst am 5. März. Einblicke in technische Unterlagen der chinesischen Zulassungsbehörden bestätigen aber vorab, dass es zwei Konfigurationen des Z9 GT gibt - einmal mit 102,3-kWh-Akku und einmal mit 122,5-kWh-Akku. Letzterer soll die 1.036 Kilometer Reichweite erreichen, während ersterer immerhin noch 820 Kilometer schafft. Die Limousine soll potenziell sogar noch weiter kommen.
Messwert trifft Realität
Zyklusmessungen sind aus gutem Grund umstritten. Für den Moment kann man aber nur sagen, dass die Angaben, umgerechnet auf den europäischen WLTP-Zyklus, etwa 900 km Reichweite bedeuten würden. Zwar nicht mehr medienwirksam vierstellig, aber immer noch beachtlich. Beim WLTP-Zyklus sagt man als Faustformel, dass die Reichweite bei Elektrofahrzeugen in der Realität noch einmal 20 bis 30 Prozent unter dem Messergebnis liegt.
Über den Daumen gepeilt könnte der Denza Z9 GT also real im Bereich um 650 Kilometer liegen. Wie immer gilt aber auch hier: Der Fahrer beeinflusst maßgeblich das Ergebnis, und im Denza Z9 GT schlummern kombiniert 1.440 PS in der Allradversion mit drei Motoren; die heckgetriebene Variante mit einem Motor hat immer noch 496 PS. Wer hier oft "Freude am Fahren" verspürt, wird auch die Zielwerte nicht erreichen. Wie viel der 5,2 Meter lange und 2 Meter breite Wagen wiegt, ist noch offen.
Schnell - und wieder voll
Der Denza Z9 GT ist schnell - und ebenso schnell wieder geladen. 1.500-kW-Ladestationen sind zwar noch experimentell, aber die zweite Generation der Blade-Batterie soll sich auch sonst mit voraussichtlich 800-Volt-Technik schnell laden lassen. Genaue Details werden zum 5. März erwartet. Es wird vermutet, dass BYD die Energiedichte von 140 bis 150 Wh/kg auf 190 bis 210 Wh/kg steigern konnte, dabei eine Kostensenkung von 15 Prozent erreicht hat und rund 3.000 Ladezyklen ermöglicht.
Ein Hauch Chinapunk
Mindestens genauso wichtig wie Akkutechnik ist bei Elektrofahrzeugen die Software. Der Denza Z9 GT soll das "God's Eye 5.0 Advanced Driver-Assistance System" von BYD erhalten, End-to-End-Reinforcement-Learning nutzen und automatisiertes Fahren auf Schnellstraßen und Autobahnen bieten. Der Haken: Europäische Zulassungsbehörden waren bisher eher zögerlich beim autonomen Fahren, und der Nutzwert von BYDs Technologie hängt hierzulande maßgeblich von der Zulassung ab.
Quelle: Weibo, Car News China


Ich hab oft das Gefühl AC Wallboxen werden technisch massiv überschätzt. Dass ist ne glorifizierte CEE Dose mit Schütz und Strommessung. Die kann dem Auto drohen das Schütz um zu legen wenn es sich nicht an die vereinbarte Leistung hält, die ganze Leistungselektronik steckt im Auto.
So eine "rote Dose" hat sich so mancher in seinen Hobbykeller legen lassen, aber die Wallbox soll dann plötzlich unmögliche Raketenwissenschaft sein.
Mal ganz davon abgesehen dass auch Einphasig über Nacht 200-300km Fahrstrecke geladen werden können. Wenn man bei dem hier diskutierten Auto 3-4 Tage vorher weiß dass die Urlaubsfahrt ansteht, reicht es jeden Abend davor an eine Schuko anzustöpseln und zur Abfahrt ist die Karre voll (jetzt mal öffentliches Laden ganz ignorierend).
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Also ja, war jedenfalls bei mir kein Cent teurer als am Einfamilienhaus.
a) Tiefgarage. Installationsaufwand prinzipiell überschaubar, aber jede einzelne Änderungen muss härtesten Brandschutzauflagen gerecht werden.
b) Größere Parkfläche, Garagenzeile, etc.: Mit etwas weniger Pech wenigstens direkt ans Haus angrenzend, oft ein paar Meter komplett separiert. In jedem Fall liegt ein größerer Teil der Parkplätze nicht an der Hauswand und Strom ist bestenfalls zu Beleuchtungszwecken vorhanden. Für mehr müssen Kabel im öffentlichen Raum verlegt werden und dabei Fahrwege kreuzen. Also Tiefbau.
c) Wurde ja schon besprochen - man parkt an der Straße und kann gar nichts installieren.
Aber genau da sind die großen Akkus auch im Vorteil. Wenn eine Ladung für eine ganze Woche reicht oder, bei ökologischem Verhalten und minimierter Rumfahrererei, einen Monat und länger, dann braucht man schlichtweg keine Lademöglichkeit an einem Ort, den man täglich aufsucht aka zu Hause oder auf Arbeit. Dann reicht auch eine an Orten, wo man nur in größeren Zeitabständen ausreichend lange parkt, z.B. bei einem großen Supermarkt für den Wochenendeinkauf. Und weiterer dicker fetter Vorteil für Mieter: Den Akku kann mit zu einer neuen Bleibe fahren. Wer dagegen dem Vermieter eine Immobilienaufwertung für 5k und mehr schenkt, der verliert den Großteil bei einem Auszug.
Blöd ist und bleibt aber halt, dass viele Mieter allgemein nur eine vierstellige Summe für Fahrzeug und Infrastruktur aufbringen können, keine in der oberen Hälfte des Fünfstelligen, vollkommen egal wie man das verteilt.
Und soweit mir bekannt, ist es nicht gesetzkonform eine Wallbox auf einer befahrenen Straße zu installieren, welche der Kommune gehört.
Also ja schön, dass es gefördert wird. Aber allen Mieter, ohne Stellplatz hilft das herzlich wenig.