Assassin's Creed Odyssey auf der E3 2018: Sollte auf die Wunschliste der Rollenspielfans
Akropolis adieu: Im neuesten Assassin's Creed Odyssey, das erstmals von Ubisoft Quebec entwickelt wurde, unterstützen wir Rebellen gegen den Attischen Seebund und reisen wahlweise als Söldner oder Söldnerin durch die Ägäis.
Kinder, wie die Zeit vergeht: Assassin's Creed Odyssey ist seit 2007 schon der elfte Hauptserientitel um die weltverschwörerischen Assassinen und Templer, der uns dieses Jahr ins alte Griechenland entführt - auch, wenn sich Ubisoft um die immer konstruierter wirkenden Gegenwartsszenen auf der E3 2018 noch etwas herumdrückt. Dafür verkündete der Publisher stolz, dass wir erstmals die Wahl zwischen einem Helden und einer Heldin haben.
Moment, sagen Sie, letztes Jahr gab es doch erst eine umfangreiche Ausgabe in Ägypten, mit der die Serie nach einer Kreativpause wiederbelebt wurde? Und jetzt kommt zwölf Monate später der nächste Teil? Gemach: Für das in Los Angeles Premiere feiernde Spiel ist das Ubisoft-Studio in Quebec City verantwortlich, das daran die letzten drei Jahre gearbeitet hat. Ubisoft rotiert die Studios jetzt offenbar so wie Activision die seinen bei der Call-of-Duty-Reihe, um den Entwicklern genug Zeit für ihre Arbeit zu lassen.
Besser als ein Griechenlandurlaub
Creative Director Jonathan Dumont sagt nun offiziell, was wir schon im letzten Jahr festgestellt haben: Assassin's Creed Odyssey ist mehr als je zuvor ein Open-World-Rollenspiel. Im Jahr 431 vor Christi Geburt wählen wir entweder den kernigen Alexios oder die nicht minder kernige Kassandra, um etwa die griechischen Inseln Delos, Mykonos, Samos, Paros und Naxos, aber auch die Landstriche von Korinth, Attika, Chios und noch viele andere Orte mehr zu besuchen - so günstig wie Assassin's Creed Odyssey ist keine Bildungs- oder Urlaubsreise nach Griechenland.
Und so schön wie vierhundert Jahre vor Assassins Creed Origins sieht es heute in Griechenland auch nicht mehr überall aus: Inseln, Festland, Seekämpfe und der ganze Rest erstrahlen in einem solchen Glanz und mit einer solchen Detailverliebtheit, dass wir uns wünschten, dass der Fotoapparat schon erfunden worden wäre. Immerhin können wir ganz modern Screenshots von unseren Abenteuern machen.
Dialoge wie im Rollenspiel
Zu Beginn unseres Ägäis-Abenteuers taumelt die von uns gewählte Heldin Kassandra leicht seekrank von ihrem Schiff, das am Inselduo Delos und Mykonos angelegt hat. Hier hat uns ein Notruf einer gewissen Kyra ereilt: Ein Athener namens Podarkes terrorisiere Land und Leute - Ehrensache, dass wir uns der Sache annehmen wollen.
Im Gespräch mit einem alten Bekannten, das wie alle anderen noch einen Tick schicker als im Vorgänger aussieht, dürfen wir wie in auch in vielen weiteren Dialogen aus mehreren Antworten wählen. Wollen wir mehr über die Sachlage erfahren? Sofort zur Sache kommen? Kyra helfen? Oder lieber unsere eigenen Wege gehen? Die Wahl liegt bei uns. Wir entscheiden uns, zwei der von Kyra geführten Rebellenstützpunkte ausfindig zu machen.
Kernige Spezialattacken
Einmal mehr klettern und reiten wir durch die malerische Landschaft, dass es eine Freude ist, sollten aber Vorsicht walten lassen: Immerhin befindet sich Griechenland im Peloponnesischen Krieg. Und da verstehen die auf der Insel stationierten Soldaten keinen Spaß, wenn man sie anrempelt oder gar ihre Lager unsicher macht - was wir auf dem Weg zu Kyra im Nordwesten von Mykonos machen. Wir sind zwar als spartanische Söldnerin grundsätzlich unparteiisch, doch danach fragen im Dunkel der Nacht beziehungsweise im Eifer des Gefechts weder Athener noch Spartaner.
Sollten uns dennoch ein paar Kämpfe bevorstehen, helfen einmal mehr Pfeil und Bogen oder ein Familienerbstück: der legendäre Speer von Leonidas, mit dem wir im Laufe des Spiels lernen, einen Gegner von seinem Schild zu trennen oder es ihm in die Gurgel zu werfen. Zünftiger Nahkampf mit schweren und leichten Schlägen ist auch mit von der Partie. Im richtigen Moment kommen dazu noch Spezialattacken, etwa ein Befreiungsschlag, der mehrere Feinde umwirft, ein Pfeilhagel oder der besonders befriedigende Sparta-Tritt, bei dem wir einen Angreifer mit einem herrlich tiefen "Rummms!" meterweit wegkicken.
Neue Waffen braucht der Söldner
Unterwegs zu Kyras Versteck schauen wir im Fort Miltiades vorbei, das wir vom Inselstrand über eine Steilküstenkletterpartie erreichen. Story- und questtechisch gibt es hier zwar - noch? - nichts zu holen, doch wir probieren im Schutz der Nacht ein paar Angriffsmanöver aus und suchen nach Upgrades für unsere Ausrüstung. Etwa einen neuen, epischen Bogen samt feiner Pfeile. Doch natürlich werden wir entdeckt und müssen unsere Waffen sprechen lassen. Wir verstecken die erledigten Soldaten im Gras und machen uns mit obendrein besserem Schuhwerk ausgerüstet wieder auf den Weg.
All diese Erkundungsmissionen sind wie immer optional, und die Ubisoft-Mitarbeiterin neben uns mahnt, doch noch ein paar andere Spielmomente auszuprobieren. Also auf zu Kyra, die uns zunächst für eine Spionin aus Athen hält. Doch die von ihr geschriebene Notiz überzeugt sie, dass wir ihr helfen wollen. Nun liegt es an uns, ob wir eine direkte Konfrontation mit Podarkes wagen oder ihn und seine Armee zunächst schwächen wollen. Wir entscheiden uns für die zweite Option, auch, weil uns ein paar Unterstützer fehlen.
Schlacht am Strand
Gutes Stichwort: Unweit von Kyras Versteck befindet sich ein Lager der Spartaner, die ebenfalls nicht gut auf Podarkes zu sprechen sind. Wir reiten mit Kyra dorthin und helfen den Spartanern, die just von den Athenern überfallen werden, mit diesen fertig zu werden. Anschließend beginnen wir mit dem Aufbau unserer "Nationenmacht ", um unseren Einfluss zu vergrößern. Wir segeln zur Nachbarinsel Delos, um dort Vorräte der Athener zu zerstören, doch denken dann an die Uhr und springen zu einem etwas späteren Spielstand.
Hier gilt es, an einer großen Schlacht am Inselstrand teilzunehmen, und diese zu Gunsten der Rebellen ausgehen zu lassen. Wir können beliebige Athener angreifen, doch das Spiel gibt uns Hauptmänner und besonders kräftige Elitekämpfer vor, deren Ableben den Feind empfindlich schwächen. Hier gilt es, nicht plump draufloszuschlagen, denn anders als in Bud-Spencer-Filmen kämpfen die Gegner nicht ordentlich nacheinander mit uns, sondern oft in kleinen Gruppen gleichzeitig. Besagter Elitekämpfer bringt beispielsweise einen flinken Schläger mit einem schützenden Schild mit.
Schiff ahoi!
Unsere Stunde in Griechenland neigt sich dem Ende zu, und so springen wir einmal mehr zu einem in der Zukunft liegenden Missionsteil. Es gilt, den Spartanern etwas Luft zu verschaffen, indem wir einige ihrer Schiffe auf dem Meer ausschalten. Dazu kommandieren wir unsere Ruderer und Bogenschützen zum nächstbesten Schiff mit einem blauen Segel - dem Zeichen des Attischen Seebunds.
Sind wir nah genug am feindlichen Schiff, überziehen wir die Gegner mit einem Pfeilhagel und achten darauf, dass sie uns nicht als Vergeltungsmaßnahme rammen - dann sollten sich Kassandra und ihre Crew gut festhalten. Für einen allerletzten Einsatz - eine Eskortmission mit dem berühmten Philosophen Sokrates - fehlt uns leider die Zeit. Die erledigen wir dann Ende des Jahres: Assassin's Creed Odyssey ist ab dem 5. Oktober 2018 erhältlich.
Fazit: Assassin's Creey Odyssey
Mag manch einer über die erneut gestiegene Schlagzahl der Assassin's-Creed-Serien die Stirn runzeln: Die Tatsache, dass Ubisoft jetzt mehrere Studios mit der Serie beauftragt, sorgt bei Assassin's Creed Odyssey dafür, dass es uns mit seinem frischen und unverbrauchten Szenario unbedingt begeistern konnte.
Die weiter ausgebauten Rollenspielelemente konnten wir zwar in einer Spielstunde noch nicht weiter ausloten, doch die Fülle an interessanten Orten und versteckten Schätzen lässt Gutes vermuten - und wir waren ja nur auf einem Teil von zwei Inseln unterwegs, von denen es im Spiel noch viele weitere zu entdecken gibt.
Rollenspielfans, die bisher einen Bogen um die Serie gemacht haben, sollten das Griechenlandabenteuer unbedingt auf die Wunschliste setzen. Griechenland- und Serienfans müssen sowieso in See stechen, um die Geschichte um den Peloponnesischen Krieg hautnah mitzuerleben.

Ich selbst habe ACO noch nicht gespielt. Warte noch bis es etwas im Preis fällt. Werde es mir aber nach den tollen Rückmeldung nicht entgehen lassen.
ACO wird sicherlich nicht auf meiner Wunschliste landen, und ich spiele sehr, sehr gerne Rollenspiele.
Teil 1 war Super, Teil 2 war nur ein warmer Aufguss ohne Neuheiten und die anderen Teile haben mich dann nicht mehr Interessiert.
Mal schauen was die Tests so sagen.
Teil 1 war Super, Teil 2 war nur ein warmer Aufguss ohne Neuheiten und die anderen Teile haben mich dann nicht mehr Interessiert.
Mal schauen was die Tests so sagen.
Teil 2 war klar besser als Teil 1 und die zwei Nachfolger danach (Brotherhood, Revelation) gehören nach wie vor zu dem besten, was ich je gespielt habe.