Die PC-Version von Assassin's Creed 3 tritt nicht nur mit DirectX 11, sondern auch mit moderner Kantenglättung, besseren Texturen sowie schöneren Schatten an. Im Test mit Grafikkarten- und CPU-Benchmarks zeigt sich, dass die Anvil-Next-Engine von Assassin's Creed 3 Ressourcen-schonend arbeitet.
Assassin's Creed 3 gilt als der bisher beste Teil der Reihe und vollendet die Geschichte rund um Assassinen, Templer sowie Desmond Miles. Statt Altaïr respektive Ezio Auditore spielt der Halbindianer Connor Kenway (Ratohnhakéton) die Hauptrolle, daher ist die Erzählung in Amerika zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges angesiedelt - so erkundet Connor unter anderem Boston inklusive der geschichtsträchtigen Tea Party und trifft historische Persönlichkeiten wie George Washington oder Benjamin Franklin. Ratohnhakéton schwingt zudem nicht nur den Tomahawk sowie Musketen, sondern darf auch reiten, Pfeil und Bogen zücken sowie ein Schiff befehligen.
Die Konsolen-Version von Assassin's Creed 3 erschien bereits Ende Oktober, übermorgen wird die aufgemotzte PC-Version veröffentlicht. Als Kopierschutz dient Uplay, Sie müssen Connors Abenteuer also mit einem Ubi-Account verknüpfen; dauerhaft online zu sein ist allerdings nicht erforderlich - allerdings gilt es vor dem Spielstart erst einmal, einen großen Patch herunterzuladen.
Assassin's Creed 3 im Test (3)Quelle: PC Games HardwareAssassin's Creed 3 im Test: Die Anvil Next Engine
Technische Basis aller bisherigen AC-Teile ist die sogenannte Anvil-Engine (im ersten Teil von Scimitar genannt) samt der Havok-Physik-Bibliothek. Nach dem Assassin's Creed seinerzeit mit DX10 sowie im ungepatchten Zustand mit DX10.1 zugunsten von mehr Fps und einer besseren Kantenglättung antrat, schenkte Ubisoft Montreal der PC-Version weniger Aufmerksamkeit und beschränkte sich auf DX9. Für Brotherhood und Relevations erweiterten die Entwickler den Renderer um Screen-Space Ambient Occlusion (SSAO) sowie verbesserte weiche Schatten.
Assassin's Creed 3 im Test (4)Quelle: PC Games HardwareDie Next-Version der Anvil-Engine, welche in Assassin's Creed 3 zu Einsatz kommt, wirft die DX9-Schnittstelle über Bord und unterstützt am PC nur noch DX11, allerdings mit einem Fallback für DX10- und DX10.1-Grafikkarten (DX11-Pfad ohne API-spezifische Berechnungen). Eine der Aufwertungen sind polygon-reichere Fußabdrücke im Schnee, zudem gibt es Tessellation für das Wasser, welches zudem mittels einer Annäherung an Subsurface Scattering (Volumenstreuung) dargestellt wird. Gegenüber den Konsolen-Versionen bietet die PC-Variante weiterhin eine doppelt bis vierfache Texturauflösung samt anistroper Filterung und deutlich bessere Schatten.
Zu guter Letzt unterstützt der Titel neben Multisample-Kantenglättung (MSAA) auch Nvidias TXAA (Temporal Approximate Anti-Aliasing) und FXAA (Fast Approximate Anti-Aliasing). FXAA glättet gerade in Bewegung nur mäßig, TXAA hingegen recht gut - die Bildschärfe ist im Gegensatz zu Black Ops 2 und The Secret World noch erfreulich hoch, im Falle einer Geforce GTX 600 sollten Sie Temporal Approximate Anti-Aliasing eine Chance geben. Der genaue Leistungseinbruch gegenüber FXAA lässt sich schwer beziffern, liegt aber an GPU-limitierten Stellen bei grob einem Drittel (gemessen mit einer Geforce GTX 660 in 2.560 x 1.440) und damit niedriger als bei 4x MSAA + FXAA.
Um die Leistung diverser Grafikkarten und CPUs zu bestimmen, reiten wir zu Beginn des Spiels durch Boston. Diese für das Spiel typische Szene zeigt viele Passanten inklusive weichen Schatten samt detaillierten Gebäuden, Marktständen und das Screen-Space Ambient Occlusion. Für einen Momtent ist zudem das tessellierte Wasser im Blick, auch das (schwache und wenig detaillierte) Level of Detail muss sich beweisen.
00:52 Assassin's Creed 3 Benchmark-Testszene
Assassin's Creed 3 im Test (6)Quelle: PC Games HardwareAssassin's Creed 3 im Test: Grafikkarten-Benchmarks
Unter Nutzung der aktuellen Treiber-Versionen Catalyst 12.11 Beta 8 sowie Geforce 310.54 Beta zeigt sich, dass AMDs Radeon-HD-7000-Modelle sehr schlecht abschneiden (die älteren Karten hingegen liegen abseits HD 69x0 im Rahmen). Nvidia verspricht mit dem Beta-Geforce eine Leistungssteigerung in Assassin's Creed 3 von bis zu 18 Prozent gegenüber dem älteren 306.97 WHQL - alleine daran kann es aber nicht liegen. Wahrscheinlich hat AMD seinen Catalyst noch nicht hinreichend für die GCN-Architektur in Assassin's Creed 3 optimiert - eine Anfrage an die Radeon-Macher blieb bisher unbeantwortet.
Assassin's Creed 3 im Test (7)Quelle: PC Games HardwareWie auch immer, in 1.920 x 1.080 Pixeln mit maximalen Details samt normaler Kantenglättung (was FXAA entspricht) und 16:1 anistroper Filterung erreicht schon eine Geforce GTX 560 Ti um die 50 Bilder pro Sekunde, die schwächere Geforce GTX 460 kommt auf etwa 40 Fps. AMDs Radeon HD 6870 liegt zwischen den beiden Nvidia-Grafikkarten und erlaubt ebenfalls ein rundes Spielgefühl. Möchten Sie mit hoher Kantenglättung (entspricht HQ FXAA) spielen, muss der Pixelbeschleuniger kaum stärker sein - erst die sehr hohe Kantenglättung (4x MSAA + FXAA) erfordert Modelle wie eine Geforce GTX 570, Geforce GTX 660 oder eine Radeon HD 6970 (mit angepassten Treiber sollte eine Radeon HD 7850 ähnlich flott sein); im Test verweigerten allerdings einige Karten die sehr hohe Kantenglättung, daher vorerst nur HQ-FXAA-Benchmarks.
Achtung: Für die Messungen deaktivierten wir per Ini-Datei die vertikale Synchronisation, im Spielmenü gibt es hierfür unverständlicherweise keine Option.
Assassin's Creed 3 im Test: CPU-Benchmarks
Die Anvil-Engine ist seit jeher für ihre gute Multicore-Unterstützung bekannt, Assassin's Creed 3 folgt dieser Richtung und legt selbst von vier auf sechs Kerne noch um rund 20 Prozent an Fps zu. Der für diese Messung verwendete Phenom II X6 1100T schneidet zudem im Vergleich mit einem aktuellen Intel-Chip wie gewohnt ab und erreicht knapp 40 Fps, ein Core i5-3570K stemmt grob 50 Prozent mehr Fps (etwa 60 Fps im kurzen Check). Sofern Sie an weiteren Messungen interessiert sind, geben Sie dies bitte im Kommentar-Bereich an.
Bei mir lief das auch ganz komisch das Spiel. Rechner vermutlich zu leistungsstark oder meine 144Hz + G-Sync haben Probleme gemacht keine Ahnung. Hab es auf 60fps limitiert und V-Sync aktiviert. Seit dem läuft es einwandfrei.
Hab mir das Game grad mal wieder aus Testgründen Installiert, man läuft das *******! Kuckt man auf den Boden oder in Richtung Meer hat man 130 + Frames, kuckt man in den Wald teilweise runter bis auf 30 Frames (Bezieht sich auf Ultra/WQHD). Das ist schon ziemlich schwach und dabei sieht es auch gar nicht mehr zeitgemäß aus
Bei AMD Karten ist es ganz komisch, ich weiß es noch als ich meine HD7870 gehabt habe.
Mit meiner aktuellen GTX980 ti mit 1430 Mhz läuft es in 4K/60 Frames absolut problemlos in Ultra, aber man sah ja schon damals an den Benchmarks dass die Karte auf AMD Karten einfach schlecht läuft, eine GTX560ti vor einer HD7970 Gh Edition aka R9 280X.
Hab mir das Game grad mal wieder aus Testgründen Installiert, man läuft das *******! Kuckt man auf den Boden oder in Richtung Meer hat man 130 + Frames, kuckt man in den Wald teilweise runter bis auf 30 Frames (Bezieht sich auf Ultra/WQHD). Das ist schon ziemlich schwach und dabei sieht es auch gar nicht mehr zeitgemäß aus