Core Ultra 200 vs. Ryzen 9000: So sieht Intels eigener Vergleich aus

99
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Core Ultra 200 vs. Ryzen 9000: So sieht Intels eigener Vergleich aus
Quelle: Intel

Neue Benchmark-Folien von Intel sehen die Core-Ultra-200-Prozessoren gegenüber Ryzen 9000 zumeist im Vorteil. Beim Gaming gesteht man zwar Nachteile ein, die Realität wird aber trotzdem verzerrt.

Zum Launch sorgten Intels Arrow-Lake-Prozessoren bei Spielern für Ernüchterung: Zwar gelang endlich ein Sprung bei der Energieeffizienz, die Gaming-Performance ließ aber stark zu wünschen übrig. Das Unternehmen kündigte daraufhin Updates an, die die Probleme lösen sollten und inzwischen auch längst erschienen sind. Passend dazu geht Intel laut dem bekannten Leaker @momomo_us nun mit neuen Marketing-Folien hausieren, um Boardpartner von der Performance der eigenen CPUs zu überzeugen.

Mehr Vor- als Nachteile - angeblich

Als Gegner für die Core Ultra 5 / 7 / 9 Prozessoren nennt das Unternehmen dabei immer die entsprechenden AMD-Prozessoren vom Typ Ryzen 5, 7 und 9. Im Vergleich zwischen den Topmodellen Intel Core Ultra 9 285K und AMD Ryzen 9 9950X3D sieht Intel den eigenen Prozessor zwar im Gaming leicht im Nachteil, das soll aber durch einen etwas größeren Vorteil bei der Anwendungsleistung ausgeglichen werden. Mit dem Ryzen 9950X soll Intels Topmodell hingegen in Spielen gleichauf sein, wohingegen der Core Ultra 9 285K die Nase bei der Anwendungsleistung angeblich vorn hat.

Intel-Benchmark: Core Ultra 9 285K vs. Ryzen 9 9950X3D Quelle: @momomo_us (X) Intel-Benchmark: Core Ultra 9 285K vs. Ryzen 9 9950X3D Intel-Benchmark: Core Ultra 9 285K vs. Ryzen 9 9950X Quelle: @momomo_us (X) Intel-Benchmark: Core Ultra 9 285K vs. Ryzen 9 9950X Spannend ist auch ein Vergleich zu AMDs Gaming-Flaggschiff, dem AMD Ryzen 7 9800X3D. Gegenüber Intels Core Ultra 7 265K gesteht das Unternehmen in Spielen zwar einen Nachteil um 12 Prozent ein, gleichzeitig soll die Anwendungsleistung des Modells aber 49 Prozent höher sein. Gleichzeitig sieht sich Intel hier beim Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich vorne. Und auch Vergleiche weiterer Prozessoren gehen alle in diese Richtung: Intel ist in Spielen angeblich gleichauf oder minimal langsamer, dafür aber in Anwendungen deutlich schneller und teils günstiger.

Intel-Benchmark: Core Ultra 7 265K vs. Ryzen 7 9800X3D Quelle: @momomo_us (X) Intel-Benchmark: Core Ultra 7 265K vs. Ryzen 7 9800X3D

Auch interessant: Nvidia-GPUs in Intel-CPUs: Noch ein sehr langer Weg?

Wie viel von den Intel-Messungen zu halten ist, ist allerdings fraglich. Denn wie üblich werden die Benchmarks natürlich so gewählt, dass die eigenen Prozessoren besonders gut aussehen. Eine bessere Einschätzung liefern unabhängige Messungen wie unser jüngst aktualisierter CPU-Index. Dort ist der Core Ultra 7 265K beispielsweise 17 Prozent langsamer als der Ryzen 7 9800X3D, während er in Anwendungen nur um 22 Prozent vorne liegt. Dasselbe Bild zeigt sich auch bei den anderen Vergleichen: Tendenziell schneidet Intel dann doch etwas schlechter ab, als es die eigenen Folien vermuten lassen. Aber immerhin: Bald dürfte der Arrow Lake Refresh als Core Ultra 300 auf den Markt kommen. Mit diesem kann das Unternehmen womöglich noch den einen oder anderen Prozentpunkt gutmachen.

Für welches Anwendungsgebiet würden Sie aktuell einen Intel-Prozessor kaufen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: @momomo_us (X) / Techpowerup via 3D Center

99
    • Kommentare (99)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Also ist ddr5 6000 bei Intel Quatsch weil zu wenig oder spielt es keine Rolle was man da für eine CPU da nimmt? Und klar spielt es eine Rolle. Wer nur alte Spiele zockt wird wohl kaum die CPU samt Unterbau wechseln. Bei Anwendung spielt es eine Rolle welche man verwendet aber nicht jede Software skaliert perfekt bzw optimal. Das ist das ganze wo sich manche dann schwer tuen was man nimmt und so .

        PS : kennt ihr wen der nur wegen einem Programm gleich den gesamten PC aufrüstet also ganz neu kaufen tut ?
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Also ist ddr5 6000 bei Intel Quatsch weil zu wenig oder spielt es keine Rolle was man da für eine CPU da nimmt? Und klar spielt es eine Rolle. Wer nur alte Spiele zockt wird wohl kaum die CPU samt Unterbau wechseln. Bei Anwendung spielt es eine Rolle welche man verwendet aber nicht jede Software skaliert perfekt bzw optimal. Das ist das ganze wo sich manche dann schwer tuen was man nimmt und so .

        PS : kennt ihr wen der nur wegen einem Programm gleich den gesamten PC aufrüstet also ganz neu kaufen tut ?
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von latiose88
        Achso na dann verstehe. Würde ich das so machen wie du ,dann würde ich wohl nicht aufrüsten. Solange die anforderung nicht steigen sieht es ja anderst aus. Es sei denn man erhöht selbst die Anforderung ohne das es die eigentliche Situation es vorsieht. Genau das wäre bei mir wohl der Fall. Da würden hier wohl die meisten nur noch den Kopf schütteln . Aber ich mache das in Zukunft nicht mehr so . So ist das halt wenn man immer die selbe Software verwendet und drauf hofft das es die Hardware schon regeln wird . Aber irgendwann macht halt auch die Hardware nicht mehr mit. Dann bleibt die Steigerung aus. Wenn es so wäre ,hattest du schon längst nen Schluss Strich gezogen weil das so nie 100 % Mehrleistung wären. Es gibt eben solche die auch wegen 20 % ne neuen Plattform wechsel machen würden.
        Es ist halt die Frage, was einem wichtig ist und wie viel man bereit ist für einen Leistungsplus zu bezahlen.
        Enthusiasten sind oft bereit für 20% mehr Leistung oder wenige Grad C° das doppelte zu bezahlen.
        Was man halt bei Grafikkarten und Wasserkühlungen sieht, denn da sind die Preissprünge viel viel heftiger als bei den Prozessoren (zumindest was Desktop angeht, Workstation/Server ist was anderes und da kann man locker den Preis von einem Gebrauchtwagen für eine CPU ausgeben).

        Es gibt halt so viele Variablen - welche Software wird benutzt, wie ist die Auflösung (wer in 4K zockt wird weniger ins CPU-Limit rennen als jemand der 1080p 360Hz benutzt - im Schnitt versteht sich). Auch die restliche Hardware hat bestimmte Anforderungen.
        Beispiel: bei mir gibt es 10Gbit/s Internet (real 8Gbit/s) und passende NVME. Steam Downloads werden bei mir nicht durch die Leitung oder Speicher limitiert, sondern durch die CPU Klar ist das Nebensache und ob die Installation jetzt 20min oder 40min braucht für COD - egal, weil Freunde brauchen mindestens das doppelte zum runterladen von 140GB oder was das Ding da mittlerweile wiegt.

        Und natürlich spielt vorhandene Hardware bei der CPU-Frage hier eine riesige Rolle - wer z.B. von einem 7000er Ryzen mit nem B-650 Board aufrüstet und passenden RAM hat (6400er oder so), für den ist das Leistungsplus geringer - aber auch die Kosten so wie der Aufwand - das ist in 10min erledigt und wesentlich entspannter als den ganzen Unterbau samt Board auszutauschen.
        AMD ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als Intel eben wegen diesen Faktoren. Ryzen braucht keinen superschnellen RAM, kann das oft auch nicht verdauen).
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von latiose88
        Achso na dann verstehe. Würde ich das so machen wie du ,dann würde ich wohl nicht aufrüsten. Solange die anforderung nicht steigen sieht es ja anderst aus. Es sei denn man erhöht selbst die Anforderung ohne das es die eigentliche Situation es vorsieht. Genau das wäre bei mir wohl der Fall. Da würden hier wohl die meisten nur noch den Kopf schütteln . Aber ich mache das in Zukunft nicht mehr so . So ist das halt wenn man immer die selbe Software verwendet und drauf hofft das es die Hardware schon regeln wird . Aber irgendwann macht halt auch die Hardware nicht mehr mit. Dann bleibt die Steigerung aus. Wenn es so wäre ,hattest du schon längst nen Schluss Strich gezogen weil das so nie 100 % Mehrleistung wären. Es gibt eben solche die auch wegen 20 % ne neuen Plattform wechsel machen würden.
        Gibt es, aber für jene die kleinere Sprünge machen wollen, ist eine Multi-Gen-Plattform letztlich spannender. Und würde ich generell so kleine Sprünge machen wollen, dann würde ich von AM4 auf AM5 wechseln. Da ist man von CPU-Gen zu CPU-Gen praktisch an diesen 20%.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Achso na dann verstehe. Würde ich das so machen wie du ,dann würde ich wohl nicht aufrüsten. Solange die anforderung nicht steigen sieht es ja anderst aus. Es sei denn man erhöht selbst die Anforderung ohne das es die eigentliche Situation es vorsieht. Genau das wäre bei mir wohl der Fall. Da würden hier wohl die meisten nur noch den Kopf schütteln . Aber ich mache das in Zukunft nicht mehr so . So ist das halt wenn man immer die selbe Software verwendet und drauf hofft das es die Hardware schon regeln wird . Aber irgendwann macht halt auch die Hardware nicht mehr mit. Dann bleibt die Steigerung aus. Wenn es so wäre ,hattest du schon längst nen Schluss Strich gezogen weil das so nie 100 % Mehrleistung wären. Es gibt eben solche die auch wegen 20 % ne neuen Plattform wechsel machen würden.
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von latiose88
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Also ab wie viel mehr Leistung fängst du an aufzurüsten ?
        Es gibt mit Sicherheit welche die ab 40-50% sicher aufrüsten. Allerdings auf Dauer wird auch bei mir die Sprünge immer kleiner werden. Darum wird auch mit der Zeit die Abstände immer größer werden bis da mal aufrüsten werde. Der Sprung wird auf jedenfall jedenfalls bei mir so rund 45-50 % sein. Darin enthalten wird die Zeitersparnis ,der Verbrauch durch das sinkt dann ebenso und die Grund Leistung sein. Weshalb es wohl indirekt mehr als 50 % an effizient sein wird. Warum weil durch schnellere grundleistung auch die Zeit insgesamt sinkt. Von rund 10 Stunden auf 5 Stunden. Allerdings stieg die Grund Verbrauch leider an. Das wären dann von 140 bzw 120 Watt auf 260 Watt aber die Zeit halbiert sich wo es braucht. Das ist der Vorteil bei mehr Leistung. Ob es nun 10*120 Watt oder 5*260 Watt . Wobei andere wohl noch viel mehr Vorteile daran haben dürften. Dann temperaur Vorteil und ruhiger Betrieb.
        Wenn man dann klar Intel bei 125 Watt begrenzt ,dann steigt die effizients bei etwas Verlust der Leistung. Das geht bestimmt auch bei AMD. Aber wenn AMD bei der Leistung für mich schon schlechter ist ,dann reduziere ich diese ja noch weiter. Der Abstand wurde dann gleich bleiben. Oder nach welchen kritierums machst du denn Bedarf so fest ?
        Der Sprung von AM3 Phenom II X4 365BE auf AM4 Ryzen 1700X war mehr als +100%

        Der Sprung von AM4 Ryzen 1700X auf AM4 5800X3D wäre etwa +127% gewesen.

        Da ich aber in meinem Umfeld Nachfrage für günstigere CPUs hatte, ging ich hier kleinere Schritte durch, und mein AM4 sah auch noch sowohl den 2700X und den 3700X. Hätte ich bei den CPU-Generationen auch das Board wechseln müssen, hätte ich das nicht gemacht.
        Hätte ich die vorigen CPUs nicht weiterverkaufen können, wäre ich beim 1700X geblieben und direkt zum 5800X3D gewechselt.

        Ich schätze der Sprung vom 5800X3D zum ersten AM6-X3D kann durchaus wieder bei um die +100% liegen.
        Der Sprung vom 5800X3D auf den 9800X3D wäre nur +45%. Das ist mir zu wenig für einen kompletten Plattformwechsel inkl. neuer RAM, etc.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk