Armed Assault 2: Grafikkarten-Benchmarks plus Optikvergleich

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Armed Assault 2, kurz ArmA2, nimmt ihre Grafikhardware zur Brust wie kaum ein anderes Spiel zuvor und bietet stellenweise eine superbe Optik. Wir schicken 16 3D-Beschleuniger aufs Schlachtfeld und vergleichen die einzelnen Grafikoptionen.


Armed Assault 2: Überblick und Engine
Die Militärsimulation ArmA2 versetzt Sie in das fiktive Krisengebiet Chernarus, wo Sie als Infanterist sowie mit Vehikeln und Fluggeräten taktische und vor allem spielerisch anspruchsvolle Schlachten schlagen. In Szene gesetzt wird Armed Assault 2 von der dritten Generation der Real-Virtuality-Engine. Diese nutzt - wie wir bereits verifizieren konnten - Multicore-CPUs und profitiert stark von aktuellen Triple- und Quadcore-Modellen.

ArmA 2 mit maximalen Details Quelle: pcgameshardware.de ArmA 2 mit maximalen Details Der Renderer ist DirectX-9-only und muss sich zumindest aus technischer Sicht nicht vor der Cryengine oder der UE3 verstecken: Neben den üblichen Spielereien wie Bump-, Normal- und Parallax-Occlusion-Mapping stehen Hemispherical Lightning und dynamische Schatten auf der Feature-Liste. Letztere sind zum Teil Stencil-Shadows, zum Teil versucht sich Entwickler Bohemia Interactive jedoch zusätzlich an einer Art Soft Shadows - das Resultat ist aber mehr verpixelt denn soft. Die Landschaftsdarstellung wirkt dank extrem hoher Vegetationsdichte und detailreichen Pflanzen sowie bis zu 10 Kilometern Sichtweite sehr realitätsnah, das Wasser überzeugt durch Spiegelungen und Lichtbrechung. Kritikwürdig sind dagegen der Wellengang und die Brandung - diese erinnert uns etwas an eine sich bewegende Folie.

ArmA 2 mit maximalen Details Quelle: pcgameshardware.de ArmA 2 mit maximalen Details Stark ruiniert wird diese fantastische Darstellung durch das Level of Detail (LOD) und das aggressive Streaming-System sowie die Nachbearbeitungseffekte: Das völlig übertriebene Motion-Blur lässt sich noch verschmerzen, das bereits nach wenigen Metern greifende Depth of Field dagegen zeichnet nicht nur die Landschaft sondern auch Gegner weich, die daher faktisch ausgeblendet werden - verringerte Details sind also spielerisch klar von Vorteil. Größtes Manko: ArmA2 lädt selbst auf einer 2G-Grafikkarte hochauflösende Objekttexturen erst sehr spät, manch eine Holzkiste besteht daher nur aus einer dreifarbigen, verwaschenen Bitmap und erst wenn Sie bis auf fünf Meter herangekommen sind, erkennen Sie, dass dieses braune Etwas eine Holztextur sein soll. Aus der Nähe betrachtet sind die Texturen jedoch oft scharf und stimmig. Die Animationen überzeugen größtenteils und wirken oft erschreckend realistisch - insbesondere die der NPCs, welche zudem bis auf die Gesichter sehr detailliert sind.

Armed Assault 2: Technische Probleme
So wie die Kollegen der PC Games jede Menge spielerische Bugs erdulden mussten, sahen wir uns mit technischen Widrigkeiten konfrontiert: Grobe Schnitzer wie Abstürze oder ein Memory Leak gibt's zwar nicht, dafür nerven die allgegenwärtigen Clipping-Fehler und die absurde Kollisionsabfrage. Am schwersten aber wiegt die äußert niedrige Performance: Selbst auf einem übertakteten Highest-End-PC (Core i7, 12 GiByte RAM und einer GTX 285 mit 2G) verkommt ArmA2 mit sehr hohen Details auch in 1.280 x 1.024 zu einer Ruckelorgie (unter 15 Fps), erst mit niedrigen bis normalen Details ist die Militärsimulation spielbar. An Kantenglättung ist aus Sicht der Performance folglich nicht zu denken, die Real-Virtuality-Engine unterstützt allerdings eine Art Supersampling-AA - SLI oder Crossfire gibt's allerdings nicht.

ArmA 2 mit maximalen Details Quelle: pcgameshardware.de ArmA 2 mit maximalen Details Armed Assault 2: Benchmark-Szene und Resultate
Zum testen setzen wir auf die Trainingsmission "Team", welche hohe Weitsicht mit vielen Schatten, detaillierter Vegetation sowie Vehikeln und NPCs kombiniert - größere Gefechte aber sind noch einmal deutlich anspruchsvoller und nur mit verringerten Details ansatzweise spielbar. Zum testen nutzen wir die im Handel stehende Retail-Version samt dem kommenden Beta-Patch. Jeder Wert ensteht aus drei gemittelten Runs.

Da maximale Details jeden Rechner auf die Knie zwingen, nutzen wir zwei Einstellungen, die einmal niedrige mit normalen Details und Pixel-Doubling kombinieren und zudem eine Mischung aus hohen und sehr hohen Details (die Menüshots hierzu finden Sie in der Galerie). Wie sich die einzelnen Grafikoptionen von einander unterscheiden, zeigt die kommende Seite.

Armed Assault 2 favorisiert in der Oberklasse Radeon-Karten, so schlägt die HD 4890 knapp die GTX 285 und die HD 4870/1G die GTX 275. In der Mittelklasse liegt die HD 4850/512M gleichauf mit der GTS 250/1G, die HD 4770 ist einen Tick schneller als die alte 8800 Ultra. 512 MiB sind zumindest auf Geforces eine starke Leistungsbremse, eine GTS 250/1G ist rund 30 Prozent schneller als die bis auf den Speicherausbau identische 9800 GTX+/512M. Die Radeon HD 4870 profitiert im Schnitt um bis zu 10 Prozent, die Minimum-Fps aber steigen ebenfalls um rund 30 Prozent.

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ArmA 2 (35)
ArmA 2 (35) ArmA 2 (34)

Armed Assault 2: Fazit
ArmA2 sieht größtenteils extrem gut aus, wirklich flüssig läuft die Hammer-Optik aber auf keinem aktuellen System - die Performance ist katastrophal. Erst mit heruntergeregelten Optionen ist die Bildrate hoch genug um die Simulation zu genießen, der grafische Genuss aber leidet stark. Die Clipping-Fehler und die Kollisionsabfrage trüben das Bild zusätzlich. Das SSAA-Feature aber sucht in aktuellen Spielen seinesgleichen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 ArmA2: Engine und Benchmarks
  2. Seite 2 ArmA2: Vergleich der Grafikoptionen
    • Kommentare (181)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dunehero Schraubenverwechsler(in)
        Bin auch für einen Test mit neuem Patch und den neuen Graka Generationen
      • Von Dunehero Schraubenverwechsler(in)
        Bin auch für einen Test mit neuem Patch und den neuen Graka Generationen
      • Von relative Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Würde mich freuen wenn ihr den Test mit dem jetzigen Patch wiederholt...
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Bin zur Zeit stark ausgelastet, wollte ja zB auch noch einen DDR3-Phenom-II samt NB-OC testen AA funktioniert mit Schatten? Wenn es Stencils sind, wohl schon . Arghh ... Zeit
      • Von jay.gee PC-Selbstbauer(in)
        Könntest Du das mal gegenprüfen, Marc?

        Zitat von jay.gee
        AA funktioniert jetzt mit Schatten und stellt imho eine wesentlich performantere Lösung als die Füllrate. AA feat. Füllrate 200 dürfte auf Jahre gesehen für eine nette Optik sorgen. Imho liegt die Performance nach meinen ersten gespielten Testmission jetzt ungefähr auf dem Level von ~ArmA, bietet dabei aber einen wesentlich hübscheren Grafikcontent.
      • Von hackology PC-Selbstbauer(in)
        Also manche haben es nicht so mit dem Gedächtnis...

        Crysis (1) war genauso unspielbar beim Release und das auf den stärksten Rechnern.

        Man sollte echt bei den Tatsachen bleiben, sonst ist alles Andere nur Kindergarten Smalltalk.
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