Anno 117 für PC und Konsole: "Anno 1800 auf Steroiden"
Anno 117 geht auf PC und Konsole in die Vollen: eigener Gamepad-Modus, Radialmenü und skalierbare UI. Der Wechsel zwischen Maus/Tastatur und Controller erfolgt nahtlos. Ziel: ein Kompromiss, sondern zwei optimale Bedienkonzepte.
Mit Anno 117: Pax Romana verfolgt Ubisoft einen klaren Anspruch: PC- und Konsolenspieler sollen gleichermaßen bedient werden, und zwar ohne, dass ein Kompromiss entsteht. Während das Grundgerüst klar auf PC-Tradition der Reihe fußt, haben die Entwickler ein eigenständiges Bedienkonzept für Controller entworfen. Im offiziellen Entwickler-Livestream von Ubisoft Mainz, der sich mit den neuen Steuerungsoptionen beschäftigte, fiel dafür der Vergleich "Anno 1800 auf Steroiden". Gemeint war, dass die Konsolen-Erfahrung weit über eine einfache Portierung hinausgeht und zentrale Systeme gezielt erweitert wurden.
Im Zentrum steht ein nahtloser Wechsel zwischen Maus/Tastatur und Gamepad. Steckt ein Controller am PC, aktiviert das Spiel sofort den Gamepad-Mosu. Ein Klick mit der Maus, und die Steuerung springt augenblicklich zurück ins klassische Bau- und Managementmenü. Ladezeiten und Zwischenschritte gibt es dabei nicht. Ein Detail, das vor allem Hybrid-Spieler ansprechen dürfte, die flexibel zwischen Schreibtisch und Sofa wechseln wollen. Das Konsolenmenü soll sich dabei sichtbar vom PC-Pendant unterscheiden. Statt horizontaler Menüleisten gebe es ein Radialmenü, das über den Trigger aufgerufen werde. Gebäude, Schiffe, Ornamente und Einheiten ließen sich so schnell ansteuern. Auch Bedürfnisse einzelner Bevölkerungsschichten sollen direkt geöffnet und mit Produktionsketten verknüpft werden können.
Auf Grundlage der Konsolenfassung von Anno 1800 sei zudem ein erweitertes System entstanden: Konsolenspieler könnten etwa im Schnellmenü Straßenarten fix auswählen und dauerhaft festlegen, ob Pflasterstraßen oder einfache Wege entstehen sollen. Darüber hinaus biete Anno 117 mehrere Optionen zur Anpassung der Benutzeroberfläche. Die PC-UI sei standardmäßig für mittelgroße Monitore optimiert, lasse sich aber sowohl vergrößern als auch verkleinern. HUD-Elemente sollen auf Wunsch zentriert werden können, damit Texte nicht am äußersten Bildschirmrand verschwinden.
Ein weiteres Detail betrifft das Pinningsystem: Gebäude, Straßen oder sogar Truppen sollen sich auf individuelle Slots legen lassen und damit per Tastendruck abrufbar sein. Wer beim Schönbau bestimmte Ornamente häufig nutzt, könnte sie genauso fixieren wie Truppengruppen oder Schiffe. Alles zusammen deutet darauf hin, dass Ubisoft bei Anno 117 einen doppelten Ansatz verfolgt: Der PC bleibt das Kernsystem, die Konsolenfassung soll jedoch kein Nebenprodukt darstellen.
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Aber nur ums klarzustellen: ich spiele zu 95 % nur mit Maus und Tastatur. Lediglich so manche Rollenspiele oder Rennspiele spiele ich mit Controller.
Ziel: ein Kompromiss, sondern zwei optimale Bedienkonzepte.