Amazon Prime: Einseitige Erhöhung der Abo-Preise war unrechtmäßig
Im Herbst 2022 erhöhte Amazon die Preise seines Prime-Abos. Zu Unrecht, entschieden zwei Gerichte. Abonnenten sollen nun eine Erstattung fordern.
Der Streit um die Preiserhöhung von Amazon Prime geht weiter. Im Herbst 2022 erhöhte der Online-Riese die Preise seiner Abonnements Prime und Prime-Student, ohne die Zustimmung der Kunden zu erbitten. Die einseitige Erhöhung der Preise ist jedoch unrechtmäßig, urteilten sowohl das Landgericht Düsseldorf als auch das Oberlandesgericht Düsseldorf. Verbraucherschützer rufen Kunden nun zum Handeln auf.
Abonnenten sollen vor Sammelklage tätig werden
Die Online-Plattform hatte die Preise für ihr Prime-Abonnement 2022 bei jährlicher Zahlweise von 69,00 Euro auf 89,90 Euro und bei monatlicher Zahlweise von 7,99 Euro auf 8,99 Euro erhöht. Studenten sollten für ihr Abo statt 34,00 Euro 44,90 Euro jährlich oder aber statt 3,99 Euro 4,49 Euro monatlich zahlen. Abonnenten, die vor September 2022 bereits ein Prime-Abo besaßen, können jetzt Geld von Amazon zurückverlangen.
Der Online-Riese verweigert jedoch auch nach den Gerichtsurteilen die Erstattung. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat daher zusätzlich zu einer Unterlassungsklage auch eine Sammelklage angestoßen, zu der sich Betroffene bald über ein Online-Formular anmelden können. Stiftung Warentest ruft nun jedoch dazu auf, schon vor Ende 2025 tätig zu werden. Denn Kunden könnten sich zu der Erstattung auch Verzugszinsen sichern. Dafür steht ein einfacher Musterbrief bereit.
Auch bei dem Video-Streamer Prime Video droht Amazon Ärger: Die Verbraucherzentrale Sachsen hat eine Sammelklage wegen der im Januar 2024 eingeführten Werbung bei dem Dienst eingereicht. Wer die Inhalte weiter werbefrei ansehen will, muss inzwischen ein Zusatzabo für 2,99 Euro abschließen. Die Verbraucherschützer möchten nun auch in diesem Fall Schadensersatz erwirken.
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Quelle: Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale via Golem

Aber es kann doch nicht sein, dass bei einem Vertrag mit zwei Jahren laufzeit zwischendurch der Preis angepasst wird.
Und dann nur eine Mail mit: "Kannst ja kündigen, wenn es dir nicht passt."
Wozu schließe ich Verträge mit zwei Jahren Laufzeit?
Ich finde, dass das bei Versicherungen genauso sein sollte und man der Preiserhöhung aktiv zustimmen muss.
Bei Sparkassen konnte man doch auch einseitige Beitragserhöhungen zurückverlangen.
Das schlimmste was passieren kann ist, dass das Prime-Abo beendet wird. Das Nutzerkonto bleibt aber bestehen.
Übrigens hab ich das gleiche zZt bei Barclaycard. Meine kostenlose Kreditkarte soll eingestellt werden und wenn ich nicht auf ein Bezahlmodell wechsel, wird möglicherweise mein Kreditkartenvertrag gekündigt.
Ich hab nicht gewechselt, meine Karte geht immernoch und ich habe bisher keine Kündigung erhalten.
Wird wohl auf einen Versuch hinauslaufen, schreckhafte Kunden zu überzeugen. Aber man will sich auch nicht von allen Kunden trennen.
Weiß nicht mehr genau wie, also ob per mail oder im Konto, aber irgendwo wurde es mir angezeigt.
Das fand ich für mich ok (ohne Bezug zur rechtlichen Sachlage), denn die x-Seiten des Versicherungsschreibens lese ich mir idR auch nicht durch.
Sky WOW zieht den gleichen Dreck ab mit Werbung, Abo 8€ (monatlich) und zusätzlich 5€ buchen für keine Werbung da is man dann schon gleich bei den Kosten für ein Netflix Abo (14€, monatlich) oder World of Warcraft (13€, monatlich) kostet auch soviel.
Versicherer erhöhen allerdings auch häufig zum Jahresanfang, ohne daß es da meinerseits eine gesonderte Zusage braucht.
Klar, auch Prime kann man kündigen aber wer die Erhöhung nicht mit bekam hat dann einfach mal 20,-€ mehr bezahlt für ein Jahr.
Für den einzelnen vielleicht nicht viel aber bei 100.00en oder Millionen Abos kommt da was zusammen.