Amazon: Milliardenverluste bei Alexa

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Amazon Echo Dot (5. Generation) gibt es wahlweise mit Uhr-Anzeige oder ohne.
Quelle: Amazon

Amazon hat mit der Alexa-Sparte Milliardenverluste eingefahren. CEO Andy Jessy denkt nun über Veränderungen nach.

Am 21. Juni 2022 konnte sich Amazon über einen Börsenwert von 1,882 Billionen Dollar freuen. In Zeiten der globalen Coronavirus-Pandemie und es Ukrainekriegs hatten immer mehr Verbraucher online Waren bestellt. Am 09. November endete jedoch dieser Höhenflug an der Wall Street. Als weltweit erster Konzern hat Amazon über 1 Billion Dollar Wertverlust an der Börse hinnehmen müssen. Nun berichtet das Wall Street Journal, dass Amazon-Chef Andy Jessy vor allem bei der Alexa-Abteilung künftig sparen möchte.

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Alexa wird nicht zum Shopping bei Amazon verwendet

Laut WSJ arbeiten 10.000 Mitarbeiter in der Gerätesparte, die sich um Alexa sowie Echo-Geräte und Fire-Tablets sowie Kindle E-Reader kümmert. Alleine die Alexa-Einheit macht fünf Milliarden US-Dollar Verlust, wobei sich die Fire-Tablets zuletzt besser verkauft haben als im Vorjahr. Viele Nutzer der Smart Speaker hingegen verwenden die Sprachsteuerung nicht, um darüber Waren bei Amazon zu kaufen, sondern lassen sich Nachrichten vorlesen, steuern Musik-Streaming-Dienste und stellen einen Wecker ein. Ursprünglich waren die Geräte jedoch dafür gedacht, via Sprache einkaufen zu gehen, doch das nutzt so gut wie niemand. Eine andere Option ist, das Smart Home mittels Alexa zu steuern. So gibt es beispielsweise gleich zwei Echo Dot plus eine WLAN-Steckdose im Set zu kaufen. Mittels Sprachbefehl lässt sich dann die Steckdose ausschalten, um Energie zu sparen. Künftig wird Alexa als Basis für Sprachsteuerungen im Auto, etwa bei BMW und Opel, dienen. Alexa war ein Lieblingsprojekt von Firmengründer Jeff Bezos, der damit Star Trek Realität werden lassen wollte.

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Sein Nachfolger Andy Jessy hingegen achtet verstärkt auf die Profitabilität des Unternehmens. Bevor Jessy zum CEO wurde, leitete er die Cloud-Sparte AWS, die inzwischen Marktführer ist. Für AWS werden zahlreiche Daten benötigt, die man etwa durch das Such- und Kaufverhalten bei Amazon oder via gesammelter Daten von Alexa bekommen kann. Allerdings offeriert das Unternehmen in den letzten Jahren eine Vielzahl an Alexa-Geräten, die alle entwickelt und produziert werden müssen. Aktuell kostet etwa das Einstiegsgerät Echo Dot knapp 70 Euro. Eine andere Unternehmenssparte, die Verluste anhäuft, sind die Amazon Game Studios. Bislang konnten nur New World und Lost Ark nennenswerte Spielerzahlen vorweisen. Vor dem MMORPG gab es etwa den Versuch mit Crucible oder The Grand Tour Game. Bei Crucible wurde die Vollversion wieder zur Closed Beta gemacht, nachdem die Kritiken schlecht ausgefallen waren. Von den einstigen über 900.000 Steam-Spieler muss sich New World inzwischen verabschieden und kommt nur noch auf rund 122.000 PC-Spieler. Lost Ark muss ebenfalls einen Schwund an Spielern hinnehmen. Aktuell begeistert man immerhin noch knapp 236.000 Steam-Spieler, doch von Glanzzeiten mit mehr als 1,3 Millionen Steam-Spieler ist auch dieses MMORPG weit entfernt.

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Sammlung zum Milliardenverlusten bei Alexa & Co.:

  • Amazon macht fünf Milliarden US-Dollar Verlust mit der Alexa-Abteilung. In der Unternehmenssparte von Amazon arbeiten aktuell 10.000 Mitarbeiter.
  • Viele Nutzer der Smart Speaker verwenden die Sprachsteuerung nicht, um darüber Waren bei Amazon zu kaufen, wie ursprünglich von Amazon gedacht.
  • Zwar sammelt Amazon mittels Alexa viele Daten, doch in letzter Zeit kamen viele neue Echo-Geräte heraus, die allesamt entwickelt und produziert werden wollen.
  • Eine andere Unternehmenssparte, die Verluste anhäuft, sind die Amazon Game Studios. PC-Spiele wie Lost Ark, New World und Crucible liegen nicht mehr im Trend.

Quellen: Wall Street Journal , Steamdb (1), Steamdb (2)

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von Sesambrötchen
        "Alexa" Kaufe mir eine Hose? "Alexa" kaufe mir einen USB-Hub?
        Wie soll man damit gescheit einkaufen, wenn man nicht sieht was man im Warenkorb hat?

        Oder ist das eine neue Art von Service, bei der mir die schwere Entscheidung welches Produkt ich nun möchte, abgenommen wird?
        Genau das ist es.

        Als Sprachunterstützung für Behinderte sicherlich eine gute Idee und vielleicht sogar ganz hilfreich, aber im Normalfall brauche ich selbst so etwas nicht.
        Zudem hätte ich viel zu viel Bammel vor Spionage und ungewollte sonstige Aufzeichnungen, Auslöser, Falschbestellungen etc..
        Selbst bei einer einfachen CD, wo ich genau weiß, was ich eigentlich möchte, kann noch etwas schief laufen, also falsches Format, man bekommt dann nur die Single, nicht das Album mit gleichem Titel (wär mir am Wochenende fast noch passiert), oder es kommt eine Schallplatte an, und man sieht auch nicht, dass es eine Extendet gibt, und ob sich die lohnt (mehr Lieder? sind die was, oder nur Live Käse bestehender Lieder?), oder nicht (Schlüsselanhänger? auch diese Woche gehabt).
        Es gibt viele Gründe, warum Alexa Müll ist, aber eben wenig was dafür spricht oder sprechen würde.
        Zitat von Christoph1717
        Es gab ja viel Jahre Bücher vom Verlag Bertelsmann Club.
        Da musste man ein paar Bücher im Jahr kaufen oder hat die "Empfelung des Hauses" zugeteil gekommen.

        Vielleicht hatte amazon auch mal so Pläne, wenn man nicht rechzeitig NEIN gesagt hat bei Alexa
        Das wäre dann eher bei Prime der Fall.
        Du bezahlst Mitgliedsbeitrag und wenn du nicht über eine Mindestbestellmenge kommst, wird dir irgendetwas basierend auf deiner letzten Seitenbesuche oder Wartelisten einfach zugeschickt.
        Mein Vater war auch in dem Bücherklub, zumindest war es als Kind ganz nett da mal extra in den Nachbarort hinzureisen und so ein Doppelstöckiges altes Haus zu durchkämmen.
        Aber sinnig fand ich das als Erwachsener nicht mehr.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von Sesambrötchen
        "Alexa" Kaufe mir eine Hose? "Alexa" kaufe mir einen USB-Hub?
        Wie soll man damit gescheit einkaufen, wenn man nicht sieht was man im Warenkorb hat?

        Oder ist das eine neue Art von Service, bei der mir die schwere Entscheidung welches Produkt ich nun möchte, abgenommen wird?
        Genau das ist es.

        Als Sprachunterstützung für Behinderte sicherlich eine gute Idee und vielleicht sogar ganz hilfreich, aber im Normalfall brauche ich selbst so etwas nicht.
        Zudem hätte ich viel zu viel Bammel vor Spionage und ungewollte sonstige Aufzeichnungen, Auslöser, Falschbestellungen etc..
        Selbst bei einer einfachen CD, wo ich genau weiß, was ich eigentlich möchte, kann noch etwas schief laufen, also falsches Format, man bekommt dann nur die Single, nicht das Album mit gleichem Titel (wär mir am Wochenende fast noch passiert), oder es kommt eine Schallplatte an, und man sieht auch nicht, dass es eine Extendet gibt, und ob sich die lohnt (mehr Lieder? sind die was, oder nur Live Käse bestehender Lieder?), oder nicht (Schlüsselanhänger? auch diese Woche gehabt).
        Es gibt viele Gründe, warum Alexa Müll ist, aber eben wenig was dafür spricht oder sprechen würde.
        Zitat von Christoph1717
        Es gab ja viel Jahre Bücher vom Verlag Bertelsmann Club.
        Da musste man ein paar Bücher im Jahr kaufen oder hat die "Empfelung des Hauses" zugeteil gekommen.

        Vielleicht hatte amazon auch mal so Pläne, wenn man nicht rechzeitig NEIN gesagt hat bei Alexa
        Das wäre dann eher bei Prime der Fall.
        Du bezahlst Mitgliedsbeitrag und wenn du nicht über eine Mindestbestellmenge kommst, wird dir irgendetwas basierend auf deiner letzten Seitenbesuche oder Wartelisten einfach zugeschickt.
        Mein Vater war auch in dem Bücherklub, zumindest war es als Kind ganz nett da mal extra in den Nachbarort hinzureisen und so ein Doppelstöckiges altes Haus zu durchkämmen.
        Aber sinnig fand ich das als Erwachsener nicht mehr.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Das ist nur logisch. Wer ist denn am meisten daran interessiert? Wenn jeder große Unhold seine eigene Datenkrake betreibt, wer soll dann wirklich viel bezahlen? Die Kraken drücken gegenseitig den Preis den die kleinen Käufer zahlen müssten. Und das haben deren KI nicht vorausgesehen? Na dann mal prost.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Wenn die Alexa-Sparte Verluste macht, dann konnten die ausspionierten persönliche Daten wohl nicht teuer (oder oft) genug verkauft werden.
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Zitat von Sesambrötchen
        Bei mir sagt Alexa: "Sage "jetzt kaufen" um den Artikel direkt zu bestellen", nachdem ich etwas per Sprachbefehl hinzugefügt habe.
        AHA
        das fehlte (bei mir).
        Danke für Info.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Sesambrötchen
        "Alexa" Kaufe mir eine Hose? "Alexa" kaufe mir einen USB-Hub?
        Wie soll man damit gescheit einkaufen, wenn man nicht sieht was man im Warenkorb hat?

        Oder ist das eine neue Art von Service, bei der mir die schwere Entscheidung welches Produkt ich nun möchte, abgenommen wird?
        Tatsächlich landen dann vorrangig Amazon Basic Produkte im Warenkorb.
      Direkt zum Diskussionsende
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