Raptor Lake-S mit DDR4: Auch Alder-Lake-Nachfolger laut Leak mit Support für beide RAM-Standards

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Raptor Lake-S mit DDR4: Auch Alder-Lake-Nachfolger laut Leak mit Support für beide RAM-Standards (1)
Quelle: Intel

Wie der Leaker "Moore's Law is Dead" berichtet, unterstützt auch Raptor Lake-S sowohl DDR4- als auch DDR5-Arbeitsspeicher. Mainboards, die derzeit im Zusammenhang mit Intels neuen Alder-Lake-S-CPUs auf den Markt kommen, könnten durch die Bank mit dem Nachfolger kompatibel sein.

Der Youtuber und Twitterer "Moore's Law is Dead" verkündet, dass auch Alder Lake -Nachfolger Raptor Lake-S DDR4-Arbeitsspeicher und entsprechende Mainboards unterstützt. Da Raptor Lake-S die Sockel-1700-Plattform nach aktuellem Kenntnisstand beibehält, hatten sich auch schon andere Leaker dieser Vermutung angeschlossen. Laut "Moore's Law is Dead" schwirren neuerdings jedoch "Verschwörungstheorien" durchs Netz. Sie besagen, dass Intel die DDR4-Mainboards mit Raptor Lake-S obsolet macht. "Nein, tun sie nicht", betont der Leaker in seinem Tweet.

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Raptor Lake-S mit DDR4: Alder-Lake-S-Nachfolger angeblich mit mehr Effizienz-Kernen
Leaks zufolge geht Intel bei Raptor Lake-S noch stärker Richtung Hybrid. Und so würde in erster Line die Anzahl der Rechenherzen aufgestockt. Von bis zu 24 Kernen bei gleichen TDP-Klassen ist hier die Rede. 8 "P-Kernen" stünden doppelt so viele "E-Kerne" gegenüber, konkret also nicht mehr 8P+8E-Kerne, sondern eine 8P+16E-Kombi. Auch sollen gegenüber Alder Lake-S IPC, Turbo-Boost und L2-Cache steigen.

Ebenfalls interessant: Intel Core i9-12900K: RAM-Benchmarks - wo DDR4 gegen DDR5 keine Chance hat

Vor diesem Hintergrund erscheint es realistisch, dass die derzeit auf den Markt kommenden Z690- sowie die geplanten H670-, B660- und H610-Mainboards auch Raptor Lake-S beherbergen können: unabhängig davon, ob es sich um DDR4- oder DDR5-Modelle handelt. So früh vor der Veröffentlichung, angeblich bringt Intel Raptor Lake-S Ende 2022 unters Volk, sind aber letztlich alle Informationen mit Vorsicht zu genießen. Tatsächlich wäre es nicht das erste Mal, dass eigentlich identische Sockel beziehungsweise PCHs und ihre Prozessoren untereinander inkompatibel sind oder gemacht werden. Doch auch das wäre im Kontext von Alder- und Raptor-Lake-S nur Spekulation.

Quelle: "Moore's Law is Dead"

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Keinerlei Hinweise. Da der LGA1700 wieder erwarten auch recht vollständig ausgeplant ist (wenn auch zu über 40 Prozent mit Masse-Pins) und nur gut 60 reservierte Kontakte beinhaltet, wird es aber zumindest für einen HEDT-Ableger knapp.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Keinerlei Hinweise. Da der LGA1700 wieder erwarten auch recht vollständig ausgeplant ist (wenn auch zu über 40 Prozent mit Masse-Pins) und nur gut 60 reservierte Kontakte beinhaltet, wird es aber zumindest für einen HEDT-Ableger knapp.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Gibt es inzwischen eigentlich Erkenntnisse was es mit der Bezeichnung So. 1800 auf sich hat?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das Intel von CFL-R zu CML nochmal was am Controller geändert hat, würde ich ebenfalls bezweifeln. Man darf nicht vergessen, dass Intel jede 14-nm-Generation seit Skylake als "die letzte Notlösung bis 10 nm endlich läuft" entwickelt hat. Also eher mit minimalem Aufwand.

        Das LGA1700-Pinout ist mittlerweile öffentlich verfügbar (im Gegensatz zum 1200er ) und weißt, wenn ich mich nicht verzählt habe, 16 reine DDR4-Kontakte, 34 reine DDR5er und 257 geteilte Kontakte auf. Und von den reinen DDR4lern stellt die Hälfte eine simple Erweiterung von 4- auf 8-Bit ECC für das doppelt so breite Interface dar. (Eigentlich ein Fail von den DDR5-Spezifizierern. Es bauen jetzt alle 2×-40-Bit-ECC-Module und 2×-40-Bit-Controller, genutzt werden aber nur 2×36 Bit? Da hätte man doch gleich mit doppelter Parität arbeiten können.)
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Grund ... nicht zwingend ... Intel könnte den IP-Block auch einfach in das Layout dieses I/O-Chips (oder Base-Tiles, je nachdem, wie Meteor Lake konkret aufgebaut sein wird, da hier auch Foveros im Gespräch ist) verlagern. Der Umbau würde zwar eine Gelegenheit bieten noch einmal Hand anzulegen und ggf. "aufzuräumen/zu entschlacken", jedoch handelt es sich um einen validierten Funktionsblock. Den zu überarbeiten und bspw. DDR4-Funktionalität herauszuentwickeln/layouten würde auch eine erneute Validierung dieses Funktionsblock erforderlich machen. Wie gesagt, kann man nicht ausschließen, muss aber nicht zwingend erfolgen. *) Denkbar wäre auch, dass auch Meteor und Lunar Lake zumindest theoretisch weiterhin DDR4 handhaben können. (Ob Intel die benötigten Kontakte dann noch mit den neueren Packages nach außen führen wird, ist dagegen wieder eine komplett andere Frage.)

        *) Die Frage wäre, was Intel auf der anderen Seite durch den zusätzlichen Aufwand gewinnen würde? Wären bspw. Power Savings und ggf. Wafer-Flächenersparnis relevant? Auch hier könnte ich mir zumindest vorstellen, dass der Bedarf hier für zwangsweise Einsparungen vorerst vergleichsweise gering ausfallen wird.
        Beispielsweise bei 14nm würde ich den Druck gar noch als größer vermuten und gesichert ist mindestens bis Coffee Lake der Speichercontroller voll DDR3-fähig geblieben und es wäre nicht verwunderlich, wenn Intel bei den vergleichsweise kleinen Anpassungen der folgenden Skylake-Derivate die grundlegende DDR3-Funktionalität selbst noch in Comet Lake in 2020 drin hat, auch wenn der Speicher nach außen hin nicht mehr unterstützt wird, bzw. vielleicht auch nicht mehr zugreif/freischaltbar ist, selbst wenn man ein entsprechendes Dev-BIOS hätte?

        Sämtliche Kontakte teilen ... das denke ich eher nicht in diesem Falle, da DDR5 ein beträchtlich abweichendes Design aufweist. Ich würde hier annehmen, dass die Schnittmenge der Kontakte relativ groß sein wird, aber ebenso wird es vermutlich einige dedizierte Kontakte/Datenpfade geben, die nur für die DDR4- und nur für die DDR5-Anbindung genutzt werden.
        Wer mehr Zeit hat, kann das gerne mal überprüfen, da wie gesagt nur eine wohlbegründete Vermutung von mir.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Sidewinder
        Sind denn noch keine Hybrid Boards mit DDR4 und DDR5 in Sicht?
        Das war doch sonst immer direkt bei Release ein guter Kompromiss für eine spätere Aufrüstoption.
        DDR5 stellt ziemlich hohe Anforderungen an die Signalqualität. Gut möglich, dass die Mainboard-Hersteller sich den Stress lieber sparen wollen. Hinzu kommt die stark abweichende Stromversorgung. Ich würde zwar beide Probleme für technisch lösbar halten, aber letztlich waren solche Combo-Boards immer ein Nischenprodukt für preisbewusste Aufrüster. Da muss man sich dreimal überlegen, ob man mit kleinen Stückzahlen und ebenso kleinen Margen die aufwendige Entwickung wieder reinbekommt.

        Zitat von gerX7a
        Du meinst den DDR4-Support oder weil du wiederholt Raptor Lake zu Vapor Ware erklären willst?

        Allgemein ist grundsätzlich anzunehmen, dass Intel seine entwickelte Speichercontroller-IP nicht ohne nennenswerten Grund anpassen bzw. ändern wird (unnötiger Aufwand und Kosten), d. h. es bleibt anzunehmen, dass der grundsätzliche Support von DDR4 relativ lange noch in Intel-CPUs vorhanden bleiben wird, wie auch in den diversen Skylake-Derivaten für DDR3.
        Ein nenneswerter Grund wäre nächstes Jahr der neu zu designende I/O-Chip von Meteor Lake oder ein Jahr später der von Lunar Lake. Bei ersterem würde ich zwar davon ausgehen, dass Intel erstmal bei 10 nm bleibt. Aber spätestens wenn auch an dieser Stelle die Fertigung gewechselt wird, muss der Speichercontroller neu implementiert werden. Dann gibt es keine automatische copy-&-paste-Übernahme von (ver)alte(te)n Features mehr, wie der DDR3-Unterstützung von Sky- bis Coffee Lake R. (Sowie mutmaßlich auch Comet Lake, auch wenn ich noch niemanden kenne, der es ausprobiert hat.)

        Zitat
        Vermutlich wird der Support auf Kundenseite gefühlt eher dadurch auslaufen, dass in 2023+ immer weniger Hersteller DDR4-Mainboards für die neuen Plattformen herausbringen werden. Die nächstwahrscheinlichere Variante ist, dass Intel Pins für andere Funktionalitäten benötigt und dadurch kein DDR4 mehr nach außen hin untersützt werden kann *) mit einem neueren CPU-Package. Erst danach würde Intel sich wohl einfallen lassen tatsächlich Hand an das ausgereifte und validierte DDR4/5-Speichercontroller-Design zu legen.
        DDR4 und DDR5 teilen sich natürlich, wie immer, die Kontakte.
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