Intel Alder Lake: Notebook-TDPs aufgetaucht, 10 Kerne ab 9 W

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Intel Alder Lake: Notebook-TDPs aufgetaucht, 10 Kerne ab 9 W
Quelle: Intel

Durch einen Coreboot-Patch wurden die TDP-Stufen der Alder Lake-P- und der Alder Lake-M-Prozessoren geleakt. Demnach soll Alder Lake-M zehn Kerne bei 9 Watt bieten, wohingegen Alder Lake-P für zehn bis 14 Kerne eine TDP von 15 bis 45 Watt vorsieht.

Durch einen Coreboot-Patch für Chromebooks sind nun die verschiedenen Leistungsstufen und damit die TDP-Angaben der Alder Lake-P- und der Alder Lake-M-Prozessoren bekannt. Die kurzzeitig erlaubte Boost-Leistungsaufnahme liegt dabei teils deutlich über 100 Watt und somit weit über der TDP-Angabe.

Alder Lake mit 9 bis 45 Watt

Laut den Daten aus dem Patch wird Alder Lake-P in drei Konfigurationen auf den Markt kommen. Allen gemein ist dabei die Anzahl der Execution Units und der effizienten Gracemont-Kerne: Von ersteren sollen 96 verbaut sein, von letzteren 8. Dazu gibt es entweder zwei, vier oder sechs schnelle Golden-Cove-Kerne. Mit diesen ändert sich dabei auch die maximal erlaubte Leistungsaufnahme - und zwar deutlich.

Die Leistungsaufnahme wird bei Alder Lake in vier Power Level (PL) unterteilt. Der PL1-Wert gibt dabei die TDP-Leistung an, die dauerhaft anliegen darf, wohingegen PL4 den kurzzeitigen Höchstwert beschreibt. Bei den Zehnkernen mit zwei Golden-Cove-Kernen soll die TDP laut dem Patch dabei bei 15 W liegen, wohingegen die maximale Leistungsaufnahme 123 Watt beträgt.

Die schnelleren Zwölfkerner sollen mit 28 Watt eine noch deutlich höhere TDP haben, wohingegen die maximale Leistungsaufnahme nur auf 140 Watt ansteigt. Erst bei den Prozessoren mit 14 Kernen geht auch dieser Wert deutlich nach oben: Diese dürfen dauerhaft 45 Watt und kurzfristig 215 Watt verbrauchen.

Auch spannend: Intel Core i7-12700K: Alder Lake-S in Sisoft-Datenbank aufgetaucht

Bei den langsameren Alder Lake-M-CPUs wird nur eine einzige Ausbaustufe mit 96 EUs sowie zwei schnellen und acht effizienten Kernen erwähnt. Hier sind die Verbrauchsangaben dabei deutlich niedriger: Alder Lake-M soll sich im Durchschnitt maximal 9 Watt und im Boost maximal 68 Watt genehmigen dürfen.

Wie üblich können Notebook-Hersteller die TDP-Werte der Alder-Lake-Prozessoren noch nachträglich reduzieren, bei den veröffentlichten Angaben handelt es sich lediglich um die Standardwerte. Zudem ist am Ende natürlich auch das Kühlsystem entscheidend, da die Prozessoren ihre Leistungsaufnahme bei zu hohen Temperaturen auch weiterhin drosseln werden.

Quelle: Coelacanth Dream via Wccftech

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        So ein Alderlake M mit 9W wär das was ich der Verwandschafft für einen Office-Rechner geben würde - ein paar Sekunden boost um Anwendungen zu öffnen, dann lowpower-Kerne die die Arbeit übernehmen. Aber da muss man ja leider noch länger warten.

        Zitat von BxBender
        Wo soll eigentlich der Sinn der Inteltechnik liegen?
        Wattangaben bis in den Himmel, aber schön auf Öko machen wollen.
        tja, du solltest dir halt nicht die News von AMD-Fanboys aus dem allerwertesten ziehen.
        PL3 und 4 gibt es schon lange und sind Werte die nicht wirklich was mit dem Verbraucht sondern momentanen Spitzen zu tun haben. PL2 is das maximum das erlaubt ist, bei Spikes zu PL3 muss sofort herunter geregelt werden (zB wenn von Stillstand auf volle AVX2 Last gesprungen wird gibt es solche spikes) und PL4 DARF NICHT erreicht werden - hier muss zuvor schon präventiv dafür gesorgt werden.
        Zitat von BxBender
        Alles Pappnasen da, so einen Schrott kauft man einfach nicht.
        Ist nur das gleiche bei AMD, nur das du es dort deutlich schwerer hast auch nur irgendwelche Spezis zu finden.
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        So ein Alderlake M mit 9W wär das was ich der Verwandschafft für einen Office-Rechner geben würde - ein paar Sekunden boost um Anwendungen zu öffnen, dann lowpower-Kerne die die Arbeit übernehmen. Aber da muss man ja leider noch länger warten.

        Zitat von BxBender
        Wo soll eigentlich der Sinn der Inteltechnik liegen?
        Wattangaben bis in den Himmel, aber schön auf Öko machen wollen.
        tja, du solltest dir halt nicht die News von AMD-Fanboys aus dem allerwertesten ziehen.
        PL3 und 4 gibt es schon lange und sind Werte die nicht wirklich was mit dem Verbraucht sondern momentanen Spitzen zu tun haben. PL2 is das maximum das erlaubt ist, bei Spikes zu PL3 muss sofort herunter geregelt werden (zB wenn von Stillstand auf volle AVX2 Last gesprungen wird gibt es solche spikes) und PL4 DARF NICHT erreicht werden - hier muss zuvor schon präventiv dafür gesorgt werden.
        Zitat von BxBender
        Alles Pappnasen da, so einen Schrott kauft man einfach nicht.
        Ist nur das gleiche bei AMD, nur das du es dort deutlich schwerer hast auch nur irgendwelche Spezis zu finden.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wo soll eigentlich der Sinn der Inteltechnik liegen?
        Wattangaben bis in den Himmel, aber schön auf Öko machen wollen.
        Alle brauchen fettere Netzteile als nötig, das ist das Einzige (kostennachteilige!) , was ich sehe.
        Wenn man sowas wie Intel macht, dann aber nur mit Watt nach unten, nicht nach oben.
        Alles Pappnasen da, so einen Schrott kauft man einfach nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        PL4 dient einzig und allein, Systeme zu schützen, die es eben nicht schaffen. Normalerweise ist es kein Problem, so etwas abzufangen, weswegen bislang auch niemand danach gefragt hat und der default-Wert laut Intel für PL3 und PL4 "disabled" lautet. Das ist vergleichbare mit der Leistungsaufnahme einer mehr oder minder smarten "10 W" LED, die mit 10 kHz 10 Prozent PWM angesteuert wird, um die gewünschte Helligkeit zu erreichen. Da steht doch bislang auch keiner da und macht sich sorgen, dass die tatsächlich fließenden bis zu 100 W (Rechteckspannung) oder gar 200 W (Sinus) zu viel für die "25 W" Lampenfassung sein könnten.

        Spec-Text:
        Zitat von Intel
        Power Limit (PL4): A limit that will not be exceeded, the PL4 power limiting algorithms will preemtively limit frequency to prevent spikes above PL4
        Im vergleich dazu ist Pl3 eine reaktive Limitierung, greift also erst ein, wenn PL3 überschritten wurde, wogegen PL4 vorbeugend eingehalten wird. Beides sind Grenzwerte, ab denen Throtteling einsetzt, keine Erweiterungen, die ansteuerbare C-States definieren, wie PL2. Da man so etwas nicht provozieren und bei Consumer-Mainboards auch nicht konfigurieren kann, weiß ich nicht genau, wie das Throtteling umgesetzt wird, aber ich vermute mindestens so hart wie Prochot, also knall runter auf Minimaltakt. Ganz sicher keine vorsichtige Turboregelung.

        Und unabhängig davon gilt für letztere weiterhin, dass der Prozessor PL2 maximal solange anstreben darf, bis PL1 im Mittel über Tau erreicht wurde. Wenn du eine 45-W-PL1-CPU also irgendwie 1/5tel der Zeit auf 200 W spiken lässt, dürfte sie im Schnitt über die anderen 4/5 maximal 1,25 W verbrauchen, bevor sie nicht einmal mehr PL2 anstreben darf, jenseits dessen überhaupt keine C-States definiert sind. Wie soll das überhaupt wiederholt möglich sein?
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich frage mich halt, ob die PL4-Zustände kurzzeitig so sind, dass wirklich jedes Notebook(-Board) es schafft, die Spitzen durch irgendwelche Kondensatoren/Trägheiten abzufangen.

        Und mich würde auch interessieren wie die Umstände definiert sind wann/wie oft PL4 anliegen darf. Wenn das nur sehr selten mal ein paar Millisekunden ist von mir aus aber wenns irgendwie "10x pro Sekunde für maximal 20ms" oder irgendsowas ist dann haste am Ende doch 1/5 der Zeit 200W anliegen was dann wieder nicht Sinn der Sache sein sollte.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        215W Peak. Im NOTEBOOK.
        Echt jetzt?

        SInd wir wirklich so unter Druck dass wir mit solchen Spielchen kommen müssen statt weiter Faktor 2 für kurzzeitige Lasten zu benutzen (45W / 90W) um noch 200 MHz mehr rauszupressen?
        Die Meldung berichtet über PL4. Das betrifft Zeiträume von unter 10 ms, hat also keinerlei Einfluss auf die Taktfrequenz. Im Desktop ist das bislang normalerweise komplett disabled und es gibt von Intel nicht einmal Empfehlungen zur optimalen Höhe, aber im Notebook können es die Hersteller nutzen, damit echte Strompeaks (NICHT Rechenlastpeak) die Stromversorgung/den Akku nicht grillen. PL2, also die zum Arbeiten für meiner Erinnerung nach 24 Sekunden nutzbare Turbo-Leistungsaufnahme liegt für die 45-W-SKU bei 115 W. Faktor 2,5 klingt auch erst einmal nach viel, aber müssten nur 10 W mehr als bislang sein und sind vermutlich der Tatsache geschuldet, dass für einen reibungslosen Übergang zwischen Little- und Big-Cores eben auch mal deutlich mehr Recheneinheiten gleichzeitig aktiv sein können. Allgemein haben die Mobile-CPUs schon seit Jahren einen sehr großen Unterschied zwischen Turbo- und Dauerleistung, weil letztere zugunsten der Akkulaufzeit weit unter dem technisch möglichen angesetzt wird, während erstere für schnelle Reaktionen auf Nutzereingaben und flüssiges Arbeitsgefühl hoch gehalten wird.
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