Intel Core i7-12700H: Angeblich fast 50 % schneller als AMDs Ryzen 9 5900HX
Geleakte Benchmarks zu einem Intel Core i7-12700H sprechen für einen deutlichen Leistungsanstieg bei Intels neuen Notebook-CPUs. Im Vergleich zu einem AMD Ryzen 9 5900HX soll der Core i7-12700H in Cinebench R20 eine um 47 Prozent höhere Multicore-Leistung haben.
Im Desktop werden Intels Alder-Lake-Prozessoren schon seit guten zwei Wochen angeboten, doch im Notebook müssen sich Kunden weiterhin gedulden. Entsprechende Modelle will Intel angeblich erst im ersten Quartal 2022 auf den Markt bringen, daher gibt es bis jetzt auch noch keine unabhängigen Benchmarks zu den CPUs.
Deutlicher Leistungssprung im Notebook
Für Einschätzung zur Leistung und Effizienz von Intels neuen Notebook-Prozessoren muss man sich daher auf Leaks verlassen, und ein ebensolcher zeichnet derzeit ein vielversprechendes Bild. Die Website Notebookcheck hat geleakte Cinebench-Ergebnisse veröffentlicht, die angeblich die Leistung eines Intel Core i7-12700H in einem Vorserienmodell des MSI GE76 Raider 12UH beschreiben. Laut den geleakten Werten erreicht der Alder-Lake-Prozessor in Cinebench R20 7.158 Punkte im Multicore- und 689 Punkte im Singlecore-Benchmark.
| CPU | R20 Single | R20 Multi | R23 Multi |
|---|---|---|---|
| Intel Core i7-12700H | 689 | 7.158 | 18.501 |
| Intel Core i9-11950H | 614 | 4.665 | 12.207 |
| AMD Ryzen 9 5900HX | 570 | 4.859 | 12.570 |
Falls diese Leistungswerte der tatsächlichen Performance des Core i7-12700H entsprechen, so würde Intel mit der neuen Generation einen deutlichen Leistungssprung hinlegen. Sowohl bei der Singlecore- als auch der Multicore-Performance liegen die Werte deutlich über den bislang schnellsten von Notebookcheck getesteten Prozessoren von AMD und Intel. In Cinebench R20 gäbe es gegenüber dem Core i9-11950H ein Plus von 12 Prozent bei der Singlecore- und von 53 Prozent bei der Multicore-Leistung. AMDs Ryzen 9 5900HX wird hingegen um 21 beziehungsweise 47 Prozent geschlagen.
Auch interessant: AMD vs Intel: Ryzen im Preisvergleich wieder vorne, weiterhin kein Preisverfall
Wie üblich sollten die geleakten Werte nicht als sicher angesehen werden, denn bis zum Launch könnte es durchaus noch Veränderungen geben. Außerdem ist zu bedenken, dass der Core i7-12700H möglicherweise bei einem deutlich höheren Power-Limit getestet wurde als die Kontrahenten. Darüber hinaus bietet AMD mit dem Ryzen 9 5980HX bereits eine etwas schnellere APU als den Ryzen 9 5900HX an. Andererseits ist bei Intel mit dem Core i7-12700H wohl ebenso nicht das Ende erreicht. Das Flaggschiff dürfte stattdessen der Intel Core i9-12900HK werden.
Quelle: Intel
Intel plant vier unterschiedliche Alder-Lake-Chips. Der Core i7-12700H wird auf den rechten Notebook-Chip setzen und dementsprechend 6 P- und 8 E-Kerne kombinieren.
Quelle: Notebookcheck via Videocardz / 3D Center



EK um die 6
tiefenentspannter gehts nicht mehr
Meinem Spezi hab ich vor Jahren geraten AMD Aktien zu kaufen (25´000 €) als jene bei 2,78 € stand.
Von ihm bekomme ich immer noch jedes Jahr einen 12´er Karton Cabernet Sauvignon (14,5 %) ...
MfG Föhn.
MfG Föhn.
Sitze ich aus ...
Obwohl AMD gerade zulegt und INTEL abbaut
MfG Föhn.
EK um die 6
tiefenentspannter gehts nicht mehr
Anandtech hat hier bzgl. konkreter Werte beispielsweise einen Vergleich mitgegeben anhand zweier SPEC-FP-Subtests, die im Vergleich zur übrigen Suite eine signifikante Speicherbandbreitenabhängigkeit aufweisen, sodass die E-Cores nur geringfügig langsamer sind als die P-Cores.
Die P-Cores erfüllen ihre Aufgabe mit 110 - 125 W, dagegen die E-Cores, die nur 7 % bzw. 13 % langsamer als die P-Cores waren, verrichteten diese Aufgaben mit lediglich 35 - 40 W Package Power.
Konkret sieht man hier bei Igor einige detaillierte Beispiele. In Blender mit einem komplexen Modell ist ADL mit 241 W PL1 leistungstechnisch näher am 5950X dran, dagegen auf 125 W PL1 eingestellt rendert ADL mit dieser SW unwesentlich schneller als ein 5900X.
Bei der Effizienz zeigen sich dagegen deutlich Unterschiede in Watt pro Renderstunde. Lässt man die CPU auf 241 W laufen, schneidet die nur überschaubar schlechter als das Zen3-Feld ab. Verglichen mit dem 5800X sind es gerade mal 4 % schlechter, verglichen mit dem am besten abschneidenden Zen3 5950X sind es immerhin 16 % schlechter.
Beschränkt man ADL dagegen auf 125 W PL1 verkehrt sich das Bild ins Gegenteil und die CPU ist deutlich effizienter als jeder Zen3. Ein 5950X schneidet hier bereits 22 % schlechter ab und das übrige Zen3-Portfolio schneidet nochmals schlechter ab.
Wobei ich da sowieso erwarte, dass die CPU eh einen "Hitzetod" stirbt bei den Kühlern die OEMs dann einfach verbauen. Da erübrigt sich das mit 241W.
Das "leider" ist unnötig, da sich die Konfiguration leicht ändern lässt. Darüber hinaus, spielt dieses Setting für viele Consumer-Workloads auch keine Rolle, so bspw. für das Gaming, wie von Igor und anderen vermessen.
Hier schließt sich wieder der Kreis und man kommt zurück auf die Psychologie: 241 W lassen sich halt gut für gewisse Dinge argumentativ missbrauchen, ungeachtet ihrer Relevanz.
Bei einem ähnliche gelagerten Sachverhalt bei AMD würde die Fanbase hier natürlich immer das Glas halbvoll sehen wollen, handelt es sich dagegen um einen Konkurrenten, ist das Glas natürlich immer halb leer.
Und stromfresser sind AMDs Kerne nun zweifellos nicht, das ist eher misslungene Polemik. AMD hat lediglich ein "kleineres Problem" mit ihrem Chiplet-Design, dass einige Ineffizienzen hinzufügt, im Großen und Ganzen schneiden die CPUs dennoch in dieser Hinsicht relativ gut ab, insbesondere bei hoher Kernskalierung/-auslastung und beim Wechsel von 7/12nm auf 5/nm im 2HJ22 wird man aufgrund des Prozesswechsels erneute Effizienzgewinne alleine schon dadurch mitnehmen können, zumal man vermuten kann, dass sie in der Zwischenzeit auch am IF gearbeitet haben werden.
Hier war lediglich die Frage wann der Wendepunkt für einen konkreten Hersteller erreicht sein und sich der zusätzliche Aufwand wirtschaftlich lohnen würde. Dass dieser Punkt im Mobile-Segment mit seinem deutlich beschränkterem TDP Envelop zwangsweise deutlich früher lag, dürfte selbsterklärend sein.
Was nun in Zukunft kommen wird, wird man abwarten müssen. AMD sprach vorerst bzgl. angepasster Kerne in 2023 ausschließlich von Cloud/Datacenter-Servern. Ob diese Kerne schon für den Consumer-Markt mitverwendet werden können, bspw. Ende 2023, ist bisher noch unklar und möglicherweise wird so etwas dort erst noch später mit Zen5 eingeführt werden.
Hier schließt sich wieder der Kreis und man kommt zurück auf die Psychologie: 241 W lassen sich halt gut für gewisse Dinge argumentativ missbrauchen, ungeachtet ihrer konkreten Relevanz.
Bei einem ähnliche gelagerten Sachverhalt bei AMD würde die Fanbase hier natürlich immer das Glas halbvoll sehen wollen, handelt es sich dagegen um einen Konkurrenten, ist das Glas natürlich immer halb leer.