Zen 4: AMD klärt die 170 Watt TDP bei Ryzen 7000 auf - noch einmal

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Zen 4: AMD klärt die 170 Watt TDP beoi Ryzen 7000 auf - noch einmal (1)
Quelle: AMD

Die Saga um die 170 Watt TDP bei Ryzen 7000 ist noch nicht zu Ende: AMD klärt nun noch einmal auf und bestätigt, dass es sich bei 170 Watt tatsächlich um die TDP handelt. Daraus folgt, dass die PPT 230 Watt ist.

Die TDP und die PPT von Zen 4 sorgen doch für einige Verwirrung. Zunächst hatte man sich kurz nach der Präsentation darauf verständigt, dass es sich um 170 Watt PPT handelt und daraus folgernd wohl um 125 Watt TDP. Allerdings gab es in den Unterlagen unterschiedliche Aussagen und auch eine Nachfrage bei AMD sorgte zunächst nicht für die richtige Antwort. Doch wie sich herausstellt, sind die US-Pressmaterialien und die Informationen von MSI korrekt.

Der PPT-Grenzwert ist die zulässige Leistungsaufnahme des Sockels über die in versorgenden Spannungsschienen. Bestimmte Lastszenarien können an die PPT-Grenzwerte stoßen, die durch einen höheren PPT-Grenzwert gemildert werden können.

Vom EMEA-Marketing von AMD kommt heute die Klarstellung, dass es sich bei Zen 4 in der Tat um 170 Watt TDP (Thermal Design Power) handelt. Daraus folgernd hat Ryzen 7000 eine PPT (Package Power Tracking) von 230 Watt (170 x 1,35 = 229,5). Das ist beachtlich mehr als bei der aktuell verkauften Generation. Von der man aber auch weiß, dass insbesondere die größeren Modelle schnell an die künstlichen Grenzen stoßen. Die hat AMD nun weit genug geöffnet, dass die kein Problem mehr sein dürften.

Traditionell muss man für die letzten paar MHz auch stets die Extrameile gehen. Um Ryzen 7000 auf über 5 GHz Boost zu bekommen, scheint mal wohl trotz 5-nm-Fertigung Räume schaffen zu müssen. Anzunehmen wäre, dass speziell die großen Modelle mit 12 und 16 Kernen sonst zu sehr hätten eingebremst werden müssen und mit 170 Watt TDP kommen. 65 und 105 Watt bleiben im Programm. Die IGP, mutmaßlich mit 256 Shadern und 1,1 GHz getaktet, sollte eigentlich nicht sonderlich ins Gewicht fallen und meistens auch deaktiviert sein.

AMD im Original-Wortlaut:

"AMD would like to issue a correction to the socket power and TDP limits of the upcoming AMD Socket AM5. AMD Socket AM5 supports up to a 170W TDP with a PPT up to 230W. TDP*1.35 is the standard calculation for TDP v. PPT for AMD sockets in the "Zen" era, and the new 170W TDP group is no exception (170*1.35=229.5).

This new TDP group will enable considerably more compute performance for high core count CPUs in heavy compute workloads, which will sit alongside the 65W and 105W TDP groups that Ryzen is known for today. AMD takes great pride in providing the enthusiast community with transparent and forthright product capabilities, and we want to take this opportunity to apologize for our error and any subsequent confusion we may have caused on this topic."

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    • Kommentare (96)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        MTL = Meteor Lake = der Nachfoler von Raptor Lake. Also Core i-14000.
        (Es sei denn, Intel schiebt mal wieder ein paar Codenamen ein.^^)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        MTL = Meteor Lake = der Nachfoler von Raptor Lake. Also Core i-14000.
        (Es sei denn, Intel schiebt mal wieder ein paar Codenamen ein.^^)
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Was ist denn bitte schön MTL Zen 4. Multi thread light zen 4 oder was anderes damit gemeint.

        Und freilich ist es workload bezogen. Wie sieht es denn mit Jahren der gleiche aus. Also. Sprich wenn man seid 6 Jahren die selbe Software mit selben settings verwendet aus.
        Da gillt ja IPC macht das schon. Spielt keine Rolle wie schlecht die Software ist, wie alt und wie eingeschränkt ist,die ipc beschert jeder Software mehr Leistung. Das ist das was ich gut finde. Die kann noch so schlecht sein, die Hardware biegt das schon wieder hin. Und ich darf mich zumindest auf locker auf 15 % mehr Leistung freuen. Zen 5 wird dann noch mal so viel gewiss drauf hauen können dank der neuen archetektur und schon wäre ich bei 30 %. Da lohnt es sich dann schon langsam aufzurüsten. Und da wird dann meine Plattform 4 Jahre alt sein. Ob sich es bei 30 % aufrüsten lohnt entscheidet ja am Ende der Preis. Also das wird schon mal denke ich mal.
        Klar ist das ich die Einstellung und Software bis zum Ende meines Lebens fahren will. Na da bin ich mal gespannt ab wann die ipc auch nicht mehr helfen kann. Wenn ich die maximale geschwingkeit erreicht habe. Irgendwann gibt es halt nix mehr was man beschleunigen kann. Genau darauf arbeite ich hin. Und nein damit stelle ich nicht h264 auf das absolute minimum weil das tut sich ja auch keiner an nur um die geschwingkeit beim vieoumwandeln zu beschleunigen.

        Und irgendwann ist ne normale setting so schnell als ob ich diese auf minimum gestellt hätte. Denke mal drunter kommt man dann nicht mehr.
        Ich möchte zugerne ne ganze folge oder film in nur 10 Sekunden umwandeln sehen. Das schafft nur leider nicht mal ein threadripper weil wohl auch zu langsam dafür. Oder es liegt an der Software, wer weiß.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von gerX7a
        Zudem hätte das auch noch den unschönen "Nebeneffekt", dass man sich bzgl. dem Gaming nicht von RPL absetzen könnte (was gleich noch mal einen bitteren Beigeschmack für so manchen hätte).
        AMD muss erstmal sich selbst besiegen, um an Raptor Lake vorbeizukommen. Auch hier die gleiche Problematik in grün, wie soll das gehen?

        ADL ist Stand heute ~13% vor einem 5950X. RPL wird vielleicht so 5-7% drauflegen, dann muss ein 7950X über 20% mehr Spieleperformance mitbringen, um RPL zu schlagen. Wie soll das gehen, ohne Verbesserungen am L3 und 8-10% IPC? Das ist völlig utopisch.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zer0Strat
        Ich weiß nicht, ob das ein Epic Fail wäre.
        In dem (m. M. n. unwahrscheinlichen) Fall sicherlich, denn die Fanbase wird sicherlich nicht leistungstechnisch das gleiche haben wollen, was es schon ein halbes Jahr zuvor gab und für das man jetzt auch noch eine komplett neue und deutlich teuere Plattform benötigt. Zudem hätte das auch noch den unschönen "Nebeneffekt", dass man sich bzgl. dem Gaming nicht von RPL absetzen könnte (was gleich noch mal einen bitteren Beigeschmack für so manchen hätte).

        Es sein denn du spieltest hier auf die psychologische Komponenten an. In dem Falle könnte ich deiner Annahme folgen, denn selbstredend wird es so manchen Gesellen geben, der das im Nachhinein umdeuten und anders bzw. neu auslegen wird. - Da fällt mir doch gleich so ein Sternchen ein, das mit jeder neuen Hardware-Gen das Begräbnis der Konkurrenz heraufbeschwört und als dann das jedes Mal nicht eintraf, sich das dann dennoch so zurechtbog, dass es nicht enttäuscht sein musste, obwohl dessen ursprüngliche Aussagen jedes Mal meilenweit verfehlt wurden (Stichwort Kognitive Dissonanz).

        Zitat von Zer0Strat
        Aber wäre das so tragisch?
        Für einige offensichtlich schon, wenn man sich mal deren Kommentare und Haltungen in dem Forum hier anschaut. Darüber hinaus würde "nur" 5800X3D-Niveau ebenso bedeuten, dass MTL Zen4 ohne V-Cache klar hinter sich lassen würde und AMD den V-Cache in 2023 nur dazu nutzen könnte um drannzubleiben. Sicherlich nichts, was sich der harte Kern der Fans wünschen wird.

        Wie gesagt, mir ist das gleich, da ich zu einer konkreten Kaufentscheidung bewerte und das nehme, was zum jeweiligen Zeitpunkt meinen Ansprüchen am besten genügt. Die Hardware verschwindet am Ende eh unter/hinter meinem Schreibtisch und da ist mir vollkommen egal welcher Hersteller da auf einer Platine oder einem Kühler aufgedruckt ist.
        Unterm Strich denke ich aber nicht, dass AMD hier auf der Stelle treten wird, d. h. ich glaube schon die werden etwas mehr abliefern und auch RPL überbieten ... wie weit? ... das wird man abwarten müssen ... und wie immer ist das eine Workload-abhängige Frage bzw. Antwort.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von gerX7a
        Einfach mal abwarten, AMDs Salamitaktik und Informationshäppchen sind mittlerweile eher nervtötend als das Interesse weckend, also einfach mal schauen was im Herbst kommt.
        Sehe ich auch so.
        Zitat von gerX7a
        Darüber hinaus, wenn ein 7800X nicht mal einen 5800X3D übertreffen könnte, würde ich das eher als einen Epic Fail ansehen ... und ich glaube nicht dass sich AMD einen solchen Faux Pas leisten wird.
        Darüber hinaus wird der 7800X den 5800X3D in allen anderen Workloads per se "wegbügeln", da der übergroße Cache anscheinend nahezu ausnahmslos im Gaming nennenswert was zu bringen scheint.
        Ich weiß nicht, ob das ein Epic Fail wäre. Die meisten Reviewer testen die Unterschiede eh nicht so gezielt raus wie PCGH. In 1080p mit den "richtigen" Benchmarks liegen 7800X und 5800X3D ungefähr gleichauf und der 7950X dann leicht vorne.

        Ansonsten, was die Methodik von PCGH betrifft, die ich international gesehen für erstklassig halte, wird der 7800X keine Chance haben. Das ist einfach nicht drin, nach allem was ich über Spieleleistung gelernt habe.

        Aber wäre das so tragisch? Intel hatte doch auch die Situation. Skylake konnte sich in Spielen nicht wirklich gegen den i7-5775c durchsetzen. Der 7800X hat immerhin die deutlich höhere Singlecore-Leistung und die modernere Plattform. Die ~10% weniger Gamingperformance im CPU-Limit ermittelt von einer deutschen Redaktion, das erregt wohl nicht so das Aufsehen international gesehen... ^^

        Zitat von gerX7a
        Btw, dass der Prozess den größeren Anteil am Design hat, hat AMD ja auch auf dem Investor Day quasi bestätigt, denn die IPC-Zugewinne gab man mit gerade mal überschaubaren 8 - 10 % an.
        Das Interessante bei der IPC-Angabe ist übrigens, dass u.a. SPEC CPU 2017 dafür verwendet wurde. Diese Suite reagiert nicht unwesentlich auf den DDR5, so dass am Ende die Arch selbst noch weniger bieten könnte als diese 8-10% IPC. Das könnte ziemlich ernüchternd werden, insbesondere, wenn Reviewer eher Renderbenchmarks (Anwendungen) machen, wie z.B. bei PCGH und ComputerBase.
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