AMD Zen 3: Vermeer wohl immer wahrscheinlicher als Ryzen 5000
Es scheint immer mehr darauf hinauszulaufen, dass Zen 3 von AMD als Ryzen 5000 auf den Markt kommt. Und das mit maximal 16 Kernen.
Es wird immer wahrscheinlicher, dass AMD die 4000er-Reihe für Zen 3 überspringt und die Prozessoren mit dem Codenamen Vermeer Ryzen 5000 nennt. Der Autor des amdvbflash-Tools stellt in Aussicht, dass es einen Ryzen 9 5900X mit 12 Kernen geben wird und einen Ryzen 7 5800X mit 8 Kernen. Dabei auch interessant ist, dass es eigentlich keinen Platz mehr für 10-Kerner gibt, die AMD laut Gerüchten anbieten soll. Es sei denn, man zählt 50er Produktnummern dazu. Es könnte also im Nachgang einen Ryzen 7 5850X geben, der 10 Kerne hat.
Außerdem ist hier auffällig, dass der Ryzen 9 5900X "nur" 12 Kerne hat. Damit müsste der 16-Kerner wieder die Position 5950X beziehen und damit stellt sich die Frage, wo AMD die in Gerüchten erwähnte Erhöhung der Kerne unterbringen will. Vielleicht bleibt es im Mainstream doch bei 16 Kernen, die ja für den Moment auch ausreichend sind. Wer mehr sucht, kann sich jederzeit bei den Threadrippern umsehen.
Der Fokus der Weiterentwicklung bei Zen sollte für Ryzen 5000 ohnehin darauf liegen, die Performance insbesondere auch bei Spielen dauerhaft an Intel vorbeizubringen, wo man u.a. vom Ringbus profitiert. Dazu sollen die CCX von 4 auf 8 Kerne aufgestockt und Latenzen generell verringert werden. An den Cache-Größen soll sich bei den neuen Ryzen-Prozessoren offenbar nichts ändern. Es bleibt bei 512 KB L2-Cache pro Kern und 32 MB L3-Cache pro Chip, die nun nicht mehr unter den beiden Kernkomplexen aufgeteilt werden. Dafür soll aber der Speichercontroller überarbeitet werden: Angeblich kann dieser nun bis zu 1 TiB Arbeitsspeicher anbinden. Mangels entsprechender 256-GiB-Module ist das für Privatkunden aber derzeit wohl nur theoretischer Natur. Auch bei der Speichergeschwindigkeit soll sich nichts ändern - DDR4-3200 bleibt demnach offiziell.
Um Ryzen 5000 flotter zu machen, soll es ein neues Feature namens "Curve Optimizer" geben, dass einen feineren Zugriff auf den Boost-Algorithmus geben soll - und das auf jeden einzelnen Kern. Unklar bleibt dabei, ob man dazu das BIOS/UEFI bemühen muss oder ob die Funktion auch in das Ryzen Master Tool kommt. Loslegen darf Zen 3 am 8. Oktober; da beginnt AMDs Reise in eine "neue Ära der führenden Leistungen in den Bereich Computing und Grafik". Ob AMD hier "nur" die neuen CPUs vorstellt (die Rede ist von einem Event namens "Next Generation Ryzen Desktop Processors") oder gleich veröffentlicht, ist unklar.

Viele Tech-Redaktionen tappen da anscheinen immer noch ziemlich im dunkeln.
Gerade bei den Mobile-SKUs brachte das echt viel!
Einen Refresh als neue Generation zu vermarkten ist sowieso nicht so genial, als 2450G hätte sich das Teil genauso verkauft.