AMD Zen + Vega: Subor-Z-Plus-Konsole im Test bei Linus Tech Tips
Der Youtube-Kanal Linus Tech Tips hat sich die finale Windows-10-Version der Subor Z Plus getauften China-Konsole angesehen. Abermals zeigt sich die Custom-APU von AMD mit vier Zen-Kernen und Vega-GPU als technisch interessant. In der Praxis ist der Eindruck gemischt, weil die knappe RAM-Bestückung für Ruckler sorgt.
Verschiedene Webseiten beziehungsweise Youtube-Kanäle haben sich bereits Vorab-Varianten der Subor Z Plus angesehen, die der chinesische Hersteller Zhongshan Subor inzwischen finalisiert hat und mit Windows 10 ausliefert. Linus Tech Tips hat eine solche finale Version erhalten und nun ebenfalls auf den Prüfstand gestellt.
2 GiByte Grafikspeicher in Spielen ein Problem
Die Konsole nutzt bekanntlich eine von AMD gefertigte Custom-APU, die auf einer geschätzten Chipfläche von 400 mm² vier Zen-Kerne (acht Threads mit SMT) und 24 Vega-Compute-Units unterbringt. Die 1.536 Shader takten mit 1.300 MHz, womit sie eine theoretische FP32-Rechenleistung von glatten 4,0 TFLOPS erreichen. CPU und GPU teilen sich 8 GiByte GDDR5-RAM an einem 256 Bit breiten Speicher-Interface mit einer Bandbreite von 256 GB/s. Linus Tech Tips bestätigt, dass in der Variante mit Standard-Windows-10 drei Viertel für Spiele nutzbar sind. 4 GiByte fungieren fest als Arbeitsspeicher, 2 GiByte sind für die Vega-GPU reserviert und die restlichen 2 GiByte stehen dem Betriebssystem zur Verfügung.
| Modell | Subor Z Plus | Xbox One X | PS4 Pro |
|---|---|---|---|
| Grafikeinheit | |||
| Architektur | AMD GCN Gen 5 (Vega) | AMD GCN Gen 4+ | AMD GCN Gen 4+ |
| Shader/SIMD/TMUs | 1.536/24/vmtl. 96 | 2.560/40/160 | 2.304/36/144 |
| Rasterendstufen (ROPs) | vmtl. 32 | 32 | 32 |
| maximaler GPU-Takt | 1.300 MHz | 1.172 MHz | 911 MHz |
| SP-Rechenleistung | 4,0 TFLOPS | 6,0 TFLOPS | 4,2 TFLOPS |
| Prozessor | |||
| Architektur | AMD Zen | AMD Jaguar | AMD Jaguar |
| Kernanzahl/Threads | 4/8 | 2 × 4/8 | 2 × 4/8 |
| maximaler CPU-Takt | 3,0 GHz | 2,3 GHz | 2,1 GHz |
| Fertigungsprozess | 14 nm FinFET (vmtl. GF) | 16 nm FinFET TSMC | 16 nm FinFET TSMC |
| Die-Size | geschätzt knapp 400 mm² | 360 mm² | unbekannt |
| Speicher | |||
| Typ | 8 GiByte GDDR5 | 12 GiByte GDDR5 | 8 GiB GDDR5 + 1 GiB DDR3 |
| RAM für Spiele | 6 GiByte GDDR5 | 9 GiByte GDDR5 | 5,5 GiByte GDDR5 |
| Frequenz | 4.000 MHz | 3.400 MHz | 3.400 MHz |
| Interface | 256 Bit | 384 Bit | 256 Bit |
| Datentransferrate | 256 GB/s | 326 GB/s | 218 GB/s |
Der knappe Speicher waren von Anfang an der größte Kritikpunkt der Subor Z Plus. Spiele-Benchmarks zeigen, dass die Konsole am RAM verhungert, sodass in 1080p und 1440p bereits Grafikdetails reduziert werden müssen. Dann ist die Zen-Vega-APU aber durchaus in der Lage, grobe 60 beziehungsweise 30 Fps zu liefern. Besserung könnte ein Konsolenmodus per Update im Laufe der kommenden Wochen bringen, mit dem die Speicherverteilung dynamisch realisiert werden soll. Schon jetzt sind auf der Boot-SSD knapp 60 Gigabyte für das Update reserviert.
Für China trotzdem interessant
Letztendlich dürfte die Subor Z Plus ein China-exklusives Produkt bleiben, auch wenn der Hersteller mit den Testmustern im Westen Marketing betreibt. Für diesen spezifischen Markt stellt die Konsole ein durchaus interessantes Produkt dar. In China sind die Playstation 4 (Pro) und Xbox One (X) kein Thema - dort interessiert es kaum jemanden, dass dieses oder nächstes Jahr die Playstation 5 und die Xbox-Scarlett-Modelle erscheinen werden. Zudem sind Spieler dort durch schlecht optimierte Titel und schwache Hardware Ruckler gewohnt. Wenn es wegen des knappen Speichers mal zu Stockern kommt, kümmert es dort schlicht weg kaum jemanden. Interessenten müssen jetzt bloß bereit sein, umgerechnet rund 550 Euro exklusive Steuern für das Gerät auszugeben.

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Btw, Umrechnungskurs ist etwa 60 philippinische Piso (PHP) für ein Euro, sprich diese "Gaming" PCs kosten um die 200€
Mit anderen Worten: Ja, basiert auf Grundlagen.
Erstmal ist sie technisch nicht besonders stark und dann noch unbekannte Entwickler und Spiele.
Ne, da warte ich lieber auf die PS5.