Trotz Ryzen: Darum bricht der AMD-Aktienkurs um ein Viertel ein
Die neue Zen-Architektur und die darauf basierenden Ryzen-CPUs verliehen den Aktienkurs von AMD regelrecht Flügel. Innerhalb eines Jahres hatte sich der Kurs mehr als vervierfacht, das Maximum lag bei 15,55 US-Dollar. Nachdem es einen leichten Abfall gab, sorgten die gestern veröffentlichten Geschäftszahlen für einen rapiden Kursabsturz: die Firma verlor mehr als 24% an Aktienwert.
Anfang des Jahres gab es einen gewissen Hype um AMDs Aktienkurs - innerhalb eines Jahres stieg der Kurs von weniger als vier US-Dollar auf ein Maximum in Höhe von 15,55 US-Dollar an, vor allem aufgrund der positiven Erwartungen an die Ryzen-Prozessoren, welche leistungsmäßig sogar AMDs eigene Prognosen übertrafen. Doch nachdem AMD die Geschäftszahlen des ersten Quartals präsentierte, brach der Aktienkurs drastisch ein. Während am Vortag der Kurs bei 13,62 US-Dollar lag, fiel er um 24,38% auf nur 10,30 US-Dollar. In Frankfurt notiert die Aktie aktuell bei 9,43 Euro, am Dienstagvormittag lag sie noch bei 10,94 Euro.
Beim Aktienhandel geht es nicht darum, dass die Aktien den tatsächlichen Wert einer Firma genau repräsentieren. Vielmehr spekulieren Anleger auf den zukünftigen Wert eines Unternehmens und den Gewinn, der innerhalb eines beschränkten Zeitraums erwirtschaftet werden kann. Dieser Wertgewinn steigert wiederum den Preis für die Aktien, durch einen Verkauf der Wertpapiere machen die Händler Kapital. Deswegen konnte die Aktie von AMD um fast ein Viertel einbrechen, obwohl der Geschäftsbericht nahezu durchweg positive Zahlen enthielt - das Kerngeschäft der US-amerikanischen Firma, die Sparte Computing and Graphics, machte zum Beispiel 23 Prozent mehr Umsatz als zuvor.
Wie konnte es also dazu kommen, dass AMDs Aktienkurs den schlimmsten Tag seit mehr als zwölf Jahren erlebte? Ein Grund dafür könnte der zu rasche Anstieg des Wertpapierpreises gewesen sein. Nachdem sich der Preis in dem vergangenen Jahr mehr als verdreifacht hatte, lag er aus Sicht einiger Analysten über dem Wertniveau der eigentlichen Firma. Nur ein absolut perfektes Quartalsergebnis hätte den Kurs rechtfertigen können, welcher durch einen Hype einiger Investoren hochgetrieben worden war. Als die Quartalszahlen aber "nur" den Erwartungen der Analysten entsprachen, folgte der Abverkauf vieler Aktien. Analyst Christopher Rolland von der Firma Susquehanna Financial geht davon aus, dass sich der Aktienkurs auf etwa 12 US-Dollar stabilisieren sollte. Stephen Chin, ein Analyst der UBS-Gruppe, geht hingegen von einen niedrigen Kurs von 9 US-Dollar aus und gibt eine Verkaufsempfehlung. Chin und der Analyst Rubben Roy von der Firma MKM Partners sind besorgt über die Entwicklung der operativen Gewinnspanne. Ein anderer Grund könnte Dr. Lisa Sus Realismus in Bezug auf die erwarteten Verkaufszahlen sein. So gibt AMD an, dass sich die Verkäufe prozentual innerhalb des Jahres nur um einen niedrigen zweistelligen Betrag verbessern würden. Viele Investoren hatten sich wohl mehr erhofft.
Es gibt aber immer noch einen Lichtblick: Da Ryzen 5 gegen Ende des Quartals erschienen ist, während Ryzen 3 und Vega noch auf sich warten lassen, sind noch einige Verkaufszahlensteigerungen zu erwarten. Insbesondere die Nachfrage auf Ryzen-5-Prozessoren soll größer sein als das Interesse an den teureren Ryzen-7-Chips. Zudem wurden die Verkäufe zu Beginn des ersten Quartals negativ durch Probleme mit dem BIOS sowie der geringen Verfügbarkeit von AM4-Mainboards beeinflusst. Auch der Servermarkt, aus welchem viel Profit geschlagen werden kann, wartet noch auf die ersten Ryzen-Modelle. Die gute Vielkernleistung sowie die Energieeffizienz sollten dafür sorgen, dass Ryzen in diesem Markt erfolgreich ist.
Quelle: Fortune.com, WCCFTech.com, MarketWatch.com

Ärgerlich war ich zwar schon, als es noch bis über 14,-€ hochging, aber ich wollte nicht zocken. 8,-€ hatte
ich mir als Zielwert gesetzt und mit über 10,-€ liegt die Aktie immer noch sehr gut und drückt die Erwartungen
an AMD stimmig aus. Passt schon so, die Beule im Kurs auf 14,-€ war eine reine Spekulationsblase.
Preis/Leistung ist ok wenn man wirklich sparen will und nicht Leistungsgeil ist, aber für mich absolut kein Grund meinen 2600k @oc in Rente zu schicken. (das ding ist von 2011 und amd schafft es nicht mich davon weg zubringen).
Bis es soweit ist, hat Intel schon interessantere CPUs draußen die deutlich schneller sind. AMD wird dann eh wieder 5 Jahre zu spät ankommen.
Aber ja, dein 2600K OC ist auch keine schlechte Wahl. Letzter verlöteter Mainstream-Prozessor, entsprechend auch gut zu kühlen, IPC ist nach wie vor konkurrenzfähig (bis auf Einzelfälle liegen da ja Sandy, Kaby und Ryzen alle auf einem ziemlich ähnlichen Niveau), dank SMT noch gute Multithreading-Performance und lässt sich mit HighEnd-DDR3 in sehr schicke Regionen an Gesamtperformance pushen. Die Boards und die Effizienz sind die einzigen Punkte, die das ganze etwas madig machen können. Effizienz wird durch ein Netzteilupgrade stärker beeinflusst als durch einen etwaigen Wechsel von CPU- und Board und ansonsten lässt sich viel mittels Erweiterungskarten realisieren.
Auch wenn die Aktie noch weiter fallen sollte, auf 1-2 Jahre betrachtet bleibt sie sehr interessant.
Mal schauen ob es den Nachkauf auslöst oder nicht.
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Was Ryzen betrifft bin ich sehr zufrieden. Das Ding langweilt sich mit der Fury X de facto überall.
Mal schauen wie Vega wird.
Was mir aber langsam schmerzlich fehlt ist ein echter Freesync-TV. Meine gemoddete, ca. 9 Jahre alte Glotze erträgt es nicht, wenn die FPS um +/- 1 FPS schwanken
Preis/Leistung ist ok wenn man wirklich sparen will und nicht Leistungsgeil ist, aber für mich absolut kein Grund meinen 2600k @oc in Rente zu schicken. (das ding ist von 2011 und amd schafft es nicht mich davon weg zubringen).
Bis es soweit ist, hat Intel schon interessantere CPUs draußen die deutlich schneller sind. AMD wird dann eh wieder 5 Jahre zu spät ankommen.
Ist grade sonst nix da von AMD außer "Vega gibts immer noch nicht" - und so uninteressant scheints für viele hier nicht zu sein... anscheinend haben mehr PCGH(X)-Leser AMD-Aktien im Portfolio (gehabt) als man so denkt.
Da aber beides offenbar nicht vorliegt, verstehe ich die Kritik nicht. Ist auch wieder eine bloße Frage ohne Argumentation. Ich hätte sie lieber gar nicht sehen müssen.
Auch wenn nur jeder zehntausendste User jemals beliebige Aktien zu Spekulationszwecken gehabt hätte, empfände ich diese Nachricht noch als relevant. Gerade wenn man bedenkt, wie unfassbar niedrig hier das Wissen über ökonomische Zusammenhänge manchmal ist und der Artikel sogar etwas Hintergrundwissen vermittelt (denke da gerade an die Bedeutung der Kurserwartung auf den Kursverlauf).
Ich finde dieser ist einer der besseren Artikel auf PCGH.de