AMD Ryzen: Die OC-Erwartungen sollten nicht zu hoch geschraubt werden

203
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen: Die OC-Erwartungen sollten nicht zu hoch geschraubt werden
Quelle: PC Games Hardware

Die ersten AMD-Ryzen-CPUs mit Codenamen Summit Ridge stehen in den Startlöchern. Alle Hardware-Welt ist natürlich gespannt, wie die Spezifikationen der finalen Prozessoren und die Performance aussehen werden. PCGHX-Mitglied der8auer, ein erfahrener Übertakter, warnt aber davor, dass Interessenten die Erwartungen an das OC-Potenzial jenseits der 4,0 GHz nicht zu hoch schrauben sollten.

Das französische Hardware-Magazin Canard PC Hardware hatte in den vergangenen Wochen einige Informationen in Bezug auf AMDs ersten Ryzen-CPUs veröffentlicht. Laut eigenen Angaben besitze man bereits mindestens ein Engineering Sample. Als Binärcode versteckte die Redaktion vergangenen Dezember eine Nachricht, dass sich Ryzen mit einem gewöhnlichen Luftkühler auf 5,0 GHz übertakten lasse. In einer Stellungnahme konkretisierte CPC später die Aussage, dass die Info von Dritten stamme und "beinahe" 5,0 GHz auf einem Kern erreicht worden seien.

Dieses Themas hat sich nun PCGHX-Mitglied der8auer innerhalb eines Q&As angenommen - seine Aussage können wir an dieser Stelle nur untermauern. "Große" CPUs mit mehr als vier Kernen sind in der Regel nicht auf allzu hohe Taktraten ausgelegt. Das zeigen bereits Intels High-End-Ableger seit Generation, zuletzt Broadwell-E mit Basistaktraten zwischen 3,0 und 3,6 GHz sowie maximale Turbo-Frequenzen von 3,5 bis 3,8 GHz. Summit Ridge als Achtkerner fällt in die gleiche Kategorie. Aktuelle Engineering Samples sollen mit 3,6 GHz Basis- und 4,0 GHz Boost-Takt laufen. Wenn die Leistung pro Takt einigermaßen stimmt, wird AMD damit schon konkurrenzfähig sein - der Core i7-6900K mit acht Kernen kommt auf 3,2/3,7 GHz. Übertakten lässt er sich mit einer guten Kühlung und einer Spannungserhöhung vielleicht noch auf 4,5 GHz. Danach geht jedoch nicht mehr viel. Ein ähnliches Verhalten erwarten wir auch bei Ryzen alias Summit Ridge.

Laut Canard PC Hardware sollen die Vierkerner, die sich aktuell im Umlauf befinden, niedriger takten als das Achtkern-Topmodell. Mehr als 3,6 GHz brauche man demzufolge nicht zu erwarten. Damit könnte es AMD schwer haben, gegen Intels Kaby-Lake-S-Vierkerner vom Schlage Core i7-7600(K) und i7-7700(K) mit 3,8 bis 4,5 GHz zu konkurrieren. Überraschend ist das nicht, da Intel für die Vierkerner einen extra Die auflegt, der auf hohe Taktraten ausgelegt ist. Bei AMD hingegen wird es Vierkerner zumindest vorerst nur mit beschnittenen Achtkern-Dies geben.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
203
    • Kommentare (203)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von EadZ1 Komplett-PC-Käufer(in)
        Ein Langzeittest unter Prime habe ich nie gemacht.
        Den X2 habe ich erst übertaktet, als ich den X4 hatte. Von daher lief dieser selten. Jedoch hatte ich bisher im Alltag (Office, Spiele, Streaming und den ein oder anderen Test mit 3dMark) nie einen Absturz aufgrund der CPU.
        Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass die 4GHz so selten zu erreichen sind mit dem Phenom. ^^
      • Von EadZ1 Komplett-PC-Käufer(in)
        Ein Langzeittest unter Prime habe ich nie gemacht.
        Den X2 habe ich erst übertaktet, als ich den X4 hatte. Von daher lief dieser selten. Jedoch hatte ich bisher im Alltag (Office, Spiele, Streaming und den ein oder anderen Test mit 3dMark) nie einen Absturz aufgrund der CPU.
        Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass die 4GHz so selten zu erreichen sind mit dem Phenom. ^^
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        Zitat von KingofKingzZ
        An alle die immer noch meinen, mehr als 4 Kerne würden sowieso nie in Spielen genutzt: schaut euch mal diesen sehr aktuellen Kaby-Lake Test von pcgh an und fügt den i7 6900K bei den Diagrammen hinzu.
        Test - Core i5-7600K im Vergleich mit i5-6600K: Das bringt Kaby Lake unter 300 Euro (auch fur Ubertakter)

        Wie deutlich zu erkennen ist, schlägt der 8-Kerner oftmals die 4-Kerner, obwohl sie weniger Takt haben und eine Architektur hinten dran sind (Broadwell-E vs. Skylake/Kabylake). Klar, es ist nur in 720p getestet worden, aber gerade für 144 Hz und ähnliche Späße braucht man auch entsprechende Framerates, wofür ein entsprechend starker Prozessor Voraussetzung ist. In solchen Fällen erweisen sich mehr als 4 Kerne dann doch hin und wieder als nützlich, aber auf jeden Fall nicht komplett sinnlos wie von manchen hier behauptet.

        Noch kann man mit 4 Kernen alles spielen, aber mehr als 4 Kerne bringen bereits heute Vorteile, wenn man mit entsprechend hohen FPS unterwegs ist. Wer seinen Prozessor also länger behalten will, wie z.B. 5 Jahre oder ähnliches, für den könnte sich mindestens ein 6-Kerner schon als hilfreich in der Zukunft erweisen, zumal in den nächsten Jahren Multithreading in Spielen dank Vulcan und DX12 noch mehr genutzt werden wird.
        Dann aber bitte auch den i7-7700K zuschalten, der hält da zumindest ganz gut mit bzw. ist teilweise sogar besser im Bereich Gaming. Nur bei den Anwendungen machen sich die acht Kerne dann deutlicher bemerkbar.

        ---

        Ich hoffe ja das AMD auch potente Vierkernen mit SMT herausbringt im Preisbereich zwischen i3 und i5. Ich möchte mir schon seit über 1,5 Jahren meinen ersten kleinen PC aufbauen für Gaming und Multimedia, gurkte bisher immer mit Laptops rum, bin aber immer zurückhaltend und warte jedes mal noch auf die nächste Generation von Prozessoren ob die vielleicht mal ein gutes P/L-Verhältnis bringen. Die Ryzen Sechs- und Achtkerner sind ja nett wenn sie für Enthusiasten erschwinglich werden, aber für Otto Normalverbraucher und Durchschittsgamer würde so ein Vierkernen mit SMT im Bereich 200€ interessant werden. Und diese Gruppe ist wohl größer und entscheidender für den wirtschaftlichen Erfolg. Leute die deutlich mehr für eine CPU auszugeben bereit sind, sind eher in der Minderheit und weniger ausschlaggebend ob AMD Erfolg mit Ryzen hat. Ist doch bei den Autoherstellern genauso. Da wird de Kohle mit den Brot und Butterautos ala Golf und co gemacht, Sportwagen wie der Audi R8 sind da eher Imageträger und zahlen sich in erster Linie wegen ihrer Werbewirsamkeit aus. So wirds auch mit dem Ryzen Topmodell aussehen, ein 8c/16t für vielleicht 600€ bis 800€ ist nett und macht die Leute auf die Firma aufmerksam, kaufen tun den aber nur die wenigen Enthusiasten oder Leute die zu viel Geld über haben. Andere Leute baun sich mit so viel Geld einen kompletten PC der für die allermeisten Einsatzzwecke ausreicht
      • Von hawk910 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von EadZ1
        Dann scheinst du aber schlechte Modelle erwischt zu haben. Ich konnte den X2 555, X4 955 und aktuell auch meinen X6 1090T auf stabile 4GHz ziehen. Ich meine sogar, der X2 ging auf 4,2GHz, als ich ihm testweise den Dark Rock aufschnallte.
        Auch der X4 läuft heute noch auf 4,0.
        Was dem X4 und dem X6 jedoch gemein ist: Bei glatten 4.021MHz ist Schluss. Bei beiden folgt die Abschaltung, sobald Volllast auf allen Kernen liegt.

        Ich glaube es lag eher am Mainboard, die Kühlung war problemlos (Wasser). Das von mir verwendete Asus-Board war nicht soooo optimal. Ähnliche Probs gabs auch bei anderen Besitzern dieses Modells.
        Aber davon ab....auch die 4.021 MHz waren ein wenig ab von dem, was Grafiken von AMD vor der Veröffentlichung versprachen.
        Zufrieden war ich gerad mit dem X6 aber dennoch. BC2 hatte die beiden zusätzliche Kerne wohlwollend akzeptiert und mit einem guten Leistungsplus gegenüber dem X4 quittiert...
      • Von Giesbert_PK Freizeitschrauber(in)
        Zitat von zotac2012
        Also ich hatte von 2009 bis 2013 auch einen Phenom II X4 955 Black Edition und ich konnte diesen auch nur bis 3,8 GHz übertakten und das war kein schlechtes Modell sondern in meinem Freundes und Bekanntenkreis gab es nicht einen der die 4,0 GHz schaffte. Ich hatte damals auch im Netz gelesen, das es einige gab, bei denen dieser auf 4,0 GHz lief, aber das war eher die Ausnahme als die Regel. Da hattest Du also schon Glück gehabt mit Deinem Modell, nichts desto trotz, war das damals ein Preisgünstiger und guter Prozessor.
        Hab auch noch einen Phenom II X4 965 hier rum liegen der nur die 3,9 GHz Stabil stemmt und kenne auch keinen X4 der die 4,0 Stabil unter Prime läuft .
        Habe es mit 5 verschiedenen Mainboards Probiert:

        Gigabyte MA790FX-DS5
        Gigabyte GA-990FXA-UD7
        Asrock 990FX Extreme4
        ASUS CROSSHAIR V FORMULA-Z

        Und Aktuell noch hier rum liegen das ASUS M5A99X EVO R2.0

        Wie man sieht, liegt das nicht Zwingend am Mainboard wenn eine bestimmte Taktrate nicht erreicht wird .

        Aber auch ich beglückwünsche EadZ1 zu seinem 4.0 GHz Sample , die 4,0 GHz waren irgenwie die magische Grenze die ich gern Stabil gahabt hätte unter Prime , hat leider nur für AMD Overdrive zu 4,0 Stabil gereicht .

        Dem Preisgünstigen und guten Prozessor. stimme ich voll zu , hab damit von AM2+ direkt auf AM3+ gewechselt und somit DDR2 und DDR3 Ram nutzen können .
      • Von zotac2012 Software-Overclocker(in)
        Zitat von EadZ1
        Dann scheinst du aber schlechte Modelle erwischt zu haben. Ich konnte den X2 555, X4 955 und aktuell auch meinen X6 1090T auf stabile 4GHz ziehen. Ich meine sogar, der X2 ging auf 4,2GHz, als ich ihm testweise den Dark Rock aufschnallte.
        Auch der X4 läuft heute noch auf 4,0. Was dem X4 und dem X6 jedoch gemein ist: Bei glatten 4.021MHz ist Schluss. Bei beiden folgt die Abschaltung, sobald Volllast auf allen Kernen liegt.
        Also ich hatte von 2009 bis 2013 auch einen Phenom II X4 955 Black Edition und ich konnte diesen auch nur bis 3,8 GHz übertakten und das war kein schlechtes Modell sondern in meinem Freundes und Bekanntenkreis gab es nicht einen der die 4,0 GHz schaffte. Ich hatte damals auch im Netz gelesen, das es einige gab, bei denen dieser auf 4,0 GHz lief, aber das war eher die Ausnahme als die Regel. Da hattest Du also schon Glück gehabt mit Deinem Modell, nichts desto trotz, war das damals ein Preisgünstiger und guter Prozessor.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk