Dank Ryzen-3000-CPUs: x86-Marktanteil von AMD auf Rekordhoch seit 2013
Laut aktuellen Marktforschungszahlen konnte AMD gegen Intel zuletzt weiter Boden gut machen und dabei sogar ein lang zurückliegendes Rekordhoch erreichen. Auch an der Börse macht sich der Erfolg mit einem neuen Rekord bemerkbar.
Bereits Anfang des Jahres sahen die Zahlen der Marktanalysten von Mercury Research ein stetes Wachstum bei den Anteilen von AMD am Markt und nun wurden die Ergebnisse für das zweite Quartal dieses Jahres von April bis Juni vorgelegt. Dabei jagte AMD das nächste Quartal in Folge dem Marktführer Intel in allen Segmenten Anteile ab. Mit einem Anteil von 18,3 Prozent am gesamten x86-Prozessormarkt und 19,7 Prozent im Client-Bereich im zweiten Quartal 2020 wurde dabei der beste Wert seit dem letzten Quartal 2013 respektive ersten Quartal 2012 erreicht.
Betrachtet man die einzelnen Marktsegmente, so kletterte der Desktop-Anteil von AMD von 18,6 Prozent auf zuletzt 19,2 Prozent, was natürlich in erster Linie auf die erfolgreichen und konkurrenzfähigen Prozessoren der Ryzen-3000-Serie zurückzuführen sein soll. Im Notebook-Segment stieg der Marktanteil offenbar vor allem auch dank den mobilen Renoir-APUs der Ryzen 4000-Reihe innerhalb von drei Monaten um 2,9 Prozent sogar auf 19,9 Prozent, während der Anteil des Chipherstellers noch vor einem Jahr bei nur 14,1 Prozent lag.
Was den Server-Markt anbelangt, so gibt es ebenfalls ein stabiles, wenn auch nicht so schnelles Wachstum. Im zweiten Quartal war AMD nach Schätzungen von Mercury Research für die Auslieferung von 5,8 Prozent aller x86-Prozessoren für Server verantwortlich, was einem Plus von 0,7 Prozent entspricht. Derweil macht sich der Erfolg von AMD im Nachgang des kürzlich veröffentlichten Finanzreports auch an der Börse bemerkbar, wo die Marktkapitalisierung der in Umlauf befindlichen Aktien den Meilenstein von 100 Milliarden Dollar erreichte, während Intel zum Vergleich gegenwärtig bei etwa 209 Milliarden Dollar steht.
| AMD-Marktanteil | Q2 2019 | Q1 2019 | Q4 2019 | Q3 2019 | Q2 2019 | Q1 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Desktop | 19,2 % | 18,6 % | 18,3 % | 18,0 % | 17,1 % | 17,1 % |
| Mobile | 19,9 % | 17,1 % | 16,2 % | 14,7 % | 14,1% | 13,1 % |
| Server | 5,8 % | 5,1 % | 4,5 % | 4,3 % | 3,4 % | 2,9 % |
Quelle: via tomshardware.com

Warten wir mal ab wie es wird. 50:50 wird wohl nie kommen... leider
So heftig sind Notebookverkäufe mit AMD -Hardware noch lange nicht, als das es Intel weh tun würde.
Dafür sind die angeforderten Notebooks bei den Online-Händlern und Mediatemeln, nicht mal flächendeckend in Deutschland über 10% gegen über Intel-Notebboks.
Zudem gibt es noch zu viele mit Intel-Inside(als Verkaufsargument der Händler und in den Köpfen der zukünftigen bzw. bisherigen Intel-Kunden eingebrannt), die zum Abverkauf ein preislich ansprechenderes Kaufargument sind, als zum Release.
Ich würde vorschlagen, mindestens bis zum Ende des 2. Quartals 2021 zu warten, um diesbezüglich eine klare Tendenz zu Intels Schmerzgrenze wahrnehmen zu können.
Dass man wenn man vorher schon am Limit lief nicht mehr aus den eigenen Fabs rausholen konnte, ist klar. Aber wenn TSMC theoretisch sagt, dass man nunmal nicht mehr Resourcen hat und auch keine schaffen wird/kann so kurzfristig, hst msn noch weniger Kontrolle.
Oder wenn ein Kunde kommen würde, der mehr zahlt.
Schade eigentlich. Mich würde interessieren, wie sich die anderen beiden Jahreszeiten anhören würden.