AMD Ryzen 7 2800H & R5 2600H: Qualification Sample deutet auf baldigen Release hin
In den Benchmark-Datenbanken von 3DMark und Sisoftware Sandra sind Einträge zu einem Vorserien-Prozessor von AMD aufgetaucht. Dem Code nach zu urteilen, müsste der ZM3301C3T4MFB_36/33_N ein Qualification Sample des Ryzen 5 2600H darstellen. Er könnte mit einer TDP von 45 Watt in stärkeren Notebooks landen und soll den Vega-11-Vollausbau nutzen.
Schon Ende Mai waren in der 3DMark-Datenbank ein Ryzen 7 2800H und ein Ryzen 5 2600H aufgetaucht. Inzwischen lässt sich dort sowie bei Sisoftware Sandra ein Vorserienmodell mit dem Code ZM3301C3T4MFB_36/33_N finden. Wie man die nur scheinbar zusammengewürfelte Kombination aus Ziffern und Buchstaben entwirren kann, haben findige Leser schon vergangenes Jahr vor der Veröffentlichung von Ryzen 1000 herausgefunden. Das Z symbolisiere ein Qualification Sample. Solche werden vor der Markteinführung aufgelegt und entsprechen meistens den finalen Produkten. Die 4 stehe für den Einsatz vierer Zen-Rechenkerne (mit SMT), die 33 für den Basis- und die 36 für den Boost-Takt exklusive (Mobile-)XFR. Das C3 stelle das Kürzel für die Ryzen-H-Serie dar, die AMD letztes Jahr als High-Performance-Reihe für Notebooks in Aussicht stellte.
Schon zur Veröffentlichung der beiden Ultrabook-Ableger Ryzen 7 2700U und Ryzen 5 2500U versprach AMD Modelle mit einer höheren TDP, die den gleichen Raven-Ridge -Die nutzen sollten. Sollte sich der Chiphersteller wie schon bei den U-Modellen an Intels Klassifizierungen halten, wäre bei den H-APUs eine TDP von 45 statt 15 Watt zu warten - mit einem Polster nach oben unten als konfigurierbare cTDP. Das ergäbe Sinn, weil quasi alle aktuellen Notebook-Designs mit ihren Kühlsystemen auf die Intel -CPU ausgelegt sind und AMD den Herstellern so eine Portierung erleichtern würde.
3,3 GHz Basistakt passt derweil zu dem früheren 3DMark -Eintrag des Ryzen 5 2600H. Gegenüber dem Ryzen 5 2500U falle die Basisfrequenz damit 1,3 GHz höher aus, wohingegen der nominelle Boost identische bleibe. In der Praxis wäre bei Volllast ein höherer Takt zu erwarten, mehr Spielraum könnte es auch für mXFR geben. Der neue 3DMark-Eintrag zum ZM3301C3T4MFB_36/33_N nennt indes eine integrierte Vega-11-Grafikeinheit. Demnach sei die iGPU auch beim kleineren Modell nicht mehr teildeaktiviert und nutze ihre vollen elf Compute Units beziehungsweise 704 Shader. Zusätzlich könnte der iGPU-Takt dank des höheren Energiebudgets höher ausfallen. Der Ryzen 5 2600H entspreche letztendlich weitgehend dem Ryzen 5 2400G aus dem Desktop. Der Ryzen 7 2800H dürfte noch eine Schippe Takt drauflegen.
