Milan statt Ryzen 4000: Epyc-Prozessor mit Zen-3-Architektur in Linux Log gesichtet

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Milan statt Ryzen 4000: Epyc-Prozessor mit Zen-3-Architektur in Linux Log gesichtet (1)
Quelle: PC Games Hardware

Gamer dürften eher dem Release der Ryzen-4000-Serie entgegenfiebern, ein jüngst in Linux gesichtetes Engineering Sample ist dennoch eine Erwähnung wert. Milan wird, als Nachfolger von Rome, zwar den Server-Markt bedienen - setzt aber wie die kommende Ryzen-Generation auf Zen 3.

Kürzlich ging das Gerücht um, dass Ryzen 4000 aka Vermeer schon im B0-Stepping vorliegt. Die CPUs seien praktisch marktreif, was AMD Launch-technisch in eine höchst komfortable Situation versetzen würde. Nun wurde die zugrundeliegende Zen-3-Architektur tatsächlich auch gesichtet. Allerdings in anderer Form, als man es als Gamer vielleicht vermuten würde. Es geht um Milan, den Nachfolger von Rome, konkret also um die nächste Generation der Epyc-Prozessoren.

Es handelt sich dabei um keinen finalen Chip, sondern um ein Engineering Sample. Den Twitter-Nutzer, der die CPU in einem Linx-Changelog entdeckt hat, erinnern die Taktraten an jene der ersten Rome-Engineering-Samples mit 64 Kernen. 1,5 GHz Basis- und 2,2 GHz Boost-Takt sind in der Tat nicht die Welt, aber für ein "ES" nicht unüblich. Marktreife Prozessoren gehen hinterher natürlich in die Vollen. Ein mit 64 Kernen aufwartender AMD Epyc 7742 etwa erreicht bis zu 3,4 GHz.

Ryzen Threadripper 4000 wird ebenfalls erwähnt

Ob es sich bei dem nun gesichteten Engineering Sample ebenfalls um einen 64-Kerner handelt, bleibt unklar. Linux weist ihn als "AMD Eng Sample: 100-000000114-07_22/15_N aus, was doch etwas kryptisch anmutet. Im Log-File ist dann zumindest auch von Epyc die Rede.

Der wegen seiner Leaks nicht ganz unbekannte KOMACHI_ENSAKA nennt dasselbe Engineering Sample im Zusammenhang mit Genesis. Genesis wird als Zen-3-Nachfolger von Castle Peak gehandelt, würde also aller Voraussicht nach als Ryzen Threadripper 4000 auf den Markt kommen.

Mehr zum Thema: NERSC-9 "Perlmutter": Neuer Supercomputer kombiniert Zen 3 und Ampere

Zu Milan gab es zuletzt im Mai ganz interessante Informationen. So sollen die Chips im Supercomputer NERSC-9 gemeinsam mit Ampere-GPUs von Nvidia zum Einsatz kommen. Bis Ende 2020 werden, wenn alles nach Plan läuft, erst 6.000 GPUs und 1.500 CPUs verbaut, jeder Knoten mit vier GPUs und einer CPU. In einer zweiten Phase kommen noch 3.000 CPU-Nodes mit jeweils zwei Zen-3-Prozessoren dazu.

Quelle: Twitter (1, 2)

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuchzael Software-Overclocker(in)
        Wenn Cyberpunk auch nur halbwegs ähnlich skaliert wie Witcher 3 (und davon gehe ich bei der erneut engen Partnerschaft mit Nvidia inkl. DXR Integration mal aus), dann hoffe lieber auf einen baldigen Release von Nvidias nächster GPU Generation, statt auf Ryzen 4000


        Grüße!
      • Von wuchzael Software-Overclocker(in)
        Wenn Cyberpunk auch nur halbwegs ähnlich skaliert wie Witcher 3 (und davon gehe ich bei der erneut engen Partnerschaft mit Nvidia inkl. DXR Integration mal aus), dann hoffe lieber auf einen baldigen Release von Nvidias nächster GPU Generation, statt auf Ryzen 4000


        Grüße!
      • Von Schnitzel1979 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Ganjafield
        Wann kommt endlich Ryzen 4000? Macht mal hinne AMD! Will bestellen
        yo, same here; ich hoffe wirklich, dass es dieses Jahr noch was wird, möchte einen neuen Pc für Cyberpunk holen, und
        das Game kommt ja Ende des Jahres auf den Markt
      • Von Freiheraus
        Zitat von Research
        Wieder nur, vermutlich, 3,4GHz Boost?

        Es würde sich anbieten, mehr zuzulassen.
        Es zumindest so als Konfigurierbar, z.B. TDP, zu machen.

        Dafür würden einige Firmen Schlange stehen.
        Zitat von Research
        Glaub mir, hochtaktende Server-CPUs sind durchaus gefragt.
        Trading-Systeme, Remotearbeitsplätze, teilweise Datenbanken etc, die haben gerne mal lastspitzen.

        Und dann hängt es.

        Gerade Remote leidet daran. Dazu kommen kosten für Kerne/Threads/Sockel.
        Jede bissel Mehr an Leistung ist da Gold wert.
        Genau dafür gibt es die Epyc Hochfrequenz-CPUs: AMD Epyc 7Fx2: Hochfrequenz-CPUs mit mehr Takt, Cache und TDP - ComputerBase

        Mehr Takt (Turbo und Basis), mehr TDP-Spielraum, weniger Kerne.
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Glaub mir, hochtaktende Server-CPUs sind durchaus gefragt.
        Trading-Systeme, Remotearbeitsplätze, teilweise Datenbanken etc, die haben gerne mal lastspitzen.

        Und dann hängt es.

        Gerade Remote leidet daran. Dazu kommen kosten für Kerne/Threads/Sockel.
        Jede bissel Mehr an Leistung ist da Gold wert.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        Wieder nur? Die Angaben beziehen sich doch auf den Vorgänger, wie weit der Neue taktet ist m. M. n. noch gar nicht bekannt?!?
        Der reguläre Epyc 7742 taktet mit 2,25/3,4 GHz, etwas später veröffentlichte AMD den Epyc 7H12 für wassergekühlte Systeme, der mit 2,6/3,3 GHz taktet. Man beachte hierbei, dass die Angaben für eine volle Auslastung und 24/7 ausgelegt sind. (Der Threadripper 3990X taktet hingegen mit 2,9/4,3 GHz, ist jedoch als Workstation-CPU konzipiert und zieht die Limits dementsprechend etwas höher.)
        Mit Blick auf Milan wird man nur mäßig höhere Taktraten beobachten, da weder der wahrscheinlich genutzte N7P noch der unwahrscheinlichere N7+ hier nennenswerte Sprünge zulassen. Also bspw. die Taktraten des 3990X wird man zweifelsfrei nicht bei einem kommenden Milan-64-Kerner vorfinden.
        Hinzu kommt, dass AMD den Boost-Takt für Epyc und Ryzen unterschiedlich definiert, was ebenfalls zu berücksichtigen ist. Auf Ryzen ist es ein SingleCore-Boost, der auf min. einem spezifischen Kern in der CPU erreichbar ist, d. h. der OS-Scheduler muss den präferierten/besten Kern kennen und ihm einen entsprechenden Workload zuweisen. Auf Epyc definiert AMD dagegen "... the maximum frequency achievable by any single core on the processor ...", d. h. hier wird zugesichert, dass grundsätzlich jeder Kern diesen Boost-Takt erreichen kann (jedoch bremst die CPU natürlich frühzeitig bei hoher Auslastung aufgrund des thermischen Limits).

        Zitat von wuchzael
        Der Takt spielt da auch nur eine untergeordnete Rolle.

        Die CPUs müssen der absolute Wahnsinn sein... Normalerweise wird monatelang validiert und getestet, bevor Server CPUs tatsächlich zum Einsatz kommen und hier geht die erste Charge direkt in ein Großprojekt rein, wenn ich das richtig verstanden habe? Wow...
        "Untergeordnet" ist in diesem Rahmen relativ. "Je mehr desto besser" gilt auch hier, nur fordern 64, weitestgehend voll ausgelastete Kernen nun einmal ihren Tribut, daran kann auch TSMCs 7nm-Prozess nichts ändern. Und schlusendlich hängt es Rack-seitig auch davon ab, für welche Systeme man die CPUs grundlegend auslegt. Ist eine hohe Integrationsdichte anvisiert, so sind 1U-Systeme mit einer Dual-CPU-Konfiguration zu berücksichtigen; da kann nicht mal eben jede einzelen CPU für sich 400 W TDP aufweisen.

        Und ja, CPUs werden grundsätzlich viele Monate lang getestet und validiert, bevor sie in den Markt kommen *), da ist Milan keine Ausnahme. Überstürzen können die Hersteller hier nichts, weil es ansonsten nachfolgend extrem teuer für sie werden würde.
        Zen2/Rome hatte seinen Tapeout Mitte 1Q18 (erstes Silizium in Form von ES-Chips), offiziell in den Markt kamen sie im Juli 2019. Zen3/Milan hatte seinen Tapeout bereits im März/April 2019.

        *) Hinzu kommt, dass zudem zwischen der allgemeinen Markteinführung und der Sampling-Phase zu unterscheiden ist, in der ausgewählte (Groß-)Kunden schon mit Engineering Samples (und später Qualification Samples) ausgestattet werden.
        Beispielsweise Intel's Cooper Lake SP befindet sich seit Mai 2019 in der Sampling Phase (offizielle Markteinführung im letzten Monat) und wird bspw. nachweislich bei Facebook in deren Backend schon seit August 2019 genutzt (Zion Unified Training Platform).
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