AMD Ryzen: CPU-Marktanteil von AMD steigt messbar - laut Passmark [Update]
Rund um den Launch von AMDs Ryzen-CPUs im ersten Quartal gab es noch einige Stolpersteine wie Lieferengpässe oder schlecht angepasste Treiber. Jetzt wo AMD die meisten dieser Probleme gelöst hat und ein breites Ryzen-Lineup verfügbar ist, hat das Unternehmen im zweiten Quartal 2017 CPU-Marktanteile von Intel "gestohlen".
Update: Leider haben sich ein paar falsche Zahlen in der News eingeschlichen, die wir an dieser Stelle korrigieren wollen. Zum einen hatte AMD im Passmark im Q1 2017 einen Anteil von 18,10 Prozent, im Q2 2017 dann einen Anteil von 20,6 Prozent. Es gibt also eine gewisse Steigerung von rund 2,5 Prozentpunkten. Zum Q3 2017 können aber natürlich keine sinnvollen Aussagen über den Gesamtverlauf getroffen werden, weil das Quartal gerade erst begonnen hat und nur eine Art Zwischenstand darstellt. Und hier kann man zumindest festhalten, dass es so aussieht, als ob AMD seinen Marktanteil weiter ausbauen kann - in welcher Höhe, ist aber völlig unklar. Die Zahlen werden aber bis Ende des Quartals voraussichtlich noch schwanken.
Für die falschen Zahlen in der News bitten wir um Entschuldigung.
Auch nachdem AMD einen durchaus erfolgreichen Launch der neuen CPU-Generation Ryzen durchstanden hat, sind immer noch Neuzugänge im CPU-Portfolio zu erwarten: Da wartet mit "Threadripper" etwa noch ein 16-Kerner, außerdem steht noch die Veröffentlichung der Server-CPUs Epyc aus.
Wie erfolgreich der Ryzen-Launch im Detail war, lässt sich nun in halbwegs verlässlichen Zahlen abschätzen. Von Passmark wurde demnach gezählt, wie viele CPUs in Windows-PCs verbaut sind und mit denen Benchmark-Baselines an Passmark übertragen wurden. Daraus wurde nun ein "Marktanteil" aufgestellt, der die tatsächliche Benutzung und nicht die reinen Verkäufe widerspiegeln soll. Und diese Zahlen sind in der Tat beeindruckend: Von 20,6 Prozent Marktanteil im ersten Quartal '17 steigt AMDs Marktanteil in Q2 2017 abrupt auf 31 Prozent, während Intels diese Steigerung von etwa 10 Prozent in gleichen Maßen einbüßt.
Urteilt man nach diesen Zahlen, stellt diese Steigerung den größten Marktanteilsgewinn in der x86-CPU-Geschichte dar. AMD hätte demnach so viele Nutzer wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Nur "halbwegs" verlässlich sind die Zahlen leider aus einem guten Grund: Intel hat einen riesigen Marktanteil bei OEM-Systemen und ähnlichem, mit denen überhaupt keine Benchmarks durchgeführt werden. Die neuen Ryzen-CPUs wurden hingegen wohl in großem Maße von PC-Enthusiasten gekauft, die damit auch sofort Benchmarks durchgeführt haben. Die Passmark-Daten sind damit also kaum aussagekräftig für den gesamten CPU-Markt, sondern eben eher für den Markt von PC-Enthusiasten.
Nichtsdestotrotz zeigen die Zahlen, dass AMD einen überaus erfolgreichen Launch mit Ryzen hatte. Die gute Performance der Ryzen-CPUs wird sich mittelfristig mit dem Launch von mobilen CPUs sicherlich auch im "tatsächlichen" Marktanteil niederschlagen. Eine Steigerung von 10 Prozent innerhalb eines Quartals ist aber eher unrealistisch.

Welche CPU steckt in deinem primären Spiele-PC? (Q3/2017)
Die prozentuale Verteilung der Ryzen-CPUs ist recht nahe an den Zahlen von Linus, Mindfactory und Passmark und liegt gerade (20:26 Uhr) bei 26%!
Interessanterweise schwankt es die ganze Zeit zwischen 29% (Anfang) und 21,9% (vor ca 6 Std)..aber ist nie unter 20% gefallen.
Natürlich ist das keine verlässliche Marktanteilsanalyse, z.B. wissen nicht unbedingt alle von dieser Umfrage, oder wollen nicht teilnehmen, aber es ist eben interessant, dass sich die Zahlen doch alle so ähneln.......
Gruß
Alef
Mein Umfeld und ich machen das anders!
Man hat so wenig Ahnung oder so viele Vorurteile, dass man von Beginn an die falschen Fragen stellt, man fragt die falschen Leute, man hat falsche Vorstellungen davon was man will und/oder braucht, es werden einfach zu viele Nebelkerzen geworfen usw...
Ich bin beruflich Berater/Verkäufer, und glaub mir, gerade die "informierten" Kunden reden oft den größten Stuss.
Abgesehen davon haben meine Vorredner völlig recht, der Aufwand steht oft in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Natürlich ist der Idealfall, dass der Kunde optimal informiert das größte Schnäppchen schießt. Es gibt auch sicherlich ein paar Leute, die das durchziehen und jeden noch so kleinen Rabatt-Coupon in allen Lebenslagen auftreiben, nur das absolute Optimum kaufen.
Es ist aber (wie so oft) eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Die Zeit für die viele Recherche verbringen andere Menschen lieber mit ihren Kindern, gesellig mit Freunden, im Schwimmbad, einem Buch, im Kino oder auch damit, so viel Geld zu verdienen, dass ihnen Geld gar nicht so viel bedeutet wie denen, die (womöglich trotz aller Anstrengungen) wenig davon haben.
Wer von uns vergleicht zum Beispiel schon wirklich aktiv die Krankenkassenbeiträge, Zahnärzte und die Laborkosten/Kosten pro Füllung, Krone, etc. (man ist doch oft schon froh, einen gefunden zu haben, der nicht eigentlich Pferdemetzger hätte werden sollen), Strompreise, den Mietspiegel, ... und wechselt dann auch konsequent?
Natürlich wird jetzt vermutlich der ein oder andere "Hier, ich!" schreien. Das ist aber nicht die Masse. Deren Zahl ist ziemlich gering. Der Aufwand ist einfach kaum zu rechtfertigen.
Ein Tag hat eben nur 24 Stunden und die eigene Lebenszeit ist begrenzt, Geld nur schwerlich in das Leben nach dem Tod (so es denn eines gibt) transferierbar.
Mein Umfeld und ich machen das anders!