AMD Radeon Pro 5600M mit HBM2: Benchmarks des MacBook Pro
Ohne großes Aufsehen hatte AMD die Radeon Pro 5600M als Teil eines neuen MacBook Pro veröffentlicht. Ein Youtuber konnte sich eins der Geräte unter die Nägel reißen und präsentiert Benchmark-Ergebnisse der neuen Navi-12-GPU mit HBM2-Speicher.
Die Radeon Pro 5600M ist AMDs jüngster RDNA-Abkömmling. Neu ist auch der dahinter steckende Navi-12-Chip, der als große Überraschung mit HBM2-Speicher und wie der Navi 10 der Radeon RX 5700 XT mit 40 Compute-Units aufwartet. AMD hatte die GPU kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert, daraus aber keine große Sache gemacht. Das mag damit zusammenhängen, dass der Pixelbeschleuniger mit einer neuen Ausbaustufe des Apple MacBook Pro seine Premiere feierte, die Zielgruppe also eher überschaubar ausfällt. Techniknerds waren dennoch neugierig, was die Radeon Pro 5600M leistet. Antworten liefert ein Youtuber - wobei man natürlich beachten muss, dass dort mitunter ganz andere Systeme verglichen werden.
Dieser hat das neue MacBook Pro und seine GPU mit verschiedenen anderen Ausbaustufen verglichen. Im Geekbench 5 Metal Test übertrumpft das Notebook seine Schwestermodelle demnach spielend - der Version mit Radeon Pro 5500M ist der Neuling 50,1 Prozent voraus. Zur besseren Einordnung: Die Radeon Pro 5500M basiert auf einem Navi-14-Chip mit 1.536 Shader-Einheiten und GDDR6-Speicher. Die Radeon Pro 5600M kommt mit 2.560 Shader-Einheiten und HBM2-Speicher daher, der eine Speicherbandbreite von 394 GByte/s ermöglicht. Bei der Radeon Pro 5500M sind es nur 192 GByte/s. Beide GPUs haben eine TGP (Total Graphics Power) von 50 Watt. Vergleicht man die theoretische FP32-Rechenleistung, steht es 5,3 zu 3,2 TFLOPS.
Vega GPUs im iMac teilweise langsamer
Im Geekbench 5 Metal zeigt sich zudem, dass der Neuling im synthetischen Benchmark nicht an die Pixelbeschleuniger des 5K iMacs herankommt: Das MacBook Pro mit Radeon Pro 5600M liefert im Test 43.144 Punkte, der 5K iMac mit Radeon Pro Vega 48 49.562 und der 5K iMac mit Radeon Pro Vega 56 62.708.
Ein anderes Bild ergibt sich im Unigine Heaven. Dort hält Navi 12 beide Vega-Grafikkarten, wenn auch nicht deklassierend, auf Distanz. Die Tabelle zeigt 75,7, 72 und 68 Fps. Was den Vergleich ganz spannend macht: Die Vega-GPUs sind ebenfalls mit HBM2 unterwegs, bringen aber 3.072 und 3.584 Shader-Einheiten unter. Architektonisch gibt es natürlich ein paar Unterschiede und die TDP dürfte auch eine Spur höher sein. RDNA lässt hier also seine Muskeln spielen.
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Wer nun Interesse an einem MacBook Pro mit Radeon Pro 5600M hat: Apple verlangt für die GPU einen sportlichen Aufschlag von 875 Euro. Außerdem sollen die Notebooks erst in den nächsten zwei bis drei Wochen lieferbar sein.
Quelle: Max Tech
