Mobile Radeons: RDNA-Chips von Samsung angeblich schneller als Adreno 650
Die von Samsung auf Basis der RDNA-Grafikarchitektur entwickelten Mobile-Chips für Smartphones und Tablets sind laut einem Foreneintrag schneller als die Adreno-Chips von Qualcomm. Das müssen sie auch sein, wenn der Release 2021 vonstatten gehen soll und man konkurrenzfähig sein will.
Angeblich trägt die strategische Partnerschaft zwischen Samsung und AMD bei Grafikbeschleunigern nun erste Früchte. Auf Basis der RDNA-Technik will Samsung Grafikchips in Mobil-SOCs integrieren und erste Ergebnisse machen die Runde. So soll der Entwurf bereits Ergebnisse liefern, die auf dem Niveau des Qualcomm Adreno 650 sind. So heißt es jedenfalls aus dem südkoreanischen Technik-Forum Clien. Gemessen wurde im GFXBench, wo besagter Adreno 123 Fps in Manhattan 3.1, 53 Fps in Aztec Normal und 20 Fps in Aztec High liefert.
Die RDNA-Einheit von Samsung soll im gleichen Test die Werte 181 Fps in Manhattan 3.1 (47 Prozent schneller als Adreno), 138 FPS in Aztec Normal (fast 200 Prozent schneller als Adreno) und 58 Fps in Aztec High (rund 190 Prozent mehr). In Hinblick darauf, dass die Technik erst für 2021 vorgesehen ist, könnten die Werte durchaus stimmig sein, denn die Ingenieure müssen ja auf eine Konkurrenzfähigkeit in nun einem Jahr hinarbeiten.
Samsungs Ziel ist es, den Markt für Mobil-Grafikchips aufzumischen. Da gibt es im Prinzip vier Teilnehmer: Apple mit einem Eigendesign, was wohl kein direkter Wettbewerb wird, und dann die echten Gegner Qualcomm mit Adrono, ARM mit Mali und Imagination Technologies mit Power VR. Lizenziert hatte AMD eine "custom graphics IP" für Samsung-Telefone. AMD selbst will zudem den Markenmanen hergeben, der als Verkaufsargument dienen kann.
AMD hatte die neue Radeon-DNA-Grafikarchitektur (RDNA) zur Computex Anfang Juni dieses Jahres vorgestellt. Verwendung findet diese erstmals in den kürzlich erschienenen Navi-10-Grafikkarte der Radeon RX 5700-Reihe und wird auch als Basis der GPUs für die Next-Gen-Konsolen von Microsoft und Sony dienen. Wobei "neu" relativ ist, denn RDNA basiert auf dem vorhergegangenen Entwurf GCN (Graphics Core Next), die aber insbesondere bei der Effizienz zulegte, wenn es um das Berechnen von Spielen geht, wo halbe Genauigkeit ausreichend ist.
Quelle: via Tweak Town
"Die Apple A13 Bionic GPU ist eine von Apple selbst designte Grafikkarte im Apple A13 Bionic SoC und laut Apple mit vier Kernen und um 20% schneller als die GPU im A12. An technischen Änderungen listet Apple: Verbessertes HDR und besseres Rendering / Compute Shading.
Laut Apple bietet die GPU 4 Kerne und braucht 40% weniger Strom als der Vorgänger.
Da der SoC als erster Chip im neuen 7nm mit EUV Prozess bei TSMC hergestellt wird, sollte die Energieeffizienz hervorragend sein."
Die GPU IP kommt von Imagination (PowerVR) und in Zukunft bleibt es dabei.
Apple hat nie eine völlig eigene GPU-Architektur entworfen, sondern nur die eingekaufte IP modifiziert (modifizieren lassen).
Man sieht das auch an die shots, dass die ganzen Strukturen sehr ähnlich sind und beim A13 Bionic ganz sicher nicht etwas völlig anderes drin steckt, als früher.
Mittlerweile hat Imagination eine neue Nachfolge GPU-IP angekündigt und mit Apple einen neuen Lizenzvertrag geschlossen:
Imagination's new A series GPU architecture is the company's biggest launch in 15 years
Imagination and Apple Sign New Agreement - Imagination
Bezüglich der CPU IP setzt Apple aber auf eine eigene Mikroarchitektur, dass einzige was effektiv verwendet wird ist die ARM-ISA, aber kaum oder keine ARM-IP im Sinne von Fertigpackung.
Soweit ich das sehe hat Qualcomm die Imageon-Sparte von AMD/ATI 2009 gekauft und die GPU-IP war dabei nicht eine direkte Ableitung von TeraScale bzw. sie scheint dem technischen Vorgänger ähnlicher zu sein, welcher bei der Xbox 360 verwendet wurde, zumindest was das ALU-Design mit Vec4+Scalar angeht.
"It bears some resemblances to the r600 ISA, in that it is a VLIW architecture, with separation of control flow (CF) program, which controls the execution flow, and arithmetic and logic (ALU) / FETCH instructions. But while the r600 ALU instructions consist of up to 5 scalar operations, the adreno ALU instruction consists of one vec4 operation and/or one scalar operation."
A2XX Shader Instruction Set Architecture . freedreno/freedreno Wiki . GitHub
Adreno 3xx hat dann schon eine andere ISA mit Scalar-ALUs verwendet:
https://github.com/freedr...
Das waren vom API-Stand in Bezug auf DirectX noch alle DX9-Level.
Was Qualcomm aktuell als GPU-Technik verwendet, hat praktisch gar nichts mehr mit dem Zeug zu tun, was man anfangs von AMD/ATI übernommen hat.
Übrigens arbeitet AMDs ehemaliger CTO Eric Demers seit 8 Jahren bei Qualcomm.
Stand Heute ist nicht klar, wo AMDs mobile RDNA-Lösung landen wird, denn die Konkurrenz steht auch nicht still und vor allem Adreno und PowerVR verwenden aktuell sehr gute GPU-Technik.
Also ich bin auf jeden Fall gespannt.
Samsung dagegen hat bisher immer Mali von ARM für die GPUs lizenziert.