AMD im Q1/2018: Umsatz von Ryzen und Radeon fast verdoppelt
AMD hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt, das mit dem 31. März endete. Der Umsatz steigt gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Prozent, der Gewinn ist mit 81 Millionen US-Dollar wieder in den grünen Zahlen. Besonders gut geht es der Sparte Computing and Graphics rund um Ryzen und Radeon, die ihren Umsatz beinahe verdoppeln konnte.
Am gestrigen Abend hat AMD die Geschäftszahlen für das abgelaufene erste Quartal 2018 bekannt gegeben. Wichtig: Aufgrund der US-amerikanischen Legislative müssen Unternehmen ab 2018 ihre Zahlen nach dem neuen Standard ASC 606 berechnen. AMD hat die Änderung mit dem jüngsten Bericht erstmalig umgesetzt und nennt aktualisierte Umsätze sowie Gewinne für das gesamte Jahr 2017. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die neuen Werte. Zum Vergleich finden Sie nachfolgend die Umsätze und Gewinne nach ASC 605 und ASC 606 gegenübergestellt.
| Umsatz | Q1/2017 | Q2/2017 | Q3/2017 | Q4/2017 | Q1/2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| ASC 606 | 1.178 Mio. USD | 1.151 Mio. USD | 1.584 Mio. USD | 1.340 Mio. USD | 1.647 Mio. USD |
| ASC 605 | 984 Mio. USD | 1.222 Mio. USD | 1.643 Mio. USD | 1.480 Mio. USD | - |
| Gewinn | |||||
| ASC 606 | -33 Mio. USD | -42 Mio USD | 61 Mio. | -19 Mio. USD | 81 Mio. USD |
| ASC 605 | -73 Mio. USD | -16 Mio. USD | 71 Mio. USD | 61 Mio. USD | - |
Mit 1,647 Milliarden statt 1,178 Mrd. US-Dollar (+ 39,8 %) konnte AMD im Q1/2018 eine regelrechte Umsatzexplosion hinlegen. Das liegt an der Endkundensparte Computing and Graphics, die aktuell alle Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarten (exklusive Radeon Pro/Instinct) vereint. Mit 1,115 Mrd. statt 573 Mio. USD hat sich der Umsatz nahezu verdoppelt. Im Q1/2017 hat AMD zum Ende hin den Ryzen 7 1800X, Ryzen 1700X und Ryzen 7 1700 veröffentlicht, wobei die AM4-Plattform noch Kinderkrankheiten aufwies, vor allem was den DDR4-RAM anging. Der Verkauf dürfte daher erst im zweiten Quartal richtig angelaufen sein, was das große Wachstum erklärt. Laut AMD soll auch die Radeon-Sparte rund um Polaris und Vega zugelegt haben. Der operative Gewinn von Computing and Graphics beläuft sich auf 138 Mio. USD. Interessant: AMD glaubt, dass zehn Prozent des kompletten Umsatzes durch Miner zustande gekommen sein soll, bei denen die Radeon-GPUs beliebt sind.
Schlechter sieht es in der Sparte Enterprise, Embedded and Semi-Custom, kurz EESC, aus, die Radeon Pro, Epyc und die Konsolenchips für die Playstation 4 (Pro), Xbox One (X/S) und den angekündigten Atari VCS enthält. Der Umsatz mit den Semi-Custom-APUs war rückläufig, was AMD mit dem der alternden Konsolengeneration erklärt. Insgesamt verbucht die EESC-Sparte einen Gewinn von 14 Mio. USD, knapp drei Viertel weniger als noch vor einem Jahr - AMD gibt an, dass damals Lizenzgebühren zusätzlich Geld in die Kassen spülte.
Unterm Strich bleibt AMD für das erste Quartal 2018 ein Gewinn von 81 Mio. USD. Das ist das beste Ergebnis seit dem vierten Quartal 2013 (dort allerdings noch nach der alten Berechnungsweise). Die Marge konnte der Chiphersteller wieder auf 36 Prozent erhöhen. Die Analystenerwartungen wurden deutlich übertroffen, was sich in einem nachbörslichen Aktienanstieg von rund sieben Prozent auf circa 8,70 Euro widerspiegelt. Für das angebrochene zweite Quartal 2018 erwartet AMD einen Umsatz in Höhe von 1,725 Mrd. USD (+/- 50 Mio.), was einer Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.



Alles was AMD noch hatte wurde schon zu Geld gemacht.
Viele gute Leute sind von AMD weggegangen.
Verglichen mit Intel was alleine die Marge angeht ist AMD schlecht aufgestellt, und AMD muss seine Produkte in Zukunft im Preis weiter senken um Verkaufen zu können .
Gpu bereich tote Hose ( Navi wird nur ein Vega Abklatsch )
Cpu bereich bald wieder tote Hose ( Bei Zen 2 ist schon absehbar das der Takt nicht sehr steigen wird)
Intel und Nvidia stehen mit fast unerschöpflicher Kriegskasse und neuen Produkten in den Startlöchern
Den Rest kann man sich denken
...
Nur um das klarzustellen, ich finde auch doof das Miner die Grafikkarten wegkaufen und damit für die Gamer nicht viel übrig bleibt. Und wenn dann für horrende Preise. Aber so ist das halt mit Angebot/Nachfrage. Kann man leider nicht immer beeinflussen.
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Das ändert aber nichts daran, dass AMD ordentlich Absatz und somit Geld verdient hat.
mfg
Einerseits fällt eine Nachfrage weg, die nahezu jeden Preis bezahlt hat und andererseits wird dann die verbleibende (preissensible) Nachfrage von Gamer Endkunden ggf. zusätzlich mit einer Schwemme an Gebrauchtkarten unterwandert.
Erste Anzeichen dazu standen gestern in den News. Wie kann dann AMD gegenüber den Gamern punkten, denn neue, leistungsfähige Karten sinds nicht.
@DaStash
Dein Wort in Gottes Ohr. Ist natürlich nur eine Schätzung meinerseits