Barcelona: Virtualisierung kommt an
Barcelona (chr) - Bei der offiziellen Präsentation des Vierkern-Prozessors Barcelona hat AMD vor allem dessen verbesserte Virtualisierungsfunktionen betont.
Quelle: Sven Döring/AMD
"Wir haben bei der Virtualisierung eine Reihe Erweiterungen hinzugefügt", sagte AMDs leitender Geschäftsführer Dirk Meyer bei der europäischen Vorstellung des Prozessors am Montag Nachmittag in Barcelona. So sei einer der neuen Opteron-Chips beim Leistungstest des Virtualisierungsbenchmarks Vmmark 124 Prozent schneller als ein aktueller Zweikern-Opteron.
Auch Vertreter von AMDs Partnerfirmen lobten die neuen Funktionen "Die Leistungsfähigkeit und die Energiebilanz der Barcelona-Prozessoren ist zwar gut, für uns zählt aber in erster Linie die bessere Virtualisierung", sagte Joseph Reger von Fujitsu-Siemens. "Die meiste Energie sparen Sie, wenn Sie einen Rechner erst gar nicht in Betrieb nehmen - sondern diesen virtualisieren."
Iain Stephen von HP, AMDs wichtigstem Kunden bei Serverherstellern, kündigte eine baldige Unterstützung der von AMD Dual Dynamic Power Management genannten Energiespartechnik an - bislang wird diese Funktion noch nicht unterstützt. Auch bis die neuen Virtualisierungsfunktionen voll genutzt werden können, wird es noch eine Weile dauern. Steve Jackson von Vmware versprach den Support mit der Version 6 von Vmware.
Dirk Meyer kündigte zudem eine Virtualisierung der Ein- und Ausgabeeinheiten an. Im übernächsten Jahr würden entsprechende Chips auf den Markt kommen. Daneben versprach er, dass der Barcelona-Kern "exzellent" mit höherem Takt skaliere.
