Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

Wie jedes Jahr liefert AMD auch diesmal eine neue Radeon Treiber-Software aus. Hat man zuvor bereits interessante Features wie Anti-Lag und Image Sharping eingeführt, folgt nun die nächste große Neuerung: Radeon Boost. Diese Technik reduziert bei Bewegung mit der Maus im Spiel gezielt die Auflösung, sodass eine höhere Performance erreicht wird. Wir haben die Funktion mit einer RX 5700 XT ausprobiert.

144
Special David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?
Quelle: AMD

Radeon Boost ist der jüngste Sprössling an erweiterten Fähigkeiten für die Grafikkarte aus der AMD-Treiber-Familie. Laut den Kaliforniern soll dieses Feature für mehr Performance und fühlbar bessere Frametimes sorgen, indem man gezielt die Auflösung des Bildes reduziert, während der Spieler sich (schnell) bewegt. Endet die Bewegung, wird die Original-Auflösung wiederhergestellt. Dabei wird nur die Bewegung der Maus erfasst, nicht die Bewegung der Spielfigur. Doch wie genau funktioniert der Algorithmus?

Radeon Software Adrenalin 2020: Radeon Boost erklärt

Die Voraussetzungen für Radeon Boost sind neben dem neuen Treiber selbst nach aktuellem Stand mindestens eine AMD-Grafikkarte aus der Polaris-Generation (Ab RX 4xx) sowie Windows 7 und 10. Zum aktuellen Zeitpunkt unterstützt Radeon Boost ausschließlich Titel mit DirectX 11. Wir erwarten, dass bald andere APIs folgen werden. AMD Fusion-CPUs, die besser als APUs bekannt sein dürften, werden ab der Ryzen-2000-Serie (Ryzen 3 2200G, Ryzen 5 2400G) ebenso unterstützt. Windows 8(.1) und mGPU's (Mobile) bleiben außen vor. Die Bewegung soll im Spiel per Maus und Gamepad erfasst werden können. Letzteres können wir derzeit nicht bestätigen, nur die Mausbewegung wird erkannt.
Die neue Treiber-Oberfläche wirkt nun aufgeräumter. Hier das aktuelle Profil zu einem unserer Test-Games: Overwatch. Quelle: PC Games Hardware Die neue Treiber-Oberfläche wirkt nun aufgeräumter. Hier das aktuelle Profil zu einem unserer Test-Games: Overwatch. Zum Aktivieren begibt man sich auf der neuen Treiberoberfläche zum Reiter Gaming, wählt das gewünschte Spiel aus und betätigt unter Graphics dann den Radeon Boost Schalter. Ist das Feature aktiv, erscheint direkt darunter ein Regler, mit welchem man die minimale Auflösung (auf welche dann in Bewegung reduziert wird) in drei Stufen anpassen kann. Die dynamische Auflösung, auf die reduziert wird, hängt von der verwendeten Bildschirm-Auflösung ab. Wir haben die gängigsten Auflösungen mit deren jeweiligen Abstufungen unten in einer Tabelle festgehalten. Zu Release des Treibers werden nur wenige Spiele unterstützt: Borderlands 3, Call of Duty: WWII, Destiny 2, GTA 5, Overwatch, PlayerUnknowns Battlegrounds und Rise- und Shadow of the Tomb Raider.

Auflösung Grüne Punkte Lineare Auflösung Megapixel
3.840 × 2.160 1 100 Prozent 8,3
3.200 × 1.800 2 83 Prozent 5,8
2.560 × 1.440 3 67 Prozent 4,1
1.920 × 1.080 4 50 Prozent 2,1

AMDs Empfehlung für die Ausgangsauflösung für eine Radeon RX 590 lautet WQHD, und für eine RX 5700XT entsprechend UHD. Die Radeon-Boost-Technik funktioniert natürlich auch bei geringeren (nativen) Auflösungen, der Effekt ist dann selbstredend etwas geringer. Das Ziel dieses Feature ist, dass der Spieler in ruhigen Passagen eine höhere Bildqualität und in schnellen, actiongeladenen Szenen mehr Performance erwarten kann, und die hat man mit Full HD in der Regel bereits mit beiden Karten. Einige Treiberfunktionen behindern sich auch gegenseitig. So sollte V-Sync beispielsweise deaktiviert bleiben, wenn man eine höhere Framerate durch Radeon Boost in Aussicht stellen möchte. Wie gehabt: "Versuch macht kluch" - fühlen Sie sich daher frei zu experimentieren.

Radeon Software Adrenalin 2020: Radeon Boost Test

Wir haben das Feature in Overwatch, Shadow of the Tomb Raider und Borderlands 3 ausprobiert und sind zu gemischten Ergebnissen gekommen. Die Funktion selbst wird derzeit über vier grüne Punkte in der oberen linken Ecke signalisiert. Der erste Punkt zeigt, ob das Feature aktiviert ist, und die drei weiteren stehen für die einzelnen Stufen der einzelnen Stufen der Auflösung. Diese Punkte lassen sich auf einem Screenshot leider nicht festhalten, was wir aber als Vorteil sehen, denn wer möchte auf eigenen Aufnahmen schon ständig grüne Punkte sehen?

Mit Overwatch funktioniert Radeon Boost perfekt. Anders kann man es nicht beschreiben. Je nach Konfiguration hat sich die Framerate in den getesteten Szenen um 130 Prozent (!) erhöht: Von rund 60 Fps in Bewegung auf ca. 140 Fps. Und da Overwatch generell eher flott gespielt wird, fällt der Unterschied bei der Bildqualität nur marginal auf. Radeon Boost reagiert dabei, wie eingangs erwähnt, auf die Mausbewegungen des Spielers. Die Unschärfe, sprich dynamische Auflösung, wird daher beispielsweise auch bei der Charakterauswahl aktiviert oder im Hauptmenü und sorgt dort für eher unschöne Bilder. Wer sich merklich daran stört, deaktiviert das Feature einfach mit dem Hotkey "Alt + K". In Shadow of the Tomb Raider hingegen machten wir weniger gute Erfahrungen. Das liegt allerdings auch in der Grafikengine des Spiels begründet. Da Radeon Boost derzeit nur Direct X 11 unterstützt, müssen wir Tomb Raider auf jene API reduzieren, was für merkliche Ruckler seitens der Prozessor-Performance des Spiels sorgt.

Von rund 60 Fps in Bewegung auf ca. 140 Fps. Wow! Und da Overwatch generell eher flott gespielt wird, fällt der Unterschied bei der Bildqualität nur marginal auf.So kommt es, dass per Boost zwar die Framerate steigert, aber gleichzeitig auch die Ruckler zunehmen. PCGH hat im Technik-Test zu Shadow of the Tomb Raider ausreichend auf diese Problematik hingewiesen. Wir sprechen für die Archäologin daher aktuell keine Empfehlung aus, zumindest bis das Feature auch unter DirectX 12 funktioniert. Borderlands 3 hat den Beta-Status, was die Direct-X-12-Implementierung angeht, inzwischen zwar überwunden, doch das Spiel läuft auch mit der Direct-X-11-API sehr gut. Wir testen abermals in UHD und können bei ausreichender Bewegung mit der Maus eine Performance-Steigerung von rund 40 Prozent feststellen. In all dem Chaos, welches das Spiel vorzüglich abfeiert, fällt die geringere Auflösung nicht auf. Wir beobachten aber auch hier eine deutliche Reduzierung der Bildqualität in den Menüs und Zwischensequenzen, sofern sie dort die Maus bewegen.

Radeon Software Adrenalin 2020: Radeon Boost Bewertung

Mit Ausnahme von Overwatch sind uns beim Spielen zwar tendenziell niedrige Frametimes aufgefallen, sie fallen aber auch etwas unruhiger aus. Die Frameraten sind "dank" des Radeon Boost dynamisch, so auch die Frametimes. Bei der Bildqualität gibt es kaum etwas zu meckern. Bei 3.840 × 2.160 Bildpunkten wird das Bild in der niedrigsten Einstellung mit Radeon Boost in Bewegung auf 1.920 × 1.080 Pixel reduziert, was für massiv Mehrleistung sorgt. Kein Wunder, immerhin werden dabei rund sechs Millionen Pixel weniger berechnet. Die Grafikkarte wird entlastet, fühlbar höhere Frameraten hängen somit mehr vom verbauten Prozessor ab.

Radeon Boost Vergleich Overwatch

100% Auflösung 50% Auflösung

Radeon Boost Vergleich Borderlands 3

100% Auflösung 50% Auflösung

Für die Vergleichsbilder klicken Sie bitte unterhalb des Bildes auf den Full-HD-Slider, dieser aktiviert den Vergleich in nativer Auflösung des Bildes, in dem Fall mit UHD. Die Unterschiede sind klar sichtbar und wirken nahezu drastisch. Bei einem Standbild ist das zu erwarten. Vergleichsbilder in Bewegung müssen wir Ihnen leider schuldig bleiben, da es sehr schwierig ist, die exakt gleiche Szene in Bewegung festzuhalten. Wir versprechen Ihnen aber, dass es in Bewegung weit weniger schlimm aussieht.

Radeon Software Adrenalin 2020: Radeon Boost Fazit

AMD hat mit Radeon Boost ein sehr interessantes Feature am Start, was insbesondere User älterer Grafikkarten-Generationen ansprechen dürfte. Ein Upgrade der GPU kann so im besten Fall noch etwas nach hinten verschoben werden. Nutzer, die bereits eine Grafikarte vom Schlage einer RX 5700 XT nutzen, dürften bei den unterstützten Spielen etwas mehr Spaß in UHD haben. Bisher werden allerdings nur eine Handvoll Spiele und nur eine API (DirectX 11) unterstützt, was die Funktion für viele User noch nicht greifbar machen dürfte. Wir erwarten, dass AMD bald weitere Updates für den Grafiktreiber bereitstellt. Über jene Weiterentwicklungen werden wir Sie selbstverständlich in Kenntnis setzen.

144
    • Kommentare (144)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Zitat von gastello
        ein Frame wird nach Analyse der Inhalte und deiner Bewegung in einer kleineren Auflösung berechnet und vermutlich je nach Geometrieanteil dynamisch gestreckt. Würde man die Streckung auf das gesamte Bild anwenden - würde man die gesamte Geometrie tropedieren.
        Ja, das klingt zumindest mal plausibel. Das hier die gesamte Geometrie verändert wird oder eben nicht, steht doch außer Frage. Offensichtliches muss man weder untermauern noch wegargumentieren. Möglicherweise war meine Wortwahl "Bild" zu oberflächlich und ungenau gewählt. Sorry, dafür.
        Mit deinem Satz kann man so was anfangen, das würde ich auch so unterschreiben.

        Zitat von gastello
        Wenn Du stehst oder dich nicht bewegst arbeitet der Algorithmus nicht und dann wird auch die Auflösung nicht reduziert.
        Was anderes wurde ja auch, zumindest von mir, nie behauptet. Zumal man sich auch bewegen kann ohne das der Algorithmus eingreift (simples vor, zurück oder seitwärts). Offensichtlich triggert erst eine direkte Kamerapositionsänderung, durch z.B. Mausbewegung, den Algo.

        Zitat von gastello
        Eine Analyse der Ausgabequalität in Review - kann wenn - dann nur in Bewegung stattfinden - alles andere ist der reinste Humbug und was ihr da alles für Unterschiede sehen wollt.
        Die Behauptung das hier nur schnelle Mausbewegungen den Algo triggern ist Humbug! Wobei "schnell" auch wieder relativ ist. Man kann die Maus auch relativ langsam bewegen um "Boost" zu triggern. Je höher man den Faktor setzt (max. 50%) um so sensibler (eben auch schon bei langsamen Mausbewegungen) reagiert der Algo. Möglich das das aber auch von der verwendetet Grafikkarte und somit der Ausgangsleistung abhängig ist. Hab hier keine 2. bessere AMD GraKa als die olle RX 580...nur noch nV.

        Zitat von gastello
        Deshalb würdest Du wenn du die Auflösung im Fokus nicht auf den ursprünglichen Grad belässt - ständig andere Detailgrade in der Mitte des Bildes wahrnehmen (Veränderung der Auflösung im Fokus).
        Das trifft aber auch nur zu wenn man die Bildmitte als Referenz nimmt. Das mag bei HiAlgo so sein, muss es aber bei Radeon Boost nicht! Also könnte man auch Umgekehrt sagen, dass das völlig irrelevant ist da die Ausgangsauflösung für das Frame festgelegt ist (Einstellung im Grafikmenü des Programms/Spiel) und man möglicherweise bei Radeon Boost einen ganz anderen Ansatz verfolgt.

        Zitat von gastello
        Das soll aber gleich scharf bleiben.
        Gleichscharf gegenüber was? Der Ausgangsauflösung? Tut es aber nicht!

        Zitat von gastello
        Genauso funktionierte er unter Skyrim.
        So funktioniert möglicherweise HiAlgo bei Skyrim. Hier geht es aber um die Implementierung bei Radeon Boost und das aufgrund von Mutmaßungen und Annahmen gleichzusetzen, halte ich derzeit noch für etwas weit her geholt.

        Zitat von gastello
        Die ermittelten Frame-Daten (je nach Spiel) werden in einem dazugehörigen Cache gespeichert - weil es anfänglich unter Ruckeln leiden kann. Nach einem Neustart sollte das aber verschwinden (ähnlich wie ein Shadercache).
        Wenn man Radeon Boost aktiviert hat, wird wohl ständig gecached.

        YouTube

        Mal davon ab was das Video zeigen soll. Es lauft nur eine Benchmark ohne jedwede direkte Positionsänderung der Kamera durch Mauseingabe oder Gamepad. Zeigt aber gut das selbst das Caching FPS frisst ohne das der Algo etwas verändert. Oder was soll hier sonst für die FPS Einbußen verantwortlich sein?

        Zitat von gastello
        Daher empfiehlt AMD auch eine Auflösung höher einzustellen - nur dann macht es Sinn (oder am Laptop weil dort die Displays kleiner ausfallen - in Entfernung zum Auge des Spielers).
        Mal angenommen ein recht langsames System schafft in1080p gerade so 30-40 FPS und man stellt nun die Ausgangsauflösung bspw. auf 1440p und tümpel dann bei was ~20 FPS ohne Mausbewegung rum? Da müsste man ja bei aktivierten Radeon Boost ständig die Maus bewegen nur um dann wieder bei 30-40 FPS mit reduzierter Bildqualität zu landen. c'mon! Da kann man auch gleich auf Radeon Boost verzichten (außer man will irgendwelche Screenshots im Spiel machen).

        Zitat von gastello
        Hier probier es einfach aus - wenn Du das Spiel noch hast. Ob es ein Tool gibt das die Pixelanteile im Bild analysen kann mußt du sehen. Tomshardware hatte mal sowas am Start - bei der Analyse von DLSS Auflösungen - vermutlich keine Freeware: HIALGOBOOST GPU UPGRADE at Skyrim Nexus - mods and community
        Hab kein Skyrim...vielleicht findet sich wer anderes der das mal analysieren kann.

        Zitat von gastello
        Ich habe übrigens Bildschirmiitte als Mitte des Kamerafokus erklärt, weil das der Großteil nicht versteht
        Nö, hast du leider nicht:
        Zitat von gastello
        weil HUD in dem Fall Bildmitte ist (Kamera) - wie bei einem Pilotenhelm
        Der Großteil wird hier: HUD = Bildmitte verstehen.
        Aber sicher meinst du HUD Mitte = Bildmitte - was aber eine völlig andere Aussage beschreibt.
        Aber egal, ich verbuche das mal unter Missverständnis meinerseits.

        Zitat von gastello

        das Tracking hat immer einen Ankerpunkt. Die Boundingboxen Match und Referenz um diesen Ankerpunkt herum - sind von der Größe anpaßbar und Referenz dient dem Alogrithmus immer Suchmuster. Das Tracking erfolgt auch nicht am Ankerpunkt, sondern in der Referenzregion (HUD). Es wäre ja wie in der Natur, wo lichtintensive und kontrastreiche Objekte mit vielen markanten Ecken und Kanten besonders hervorstechen. Daher passt es zu Overwatch wohl wunderbar. Die Bewegungsunschärfe an den Rändern bei schneller Kamerarotation - nimmt ja zu, desto weiter sie vom Ankerpunkt entfernt sind. Und genau das analysiert auch der Algorithmus - ich könnte die vom Ankerpunkt sehr weit entfernen Pixel auf deren Achse gar nicht scharf wahrnehmen, weil sie in Wirklichkeit auch aus meinem Augenwinkel verschwinden würden. Daher kann ich die Anzahl auch reduzieren.

        Probleme gibt es immer dann - wenn sich die Referenzregion grundlegend ändert - dann braucht der Algorithmus je nach Faktor Zeit um ausreichend Daten zu sammeln und dann sinnvoll nachzuschärfen. Womöglich stülpt AMD sogar einen Denosier drüber - was dann die Unschärfe im gesamten Bild begründet. Man versucht das winkelabhängige zu langsame AA zu kaschieren.
        Ich lass das mal so stehen. Danke für deine Erläuterung.

        H.a.n.d.
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Zitat von gastello
        ein Frame wird nach Analyse der Inhalte und deiner Bewegung in einer kleineren Auflösung berechnet und vermutlich je nach Geometrieanteil dynamisch gestreckt. Würde man die Streckung auf das gesamte Bild anwenden - würde man die gesamte Geometrie tropedieren.
        Ja, das klingt zumindest mal plausibel. Das hier die gesamte Geometrie verändert wird oder eben nicht, steht doch außer Frage. Offensichtliches muss man weder untermauern noch wegargumentieren. Möglicherweise war meine Wortwahl "Bild" zu oberflächlich und ungenau gewählt. Sorry, dafür.
        Mit deinem Satz kann man so was anfangen, das würde ich auch so unterschreiben.

        Zitat von gastello
        Wenn Du stehst oder dich nicht bewegst arbeitet der Algorithmus nicht und dann wird auch die Auflösung nicht reduziert.
        Was anderes wurde ja auch, zumindest von mir, nie behauptet. Zumal man sich auch bewegen kann ohne das der Algorithmus eingreift (simples vor, zurück oder seitwärts). Offensichtlich triggert erst eine direkte Kamerapositionsänderung, durch z.B. Mausbewegung, den Algo.

        Zitat von gastello
        Eine Analyse der Ausgabequalität in Review - kann wenn - dann nur in Bewegung stattfinden - alles andere ist der reinste Humbug und was ihr da alles für Unterschiede sehen wollt.
        Die Behauptung das hier nur schnelle Mausbewegungen den Algo triggern ist Humbug! Wobei "schnell" auch wieder relativ ist. Man kann die Maus auch relativ langsam bewegen um "Boost" zu triggern. Je höher man den Faktor setzt (max. 50%) um so sensibler (eben auch schon bei langsamen Mausbewegungen) reagiert der Algo. Möglich das das aber auch von der verwendetet Grafikkarte und somit der Ausgangsleistung abhängig ist. Hab hier keine 2. bessere AMD GraKa als die olle RX 580...nur noch nV.

        Zitat von gastello
        Deshalb würdest Du wenn du die Auflösung im Fokus nicht auf den ursprünglichen Grad belässt - ständig andere Detailgrade in der Mitte des Bildes wahrnehmen (Veränderung der Auflösung im Fokus).
        Das trifft aber auch nur zu wenn man die Bildmitte als Referenz nimmt. Das mag bei HiAlgo so sein, muss es aber bei Radeon Boost nicht! Also könnte man auch Umgekehrt sagen, dass das völlig irrelevant ist da die Ausgangsauflösung für das Frame festgelegt ist (Einstellung im Grafikmenü des Programms/Spiel) und man möglicherweise bei Radeon Boost einen ganz anderen Ansatz verfolgt.

        Zitat von gastello
        Das soll aber gleich scharf bleiben.
        Gleichscharf gegenüber was? Der Ausgangsauflösung? Tut es aber nicht!

        Zitat von gastello
        Genauso funktionierte er unter Skyrim.
        So funktioniert möglicherweise HiAlgo bei Skyrim. Hier geht es aber um die Implementierung bei Radeon Boost und das aufgrund von Mutmaßungen und Annahmen gleichzusetzen, halte ich derzeit noch für etwas weit her geholt.

        Zitat von gastello
        Die ermittelten Frame-Daten (je nach Spiel) werden in einem dazugehörigen Cache gespeichert - weil es anfänglich unter Ruckeln leiden kann. Nach einem Neustart sollte das aber verschwinden (ähnlich wie ein Shadercache).
        Wenn man Radeon Boost aktiviert hat, wird wohl ständig gecached.

        YouTube

        Mal davon ab was das Video zeigen soll. Es lauft nur eine Benchmark ohne jedwede direkte Positionsänderung der Kamera durch Mauseingabe oder Gamepad. Zeigt aber gut das selbst das Caching FPS frisst ohne das der Algo etwas verändert. Oder was soll hier sonst für die FPS Einbußen verantwortlich sein?

        Zitat von gastello
        Daher empfiehlt AMD auch eine Auflösung höher einzustellen - nur dann macht es Sinn (oder am Laptop weil dort die Displays kleiner ausfallen - in Entfernung zum Auge des Spielers).
        Mal angenommen ein recht langsames System schafft in1080p gerade so 30-40 FPS und man stellt nun die Ausgangsauflösung bspw. auf 1440p und tümpel dann bei was ~20 FPS ohne Mausbewegung rum? Da müsste man ja bei aktivierten Radeon Boost ständig die Maus bewegen nur um dann wieder bei 30-40 FPS mit reduzierter Bildqualität zu landen. c'mon! Da kann man auch gleich auf Radeon Boost verzichten (außer man will irgendwelche Screenshots im Spiel machen).

        Zitat von gastello
        Hier probier es einfach aus - wenn Du das Spiel noch hast. Ob es ein Tool gibt das die Pixelanteile im Bild analysen kann mußt du sehen. Tomshardware hatte mal sowas am Start - bei der Analyse von DLSS Auflösungen - vermutlich keine Freeware: HIALGOBOOST GPU UPGRADE at Skyrim Nexus - mods and community
        Hab kein Skyrim...vielleicht findet sich wer anderes der das mal analysieren kann.

        Zitat von gastello
        Ich habe übrigens Bildschirmiitte als Mitte des Kamerafokus erklärt, weil das der Großteil nicht versteht
        Nö, hast du leider nicht:
        Zitat von gastello
        weil HUD in dem Fall Bildmitte ist (Kamera) - wie bei einem Pilotenhelm
        Der Großteil wird hier: HUD = Bildmitte verstehen.
        Aber sicher meinst du HUD Mitte = Bildmitte - was aber eine völlig andere Aussage beschreibt.
        Aber egal, ich verbuche das mal unter Missverständnis meinerseits.

        Zitat von gastello

        das Tracking hat immer einen Ankerpunkt. Die Boundingboxen Match und Referenz um diesen Ankerpunkt herum - sind von der Größe anpaßbar und Referenz dient dem Alogrithmus immer Suchmuster. Das Tracking erfolgt auch nicht am Ankerpunkt, sondern in der Referenzregion (HUD). Es wäre ja wie in der Natur, wo lichtintensive und kontrastreiche Objekte mit vielen markanten Ecken und Kanten besonders hervorstechen. Daher passt es zu Overwatch wohl wunderbar. Die Bewegungsunschärfe an den Rändern bei schneller Kamerarotation - nimmt ja zu, desto weiter sie vom Ankerpunkt entfernt sind. Und genau das analysiert auch der Algorithmus - ich könnte die vom Ankerpunkt sehr weit entfernen Pixel auf deren Achse gar nicht scharf wahrnehmen, weil sie in Wirklichkeit auch aus meinem Augenwinkel verschwinden würden. Daher kann ich die Anzahl auch reduzieren.

        Probleme gibt es immer dann - wenn sich die Referenzregion grundlegend ändert - dann braucht der Algorithmus je nach Faktor Zeit um ausreichend Daten zu sammeln und dann sinnvoll nachzuschärfen. Womöglich stülpt AMD sogar einen Denosier drüber - was dann die Unschärfe im gesamten Bild begründet. Man versucht das winkelabhängige zu langsame AA zu kaschieren.
        Ich lass das mal so stehen. Danke für deine Erläuterung.

        H.a.n.d.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Zitat von BraveNeo
        Kannst du das auch? Was du hier postest ist doch völlig themenlos, der nächste Spezi in diesem Forum. Noch nie was von statisch und variabel gehört? Lass mal gut sein, was man von dir so liest reicht nicht mal für einen F... . Welcher Schaffe Account bist du? Nr. 25?

        Welche Vergleichsbilder sollen das sein, die die du mit einer Capturecard streamst. Ich lach mich schlapp, das wird alles per Code komprimiert und natürlich sieht das dann absolut daneben aus.

        Du weisst doch gar nicht worüber Du redest. Schaffe....
        Also, ich bin ich und niemand anderes! Darüber hinaus kann ich sogar ganz ohne schlechtes Gewissen behaupten, Neutralität braucht man bei mir nicht vermissen.
        Du solltest dich eingehend mit der Funktionsweise von Radeon Boost beschäftigen und, oder einfach mal den Bericht von PCGH lesen, da steht schon vieles drin. Zwar auch weniger kritisch als bei DLSS und bei Nvidia, aber auch das ist ja normal, alles nur Menschen und tagesformabhängig.
      • Von HardwareHighlander
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Zitat von BraveNeo
        Kannst du das auch? Was du hier postest ist doch völlig themenlos, der nächste Spezi in diesem Forum.
        Themenlos bist du und dein AlterEgo gastello unterwegs.
        Ich weiß nicht wie oft man es noch thematisieren soll, aber VRS oder die Funktionsweise von HiAlgo ist hier nicht das Thema.
        Radeon Boost reduziert die Auflösung global und nicht nur in Randbereichen, habs mir heute auf dem Rechner der besseren Hälfte auf einer alten RX 580 angesehen.
        Dieses persönliche Nachtreten, obwohl man eindeutig falsch liegt, ist einfach nur unnötig.

        Zitat von BraveNeo
        Noch nie was von statisch und variabel gehört? Lass mal gut sein, was man von dir so liest reicht nicht mal für einen F... . Welcher Schaffe Account bist du? Nr. 25?
        Mir ist unklar was du bezweckst. Es geht hier um Radeon Boost und das macht eben nicht das von dem ihr hier tratscht.

        Zitat von BraveNeo
        Die HUD Mitte wäre also gleichzusetzen mit der Bildschirmmitte oder dem Ankerpunkt in der Bildschirmmitte.
        Schau doch mal in der FAQ was ein HUD ist.
      • Von BraveNeo
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Zitat von gastello
        Du bist heute wieder auf Krawall gebürstet - oder?

        Dann mal Tacheless: ...das Tracking hat immer einen Ankerpunkt. Die Boundingboxen Match und Referenz um diesen Ankerpunkt herum - sind von der Größe anpaßbar und Referenz dient dem Alogrithmus immer Suchmuster. Das Tracking erfolgt auch nicht am Ankerpunkt, sondern in der Referenzregion (HUD). Es wäre ja wie in der Natur, wo lichtintensive und kontrastreiche Objekte mit vielen markanten Ecken und Kanten besonders hervorstechen. Daher passt es zu Overwatch wohl wunderbar. Die Bewegungsunschärfe an den Rändern bei schneller Kamerarotation - nimmt ja zu, desto weiter sie vom Ankerpunkt entfernt sind. Und genau das analysiert auch der Algorithmus - ich könnte die vom Ankerpunkt sehr weit entfernen Pixel auf deren Achse gar nicht scharf wahrnehmen, weil sie in Wirklichkeit auch aus meinem Augenwinkel verschwinden würden. Daher kann ich die Anzahl auch reduzieren.

        Probleme gibt es immer dann - wenn sich die Referenzregion grundlegend ändert - dann braucht der Algorithmus je nach Faktor Zeit um ausreichend Daten zu sammeln und dann sinnvoll nachzuschärfen. Womöglich stülpt AMD sogar einen Denosier drüber - was dann die Unschärfe im gesamten Bild begründet. Man versucht das winkelabhängige zu langsame AA zu kaschieren.

        Eigentlich ist das reinstes Hoollywood - weil man dort schon lange eine Art Matchmoving einsetzt - um in Filmszenen den Fokus auf bestimmte Objekte zu richten. Das aber Bild für Bild aufgenommen wird und nicht Realtime abläuft.

        Gute Nacht.
        Matchmoving bewegt sich aber an unterschiedlichen Positionen über das Bild, so dass sich der Ankerpunkt in seiner Position über das Bild bewegt. Der PC Shooter und sein Fadenkreuz bleiben immer in Bildschirmmitte, Skyrim ist das beste Beispiel dafür. Das gesamte Bild bewegt sich um diesen Bildmittelpunkt herum. Die HUD Mitte wäre also gleichzusetzen mit der Bildschirmmitte oder dem Ankerpunkt in der Bildschirmmitte. Es wäre in der Tat sehr einfach einen Bereich um diese geschärft zu lassen weil sich die Koordinaten nie ändern. Die Beschleunigungswerte am Bildschirmrand blieben immer gleich hoch, weil auch die statische Pixelmenge immer gleich hoch bleibt. Man könnte dann tatsächlich eine Fläche definieren die außerhalb des HUD liegen würde und in der die Auflösung reduziert würde. Die stretch man dann auf die gewünschte Bildgrösse ohne deren Pixelmenge zu verändern. Mit dem Bloom um diese innere Fläche herum erzeugt man Unschärfe und eine Art Tunnelblick auf den Fokus. Das man das gesamte Bild filtern muss wäre denkbar. Sonst würde man wahrscheinlich die unterschiedlich aufgelösten Bildbereiche wahrnehmen. Es gäbe vermutlich zu harte Einschnitte bei 50 oder 66igen Faktor.

        Nvidia entrauscht mit DLSS das Bild weil die Rays viel zu wenig Pixel schießen. Ist nichts anderes. Das sie eine Auflösung runter müssen liegt genau daran. Das Problem hätte AMD in der Form so nicht.
      • Von Gast1762557003
        AW: Radeon Software 2020: Radeon Boost bringt bis zu 130 Prozent mehr Fps - was macht die Bildqualität?

        Ich hoffe das Gurdi bald wieder da ist und uns mal ausführlich darüber berichtet wie das alles abläuft. Auch wenn er hin und wieder mal Pro AMD argumentiert traue ich seinen Aussagen und sind auch fundiert.
        Ich kann es leider nicht selbst testen aber es würde mich brennend interessieren. Dieses hin und her in einem Ton, redet ihr auch so wenn man ein Problem mit dem Chef hat? Man stelle sich vor ein Laie will sich darüber informieren und ließt sowas. Was soll er nun glauben
        Ich muss gestehen, ich für meinen Teil sehe es auch so das dass gesamte Bild runter skaliert wird. Gern lass ich mich dennoch eines besseren belehren. Wie ich schon mal fragte wäre es interessant zu wissen ob dieser Eingriff einen Einfluss auf den Input Lag hat und ab wann denn skaliert wird? Wie definiere ich eine Mausbewegung? Ich spiele eher mit hoher DPI und wäre dann wohl ständig betroffen?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk