Duke Nukem Forever

Duke Nukem Forever angespielt - Von Kotwürsten, DirectX 11 und Monstertrucks

Er galt als König der Vaporware und nach der Pleite von 3D Realms hatten die Fans schon alle Hoffnung begraben, den blonden Muskelprotz mit den markigen Sprüchen je wieder auf eine Monitor bestaunen zu können. Jetzt haben sich Gearbox (Brothers in Arms, Borderlands) und 2K sich des Spiels angenommen und präsentierten gestern eine spielbare Demo-Version von Duke Nukem Forever. (Frank Stöwer, 05.10.2010)
 
Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (5)
 
Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Im Rahmen einer von Gearbox-Chef Randy Pitchford und -Vize Steve Gibson geleiteten Präsentation in München dürften wir eine brandneue Vorführversion anspielen, die der Duke-Entwickler extra für die Vorstellung des Titels in Europa angefertigt hat. Die Demo, die wir aus "Sicherheitsgründen" lediglich mit einem Xbox-360-Controller zocken durften, setzte sich aus dem regulären Start des Spiels sowie einem Canyon-Level (ungefähr zwei Drittel der Spielzeit) zusammen.

Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (38)
 
Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (38) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Duke Nukem Forever: Von Kotwürsten und Pissoirs
Duke-typisch startet der Spieler auch gleich vor einem Pissoir im Umkleideraum eines Football-Stadions und steuert den Duke beim Verrichten seiner virtuellen Notdurft. Die legendäre "Piss-Szene" war ja schon beim ersten Duke-Teil vorhanden und stimmt schon mal auf den schrägen und kernigen Humor ein, der den Duke als Computerspielheld groß gemacht hat - es soll sogar möglich sein, Kotwürste an die Wand zu klatschen. Darauf verzichteten wir allerdings und warfen lieber einen Blick auf die uns gebotene Grafik: Die Fliesen an der Wand wirken plastisch, Specular-Maps sorgen für den nötigen Glanz, der manchmal schon etwas übertrieben wirkt und die Wasserdarstellung - zu beobachten an den beiden Sprudelbädern vor Ort - ist auch akzeptabel. Um uns mit der Steuerung vertraut zu machen, durften wir noch eine paar sinnlose Kritzeleien auf einem virtuellen Wipeboard hinterlassen, bevor es dann in einem Arenakampf mit dem Raketenwerfer gegen einen Duke-typisch skurril ausschauenden Boss-Gegner zur Sache ging.

Duke Nukem Forever: Grafik zeitgemäß, mehr aber auch nicht
Das Gefecht demonstrierte nicht nur, dass bei Duke Nukem Forever zünftiger Ballerspaß ganz groß geschrieben wird. Es zeigte auch, welche Optik man von dem Renderer erwarten kann, der von 3D Realms übernommen wurde und auf der Unreal-Engine-2-Technologie basiert. Die Explosionen, Feuer- sowie Wettereffekte sind hübsch anzuschauen, die Gegnermodelle sind detailliert, der Rauch wirkt dreidimensional und Wassertropfen sowie Blutspritzer werden auf dem Bildschirm sichtbar. Dazu kommen die üblichen aus der Filmindustrie entliehenen Effekte wie Tiefen- und Bewegungsunschärfe. Auch die Texturauflösung passt und die Beleuchtung ist stimmig.

Trotzdem spielt Duke Nukem Forever in puncto Optik nicht in der Königsklasse. Die Grafik ist zwar ganz nett, steht aber, wie uns der Gearbox-Vizepräsident Steve Gibson im anschließenden Interview bestätigt, nicht im Vordergrund der Entwicklung. Sie solle lediglich "current", also zeitgemäß ausfallen, und das ist Gearbox unserer Meinung dann doch gelungen.

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Duke Nukem Forever: Physik und DX11
Der anschließende Canyon-Level gab uns dann einen ersten Eindruck wie 3D Realms/Gearbox Fahrzeuge als Spielelement umgesetzt haben. Die Physik der Vehikel - wir heizten mit einem Monster-Truck durch die Schluchten der Felslandschaft - ist einfach, die Steuerung scheint für einen Xbox-360-Controller als Eingabegerät optimiert zu sein. Die Canyon-Fahrt lieferte aber auch einen Einblick in die Leistung der Physik-Engine, die Gearbox laut Randy Pitchford ebenfalls in die von 3D Realms gelieferte Basistechnologie eingebauen musste. Der Duke kann zwar einige Gegenstände der Spielwelt zerstören. Generell folgt die Physik allerdings gescripteten Pfaden und fallt daher durchschnittlich aus. Des Weiteren konnten wir einen Blick auf die verschiedenen Schießprügel werfen, mit denen sich der Duke nach Verlassen seines Trucks gegen seine Widersacher beim erneuten Versuch, die Welt zu retten, zur Wehr setzt. Egal ob Schrotflinte, Plasmakanone, Rail- oder Shrink-Gun, die Scharmützel waren unterhaltsam und machen den Großteil des Spielspaßes aus. Was allerdings nervte, war ein über das Bild gelegter Griesel-Effekt (Grain-Filter), der die an sich doch gelungene Optik störte.

Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (28)
 
Duke Nukem Forever angespielt - Demo in München (28) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Natürlich versuchten wir den Machern von Gearbox auch Details zur Technik von Duke Nukem Forever zu entlocken. Im anschließenden Gespräch verriet uns Randy Pitchford, der nach wie vor in engem Kontakt mit George Broussard und Scott Miller steht, unter anderem, dass der Titel für PCs mit Mehrkernprozessoren optimiert sei. Die PC-Version biete außerdem dank höherer Textur- und Bildschirmauflösung die beste Optik. Eine Unterstützung für 3D-Vision sei nicht auszuschließen und die Duke Nukem Forever-Engine würde sogar DirectX 11 unterstützen, so Pitchford. Direct X 11 verbessere jedoch nicht die Optik, sondern beschleunigt nur den Rendervorgang.

Duke Nukem Forever: Systemanforderungen und Fazit
Hardwareanforderungen kommunizierte Gearbox auf dem Termin noch nicht. Auf dem Präsentations-PC (Core i7-920, Geforce GTX 480 und 6 GiByte RAM) lief der Titel in einer Auflösung von 1.920 x 1.080 butterweich mit gefühlt hohen Frameraten, eine Installation von Fraps oder das Ändern der Grafik-Einstellungen war aufgrund der bereits oben erwähnten Sicherheitsmaßnahme nicht möglich. In Anbetracht der eher durchschnittlichen Optik sollte der Titel auch auf einem Mittelklasse-System bei vollen Details ruckelfrei laufen.

Fazit: Elemente wie die Toiletten-Szene, Mädchen in Schuluniform in eindeutigen Posen, frauenfeindliche und nicht immer jugendfreie Sprüche, der Stinkefinger und literweise Pixelblut sind auch im neuen Duke-Nukem-Teil vertreten und liefern den Fans genau den überzogenen Helden, den sie haben wollen. Insgesamt geht es hier weniger um Technik, als um ein besonderes Spielgefühl, nämlich unkomplizierten oft überzogenen Shooter-Spaß. Das lange Warten hat sich gelohnt, "hail to the King, baby!"

Hinweis: Eine Zusammenfassung der Erlebnisse der drei PCGHX-Teilnehmer folgt in den nächsten Minuten.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
Alle Infos zu Crysis 2, dem Ego-Shooter von Crytek, finden Sie auf der Themenwebseite. Alle News und Gerüchte zu Battlefield 3, dem Shooter von EA/DICE, finden Sie auf der PCGH-Themenwebseite. Die ersten Infos zu Modern Warfare 3, dem Shooter von Activision, finden Sie auf der PCGH-Themenwebseite.
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
Razor2408
Software-Overclocker
07.10.2010 10:14
AW: Duke Nukem Forever angespielt - Von Kotwürsten, DirectX 11 und Monstertrucks

Es kann und wird auch nicht rankommen. Das darf man gar nicht erwarten, wie will man an eine Legende, einen Mythos rankommen?

Es soll einfach Spaß machen und Duke-mäßig werden, das ist schon alles was man erwarten kann.

Big D
Komplett-PC-Aufrüster
07.10.2010 08:07
AW: Duke Nukem Forever angespielt - Von Kotwürsten, DirectX 11 und Monstertrucks

Ich weiß nich ob Forever an den Stil der alten Teile rankommt...die sind ja legendär...

SaEfT
Komplett-PC-Käufer
06.10.2010 11:47
AW: Duke Nukem Forever angespielt - Von Kotwürsten, DirectX 11 und Monstertrucks

den duke mit nem controller steuern

sieht bis jetzt nur OK aus mehr aber auch nicht

die animationen vom druke selber wo man ihm im spiegel bei so manch einem video schon gesehen hat waa wie nen stock im A****

 
 
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