PCGH Retro, 28. Juni [Quelle: siehe Bildergalerie]
… 2000: Nvidia kündigt mit der Geforce 2 MX, die an diesem 28. Juni offiziell vorgestellt wird, eine kleine Revolution an. Hinkten frühere Mittelklasse- und Einsteigergrafikarten nicht nur in Sachen Leistungsfähigkeit sondern auch beim Funktionsumfang hinterher, macht die Geforce 2 MX zumindest mit letzterem Manko Schluss - wesentlich weniger flink als die High-End-Karten ist sie dennoch. So ganz uneigennützig war dieser Schritt von Nvidia allerdings nicht. Im Gegensatz zu früheren Generationen, die oft bestehende Möglichkeiten einfach erweiterten (Triangle-Setup auf der Grafikkarte, Single-Pass-Multitexturing) verlangte das Hardware-TnL der Geforce-Karten nach der speziellen Liebe der Programmierer und war zudem eines der Merkmale, die die Konkurrenz in Form von 3dfx nicht bot. Doch ohne direkte Unterstützung des Spiels lag die Technik brach. Die Geforce 2 MX sollte durch die größere Verbreitung im Mainstream Entwickler dazu ermutigen, HTnL auch zu nutzen. Bis das jedoch flächendeckend geschah, vergingen Jahre. Eine ähnliche Strategie fuhr Ati mit der Radeon 9000/9200/9250/9280, bei denen trotz Einstufung in niedrigere Preissegmente Pixel-Shader 1.4 und Vertex-Shader 1.1 vorhanden waren, sodass zumindest die Shader-Technologie, wenn auch nicht in der damals aktuellen 2.0-Version, weitere Verbreitung erfuhr und man zumindest vom reinen Multitexturing weggkam. Zudem erhoffte man sich auch mehr Akzeptanz bei den Programmierern, da das PS-1.4-Phasenkonzept und die erweiterten Möglichkeiten gegenüber PS 1.1-1.3 bereits eher in Richtung der 2.0-Shader von DirectX 9 ging. Natürlich bot letzteres nochmals weitaus größere Möglichkeiten.
… 2000: Eine der wohl bekanntesten Marken im PC-Bereich, der "Pentium" wird 4. Nein, nicht 4 Jahre, sondern zum vierten Mal aufgelegt. Was zu diesem Zeitpunkt, als die bislang als Willamette codebenamte CPU-Familie offiziell den Namen Pentium 4 erhielt, die breite Öffentlichkeit noch nicht weiß: Mit dem Pentium 4 ist Intel - wohl bedingt durch das Gigahertz-Rennen der letzten Jahre - auf dem Irrweg. Die Architektur ist explizit auf das Erreichen hoher Taktfrequenzen getrimmt und vernachlässigt dabei eine gute Pro-MHz-Leistung. Anfangs ist Intel optimistisch, der Architektur irgendwann einmal bis zu 10 Gigahertz entlocken zu können, doch die schnellsten Serien-Pentium-4s sollten maximal 3,8 GHz erreichen und dabei zu regelrechten Heizöfen mutieren. Schlimmer noch: Im Gegensatz zum Vorgänger Pentium 3 wird der Pentium 4 nicht mehr damit beworben, das Internet zu beschleunigen.
Beste Voraussetzungen also für AMD, mit dem "Hammer" genannten Ahtlon 64 ein paar Jahre an der Dominanz des Platzhirsches Intel zu knabbern.
… 2004: Als ob eine 500-Euro-Grafikkarte nicht genug wäre, sollen ab sofort wirkliche Enthusiasten und High-End-Gamer die fettesten (und später auch nicht so fette) Geforce-Grafikkarten gleich im Doppelpack kaufen. Denn wenn es nach Nvidia geht, ist mit der heutigen Vorstellung der SLI-Technik nun die doppelte Grafikpower pro PC mit PCI-Express-Steckplätzen vorhanden. SLI klingt dabei zwar wie das 3dfx'sche Scanline-Interleave, doch obwohl Nvidia die Patente und Marken des ehemaligen Konkurrenten besitzt, steht das neue SLI nunmehr für Scalable Link Interface und verbindet zunächst zwei Geforce 6800 Ultra oder GT mit PCI-Express-Anschluss. In Tim Sweeney, unter anderem Macher der Unreal Engine 3, findet Nvidia einen willigen Abnehmer für soviel Grafikleistung. "Die Unreal Engine 3", so Sweeney, "hat einen unstillbaren Appetit auf Füllrate und Polygondurchsatz. Shader-Programme mit 50 bis 100 Anweisungen für jeden einzelnen Pixel erlauben fortschrittliche..." und so weiter und so fort, bis er schließlich SLI lobt, bis zur doppelten Performance für Next-Gen-Spiele zu bringen.
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Lötkolbengott
29.06.2011 13:50
News über einen Fail nach dem anderen wenn man so will
Lang ists her...
PC-Selbstbauer
28.06.2011 11:19
Beim Athlon Xp stimmt das leider nur in bedingten Fällen, wurden FSB und Ramtakt 1:1 gesetzt, gab es für den Athlon XP keinen Vorteil in der Speicherbandbreite, den gab es nur dann wenn der Ram langsamer taktete als der FSB. Auch ist mit 3 Bänken kein Vorteil bei der Menge vorhanden.
Beim Pentium 4 stimmt die Aussage hingegen in Verbindung Springdale (865 Series) Chipsätzen und allem was neuer ist, und das der Pentium 4 abhängig von den Speicherbandbreiten war ist durchaus bekannt.
Und das beim Athlon 64 viele Speicher wegen der Signalwegverkürzung und straffen Anbindung nicht richtig harmonierten lag nicht nur am A64 selber. Natürlich hatte der auch seine Schuld, bloss meist war das nur unter Vollbestückung.
Software-Overclocker
28.06.2011 09:54
Mein zweiter selbst gekaufter PC war ein Intel Pentium 4 mit 1,4GHz