Escom kauft Commodore-Reste, ILOVEYOU geht um und Intel stellt 3D-Transistoren vor (PCGH Retro, 04. Mai)
Escom kauft weitgehende Recht am Commodore-Portfolio, der ILOVEYOU-Virus geht um und Intel stellt offiziell 3D-Transistoren vor - das geschah am 04. Mai. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 1995: Die Escom AG, eine damals bekannte Computer-Einzelhandelskette in Deutschland, ersteht für 10 Millionen US-Dollar die Rechte an Markennamen, Patenten und geistigen Eigentums von Commodore inklusive des bei Spielern sehr beliebten Computers Amiga. Die Pläne, die Marke gewinnbringend im PC-Markt neu zu etablieren, scheitern jedoch.
… 1998: Mit voyagerstravel.com wird die zweimillionste Internet-Adresse registriert.
… 2000: Der ILOVEYOU-Virus geht um die Welt. Die Schadsoftware, welche Musik- und Bilddateien vom infizierten Rechner löscht und sich selbst an sämtliche Einträge im E-Mail-Adressbuch verschickt, legt sogar größere Netze lahm. Unter anderem das britische Unterhaus und Ford müssen ihre Server vorübergehend vom Netz nehmen, um die Bedrohung eindämmen zu können.
… 2011: Transistoren belegen Chipfläche und während zusätzliche Schaltungen Chips in der Regel schneller machen, tragen sie auch zu den Herstellungskosten bei - nichts also liegt näher, nach immer neuen Wegen zu forschen, die benötigte Fläche so gering wie möglich zu halten. Intel stellte am heutigen Tage die 3D-Transistoren oder auch Tri-Gate vor, von anderen Firmen auch FinFET genannt, welche in der kommenden Ivy-Bridge-CPU-Generation zum Einsatz kommen sollen. Laienhaft gesprochen wird der bebaubare Block statt mit Einfamilienhäusern mit Wolkenkratzern bebaut. Das spart entweder Platz für die gleiche Menge an Bewohnern oder erlaubt viel mehr Bewohner bei gleicher Blockgröße - von der doppelten Packdichte ist die Rede. So kommen wir auch zu den Vorteilen im Bezug auf das Produkt Ivy Bridge: Intel nennt wenig Konkretes, aber zunächst einmal sind die Leckströme bei FinFET wesentlich geringer als bei der herkömmlichen Bauweise, denn nicht alle Transistoren können komplett abgeschaltet werden. Intel wirft die Zahl 50 Prozent im Vergleich zum 32-nm-Prozess in den Raum. Außerdem schalten 3D-Tri-Gates in Stromspar-CPUs um bis zu 37 Prozent schneller bei gleichzeitig niedriger Spannung und brauchen durch die dreidimensionale Anordnung weniger Platz.High-End-Prozessoren sollen immerhin noch 18 Prozent schneller sein. Eine aktuelle CPU würde demnach weniger Platz und Strom brauchen und dabei schneller arbeiten.


Der Virus hatte mich zum Glück nicht erwischt.
Der Beitrag war viertausend Jahre alt! xD
Aber aktuell waren die News wieder oben und ich las deinen Beitrag da zufällig mit ^^ Da sinnierte ich auch bisschen mit
Da war 0 Optimierung und 0 Polishing. Der Soundtrack war "super" und somit war das die bis dato teuerste Musik-CD in meiner Sammlung.
Escom hatte damals 120 Mio. DM Schulden, welche durch Misswirtschaft aus dem PC-Sektor kamen. Zufällig erst wieder beim virtuellen Durchblättern sämtlichter Amiga Joker Hefte gelesen. Auch die guten Verkäufe des A 1200 hätten Escom niemals retten können.
Und VisCorp, ein Hersteller von Settop-Boxen? Die hatten ja mal so gar keine Ahnung, was sie mit dem Amiga anstellen sollten.
Es hätte ein Unternehmen gebraucht, welches das Know How und das Kapital gehabt hätte, einen Amiga und einen CD32-Nachfolger mit entsprechenden 3D-Fähigkeiten zu bauen, welche der PSX mindestens ebenbürtig gewesen wären und natürlich Entwickler, die die Hardware entsprechend auszureizen und nutzen zu wissen hätten.
Die Games, die dann noch für AGA-Amigas kamen, nutzten die Hardware nicht sonderlich gut. Klar, es gab ein paar 3D-Shooter, XTreme-Racing, die Pinball Games von 21st Century Entertainment, ein paar gute Games von Ocean und Psygnosis... und sonst so? Ein Body Blows hatte kein Prallax-Scrolling. Der einzige wirkliche Brecher von Team 17 war Alien Breed 3D II - The Killing Grounds für Turbo-Amigas. Das erste begeisterte mich noch am CD32 wegen der Musik und der Atmosphäre und weil halt sowas auf dem Amiga neu war und das Wasser echte Transparenz hatte... aber das Geruckel, der Pixelbrei, der kleine Bildausschnitt und gerade mal 4-5 Gegnervariationen... Nee.
Da war halt der PC dann schon meilenweit voraus.
Der Beitrag war viertausend Jahre alt! xD
Das fiel damals in die Zeit des Generationswechsels und damals gab es ja einige Mitstreiter. Jaguar, CD32, 3DO waren alles Nischenkonsolen, die den Markt fragmentiert haben. Da haben viele Leute ihr Vertrauen nicht reingesetzt, zumal man damals ja auch wusste, dass Nintendo früher oder später eine neue Kiste bringt, dass Sega was neues macht und dass sich mit der PlayStation was großes ankündigt. Klar hat es mit dem Nebel64 dann ewig gedauert, wusste man damals aber noch nicht, so dass viele Leute einfach auch abgewartet haben und dann aus Ungeduld später dann eher zur PlayStation gegriffen haben, statt zu 3DO, Jaguar oder eben CD32. Lag ja auch gerade mal ein Jahr dazwischen zu PSX und Saturn.
Man wusste damals auch schon, dass 3D-Grafik das nächste große Ding wird, da man es entweder persönlich aus der Arcade mitbekommen hat oder zumindest überall davon las. Man wusste auch, dass Sony, Nintendo und Sega klar darauf bauen. Da haben die oben genannten "Zwischen-Konsolen" eben im Vergleich viel zu wenig Fortschritt gegenüber SNES, MD, PCE und NG geboten und waren dem, was nur kurze Zeit danach kam, in der Hinsicht natürlich gnadenlos unterlegen.
Die CD-Technik allein hat auch niemanden mehr zu Begeisterungsstürmen hingerissen, das gabs schließlich schon vorher.
Vor allem war die Arcade dem, was man auf diesen Konsolen geboten bekam, wirklich MEILENWEIT voraus, das waren ja Welten! Sowas wollten die Leute zu Hause, das war auf den Kisten aber nicht möglich (im Gegensatz zu den Konsolen, die kurz darauf kamen), also wurde es da auch relativ schnell still drum.
Da war 0 Optimierung und 0 Polishing. Der Soundtrack war "super" und somit war das die bis dato teuerste Musik-CD in meiner Sammlung.
Escom hatte damals 120 Mio. DM Schulden, welche durch Misswirtschaft aus dem PC-Sektor kamen. Zufällig erst wieder beim virtuellen Durchblättern sämtlichter Amiga Joker Hefte gelesen. Auch die guten Verkäufe des A 1200 hätten Escom niemals retten können.
Und VisCorp, ein Hersteller von Settop-Boxen? Die hatten ja mal so gar keine Ahnung, was sie mit dem Amiga anstellen sollten.
Es hätte ein Unternehmen gebraucht, welches das Know How und das Kapital gehabt hätte, einen Amiga und einen CD32-Nachfolger mit entsprechenden 3D-Fähigkeiten zu bauen, welche der PSX mindestens ebenbürtig gewesen wären und natürlich Entwickler, die die Hardware entsprechend auszureizen und nutzen zu wissen hätten.
Die Games, die dann noch für AGA-Amigas kamen, nutzten die Hardware nicht sonderlich gut. Klar, es gab ein paar 3D-Shooter, XTreme-Racing, die Pinball Games von 21st Century Entertainment, ein paar gute Games von Ocean und Psygnosis... und sonst so? Ein Body Blows hatte kein Prallax-Scrolling. Der einzige wirkliche Brecher von Team 17 war Alien Breed 3D II - The Killing Grounds für Turbo-Amigas. Das erste begeisterte mich noch am CD32 wegen der Musik und der Atmosphäre und weil halt sowas auf dem Amiga neu war und das Wasser echte Transparenz hatte... aber das Geruckel, der Pixelbrei, der kleine Bildausschnitt und gerade mal 4-5 Gegnervariationen... Nee.
Da war halt der PC dann schon meilenweit voraus.