PCGH-Retro, 8. Dezember [Quelle: siehe Bildergalerie]
...1943: Er gehört zu den ersten Computern überhaupt: der Colossus Mark I, der am 8. Dezember 1943 seinen ersten erfolgreichen Test absolviert. Der britische Rechner wurde nur zu einem einzigen Zweck gebaut, zur Entschlüsselung geheimer Nachrichten des deutschen Militärs im Zweiten Weltkrieg, die mit der Lorenz-Chiffriermaschine verschlüsselt wurden. Lorenz-verschlüsselte Nachrichten sind deutlich komplizierter zu dechiffrieren als jene, die mithilfe einer Enigma verschlüsselt wurden; während die manuelle Entschlüsselung Monate dauern würde, schafft Colossus dies in wenigen Stunden. Die elektronische Rechenmaschine besteht anfangs aus 1.500 Röhren und kann in ihren Schieberegistern fünf Zeichen von jeweils 5 Bit speichern, Daten liest sie photoelektrisch von Lochstreifen mit einer Geschwindigkeit von 5.000 Zeichen pro Sekunde - das sind jeweils 12 Meter Band. Colossus gehört zu den ersten elektronischen, programmierbaren Rechenmaschinen, doch die Öffentlichkeit erfährt erst in den Siebzigern von dem hochgeheimen Projekt: Nach dem Krieg werden alle zehn fertiggestellten Colossus-Rechner zerstört.
Links zum Thema:•
Der erste Computer?•
Classic Computing 2009: von alten Heimcomputern und Spielekonsolen…2006: Nachdem in den USA bereits seit dem
19. November das Wii-Fieber grassiert, lässt Nintendo die innovative Spielkonsole mit der Bewegungssteuerung in Europa und damit auch in Deutschland ab diesem 8. Dezember vom Stapel. Die Wii basiert auf einer IBM-CPU, die mit 729 MHz läuft, und verwendet insgesamt 88 MiByte Hauptspeicher sowie einen "Hollywood" getauften Grafikchip von Ati. Die Rechenleistung ist damit nicht viel höher als beim Vorgänger Gamecube, für HD-Auflösungen ist das Gerät nicht geeignet - revolutionär an der relativ schwachbrüstigen Konsole ist dafür das Eingabesystem, das über Bewegungssensoren im Controller die Gesten des Spielers registriert. Dadurch lässt sich die Konsole leicht und intuitiv steuern, vor allem für Sportspiele wie Tennis- oder Bowling-Simulationen beweist das Konzept große Vorteile gegenüber klassischen Gamepads. Da die meisten Spieltitel sehr kurzweilig sind und auch Gelegenheitsspieler ansprechen, wird die relativ günstige Wii schnell zu einem riesigen Erfolg - und das, obwohl viele Nintendo schon abgeschrieben hatten.
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Komplett-PC-Käufer
09.12.2011 06:11
@ nonsense:
Das hat viele Gründe. Erst mal sind es nicht wirklich Low-End Chips sondern das, was damals, als die Konsolen entwickelt wurden, das schnellste auf dem Markt war. Eine abgewandelte X1900 bei der 360 und eine angepasste 7800 bei der PS3. Auch der Speicher ist hier anders. Die PS3 hat XDR Speicher. Der ist wesentlich schneller als normaler RAM, d.h. Inhalte können schneller nachgeladen werden.
Ok ich muss zugeben, mit den grafikcips, das wusste ich nicht das es abgewandelte (zu der zeit) highendchips sind. Kenne mich mit den konsolenchips halt nicht aus
Was den ram angeht, das wusste ich das XDR speicher weitaus schneller ist als normaler ram.
Inzwischen ist das natürlich trotzdem stark veraltet ggü nem aktuellen PC. Dass die Spiele aber trotzdem so gut aussehen, liegt daran, dass sie mit kleinerer Auflösung laufen. Teilweise werden gerade mal 1280*720 Pixel dargestellt, oft sogar weniger. Ein aktueller Monitor hat 1920*1080 Pixel, das ist mehr als doppelt so viel, was da berechnet werden muss. Dazu kommen noch viel bessere Filter-Verfahren (AA, AF) auf dem PC, die ebenfalls sehr viel Leistung fressen.
Also der Rechenaufwand auf dem PC ist ein vielfaches höher, trotz augenscheinlich “gleich guter“ Grafik.
Ok ist nen argument, nen gutes
Wenn man jetzt jedoch davon ausgehen würde das nicht 1920x1080, voll AA und AF genutzt wird sondern bei gleicher auflösung (1280x720) und kein bis kaum AA und AF ... aber das relativiert sich ja dadurch...
Der letzte Punkt, der auch nicht ganz unerheblich ist: Konsolen-Spiele können perfekt an die Hardware eines Systems angepasst werden. Die Entwickler wissen exakt, welche Teile in einer Konsole sind, und können somit auch sehr “hardwarenah“ programmieren. Die Hardware wird hier also optimal ausgereizt.
PCs bestehen aus unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten von Einzelteilen. Daher ist es hier nicht möglich “hardwarenah“ zu programmieren. Man kann nur über generelle Schnittstellen programmieren, die überall laufen (DX, OpenGL). D.h. die Hardware kann nicht in jedem Einzelfall optimal genutzt werden.
...wieder.
BIOS-Overclocker
08.12.2011 03:31
Ja gibt es, hier nachzulesen : Colossus
Aber wie alle der ersten Geräte wurden sie Zerstört durch den Krieg oder absichtlich demontiert, schade für die Nachwelt (für uns) denn das Original ist immer interessanter als ein Nachbau.
Das Original vom Zuse Z3 hätte ich gerne mal gesehen, zumindest gibt es da auch einen Nachbau.
Freizeitschrauber
08.12.2011 02:15
Aber schon interessant wie die Rechenleistung früher war, zb die Rechenleistung die damals für den Mondflug zur Verfügung stand würde heutzutage ein billig Taschenrechner schaffen
Könnte man denn keine Nachbauten davon bauen?
Kann mich noch erinnern, dass die Mondfähre insgesamt 300 Kb Speicher hatte, somit hätte jeder DOS PC mehr zur Verfügung, nämlich maximal 640 KiB
Und zur Wii: Die kam definitiv 2006 raus, denn Frühjahr 2007 habe ich meine ergattern können