Intel Larrabee: Ab- aber nicht totgesagt. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Intel trommelt seit etwa zwei Jahren für Larrabee. Der Manycore-Prozessor aka Co-Prozessor aka Grafikkarte sollte sich im Spielebereich besonders für Raytracing eignen und auch sonst ein großes Potenzial an Rechenleistung haben - 1 TFLOPS, also eine Billion Gleitkommaoperationen pro Sekunde war das Ziel, dessen Erreichen Intel-CTO Justin Rattner kürzlich anhand eines übertakteten Prototypen
demonstrierte.
Nun hat Intel Produkte, also sowohl Grafikkarten als auch Co-Prozessoren für den HPC, den High-Performance-Computing-Markt, quasi abgekündigt, wie
am Wochenende bekannt wurde.
Larrabee solle als Teil eines Software-Development-Kit für Many-Core-optimierte Anwendungen angeboten, aber kein kommerzielles Produkt werden.
Der flexibel einsetzbare, x86-kompatible Larrabee-Prozessor sollte eigentlich auch im Gaming-Bereich gegen die Platzhirsche AMD und Nvidia bzw. deren DirectX-11-kompatible Flaggschiff-Lösungen Radeon HD 5000 (Produkt) bzw. Nvida Fermi (PDF) antreten. Doch dazu wird es nun nicht mehr kommen. Das dürfte besonders bei Nvidia für gemischte Gefühle sorgen, deren Fermi-Architektur auf dasselbe Marktsegment wie Intel zielt: Grafik und HPC-Anwendungen. Gerade für letzteres waren ziemlich viele der über 3 Milliarden Transistoren eingeplant: ECC-geschütztes Speichersubsystem, 50% Double-Precision-Kapazität (gegenüber 12,5% im GT200 oder 40% im Cypress) um nur zwei Bereiche zu nennen. Zwar kann man sich diesen Marktbereich nun quasi allein einverleiben, hätte andererseits dieses Ziel jedoch mit deutlich bescheidenerem Ressourcenaufwand erreichen können. Ressourcen, die möglicherweise bei der Verschiebung der eigentlich noch 2009
erwarteten Markteinführung und bei der möglichen, höheren Spieleleistung bei Verzicht auf einige hundert Millionen "HPC-Transistoren" entscheidend gewesen wären.
AMD dagegen hat bereits im September die DirectX-11-GPU Cypress (für die Radeon HD-5800-Modelle) vorgestellt und das Angebot inzwischen um eine Dual-GPU-Karte, die HD 5970, und den Mittelklasse-Ableger Juniper (auf HD-5700-Reihe) erweitert, während Nvidias Fermi weiterhin seiner offiziellen Vorstellung als Geforce-Grafikkarte harrt.
Das führt zur Frage, gegen wen Fermi denn nun antreten wird, wenn es ihn als kaufbares Produkt gibt. Im Spielebereich wird sicherlich ein Gutteil seiner Fähigkeiten brach liegen, da zum Beispiel für Nvidias Physx keine doppeltgenauen Berechnungen
nötig sind, um glaubhaft wirkende Spielphysik zu simulieren. Auch ECC oder ein Speicherausbau von 6 GiByte wird auf absehbare Zeit für Spiele überflüssig sein. Dagegen muss Fermi allerdings gegen AMDs Cypress-Produkte punkten und das möglichst nicht nur gegen einen, sondern gleich gegen den Doppelpack auf der HD 5970. Läuft alles schief (für Nvidia, und rosig für AMD) könnte Fermi im Frühling sogar gegen den HD-5870-Refresh (HD 5890?) antreten müssen. Und spätestens dort dürfte dann jedes Prozent möglicher Spieleleistung dringend nötig sein.
Was denken Sie: Hat Nvidia aufs falsche Pferd gesetzt oder bringt die Larrabee-Abkündigung die Firmenkasse umso mehr zum klingen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!
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Gesperrt
10.12.2009 21:32
naja der itanium i ne gute idee aber einfach zum flaschen zeitpunkt gekommen ... mit win 8 nd 128bit is das ding bestimmt schon eher willkommen ...
BIOS-Overclocker
10.12.2009 12:24
Was ist denn hier schon wieder fürn Gezanke?!
btt: Es wundert mich ja jetzt nicht wirklich, dass Intel da vorerst nen Rückzieher macht. Die wollte wohl so ne eierlegende Wollmilchsau erschaffen. Ich hoffe das Teil ereilt nicht dasselbe Schicksal wie dem Itanium
Gesperrt
08.12.2009 23:49
aja trotzdem wird es wohl dann zu einem kopf an kopf rennen kommen ... denke aber mit dem vorteil für amd ...
und : bitte nutze die funktion ändern ...