Counter-Strike, der erste Duron und der letzte Pentium 3 (PCGH-Retro, 19. Juni)

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Counter-Strike, der erste Duron und der letzte Pentium 3 (PCGH-Retro, 19. Juni)
Quelle: PC Games Hardware

Die erste spielbare Version von Counter-Strike, der erste AMD Duron und der letzte Pentium 3 werden vorgestellt - das geschah am 19. Juni. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1623: Ja, heute geht es sehr weit in die Vergangenheit zurück. Am 19.6.1623 kommt mit Blaise Pascal ein später sehr bekannter Mathematiker auf die Welt. Der Franzose steht für wichtige Abhandlungen über Geometrie, Physik und Theologie sowie für die Pascaline, die lange Zeit als erste mechanische Rechenmaschine überhaupt galt. Pascal steht aber auch als Codename für eine bekannte Geforce-Generation in den Geschichtsbüchern. Die Pascal-Architektur ist nach dem französischen Mathematiker benannt und gilt als Nachfolger der Maxwell-Architektur. Die Pascal-Architektur wurde erstmals im April 2016 mit dem Tesla P100 (GP100) am 5. April 2016 vorgestellt und wird hauptsächlich in der Geforce 10-Serie verwendet. Die ersten GPUs lauten Geforce GTX 1080 und GTX 1070 (beide mit GP104 GPU), die am 17. Mai 2016 bzw. 10. Juni 2016 veröffentlicht wurden. Pascal wurde mit 16 nm FinFET von TSMC und später mit 14-nm FinFET von Samsung gefertigt.

...1999: Noch ahnt niemand, welcher Dauerbrenner da am 19.6.1999 auf der Homepage von Gooseman und Cliffe als Beta-Version auf die Webseite gestellt wird. Das erste Counter-Strike hat noch viele Bugs, die Maps sind noch nicht ausgereift. Trotzdem kommen innerhalb weniger Wochen über 10.000 Besucher auf die Seite, die Grundlage für die Legende Counter-Strike ist gelegt. Fortan arbeitet die Mod-Szene fleißig weiter an dem Grundgerüst, Valve zeigt sich bereits interessiert und hilft mit Finanzspritzen. Am 8.11.2000 kommt dann CS 1.0, und auch eine Kaufversion schafft es in die Läden. Ab Counter-Strike 1.6 gibt es das Spiel nur noch über Steam, es folgen CS: Condition Zero und CS: Source. Bis heute spielen viele Zocker das originale Counter-Strike, das per Patches am Leben erhalten wird.

Mehr Infos zur Counter-Strike-Geschichte gibt es bei HL-Portal. Wenn Sie sich für die Grundlage von CS: Source, die Source-Engine, interessieren, empfehlen wir das PCGH-Special: Source-Engine mit maximaler Bildqualität.

... 2000: Mit dem Athlon konnte AMD Intel bereits erfolgreich im CPU-Markt bedrängen und sogar zuerst die Gigahertz-Barriere bei x86-Prozessoren durchbrechen. Doch die teils hochpreisigen und bei Spielern beliebten CPUs halfen AMD nicht, Marktanteile zu gewinnen. Daher brachten die Texaner einen Low-Cost-Ableger namens Duron auf den Markt. Dieser Prozessor mit dem Codenamen Spitfire basierte auf der Athlon-Architektur, verfügte aber über einen langsamren 100-MHz-FSB und einen mit nur 64 kiByte kleineren Level-2-Cache. Dieser ist, wie schon bei den Thunderbird-Athlons, jedoch direkt auf dem CPU-Die untergebracht und läuft mit vollem-Prozessortakt ,-der Duron dank ihm der Celeron-Konkurrenz von Intel auf und davon. Oft schließt er sogar fast auf gleichgetaktete Pentium-3-CPUs auf. Die OEM-Preise für die anfangs vorgestellten Versionen mit 600, 650 und 700 MHz liegen bei 112, 154 und 192 US-Dollar und damit auf Augenhöhe mit entsprechenden Celeron-Modellen, die elektrische Leistungsaufnahme mit 22,7 bis 25,5 Watt etwas darüber.

Dem ersten Duron mit Spitfire-Kern fehlte noch Intels SSE-Erweiterung - diese lieferten die Morgan-Durons, welche ebenfalls in 180nm-Technik gefertigt wurden, dank erhöhter Spannung aber auch einen höheren Takt erreichten, nach. Dank günstiger Preise und starker Leistung verkauften sich Duron-Prozessoren gut und bescheren AMD steigende Marktanteile.

Bildergalerie

... 2001: Der Pentium 4 ist bereits auf dem Markt, mit seinen anfangs noch recht niedrigen Taktfrequenzen vermag er aber bislang niemanden zu begeistern. An diesem 19. Juni legt Intel daher die alte P6-Architektur noch einmal neu auf - zum letzten Mal: in Form des Pentium 3 mit Tualatin-Kern. Gefertigt im modernen 130-Nanometer-Verfahren und mit auf 512 KiByte verdoppeltem L2-Cache ist er pro Takt ein wenig und insgesamt deutlich schneller als sein Coppermine-Vorgänger, auch mit dem Athlon hält er noch mit. Obwohl der Tualatin vor allem in Servern und (als Mobile Pentium 3 M) in Notebooks zum Einsatz kommt und nur wenige Desktop-Chipsätze mit ihm umgehen können, wird er zur beliebten letzten Aufrüstoption für viele Sockel-370-Platinen, die sich damit auf immerhin 1,4 GHz beschleunigen lassen (mittels Übertaktung sogar Richtung 1,6 GHz). In Fankreisen wird die schnellste Ausbaustufe mit 1,4 GHz liebevoll auch "King" genannt. Die Zukunft jedoch gehört dem Pentium 4, zumindest für ein paar Jahre: Dann löst Intel ihn durch die Core-Architektur ab - die wieder mehr dem Pentium 3 ähnelt.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kriscom Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von 3mbryoyo
        Auf was für nem Board hast du das denn laufen`?
        Vermutlich auf so was oder ähnlichem, gibt da nicht viel Möglichkeiten bei Rambus ...

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        War eine geile Zeit, lebe und liebe es immer noch.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        Mein Duron 800 damals, wollte den via Bleistifttrick die GHz-Mauer durchbrechen lassen. Obs geklappt hat weiß ich nicht, weil er in Rauch aufgegangen ist während ich ohne Kühler kurz ins BIOS wollte zum testen. Clown Emoji.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Scandro1d Freizeitschrauber(in)
        Es ist beachtlich was aus CS und allgemein E-Sport geworden ist
      • Von wuchzael Software-Overclocker(in)
        Zitat von latinoramon
        Wie bei mir. Aus diesem Grund habe ich mir ein Athlon XP sys zusammengestellt.
        Es macht unheimlich viel Spaß.
        Konnte ich mir ja auch so nicht Leisten mit ner AGP Karte. Ich hate ne PCI Karte. Weis gar nicht mehr genau welche aber. Hatte Sis in Erinnerung.
        Meine erste Erweiterungskarte war eine Diamond Stealth III S540 mit 32MB, die mangels benötigter Features bei Warcraft 3 einige Effekte nicht anzeigen konnte. Das war vielleicht eine Scheiße, als ich auf der ersten LAN-Party mit der Grafikkarte meine Nachtelfen-Arbeiter nicht sehen konnte . Ein Kumpel hat mir dann irgendwann aus Mitleid eine 32MB Geforce 2 MX mit PCI Anschluss geschenkt, damit war dann sogar Battlefield 1942 halbwegs flüssig spielbar. Kurze Zeit später hatte mich das PC-Fieber komplett gepackt und ich hatte von da an fast durchgängig aktuelle Hardware am Start.

        Grüße!
      • Von latinoramon BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von wuchzael
        Wird Zeit für einen Retro-PC...
        Grüße!
        Wie bei mir. Aus diesem Grund habe ich mir ein Athlon XP sys zusammengestellt.
        Es macht unheimlich viel Spaß.
        Konnte ich mir ja auch so nicht Leisten mit ner AGP Karte. Ich hate ne PCI Karte. Weis gar nicht mehr genau welche aber. Hatte Sis in Erinnerung.
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