Intel bestätigt Lynnfield-CPU-Specs [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Lynnfield für den Sockel 1156 soll der neue Mittelklasse-Prozessor schlechthin für den Endanwender werden - zumindest, wenn es nach Intels Plänen geht, die unten genannten Preise sprechen da eine andere Sprache. Da das geplante Erscheinungsdatum langsam aber sicher näher rückt, stellt Intel der Fachpresse nun erste Details zu Verfügung.
Lynnfield-CPUs So soll die Lynnfield-CPU erst einmal in drei Versionen erscheinen. Die Taktraten betragen 2.660, 2.800 und 2.930 MHz. Alle CPUs der Core-i5-Reihe kommen mit vier Kernen (45 Nanometer Strukturbreite), einem DDR3-1333 Dual-Channel-Controller, zwei PCI-Express x8 Ports, 8 MiByte L3-Cache und einer maximalen TDP (Thermal Design Power) von 95 Watt. Hyper-Threading stellt dem System zusätzlich vier virtuelle Kerne zur Verfügung, wird aber beim kleinsten Modell deaktiviert sein. Die TDP wird mit 95 Watt angegeben, was über dem Wert einiger Core 2 Quad liegt und auf die integrierte Northbridge zurückgeführt werden kann.
Die Turbo-Boost-Technologie ermöglicht es dem Lynnfield, ebenso wie beim großen Bruder Bloomfield, sich selbstständig zu übertakten. Im Single-Core Betrieb gibt Intel einen maximalen Takt von 3.200, 3.460 und 3.600 MHz (je nach Model) an.
Laut dem
Bericht auf tcmagazine.com staffeln sich die Preise der drei Versionen wie folgt: 196 US-Dollar (2,66 GHz), 284 US-Dollar (2,8 GHz) und 562 US-Dollar (2.93 GHz). Dabei beschneidet Intel die günstigste Variante mit 2,66 GHz noch etwas. Sie soll ohne Hyper-Threading, vPro und TXT kommen.
Intel gab zudem an, kurz nach dem Launch der drei Lynnfield-CPUs die ersten 32 Nanometer-CPUs auszuliefern.
Update: 19.6.2009 Wir bietet Ihnen der Übersichtlichkeit halber nun eine Tabelle der hier genannten Lynnfield-Modelle. Außerdem alle Core-i7-Modelle, die entweder bereits erschienen sind oder noch erscheinen werden.
| |
Core i5-XXX |
Core i7-YYY |
Core i7-ZZZ |
Core i7-920 |
Core i7-940 |
Core i7-950 |
Core i7-965 |
Core i7-975 |
| Kernname |
Lynnfield |
Lynnfield |
Lynnfield |
Bloomfield |
Bloomfield |
Bloomfield |
Bloomfield |
Bloomfield |
| Stepping |
B1 |
B1 |
B1 |
C0 |
C0 |
D0 |
C0 |
D0 |
| Sockel |
LGA 1156 |
LGA 1156 |
LGA 1156 |
LGA 1366 |
LGA 1366 |
LGA 1366 |
LGA 1366 |
LGA 1366 |
| Kernzahl phys./log. |
4/4 |
4/8 |
4/8 |
4/8 |
4/8 |
4/8 |
4/8 |
4/8 |
| Kerntakt |
2.667 MHz |
2.800 MHz |
2.933 MHz |
2.667 MHz |
2.933 MHz |
3.066 MHz |
3.200 MHz |
3.333 MHz |
| Multiplikator |
20 |
21 |
22 |
20 |
22 |
23 |
24 |
25 |
| DMI/QPI-Takt |
2.130 MHz DDR (?) |
2.130 MHz DDR (?) |
2.130 MHz DDR (?) |
2.400 MHz DDR |
2.400 MHz DDR |
2.400 MHz DDR |
3.200 MHz DDR |
3.200 MHz DDR |
| L1-Cache (gesamt) |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
4 x 64 KiByte |
| L2-Cache |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
4 x 256 KiByte |
| L3-Cache |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
8.192 KiByte |
| RAM-Interface |
Zweikanal-DDR3 |
Zweikanal-DDR3 |
Zweikanal-DDR3 |
Dreikanal-DDR3 |
Dreikanal-DDR3 |
Dreikanal-DDR3 |
Dreikanal-DDR3 |
Dreikanal-DDR3 |
| TDP |
95 W |
95 W |
95 W |
130 W |
130 W |
130 W |
130 W |
130 W |
| (Vorauss.) Preis |
196 US-Dollar |
284 US-Dollar |
562 US-Dollar |
284 US-Dollar |
562 US-Dollar |
562 US-Dollar |
999 US-Dollar |
999 US-Dollar |
Diese Spezifikationen wurden nun weitgehend von Intel bestätigt. Auf einer Folie, die als Anhang einer Computex-Präsentation dient, wurden von Intel selbst weitgehend unbeachtet praktisch alle wichtigen CPU-Details festgehalten. Das Stepping ist demnach aktuell B1, außerdem ist der kleinste Lynnfield nun offiziell ohne Hyper-Threading. Dadurch wird der 2,66 GHz schnelle Lynnfield sehr wahrscheinlich als Core i5 vermarktet. Die übrigen Lynnfields gehören zur Core-i7-Familie, wie PC Games Hardware bereits anlässlich der
Vorstellung von Core i3 und Core i5 vermeldet hat. Noch mehr Infos zum Thema finden Sie in
Core i5 versus Core i7: CPU-Test und Benchmarks sowie im Artikel
Lynnfield-Mainboards als Traum für Übertakter. Die Meldung zu den
Lynnfield-CPUs gibt es auch in englischer Fassung.
Links zum Thema Core i5: •
Erste Benchmarks zum Intel Core i5 "Lynnfield" im Umlauf •
Core-i5-Kühler, Freezer Xtreme Pro und Megahalems: CPU-Kühler auf der Cebit •
32nm Core i5 in Aktion •
Intel P55 für Core i5: Weitere Details samt Die-Foto und Sockel-Chaos •
Weiteres Core-i5-Mainboard von MSI: High-End-Variante mit P55 und Zusatz-Chip
Alle Artikel zu
CPUs und Prozessoren von Intel und AMD finden Sie auf der CPU-Themenseite. Eine aktuelle Prozessor-Kaufberatung finden Sie im Artikel
Intel- und AMD-CPUs: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum
Phenom-Entwickler AMD und
Core-Entwickler Intel erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
Komplett-PC-Aufrüster
20.06.2009 11:16
Ich finde es vollkommen in Ordnung, Kritik an den Preisen der Lynnfield zu äussern. Wir reden hier von der Mittelklasse Plattform und anscheinend hat Intel eine ganz andere Definition von diesem Marktsegment als die Käufer selber. Im Verhältnis zum Sockel 1366 wird - wie man an den CPU Preisen sehen kann - der Kunde Einsparungen über die Mainboards mit geringerer Ausstattung und die geringere Anzahl der Ram-Module machen, also Komponenten, die i.d.R. nicht selber von Intel stammen. Die CPUs selber, werden nur minimal günstiger als die High-End Prozzis der Bloomfield Baureihe verkauft.
Ergebnis: Intel verdient an seinen Mittelklasse Lynnfield CPUs beinahe genauso viel pro Verkauf wie an den High-End Bloomfield CPUs.
Man muss dazu aber auch sagen, dass dieses Verhalten typisch für die freie Marktwirtschaft ist.
Der Marktführer in einem bestimmten Segment wird immer versuchen, aus seinen Verkäufen in eben diesem Segment seinen Gewinn zu maximieren. Natürlich macht Intel das etwas sehr aggressiv, aber verurteilen sollte man das meiner Meinung nach trotzdem nicht, die meisten Menschen würden zum Wohle ihres eigenen Unternehmens ähnlich verfahren. Zumal "die" bei Intel im Prinzip eh machen kann was sie wollen. Der durchschnittliche (OEM) Kunde wird so oder so PCs mit Intel CPUs kaufen, für ihn wird sich auch kein preislicher Unterschied bemerkbar machen, weil die OEM Hersteller bei ihren Modellen einfach an anderer Stelle, vorzugsweise der Graka, sparen um dem Normalo die Plattform schmackhaft zu machen (Stichwort: Core i7 PC mit HD 4850) und unter 1000€ zu bleiben.
Der geringe Prozentsatz von Selbstbauern die dann eventuell aus solchen Gründen Cor i5 und i7 Boykottieren wird Intel wohl kaum schmerzen können. Zumal man so oder so dazu gezwungen ist, die Preise anzunehmen wenn man die Leistung benötigt. Und genau deshalb geht das Konzept von Intel auch auf und sie verdienen recht gut an ihrer Wahre. Das muss nebenbei gesagt auch nicht unbedingt schlecht sein, immerhin steckt Intel auch viel viel Geld in die Forschung.
PS: Ich bin zwar im Moment Intel Nutzer, aber kein Fanboy. Ich finde lediglich: wenn man auf die Leistung der i7 respktive i5 Prozzessoren zurückgreifen will muss man halt in den sauren Apfel beißen und tiefer in den Geldbeutel langen.
F@H Team Member & F@H-Moderator
20.06.2009 08:53
Ich finde es gut, dass hier nicht alle mit der rosaroten Fanboybrille rumrennen.
Da gebe ich dir maximal recht, bloss
Nicht jeder Eintrag hier basiert auf Fakten; manches ist wirklich "rum-fanen" - und das gilt für beide Fraktionen
Die Modell- (und Preis-) Politik von Intel ist meiner Meinung nach schon gewöhnungsbedürftig
Es ist daher für uns, die wir nicht einfach ein fertiges System kaufen, etwas schwieriger geworden die (genau für unsere Bedürfnisse) passenden Teile zusammenzustellen
Aber hey, damit trifft es doch Leute (eben uns) die sich halbe Nächte um die Ohren hauen um noch ein paar FPS mehr aus der GraKa rauszuquetschen
Leute die sich über jedes MHz der CPU riesig freuen - auch wenn es in der Praxis für die Leistung möglicherweise gar nicht wirklich relevant ist
So gesehen sind wir alle Fan-Boy's
Der momentane Stand der (Des-)Information betreffend Core i5 bestätigt jedenfalls meine (damalige) Entscheidung zu einem Core i7
Was nun AMD anbelangt (ich habe schon seit längerem keinen mehr - bin also sozusagen Intel-Fanboy)
Es muss doch einem INTEL-igenten Menschen möglich sein zuzugeben, dass AMD auch gute Prozessoren baut
Ihr Preis-Leistungsverhältnis ist gut - man kriegt viel Leistung
Aber die Core i7 sind nun mal ->vorläufig<- in einem höheren Leistungssegment; das beweisen auch die aktuellen Daten der PCGH(x)
Sie spielen "in einer anderen Liga" - das ist (auch) die Ansicht von einem Teil der Redaktion
Wenn die Core i5 released sind werden die Karten dann neu gemischt
Möglicherweise (ev. verglichen mit einem noch "stärkeren" AMD) bekommt dann im gleichen Segment wieder AMD die Krone
Sorry für den längeren Post
Software-Overclocker
20.06.2009 08:17
Wer zwingt euch dazu Intel zu kaufen? Niemand, wem die Intel Prozzi's zu teuer sind, der soll AMD kaufen und gut ist. Beide Lager haben ihr Vor- und Nachteile.
Ich beschwere mich auch nicht, dass BMW durchschnittlich mehr Geld für ein Auto haben will als VW. Es wird einfach das gekauft, was dem eigenem Willen am besten entspricht.
Aber wie gesagt, mache hier müssen echt keine anderen Probleme haben.
Das ist ne Logik...
Wenn hier jeder, der mit Intels Preisgestaltung unzufrieden ist, dir einen Gefallen tut und nichts postet, dann hätten wir hier ein ziemlich leeres Forum und - was das allerschlimmste ist - nur einseitige Meinungen vertreten.
Ich glaube du solltest nochmal überdenken, ob die Teilnahme an einer Internet-Community das Richtige für dich ist, wenn du dich schon bei der geringsten Abweichung von deiner eigenen Meinung übergeben muss.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, Kritik an den Preisen der Lynnfield zu äussern. Wir reden hier von der Mittelklasse Plattform und anscheinend hat Intel eine ganz andere Definition von diesem Marktsegment als die Käufer selber. Im Verhältnis zum Sockel 1366 wird - wie man an den CPU Preisen sehen kann - der Kunde Einsparungen über die Mainboards mit geringerer Ausstattung und die geringere Anzahl der Ram-Module machen, also Komponenten, die i.d.R. nicht selber von Intel stammen. Die CPUs selber, werden nur minimal günstiger als die High-End Prozzis der Bloomfield Baureihe verkauft.
Ergebnis: Intel verdient an seinen Mittelklasse Lynnfield CPUs beinahe genauso viel pro Verkauf wie an den High-End Bloomfield CPUs. RAM- und MB-Hersteller, verdienen pro Verkauf an der 1156 Plattform weniger als an der 1366 Plattform. Intel verteilt die Einsparungen, die letztendlich dem Kunden den Sockel 1156 als Mittelklasse Sockel ermöglichen auf den Rücken der Hersteller anderer Komponenten, wärend sie selber hohe Preise verlangen. Das dabei niemand ausser Intel gewinnen kann sieht man auf den ersten Blick.
Ich finde es gut, dass hier nicht alle mit der rosaroten Fanboybrille rumrennen.