Mit Westmere wandert erstmals eine GPU in den Prozessor. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die CPU, von der nur gesagt wird, dass sie zur 32-Nanometer-Westmere-Generation gehört, läuft auf einem Prototypen-Mainboard mit Single-Chip-Chipsatzlösung, 2 PCI-E x16 Slots und 4 RAM-Speicherbänken. Die Bildausgabe wird von einem integrierten Grafikchip übernommen und der geöffnete Taskmanager zeigt 4 logische Kerne.
Das entspricht exakt den vom kommenden Clarkdale-Prozessor erwarteten Eigenschaften. Dieser sollte ursprünglich den 45-Nanometer-Chip Havendale beerben. Aufgrund der Fortschritte in der 32-Nanometer-Produktion hat Intel sich aber vor kurzem dazu entschlossen, die 45-Nanometer-Generation in diesem Segment komplett zu überspringen und im zweiten Halbjahr 2009 direkt mit 32-Nanometer-CPUs zu starten.
Auf die Vorteile des feineren Prozesses weißt die Stromverbrauchsmessung im Video hin:
Obwohl das System mittels Cinebench vollständig ausgelastet wird, verbraucht das Dreigespann aus CPU, Chipsatz und integrierter Grafikeinheit unter 66 Watt. Ohne Angaben zu Taktfrequenz und Leistung lässt sich aber noch nicht sagen, ob dieser Wert auch bei fertigen Produkten zu erwarten ist.
Die Technik der Westmere-Familie ähnelt, bis auf den Fertigungsprozess, stark der vorangehenden Nehalem-Generation (am bekanntesten als Core i7 Bloomfield). Im Falle des Clarkdale soll eine Dualcore Recheneinheit mit HyperThreading (also 4 logischen Kernen), ein Dual-Channel-Speichercontroller, ein PCI-Express-Controller und eine Grafikeinheit in einem Prozessor vereinigt werden. Für das integrierte PCI-Express-Interface werden 16 Lanes nach PCI-E 2.0 Standard erwartet, die sich auch im 2x8 Betrieb verwenden lassen. Erwartungen, die gut zu dem Mainboard im Video passen, das zwei Slots für Grafikkarten besitzt.
Erste Fotos von Produktionssamplen zeigen zwei getrennte DIEs auf einem Substrat, von denen einer die eigentliche CPU enthält und in 32 Nanometern gefertigt wird. Der andere, der noch in 45 Nanometern daher kommt, soll neben der Grafikeinheit auch das PCI-E-Interface enthalten. Wenn Intel auch den Speichercontroller in den 45-Nanometer-Chip integriert, würde dessen Funktionsumfang exakt dem einer aktuellen P45-Northbridge entsprechen, die einfach vom Mainboard auf das Prozessor-Substrat umgezogen ist und nun in 45 statt 65 Nanometern gefertigt wird.
Auf dem Mainboard verbleibt in jedem Fall nur ein so genannter "Plattform Controller Hub (PCH)", dessen Funktionen denen einer aktuellen Southbridge entsprechen. Letztere heißt im Intel Sprachgebrauch "I/O Controller Hub (ICH)", die Northbridge auf Core2 Systemen dagegen "Memory Controller Hub (MCH)".
Offizielle Namen für die CPUs sind noch nicht bekannt, in Anlehnung an die Core i7-High-End-Baureihe wird aber die Bezeichnung Core i5 für Quadcore-Varianten erwartet. Ob die Dualcore-Ausgaben auch als i5 oder i3 verkauft werden, ist dagegen ungewiss.
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Moderator
23.02.2009 15:49
...
Warum werden die mit keinem Wort erwähnt, ändert hoffentlich bald?
In offiziellen Intel-Dokumenten zur Nehalem-Familie ist ein Quadore für die gleiche Plattform wie der IGP-Dualcore vorgesehen. Bislang wurde noch nicht bekanntgeben, ob diese 45nm CPU auch eingestellt wird. Einige Tabellen stiften Verwirrung, weil sie keinen 32nm Quadcore in dieser Klasse aufführen - da die gleichen Tabellen aber auch einen 45nm Quadcore mit IGP zeigen, würde ich eher auf Schreibfehler tippen.
Also: Mittelklasse-Quadcore kommt und bislang hat auch noch niemand gesagt, das es nicht der seit rund nem halben Jahr als relativ sicher geltende Spätsommer/Herbst 09 45nm-Launch wird.
Gesehen hat den Chip aber zugegebenermaßen niemand und das Dual-DIE Konzept beim Clarksdale macht misstrauisch. (wird eng, da noch doppelt soviel CPU unterzubringen, besonders wenn die 45nm Modelle mehr Platz brauchen sollten. Und eigentlich sollte es dann technisch keinerlei Aufwand bereit, wirklich einen 45nm Quadcore mit IGP zu fertigen - der aber nie irgendwo erwähnt wurde)
Naja...
Weder die 180 noch die 90nm Generation war konkurrenzfähig und 130nm und die erste 65nm Ausgabe konnte auch nur gleichziehen mit den AMD-Chips ihrer Zeit.
Hast du da nähere Informationen/Links?
Ich habe bislang noch keine Informationen über die genauen Interface-Standards des P55 gesehen.
Spezielle Unterstützung für mehrere X-25 E (die SATA 2 nicht auslasten - wofür willst du 3?) würde ich in der Mittelklasse aber nicht erwarten.
Und unabhängig von der Klasse wäre dann auch langsam mal die DMI-Bandbreite interessant...
Mutmaßungen gehen von 2 oder 4 GB/s Maximum aus, ersteres würde man mit 6 SATA 2 Anschlüssen schon fast ausreizen.
PCGH-Community-Veteran
23.02.2009 12:38
Wäre sie imo nicht, da die Core i5 CPUs einen anderen Sockel haben. So machts schon Sinn, die anders zu benennen.
Und für den Mainstream/Performance Markt solls doch Lynnfield als Quadcore geben!?
Erste Benchmarks zum Intel Lynnfield-Prozessor gesichtet - Nachrichten bei HardTecs4U
BIOS-Overclocker
23.02.2009 12:16
Statt unter Core i5 können die kleinen Quad-Cores aber imho trotzdem unter Core i7 laufen. Da würde es halt dann einen Core i7-820 geben. Die Unterscheidung wäre dadurch meiner Meinung nach ausreichend gegeben.
@all
wo liegt das Problem an den aktuellen DDR3-Preisen?
So viel wie jetzt für DDR3 hat man vor einem Jahr in etwa für DDR2 gelöhnt.
ciao Tom
Also laut Intel hat der Name i7 nix mt den bisherigen Prozessorgenerationen zu tun.
@Rampreise: hast wohl recht, allerdings wars wohl etwas über ein Jahr. Aber DDR3 Ram ist halt eine investition in die Zukunft, schade, dass es ihn nicht in einer noch höheren Taktrate gibt mit niedrigerer Latency. So ist er nämlich zur Zeit "nur" gleichschnell wie DDR2, ich hätte gerne ein Modul dass wie DDR2 800 bzw 1066 standard wird und nicht gleich abgelöst. Aber die Krise derzeit wird wohl eh dafür sorgen, dass da nicht sooo viel neues kommt und sich das derzeitige DDR3 eh als Standard durchsetzen wird. Schade ist das vorallem deshalb weil DDR3 dann wohl kaum große Performancevorteile besitzen wird über lange Zeit ihres Daseins.