Core2-Nachfolger vor laufender Kamera
Intel hat im hauseigenen Youtube-Channel ein Video veröffentlicht, das eine Westmere-CPU in Betrieb zeigt.
Die CPU, von der nur gesagt wird, dass sie zur 32-Nanometer-Westmere-Generation gehört, läuft auf einem Prototypen-Mainboard mit Single-Chip-Chipsatzlösung, 2 PCI-E x16 Slots und 4 RAM-Speicherbänken. Die Bildausgabe wird von einem integrierten Grafikchip übernommen und der geöffnete Taskmanager zeigt 4 logische Kerne.
Das entspricht exakt den vom kommenden Clarkdale-Prozessor erwarteten Eigenschaften. Dieser sollte ursprünglich den 45-Nanometer-Chip Havendale beerben. Aufgrund der Fortschritte in der 32-Nanometer-Produktion hat Intel sich aber vor kurzem dazu entschlossen, die 45-Nanometer-Generation in diesem Segment komplett zu überspringen und im zweiten Halbjahr 2009 direkt mit 32-Nanometer-CPUs zu starten.
Auf die Vorteile des feineren Prozesses weißt die Stromverbrauchsmessung im Video hin:
Obwohl das System mittels Cinebench vollständig ausgelastet wird, verbraucht das Dreigespann aus CPU, Chipsatz und integrierter Grafikeinheit unter 66 Watt. Ohne Angaben zu Taktfrequenz und Leistung lässt sich aber noch nicht sagen, ob dieser Wert auch bei fertigen Produkten zu erwarten ist.
Die Technik der Westmere-Familie ähnelt, bis auf den Fertigungsprozess, stark der vorangehenden Nehalem-Generation (am bekanntesten als Core i7 Bloomfield). Im Falle des Clarkdale soll eine Dualcore Recheneinheit mit HyperThreading (also 4 logischen Kernen), ein Dual-Channel-Speichercontroller, ein PCI-Express-Controller und eine Grafikeinheit in einem Prozessor vereinigt werden. Für das integrierte PCI-Express-Interface werden 16 Lanes nach PCI-E 2.0 Standard erwartet, die sich auch im 2x8 Betrieb verwenden lassen. Erwartungen, die gut zu dem Mainboard im Video passen, das zwei Slots für Grafikkarten besitzt.
Erste Fotos von Produktionssamplen zeigen zwei getrennte DIEs auf einem Substrat, von denen einer die eigentliche CPU enthält und in 32 Nanometern gefertigt wird. Der andere, der noch in 45 Nanometern daher kommt, soll neben der Grafikeinheit auch das PCI-E-Interface enthalten. Wenn Intel auch den Speichercontroller in den 45-Nanometer-Chip integriert, würde dessen Funktionsumfang exakt dem einer aktuellen P45-Northbridge entsprechen, die einfach vom Mainboard auf das Prozessor-Substrat umgezogen ist und nun in 45 statt 65 Nanometern gefertigt wird.
Auf dem Mainboard verbleibt in jedem Fall nur ein so genannter "Plattform Controller Hub (PCH)", dessen Funktionen denen einer aktuellen Southbridge entsprechen. Letztere heißt im Intel Sprachgebrauch "I/O Controller Hub (ICH)", die Northbridge auf Core2 Systemen dagegen "Memory Controller Hub (MCH)".
Offizielle Namen für die CPUs sind noch nicht bekannt, in Anlehnung an die Core i7-High-End-Baureihe wird aber die Bezeichnung Core i5 für Quadcore-Varianten erwartet. Ob die Dualcore-Ausgaben auch als i5 oder i3 verkauft werden, ist dagegen ungewiss.
...
Warum werden die mit keinem Wort erwähnt, ändert hoffentlich bald?
Also: Mittelklasse-Quadcore kommt und bislang hat auch noch niemand gesagt, das es nicht der seit rund nem halben Jahr als relativ sicher geltende Spätsommer/Herbst 09 45nm-Launch wird.
Gesehen hat den Chip aber zugegebenermaßen niemand und das Dual-DIE Konzept beim Clarksdale macht misstrauisch. (wird eng, da noch doppelt soviel CPU unterzubringen, besonders wenn die 45nm Modelle mehr Platz brauchen sollten. Und eigentlich sollte es dann technisch keinerlei Aufwand bereit, wirklich einen 45nm Quadcore mit IGP zu fertigen - der aber nie irgendwo erwähnt wurde)
Weder die 180 noch die 90nm Generation war konkurrenzfähig und 130nm und die erste 65nm Ausgabe konnte auch nur gleichziehen mit den AMD-Chips ihrer Zeit.
Ich habe bislang noch keine Informationen über die genauen Interface-Standards des P55 gesehen.
Spezielle Unterstützung für mehrere X-25 E (die SATA 2 nicht auslasten - wofür willst du 3?) würde ich in der Mittelklasse aber nicht erwarten.
Und unabhängig von der Klasse wäre dann auch langsam mal die DMI-Bandbreite interessant...
Mutmaßungen gehen von 2 oder 4 GB/s Maximum aus, ersteres würde man mit 6 SATA 2 Anschlüssen schon fast ausreizen.
wenn die irgendwann die dinger wegen der größe nicht wieder finden.....ich würde gerne beim suchen helfen
Und für den Mainstream/Performance Markt solls doch Lynnfield als Quadcore geben!?
Erste Benchmarks zum Intel Lynnfield-Prozessor gesichtet - Nachrichten bei HardTecs4U
Statt unter Core i5 können die kleinen Quad-Cores aber imho trotzdem unter Core i7 laufen. Da würde es halt dann einen Core i7-820 geben. Die Unterscheidung wäre dadurch meiner Meinung nach ausreichend gegeben.
@all
wo liegt das Problem an den aktuellen DDR3-Preisen?
So viel wie jetzt für DDR3 hat man vor einem Jahr in etwa für DDR2 gelöhnt.
ciao Tom
@Rampreise: hast wohl recht, allerdings wars wohl etwas über ein Jahr. Aber DDR3 Ram ist halt eine investition in die Zukunft, schade, dass es ihn nicht in einer noch höheren Taktrate gibt mit niedrigerer Latency. So ist er nämlich zur Zeit "nur" gleichschnell wie DDR2, ich hätte gerne ein Modul dass wie DDR2 800 bzw 1066 standard wird und nicht gleich abgelöst. Aber die Krise derzeit wird wohl eh dafür sorgen, dass da nicht sooo viel neues kommt und sich das derzeitige DDR3 eh als Standard durchsetzen wird. Schade ist das vorallem deshalb weil DDR3 dann wohl kaum große Performancevorteile besitzen wird über lange Zeit ihres Daseins.
Ps. Wann will eig. AMD erste 32nm Produkte auf den Markt bringen? Haben ja gerade erstmal 45nm gelauncht und Intel ist um einiges weiter....
Intel hatte die letzten Schritte 180,130,90,65,45,32 nm. Man beachte, dass jeder 2. Schritt immer die hälfte ist. bei AMD ist das bisher genauso verlaufen. Bei Grakas war das im vergleichbaren Zeitraum bei 180,150,130,110,90,80,65,55 und 40 nm, es werden hier also mehr zwischenschritte gemacht. Vielleicht kommt das auch bei "The Foundry Company" (welche man in Zukunft wahrscheinlich mit TFC abkürzen wird).
Die neuen 32 nm Von Intel finde ich übrigens wenig beeindruckend. Die Technik ja, aber die Version die beim Kunden ankommt nicht: kein richtiger Quadcore mehr im Mainstream? Der Chipset unterstützt noch kein USB 3 sowie SATA 3 (letzteres könnte ich ganz gut für 2 oder mehr X-25 E im RAid brauchen). Und da für Highend, Mainstream und Lowend eigene Chipsätze, Sockel kommen wird eine Aufrüstbarkeit künstlich erschwert. Das finde ich nicht so gut. Gut ich hab mir jetzt ein Core i7 System zugelegt und das wird wohl auch weiter Updatebar sein, aber wahrscheinlich immer nur mit teuren Prozessoren. Ich wollte da eigentlich mal einen 32 nm Quadcore nachrüsten und nicht einen gleichgetakteten 6-Kerner der mir zwar beim Videoediting und so was bringt aber in Spielen wohl kaum. Ich hoffe AMD zwingt Intel da zum umdenken, im Moment find ich nämlich deren Lösung für den Endkunden (klar für Intel ist die eigene Methode besser) besser, da ich hier heute einen Sockel (bzw 2 aber die sind kompatibel) kaufe und weiß ich kann da später mal jede CPU reinkaufen. Um 50 aber auch um 500 Euro, wenn mir beliebt