PCGH-Retro, 12. März [Quelle: siehe Bildergalerie]
...1986: Die traditionsreiche Hannover-Messe bot schon seit den Fünfzigern alljährlich den Bereich Büroindustrie, der 1970 sogar eine eigene Halle namens Centrum der Büro- und Informationstechnik erhielt - kurz: "Cebit". Dieser Zweig wuchs von Jahr zu Jahr, und so bekommt die IT-Industrie schließlich ihre eigene Messe: Die erste eigenständige Cebit wird am 12. März 1986 eröffnet und begeistert 334.400 Besucher, die sich die Produkte von 2.142 Ausstellern ansehen - darunter sehr viel Mechanik, Telex-Systeme und zwischen ein paar PCs der Commodore Amiga. Die Cebit wird zu einer Erfolgsgeschichte; auch wenn sich ihr Konzept gelegentlich ändert, ist sie auch über zwanzig Jahre später noch die Leitmesse der Computerbranche.
...2003: Die Netburst-Architektur des Pentium 4 sollte eigentlich irgendwann einmal 10 GHz erreichen - doch dieses Ziel bleibt unerreichbar, der P4 ist zu heiß und zu stromdurstig; Netburst wird zum Reinfall. Einen anderen Weg geht Intel daher bei jener Prozessorreihe, die an diesem 12. März des Jahres 2003 vorgestellt wird: dem Pentium M mit Core-Architektur, Codename Banias. Er ähnelt eher dem altehrwürdigen Pentium 3 als dessen Nachfolger und überzeugt mit besonders hoher Pro-Megahertz-Leistung bei sehr geringem Strombedarf. Der Pentium M ist daher hauptverantwortlich für den Erfolg der auf ihm basierenden Centrino-Plattform für Notebooks und kommt sogar auf einigen Desktop-Boards zum Einsatz. So kommt es, dass auch der P4-Nachfolger Core 2 für den Desktop-Markt nicht mehr auf Netburst basiert - sondern auf dem Pentium M.
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Komplett-PC-Aufrüster
16.03.2011 22:01
Oder auch nicht, je nachdem wieviel Ähnlichkeit man für "basiert drauf" verlangt, aber abgesehen von Nebburst und Atom gab es seit Beginn des Jahrtausends keine von 0 auf neu entwickelte x86 Architektur.
Mit dem PIII identisch ist... ...nichts?. Die Pipeline ist mit 12 (14?) Stufen näher am PIII dran (10 Stufen), als an Williamette&Northwood (20 Stufen). "Näher" ist aber nicht das gleiche wie "übernommen"/"darauf basierend".
Das einzige, was PIII und PM imho gemeinsam haben, ist die Grundphilosophie hinsichtlich der Optimierungsrichtung. (effiziente Auslastung dank z.B. kurzer Pipeline, große Caches,... vs. hohem Takt und geringer Größe bei Netburst)
Für den Endkunden hat diese Gemeinsamkeit zwar sehr deutlich spürbare Auswirkungen, aber technisch ergibt sie eben kein Abstammungsverhältniss. Da könnte man aber auch noch einige AMD Modelle mit in die Liste aufnehmen.
PC-Selbstbauer
13.03.2011 01:59
Lange Antwort: kommt natürlich auf die Architektur draufan.
In 32 nm könnte man eine Pentium 4 Verwandte Architektur bestimmt auf 10 Ghz hochbringen mit normaler Luftkühlung (solange das die Architektur mitmacht, muss man halt da und dort "nachbessern").
Jedenfalls wäre das ber nicht besonders effizient: der P4 hat ziemlich genau die Hälfte der Pro/MHZ Leistung. Was ihn bei Singlethreaded Benchmarks etwa so schnell macht wie einen 5 Ghz Core 2 (solo). Und bei Multithreaded etwa so schnell wie einen 2.5ghz Core 2 Duo. Spinnt man das weiter, wäre er dann etwa so schnell wie ein 1.25 ghz Core 2 Quad und vom Core i7 will ich nicht reden ^^.
Ergo-> würde wohl nur was bringen bei Singlethreaded Proggis
(unter der Annahme, dass die Pro/MHZ Leistung des P4s stagniert hätte, was sie aber die 4 Jahre seiner Existenz gemacht hat, abgesehen von den Multicorevarianten)
@orange: wenn man davon ausgeht,das diese die selbe Pro/MHz-Leistung haben
Ich glaub dennoch das es möglich wäre,siehe auch OC-Rekordjagden
Einig sind wir uns doch sicherlich,das heutige SB-CPU`s ihr Potenzial nicht ausreizen,oder...?
Bei SB sind doch 5 GHz ni wirkli das Problem ...
PCGH-Community-Veteran
12.03.2011 09:59
Soweit mir bekannt haben AMD und Intel es bereits aufgegeben mit GHz jagd... ergo die jagd nach den meisten Kernen hat vor jahren angefangen^^