Der letzte Athlon 64 FX, Ati + Intel und PowerVR Series 6 (PCGH-Retro, 10. Januar)
Ati + Intel, AMD bringt den letzten Athlon 64 FX und PowerVR Series 6 alias Rogue - das geschah am 10. Januar. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...2001: Es ist eine Partnerschaft, wie sie wenige Jahre später kaum noch denkbar wäre: Ati und Intel verkünden am 10. Januar 2001 eine engere Zusammenarbeit. Dabei wird nicht nur ein älterer Rechtsstreit zwischen beiden Firmen beigelegt, sie vereinbaren auch einen Austausch von Lizenzen: Ati darf ab sofort Chipsätze für Intel-Prozessoren fertigen, Intel erhält im Gegenzug Zugriff auf Atis Multimedia-Technologien - was auch immer damit gemeint ist. Viele vermuten, dass Intel bald Ati-Grafikchips in die eigenen Chipsätze integriert, da die inzwischen zu lahmen Eigenentwicklungen i740 und i752 nicht mit der performanten Konkurrenz mithalten können. Dazu kommt es allerdings nie, Intel verwendet in Chipsätzen und später in den meisten Prozessoren auch weiterhin eigene GPUs.
...2006: Das letzte Aufbäumen einer Plattform: Am 10. Januar 2006 bringt AMD den Athlon 64 FX-60 auf den Markt. Der Doppelkern-Prozessor läuft mit 2,6 GHz und bietet 1.024 KiByte L2-Cache pro Kern. Das Modell auf Basis der Toledo-Architektur ist der schnellste Prozessor, der je für den Sockel 939 veröffentlicht wird - danach übernimmt der AM2 das Zepter.
...2012: Rechtzeitig zur CES kündigt der britische Entwickler PowerVR seine "Series 6" an - die sechste GPU-Reihe aus eigenem Hause. Diese soll 20x schneller sein als konkurrierende Lösungen - allerdings im mobilen Markt, denn nach den Kyro-Karten konzentrierten sich die Briten ganz auf den aufstrebenden Markt der Notebooks und vor allem Smartphones und später Tablets. Die Grafiktechnik von PowerVR steckt unter anderem auch in einigen Atom-Chipsätzen von Intel als GMA500. Doch zurück zu Rogue: Diese Architektur ist hochskalierbar ausgelegt und in einer möglichen Ausbaustufe sogar als erste Mobil-GPU vollständig kompatibel zu DirectX 11.1 inklusive Direct Compute - welches neben der ebenfalls unterstützten OpenCL-API die GPU auch einsetzbar für Berechnungen abseits von Pixeln und Texeln macht.
Weitere Informationen
• AMDs Einstieg in den CPU-Markt (PCGH Retro)
• 64 Bit - AMD-Technik für Intel (PCGH Retro)
• AMD kauft Ati (PCGH Retro)

Also hat man sich auf die reine Stabilität besonnen und fertigt nun nur noch Workstation und Server Boards.
Die untere Membrane ist nur dezent verdeckt und dem Tiefbass Schallkegel ist es egal.