Was passierte heute im Jahre ...?

Das Ende von BeOS und der Anfang vom IE (PCGH-Retro, 16. August)

Das Ende von BeOS und der erste Internet Explorer - das geschah am 16. August. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers. (Henner Schröder, 16.08.2011)
 
PCGH-Retro, 16. August
 
PCGH-Retro, 16. August [Quelle: siehe Bildergalerie]
…1995: Besser spät als nie: Microsoft kündigt am 17. August 1995 den Internet Explorer 1.0 an, dessen Entwicklung erst kurz zuvor beschlossen wurde. Der Browser erscheint später im Plus-Paket, einer kostenpflichtigen Erweiterung zum neuen Betriebssystem Windows 95, das Ende August auf den Markt kommt. Eine Eigenentwicklung ist der IE jedoch nicht, er basiert weitgehend auf dem für 2 Millionen US-Dollar von Spyglass lizenzierten Browser Mosaic.

…2001: Es ist das Ende einer interessanten Alternative: Am 16. August 2001 verkündet der PDA-Hersteller Palm die Übernahme der Betriebssystemschmiede Be Inc. Die Entwicklung des Systems BeOS wird damit eingestellt, Bestandteile fließen aber angeblich in Palms eigenes System Palm OS ein. BeOS hat viele Wandlungen durchgemacht, zuletzt wurde es als schlankes und sicheres Multimedia-System angepriesen. Obwohl das System mit Funktionen wie der Multiprozessor-Unterstützung und Speicherschutz technisch auf dem aktuellen Stand war auch eine kostenlose Version angeboten wurde, blieb der Erfolg aus - zu gering war die Auswahl an Treibern und Software, zu übermächtig das etablierte Windows. Später wird die BeOS-Variante ZETA der Firma yellowtab angeboten, die allerdings 2006 Insolvenz anmeldet.

…2002: Der Chipsatzhersteller Via stellt den KT400 vor, einen Chipsatz für AMDs Athlon-Reihe mit Sockel A. Gegenüber seinem Vorgänger, dem KT333, bringt der KT400 lediglich AGP 8x und einen schnelleren V-Link mit; dem Namen zum Trotz fehlt die Unterstützung für DDR400-RAM. Diese bringt erst der Nachfolger KT400A.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
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Meinung: Henner Schröder
Die Idee war löblich: BeOS sollte ein modernes Betriebssystem sein, das die leichte Zugänglichkeit von Windows mit einem schlanken technischen Fundament verband - ohne all die Altlasten aus der 16-Bit-Ära, die Windows damals mit sich herumschleppte. Es war schnell, hübsch und leistungsfähig. Allerdings mangelte es naturgemäß an Anwendungen und Treibern - und gegen die Marktmacht von Windows und die aufstrebenden Linux-Distributionen kam Be einfach nicht an. Schade drum.
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
gustlegga
F@H Team Member
16.08.2011 10:20
AW: Das Ende von BeOS (PCGH Retro 16. August)

Ohja BeOS.
Ich hab hier noch eine CD mit 5PE Max Edition V3 rumliegen

Dem IE hab ich aber, seit ich online bin (1999), schon andere Browser wie den Netscape Navigator bzw. Opera vorgezogen.
Und daran hat sich bis jetzt nichts geändert, außer dass Netscape mittlerweile Firefox heißt.

Mike1
PC-Selbstbauer
16.08.2010 18:27
AW: Das Ende von BeOS (PCGH Retro 16. August)

Quote: (Zitat von BigBoymann)
Der einzige Unterschied warum Linux noch nicht weg ist, ist, dass es fast alles Systeme sind bei denen keiner aufs Geld schaut, viele sind ja einfach nur da und werden von Usern verbessert. Die anderen Systeme hatten nunmal immer noch eine Gewinnerzielungsabsicht dahinter, das würde auch heute bei Linux wohl kaum gut gehen.

Ähm, kleines Zitat:
Quote: (http://apcmag.com/linux-now-75-corporate.htm)
The most striking aspect of the analysis, however, was where those lines of code originated from. 18% of contributions to the kernel were made without a specific corporate affiliation, suggesting true volunteer efforts. An additional 7% weren't classified. The remainder were from people working for specific companies in roles where developing that code was a major requirement. "75% of the code comes from people paid to do it," Corbet said.

Within that field, Red Hat topped that chart with 12%, followed by Inte with 8%, IBM and Novell with 6% each, and Oracle 3%. Despite the clear commercial rivalry between those players, central kernel development worked well, Corbet noted.

Red Hat und Novell machen sicherlich einen Großteil ihres Umsatzes (Red Hat: 750 Millionen-, Novell: 862 Millionen US-Dollar) mehr oder weniger direkt mit Linux. Bei IBM ist es vielleicht eher beim Verkauf von Supercomputern und Rechenzentren inkludiert.

Wenig ist es jedenfalls nicht, und es zeigt klar das man mit bzw. um Linux Geld machen kann. Verglichen mit den 62 Milliarden Umsatz von Microsoft ist es zwar nicht extrem viel, aber die haben ja auch Produkte neben Windows.

BigBoymann
PC-Selbstbauer
16.08.2010 08:56
AW: Das Ende von BeOS (PCGH Retro 16. August)

naja, das Problem von Linux ist auch heute die Kompatibilität und die fehlende Unterstützung seitens der Software.

Ich hätte bei uns in der Firma gerne über Linux nachgedacht, aber letztendlich scheiterte dies an der fehlenden Unterstützung der DATEV Systemplattform.
Das gleiche Schicksal erreilte nunmal auch BeOs, OS2Warp und alle anderen.

Der einzige Unterschied warum Linux noch nicht weg ist, ist, dass es fast alles Systeme sind bei denen keiner aufs Geld schaut, viele sind ja einfach nur da und werden von Usern verbessert. Die anderen Systeme hatten nunmal immer noch eine Gewinnerzielungsabsicht dahinter, das würde auch heute bei Linux wohl kaum gut gehen.

 
 
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