GPU-Roadmap 2026+: Speicherkrise dämpft die Aussichten für Nvidia, AMD und Intel [Update]
Selten veröffentlichen AMD, Nvidia und Intel konkrete Informationen zu kommenden Grafikkarten oder gar offizielle Roadmaps mit näheren Details. Dafür bringt die Gerüchteküche umso öfter mögliche Spezifikationen und Release-Termine ins Spiel, die PCGH in einer eigenen Roadmap für Sie zusammenfasst.
In diesem Artikel
Spätestens, wenn eine neue Grafikkarte oder gar eine komplette Grafikkarten-Generation von AMD, Nvidia und neuerdings auch von Intel in den Startlöchern steht, überschlagen sich die Gerüchte und Spekulationen in der Hardware-Welt. Dabei stellen sich unter anderem folgende Fragen: Wie heißen die neuen Architekturen sowie GPUs und für welches Fertigungsverfahren haben sich die Hersteller entschieden? Oder mit welchen Spezifikationen werden die Grafikkarten aufwarten? Bei all diesen breit gestreuten Informationen ist es also nicht verwunderlich, wenn dabei nicht nur Gelegenheitslesern schnell die Übersicht abhandenkommt. Aus diesem Grund aktualisiert PC Games Hardware diesen Artikel mehrmals im Jahr, sobald frische, plausible Informationen oder Gerüchte zu den neuesten GPUs der Radeon-, Geforce- und Arc-Serien kommuniziert werden.
GPU-Roadmap 2026-2028: Diese Informationen finden Sie im Artikel
Update vom 20. April 2026: Wir haben die aktuellen Gerüchte und Neuigkeiten seit dem letzten Update im Dezember 2025 in die neue GPU-Roadmap verarbeitet und unterrichten über bestätigte und noch offene Informationen zu Nvidias, AMDs und Intels kommenden Grafikkarten-Generationen.
Wie in unseren vorangegangenen Updates finden Sie auf der zweiten Seite dieses Artikels eine eigens erstellte, inoffizielle "Roadmap", welche die groben Daten zum jeweiligen Grafikchip (Codename und Fertigung), zur Speicheranbindung (Kapazität und Interface) sowie zum mutmaßlichen Veröffentlichungszeitraum der jeweiligen Grafikkarte respektive Generation zusammenfasst. Jegliche Angaben sind selbstverständlich ohne Gewähr und basieren auf den zur Verfügung stehenden Informationen.
Inhaltsverzeichnis
GPU-Roadmap: Alle AMD-Radeon-Informationen
AMD scheint seine RDNA-4-GPU-Generation abgeschlossen zu haben. In der Vergangenheit schwirrte zwar noch ein Gerücht über eine potenzielle Radeon RX 9090 XT durchs Netz, welches sich allerdings mit ziemlicher Sicherheit nicht bewahrheiten wird, da AMD nicht plant, das High-End-Segment abzudecken. Was aber folgt auf Radeon RX 9000 und RDNA 4? Möglicherweise Radeon RX 10000, was mit Blick auf die Vermarktung überhaupt noch nicht in trockenen Tüchern zu sein scheint. Die neuen GPUs sollten laut früherer Spekulationen im 2. Quartal 2026 aufschlagen. Allerdings wurde Anfang Dezember im chinesischen Board-Channels-Forum geäußert, dass AMD bis 2027 keine neuen Produkte auf den Markt bringen wird. Und selbst 2027 soll es dann frühestens ab der zweiten Jahreshälfte mit RDNA 5 weitergehen — daran wird auch und vor allem die Speicherkrise ihren Anteil haben.
Quelle: AMD (Screenshot: PCGH)
RDNA 4
Noch stehe nicht final fest, ob AMD die nächste GPU-Architektur RDNA 5 oder UDNA nennt. Folgende Informationen sollen für diese gelten:
- Die UDNA-Architektur verwendet ein Shader-Design, das dem der GCN-Architektur ähnelt.
- UDNA ist der Hauptgrund dafür, dass AMD mit RDNA 4 nur die Mittel- und Oberklasse, nicht aber das High-End-Segment bedient.
- Während Radeon RX 9000 ohne große Entwicklungskosten Geld verdienen soll, möchte sich AMD mit UDNA mehr Zeit lassen und wieder im High-End-Bereich angreifen.
- Neben den Desktop-Grafikkarten der Serie Radeon RX "10000" kommt UDNA auch in den Zen-6-APUs und der Playstation 6 zum Einsatz.
- Der Codename für die UDNA-Architektur lautet "GFX13".
- Die Instinct-Server-Reihen MI400 und MI500 basieren entgegen früheren offiziellen Aussagen auf der CDNA-5- und -"Next"-Architektur. Erst mit UDNA 6 oder 7 könnte also eine Vereinheitlichung beim Desktop- und Serversegment anstehen. Dies spricht für RDNA 5, bevor UDNA übernimmt.
Laut Gerüchteküche sollen sich Anwender bei RDNA 5/UDNA erstmals über HDMI 2.2 mit bis zu 80 Gbit/s freuen dürfen. Damit soll HDMI 2.1 abgelöst werden, welches momentan maximal bis zu 48 Gbit/s unterstützt. Die neue AMD Radiance Display Engine der RDNA-5/UDNA-Architektur würde somit allerdings nicht die maximal möglichen 96 Gbit/s ausschöpfen, die über HDMI 2.2 bereitgestellt werden können. Stattdessen werde AMD demnach zwei Modi mit 64 und 80 Gbit/s anbieten, was auf mögliche Limitierungen der Hardware hinweisen könnte.
Spekulationen gibt es weiterhin dazu, dass RDNA 5/UDNA das mit RDNA 3 eingeführte Dual-Issue-Verhalten weiter ausbauen und stärker nutzen wird, sodass die FP32-Recheneinheiten unter gewissen Umständen theoretisch bis zu doppelt so schnell arbeiten könnten. Aus "verlässlicher Quelle" heißt es außerdem, dass AMDs KI-Upscaling der nächsten Generation, FSR 'Next' alias FSR 'Diamond', Grafikkarten auf Basis der RDNA-5/UDNA-Architektur vorbehalten bleiben könnte, während GPUs mit RDNA 4 und älter außen vor bleiben.
Quelle: AMD
Gaming-GPU-Architekturen: Roadmap.
Ein Leaker brachte bereits mögliche Spezifikationen für die neuen Chips ins Spiel. Demnach besitzt der größte RDNA 5/UDNA-Grafikprozessor insgesamt 96 Compute Units, was bei einer Konfiguration mit 64 FP32-ALUs pro Compute Unit in insgesamt 6.144 FP32-ALUs resultieren würde. Auch zum Speicherinterface formulierte der zumeist sehr treffsichere Insider seine Erwartungen:
- Navi 5X mit 96 CUs: 6.144 FP32-Shadereinheiten + 384-Bit-Speicher-IF
- Navi 5X mit 64 CUs: 4.096 FP32-Shadereinheiten + 256-Bit-Speicher-IF
- Navi 5X mit 32 CUs: 2.048 FP32-Shadereinheiten + 128-Bit-Speicher-IF
Darauf deuten auch andere Spekulationen hin, dass der Maximalausbau über 96 Compute Units verfügen könnte, die in 8 Shader-Arrays organisiert sind. Jedes Shader-Array würde 16 Shader-Engines enthalten, wobei jede Shader-Engine jeweils 6 Recheneinheiten umfasst. Der Speicher soll hierbei allerdings mit 512 Bit angebunden werden.
Die Navi-5X-Grafikprozessoren für die kommenden Radeon-Grafikkarten sollen des Weiteren auf den Codenamen "Alpha Trion" hören, was eine Abkehr vom Navi-Schema bedeuten könnte. So wäre die Bezeichnung für die Top-GPU mit 96 Compute Units AT0. Dieser Chip könnte für professionelle Einsatzgebiete wie das Cloud-Gaming vorgesehen sein. Beim AT2 seien im Maximalausbau 40 Compute Units vorgesehen, wobei hier jede Shader-Engine 5 Recheneinheiten enthält. Die Speicheranbindung reduziere sich auf 192 Bit. Beim AT3 ist von 24 CUs die Rede, beim AT4 von 12 CUs. Grafikkarten mit den beiden kleineren Chips sollen unterdessen anstelle von GDDR7 mit LPDDR5X ausgestattet werden.
Der AT1 scheint noch in der Schwebe zu sein, was auch den großen Abstand beim Speicherinterface erklären dürfte, wobei die Vermutung zulässig ist, dass der AT1 mit 256 Bit ausgerüstet werden sollte. Alle Gaming-GPUs sollen (zumindest zum Start) auf dem gleichen Die basieren, was auf die Nachfolgegeneration vorbereiten soll, bei der AMD auf Multi-GCDs umschwenken möchte.
- AT0: max. 96 CUs bzw. 12.288 FP32-ALUs, 512 Bit, 24-32 GiB
- AT2: max. 40 CUs bzw. 5.120 FP32-ALUs, 192 Bit, 12-24 GiB
- AT3: max. 24 CUs bzw. 3.072 FP32-ALUs, 256 Bit, 8-16 GiB
- AT4: max. 12 CUs bzw. 1.536 FP32-ALUs, 128 Bit, 8-16 GiB
Vermutungen zu den Spezifikationen der RDNA-5-/UDNA-Grafikprozessoren inklusive Speicher gibt es auch vom Leaker Moore's Law is Dead, die aber immer mit Vorsicht zu genießen sind:
| Modell | Hardware | VRAM | TDP |
|---|---|---|---|
| AT0 XL | 154 CU @ 384 Bit, 40 MiB L2-Cache | 36 GiB GDDR7 | 380 W |
| AT2 XT | 64 CU @ 192 Bit, 24 MiB L2-Cache | 18 GiB GDDR7 | 275 W |
| AT2 XL | 48 CU @ 160 Bit, 20 MiB L2-Cache | 15 GiB GDDR7 | 235 W |
| AT2 XE | 44 CU @ 128 Bit, 16 MiB L2-Cache | 12 GiB GDDR7 | 210 W |

MfG
Raff
MfG
Raff
Zumal ich den Eindruck gewinne, das jeder Hersteller seine Suppe kocht und im Bereich KI ein komplettes Chaos der Engines droht.
Die neuen Prozessoren gehen sowieso erst zum Anfang 2027 in die
Produktion!