GTA-5-Konkurrent Watch Dogs: Alle Fakten zum Open-World-Abenteuer - Gameplay, Multiplayer, Grafik, DRM
Nach der Überraschung auf der E3 im letzten Jahr juckt es der Spielerwelt nun immer stärker in den Fingern: Watch Dogs kommt am 21. November in den Handel und soll dem Branchen-Primus GTA (5) das Fürchten lehren. Mit starker Grafik, frischem Gameplay und einem unverbrauchten Setting hat der Titel in jedem Fall Potenzial - wir fassen die bisher bekannten Infos für Sie zusammen.
Zugegeben, viel ist es noch nicht, was zu Ubisofts großem Open-World-Titel bekannt ist, aber die wenigen Fetzen lassen selbst eingefleischten Gamern das Wasser im Mund zusammen laufen. Schließlich kommt es nicht häufig vor, dass ein Publisher das Risiko eingeht, mit einer völlig neuen Marke auf direkten Konfrontationskurs mit Branchengiganten wie Rockstar und deren kommendem GTA 5 zu gehen. Doch die Entwickler scheinen von ihrem Produkt in allen Kernkompetenzen überzeugt zu sein und verraten nun Stück für Stück neue Details zu Watch Dogs. Wie haben die Uhr mal knapp ein Jahr zurückgedreht und fassen zusammen, was seit der überraschenden Ankündigung auf der E3 2012 alles an Informationen über die News-Seiten getickert ist.
Watch Dogs: Gameplay - die Kunst des Hacking
Watch Dogs entführt Sie in die Straßen eines leicht futuristischen Chicagos. Das Smartphone-Zeitalter ist weiter vorangeschritten und dieses Spiel huldigt dem Trend praktisch, indem es die Alltagshelfer in den Vordergrund des Spielgeschehens stellt: Ähnlich wie in Far Cry 3 erweitern Sie Ihre Spielwelt konstant, indem Sie Funktürme einnehmen. Diese gewähren Ihnen dann Zugang zu neuer Technik, neuen Missionen oder liefern Ihnen einfach Informationen über die Menschen in der Umgebung. Um Zugang zu diesen Türmen oder anderen Computern zu bekommen, müssen Sie diese mit Ihrem Smartphone hacken. Dasselbe gilt für das Knacken von Autos oder das Ausschalten von Sicherheitskameras. Ihr Smartphone ist also für jede Mission der wichtigste Begleiter. Nach neuesten Angaben arbeiten die Entwickler mit Hacker-Experten von Kaspersky zusammen, um das Spielgefühl diesbezüglich möglichst realistisch wirken zu lassen.
Über die erwähnten Funktürme treiben Sie einerseits die Haupthandlung voran, können aber auch unzählige optionale Missionen übernehmen. Diese Missionen können ganz verschiedene Formen haben: von klassischem Autodiebstahl bis zu komplexen Storymissionen. Neben den Missionen bewegen Sie sich frei im GTA-Stil in einer dynamischen Stadt - Open-World-Feeling pur also. Auch Geld für Waffen besorgt sich ein erfahrener Hacker natürlich nicht auf legalem Weg. Auch hier ist das Smartphone der beste Ansprechpartner.
Der Charakter - Selbstjustiz und ihre Folgen
Der Protagonist der Geschichte ist Aiden Pearce, eine etwas andere Art von "Held", wie wir sie aus Spielen der GTA-Reihe kennen. Im futuristischen Chicago nimmt er die Gerechtigkeit selbst in die Hand und geht dabei etwas subtiler als andere Hauptdarsteller vor: Zum Autoknacken werden keine Scheiben eingeschlagen und Fabrikhallen werden nicht mit der Brechstange geöffnet. Auch hier wird das Smartphone zum wichtigen Hilfsmittel und nach wenigen Sekunden sind Türen lautlos geöffnet. Darüber hinaus hängt es von Ihnen ab, welche Sorte von Held Aiden sein wird. Ihre Art des Spielstils beeinflusst die Handlung und die Art, wie andere Menschen in der gesamt Stadt auf Sie reagieren oder die Medien über Ihre Taten berichten. Wenn Sie Missionen lieber mit der Waffe als mit dem Smartphone entscheiden, werden andere Menschen Sie eher als harten Rächer, statt als sanften Retter wahrnehmen. Die Entwickler möchten Ihnen keine Spielweise vorgeben. Es soll aber spürbar sein, dass Handlungen echte Konsequenzen nach sich ziehen.Zu diesem Zweck wird die Handlung auch nur ein fixes Ende bekommen. Mehrere Enden würden implizieren, dass der Spieler den Titel auf eine bestimmte Weise spielen muss, um das gewünschte Ende zu sehen.
Watch Dogs: Der Multiplayer ohne Grenzen
Lead Designer Danny Belanger erklärte in einem Interview für Computec, dass mit Watch Dogs die Grenzen zwischen Einzel- und Mehrspieler eingerissen werden sollen. Die Spieler befinden sich zeitgleich in der selben Stadt und können sich auch völlig unwissend und ohne dass sie es merken über den Weg laufen. So lange man also online ist, sei man Teil des Multiplayers. Es ist etwas schwierig, sich das Konzept vorzustellen und seit Sim City gehen Spieler schon beim Gedanken an eine ständige Online-Verbindung auf die Barrikaden. Es soll aber auch einen optionalen Offline-Modus für den Einzelspieler-Part geben.
Watch Dogs: Offline-Modus und Smartphone-Support
Neben den klassischen Grenzen zwischen Einzel- und Mehrspieler möchten die Entwickler auch die etablierten Grenzen zwischen den Plattformen aufweichen. Eine zusätzliche App soll auch Ihr eigenes Smartphone in das Spiel integrieren. Sie werden sich zwar nicht vollwertig im virtuellen Chicago bewegen können, aber dennoch Herausforderungen oder Nachrichten an andere Spieler schicken können.
Gleichzeitig soll Watch Dogs aber auch über einen kompletten Offline-Singleplayer verfügen, was gleich mehrfach für Verwunderung sorgt. Zunächst bedeutet das, dass Ubisoft offensichtlich auf eine Integration in die eigene Uplay-Plattform als DRM-Maßnahme verzichten wird - denn diese würde zwingend eine Online-Verbindung zum Spielen voraussetzen. Außerdem fällt es so schwer, sich die flüssige Integration des Multiplayers vorzustellen, wenn die Spieler im Einzelspieler-Modus auch offline spielen können. Das dritte Fragezeichen muss man dann hinter den Nutzen der neuen App fürs Spielgeschehen setzen. Statt einer aufgezwungenen Online-Pflicht sollen diverse Vorteile einfach ausreichend Anreize bieten, um freiwillig online zu spielen und gleichzeitig den Offline-Modus als Option anbieten.
Watch Dogs: Schicke Grafik auf allen Plattformen?
Eigens für Watch Dogs wurde eine komplett neue Engine erstellt, die auf den Namen "Disrupt" hört: Damit könnte das Spiel 2013 eines der schickeren Spiele über alle Plattformen hinweg werden. Erste Screenshots lassen schon Großes erahnen. Die Gesichter der Charaktere, Spiegelungen und diverse Lichtspiele sehen unabhängig vom Artdesign beeindruckend aus. Lediglich einige Bodentexturen, Vegetation und vereinzelte Schatten geben bisher Anlass für ernsthafte Kritik. Neben der Grafik war den Entwicklern aber auch die Physik besonders wichtig. Wind wird dynamisch berechnet und auch vorbeifahrende Fahrzeuge wirbeln bei schlechtem Wetter ordentlich Dreck auf. Die Fahrzeugphysik sei auf dem Niveau aktueller Rennspiele und soll realistisches Fahrverhalten gewährleisten.
Was der Grafik sicher zugute kommt ist, dass, Watch Dogs neben PC, Xbox und PS3 auch für die Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox "720" erscheinen wird - nach ersten Gerüchten ist das nun auch offiziell für die PS4 via Entwickler-Video bestätigt. Auf offizielle Informationen zur neuen Micosoft-Konsole und zugehörigen Spielen müssen wir aber noch ein paar Tage warten. Ein erstes Werbeplakat deutet zudem darauf hin, dass Watch Dogs auch für die Wii U erscheinen könnte. Auf dem Plakat ist die von einem Release für "alle Heimkonsolen". Die Wii U wäre, dieser Formulierung nach, beim Release also mit eingeschlossen.
Watch Dogs: Der Release - noch vor Weihnachten kann es losgehen
Noch ganz offiziell ist der Release-Termin nicht, aber Ubisoft-CEO Yves Guillemot bestätigte bereits, dass Watch Dogs noch Ende diesen Jahres in den Ladenregalen stehen werde. Große Versandhändler wie Amazon listen das Spiel auch schon mit einem Release am 21. November. Zusammen mit dem offiziellen Statement also ein realistischer Termin - außerdem könnte man auf der Gamescom 2013 pünktlich die Werbetrommel rühren.
Hintergrund zu Watch Dogs
Die neue Spielemarke von Ubisoft, Watch Dogs, versetzt Sie in die Rolle eines Hackers in einem futuristischen Chicago. Mit Hilfsmitteln wie einem Smartphone manipulieren Sie in wenigen Sekunden Ihre Umgebung und legen beispielsweise sämtliche Handys in Ihrer Nähe lahm. Watch Dogs soll 2013 für PC und Konsolen erscheinen. Mehr zu Watch Dogs gibt es auf unserer Themenseite.

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Grüße
Der DRM Kram wird mir egal sein, ich werde das Spiel wenn ich es habe sowieso mit Uplay verknüpfen, ich finde es schlicht und einfach sehr praktisch.
Nur wegen DRM das Spiel nicht zu kaufen (mal angenommen es hätte DRM), halte ich für schwachsinnig.
Bei ausreichendem Umfang steht dem Spielspaß wohl hoffentlich nichts im Weg