Nvidia Titan X wird in Deutschland teurer
Noch ist die Titan X ist die einzige Consumer-Grafikkarte, in welcher die GP102-GPU verbaut ist. Die teilaktivierte GPU erreicht dank hoher Shader-Anzahl und guter Taktung eine Rohleistung von 11 TFLOPS, weswegen manche den hohen Preis von ursprünglich 1.299 Euro als gerechtfertigt ansehen. Doch noch vor dem Launch der kolportierten GTX 1080 Ti hat Nvidia den Preis der Titan X leicht erhöht, auf aktuell 1.359 Euro.
Die derzeit leistungsstärkste Gaming-Grafikkarte von Nvidia ist unangekündigt teurer geworden. Die Titan X mit Pascal-Unterbau wird nun für 1.359 Euro statt der vorherigen 1.299 Euro auf Nvidias Webseite gelistet. Das sind fast fünf Prozent mehr. Im englischen Webshop steht die Titan X weiter bei 1.200 US-Dollar. Einen offiziellen Grund oder eine Ankündigung der Preiserhöhung seitens Nvidia gab es bisher nicht. Abgesehen von Nvidias eigenem Web-Shop wird die Titan X im PCGH-Preisvergleich nur im Amazon Marketplace gelistet. Dort liegt der Preis mit 1.680,89 Euro und 1.799 Euro aber noch deutlich über Nvidias neuem Preis.
Die aktuelle Titan X - nicht zu verwechseln mit der GTX Titan X mit Maxwell-Chip - basiert auf einer beschnittenen Version der 471 mm² großen GP102-GPU. Durch insgesamt 12 Milliarden Transistoren im 16-nm-FinFet-Verfahren beherbergt der Grafikchip 3.840 Shader-Rechenkerne, von welchen allerdings nur 3.584 aktiviert sind. Der Videospeicher fällt mit 12 GiByte DDR5X üppig aus und erreicht, dank hoher Taktung und des 384 Bit breiten Speicherinterfaces eine hohe Übertragungsrate von 480 GB/s. Im PCGH-Test belegt die Titan X mit Pascal-GPU in Sachen Leistung die Spitzenposition.
Da AMD mit der Polaris-Architektur das High-End- und Enthusiasten-Segment nicht besetzt, kann Nvidia die Preise hier praktisch nach Belieben festlegen. Nur die Radeon Fury X erreicht in einigen Benchmarks annähernd die Leistung der GeForce GTX 1070, ist aber aufgrund des höheren Stromverbrauchs, der geringeren Übertaktbarkeit und des kleineren Videospeichers trotzdem nicht mehr konkurrenzfähig.
Ob die geringe Preiserhöhung von 60 Euro eine Auswirkung auf die noch nicht offiziell angekündigte GTX 1080 Ti hat, ist momentan nicht bekannt. Eine mögliche Erklärung für die Preissteigerung wäre eine Reduzierung der Titan-X-Produktion, um mehr GPUs für die GTX 1080 Ti verwenden zu können. Andererseits ließe sich auch spekulieren, dass Nvidia die Titan X verteuert, um eine deutlichere Abgrenzung zwischen GTX 1080 Ti und Titan X zu schaffen - dies würde implizieren, dass die GTX 1080 Ti teurer wird als erwartet. Nvidia hat die GTX 1080 Ti ungewollt bestätigt, als es um ein Step-Up-Programm für GTX-980-Ti-Kunden ging. Während ursprünglich eine Ankündigung der GeForce GTX 1080 Ti auf der CES 2017 vergeblich erwartet wurde, gehen aktuelle Gerüchten von einer Veröffentlichung der Grafikkarte zur US-amerikanischen PAX East 2017 aus. Diese Veranstaltung findet vom 10. bis 12. März statt.
AMD wird den High-End-Markt in der ersten Jahreshälfte mit der neuen Vega-Architektur bedienen. In einer ersten Vorführung erreichte eine Vega-Grafikkarte (Device-ID 687F:C1) unoptimiert in Doom bei einer 4K-Auflösung eine Framerate, welche etwa 10% höher ausfiel als bei einer auf 1.900 MHz übertakteten GeForce GTX 1080. Die Vega-Grafikkarte verwendete noch unoptimierte Treiber und könnte - aufgrund des Entwicklungsstandes und der schlechten Belüftung - mit reduziertem Takt gelaufen sein. AMD setzt im Gegensatz zu Nvidia nicht auf GDDR5X-Speicher, sondern setzt HBM2-Speicher ein. In Punkto Rohleistung erreicht zumindest die Radeon Instinct MI25 12,5 TFLOPS, was leicht über den 11 TFLOPS der Nvidia Titan X (bei nominellen Boost-Takt) liegt.


Gruss
Zum Preis, mit dieser Leistung ist die Karte zuvor schon zu teuer gewesen,(wie immer).
Das macht sie jetzt auch nicht atraktiver, wenn sie denn wenigsten 35% mehr Rechenleistung hätte, könnte man für mehr als nur 2 Jahre mit dieser Investition leben.
Aber unser Tag kommt noch
Gruss
Gruss