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  • Sniper Elite 3 im Techniktest: Update mit bemerkenswerten Tessellation- & CPU-Benchmarks [Test der Woche]

    Das Stealth-Action-Spiel Sniper Elite 3 ist seit dem 27. Juni im Handel. PC Games Hardware greift zum Scharfschützengewehr und präsentiert Ihnen ausführliche Grafikkarten-Benchmarks, Bildvergleiche sowie Screenshots in höchstmöglicher Qualität. Vorweg: AMDs effiziente Mantle-API ist auch eine Woche nach Release nicht integriert, Sniper Elite 3 läuft jedoch bereits unter Direct 3D 11 tadellos.

    Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut.

    Unsere Grafikkarten-Benchmarks hatten nicht nur im PCGHX-Forum rege Diskussionen zur Folge. Dabei kamen auch Fragen auf, unter anderem den Prozessor-Hunger und die Tessellierung betreffend. Beide Fragen beantworten wir mithilfe des Artikel-Updates, welche nicht nur eine ausführliche CPU-Kernskalierung, sondern auch Tessellation-Benchmarks beinhaltet. Scrollen Sie ruhig herunter, es lohnt sich!
    ___________________

    Der taktische Third-Person-Shooter Sniper Elite 3 spielt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs – stop! Wem diese Information ein unwillkürliches Gähnen entlockt, sollte dennoch weiterlesen. Erstens handelt es sich um keinen weiteren Shooter im Stile von Call of Duty, Zweitens spielt Sniper Elite 3 im relativ unverbrauchten Schauplatz Afrika. Verglichen mit dem zweiten Teil der Serie und Activisions Kassenschlager bietet Sniper Elite 3 weitläufigere Umgebungen und damit erweiterte Möglichkeiten, der feindlichen Übermacht entgegenzutreten. Schlauchlevels und Feinde am Fließband gehören daher nicht zum Alltag in Sniper Elite 3. Viel mehr gilt es, in großen Arealen mit zahlreichen Deckungsmöglichkeiten Feinde aus der Entfernung und mit möglichst wenig Getöse auszuschalten. Falls Sie nun die Neugier gepackt hat, werfen Sie am besten einen Blick auf den Sniper-Elite-3-Test unserer Kollegen. An dieser Stelle soll es um die technischen Aspekte von Sniper Elite 3 gehen.

    Sniper Elite 3: Technik noch ohne Verhüllung (Mantle) ...

          

    Im Vorfeld der Veröffentlichung verkündete der britische Entwickler Rebellion, dass Sniper Elite 3 im Rahmen von AMDs "Gaming Evolved"-Programm auch die effiziente Programmierschnittstelle Mantle unterstützen wird. Im offiziellen Blog erläutert Chief Technical Officer und Mitgründer von Rebellion, Chris Kingsley, Ende 2013, dass man über die Möglichkeiten, die Mantle dem PC-Gaming und der Industrie als Ganzes bringt, begeistert sei. Neben Sniper Elite 3 sollen im Jahr 2014 weitere Titel mit Unterstützung der AMD-Schnittstelle folgen. Ein gutes halbes Jahr nach dieser Ankündigung ist Sniper Elite 3 im Handel, doch von Mantle fehlt im fertigen Programm jede Spur. Wie uns Robbie Cooke, Marketing & PR Coordinator bei Rebellion, mitteilte, plant der Entwickler die Mantle-Unterstützung binnen eines Monats nachzuliefern – die aktuelle Version von Sniper Elite 3 ist trotz eines zwischenzeitlich erschienenen Patches auf Direct 3D 11 beschränkt. Wir testen das Spiel daher zunächst mit der Microsoft-API, welche dank Kompatibilität zum Benchmarkprogramm Fraps komfortable Messbarkeit gewährleistet.

    Sniper Elite 3: Wer erfolgreich 'snipt', bekommt kostenlos Anatomie-Nachhilfe.Sniper Elite 3: Wer erfolgreich "snipt", bekommt kostenlos Anatomie-Nachhilfe.Quelle: PC Games HardwareSniper Elite 3 basiert auf Rebellions hauseigener Asura-Engine, welche gegenüber den Vorgängern verbessert wurde. Das Feature-Portfolio beinhaltet mit DX11-Kompatiblität inklusive Tessellation, Ambient Occlusion, HDR-Beleuchtung und spieleigenem Supersample-AA ("Downsampling") alles, was PC-Spieler begehren. Im PCGH-Test offenbart Sniper Elite 3 außerdem hübsche Texturen, teilweise mit Parallax Occlusion Mapping, ansehnliche Partikeleffekte sowie knackig-realistische Klangeffekte. All das stecken die Entwickler in ein performantes Paket, doch dazu gleich mehr.

    ... aber dafür mit Anatomie- und Ballistik-Expertise

    Sniper Elite 3 ist definitiv kein Spiel für Kinder, die USK-Prüfstelle versieht das Spiel mit der Freigabe "ab 18 Jahren". Grund dafür ist die unzensierte Gewaltdarstellung, welche weit über obligatorische Blutwölkchen als Einschuss-Feedback hinausgeht. Sniper Elite 3 zelebriert den Einsatz des gefürchteten Scharfschützengewehrs nicht nur mit einer realistischen (optional abschaltbaren) Simulation der Projektilflugbahn (Ballistik), sondern auch mit der sogenannten, ebenfalls abschaltbaren "Killcam": Trifft das Großkaliber auf einen Widersacher, darf sich der Spieler in Zeitlupe das Bersten der Körperteile ansehen, Röntgenblick (X-Ray) inklusive. Anatomie-Kenner oder Besucher der Ausstellung Körperwelten werden hier einiges wiedererkennen. Diese Gewaltdarstellung ist bewusst übertrieben und sorgt in Kombination mit dem bunten, ins Comichafte abdriftenden Grafikstil vermutlich dafür, dass die USK überhaupt eine Jugendfreigabe erteilte.

    Im Folgenden werfen wir einen Blick auf einzelne Grafikschmankerl von Sniper Elite 3, im Anschluss finden Sie die Grafikkarten-Benchmarks. Sehen Sie sich das Anti-Aliasing-Video unbedingt in HD und im Vollbild an!

    00:27
    Sniper Elite 3: Anti-Aliasing-Vergleich - 4x SSAA (Downsampling) gegen FXAA
    Spielecover zu Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3
    Setting per Mausklick auswählen
    SniperElite3 AO an cr-pcgh
    Setting per Mausklick auswählen
    SniperElite3 Tessellation AUS cr-pcgh
    Kein SSAA (FXAA)
    4x SSAA + FXAA

    Sniper Elite 3: Das Testprozedere

          

    Treue Leser wissen, dass PC Games Hardware nach Möglichkeit nicht die nächstbeste Szene für Benchmarks verwendet, sondern sich länger mit den Spielen auseinandersetzt. Nach etwa drei Stunden in Sniper Elite 3 stellte sich heraus, dass die einführende Mission in Tobruk dank exzessiven Partikeleinsatzes (Rauch/Feuer) jede Grafikkarte vor größere Probleme stellt als weite Teile des restlichen Spiels. Basierend auf dieser Beobachtung gilt: Modelle, die in unserer (ausnahmsweise nur 10 Sekunden langen) Testsequenz spielbare Bildraten erreichen, haben im Spielverlauf nur selten Probleme. Bildfüllende Explosionen gehören zu den Ernstfällen innerhalb des Spiels. Die PCGH-Testszene im Video:

    00:19
    Sniper Elite 3: Die PCGH-Benchmarksequenz
    Spielecover zu Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3


    Wie immer nutzen wir für die Benchmarks die jeweils neuesten Grafiktreiber von AMD und Nvidia, namentlich den Catalyst 14.6 RC2 und den Geforce 340.43 Beta, und deaktivieren alle Texturfilteroptimierungen. Neben ausgewählten Referenzkarten besteht die Grafikkartenauswahl wie schon bei The Elder Scrolls Online, Stalker: The Lost Alpha, WoW und weiteren Spielen aus typischen Herstellerkarten mit werkseitiger Übertaktung. Darüber hinaus peppen wir das Feld mit den derzeit mächtigsten Single-GPU-Grafikkarten auf, der Sapphire Vapor-X R9 290X 8GB und der Caseking GTX Titan Black OC X3 Ultra. Die automatisch eingestellten Taktraten nach einer Aufheizperiode während der Sniper-Elite-3-Benchmarks lauten:

    GrafikkartenmodellTaktraten im BenchmarkTaktraten der Referenzkarten (typischer Boost)Prozentuales OC
    Gainward GTX 780 Ti Phantom~1.111/3.500 MHz928/3.500 MHz+20/+0 %
    Caseking Titan Black OC X3 Ultra~1.137/3.600 MHz980/3.500 MHz+16/+3 %
    Palit GTX 780 Jetstream~1.032/3.004 MHz902/3.004 MHz+14/+0 %
    Gigabyte GTX 770 Windforce 3x OC~1.241/3.506 MHz1.084/3.506 MHz+14/+0 %
    MSI MSI GTX 750 Ti Gaming~1.215/2.700 MHz1.085/2.700 MHz+12/+0 %
    Asus GTX 760 Direct CU II OC~1.150/3.004 MHz1.033/3.004 MHz+11/+0 %
        
    Asus R9 270X DC2 TOP~1.120/2.800 MHz1.050/2.800 MHz+7/+0 %
    Sapphire Vapor-X R9 290X 8GB OC~1.060/2.800 MHz1.000/2.500 MHz+6/+12 %
    Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC~1.000/2.600 MHz947/2.500 MHz+6/+4 %
    MSI Radeon R9 290X Gaming~1.030/2.500 MHz1.000/2.500 MHz+3/+0 %
    MSI Radeon R9 280X Gaming~1.020/3.000 MHz1.000/3.000 MHz+2/+0 %
    Sapphire Radeon R9 280 Dual-X~940/2.500 MHz933/2.500 MHz+1/+0 %
    HIS R7 260X iPower IceQ X²~1.100/3.250 MHz1.100/3.250 MHz0%

    Sniper Elite 3: Grafikkarten-Ergebnisse

          

    Trotz seiner ansehnlichen Grafik erfordert Rebellions Scharfschützen-Simulator keine elitäre Hardware: Wer eine moderne Mittelklasse-Grafikkarte wie die Radeon R9 270X oder Geforce GTX 760 besitzt, bekommt spielbare Bildraten zwischen 30 und 40 Fps zu Gesicht. Wichtig für ungetrübten Spaß mit maximalen Details ist ein (mindestens) 2 GiByte großer Grafikspeicher: Das Spiel pumpt nach dem Laden des Spielstandes fortwährend Daten in den Grafik-RAM, welche anschließend wieder gebraucht werden. Auf Grafikkarten mit 1 bis 1,5 GiByte (GTX 480/580) ist nicht genügend Platz für alle Daten, sodass hier beim Betreten neuer Areale nicht alle Texturdetails dargestellt werden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Grafikkarten nicht exzessiv auslagern müssen, was die Bildrate verbessert. Allerdings führt dieses Verhalten zu auf den ersten Blick kuriosen Benchmark-Ergebnissen, bei denen 1-GiB-Karten teils höhere Bildraten erreichen als ihre 2-GiB-Pendants – doch nur letztere stellen alle Details dar.


    Wer in Full High Definition mit maximalen Spieldetails und 4x Ingame-SSAA spielen möchte, kommt um eine übertaktete High-End-Grafikkarte nicht herum. Das beste Preisleistungsverhältnis liefert hier oben eine Radeon R9 290. Wer auf 2,25x (1,5x1,5) SSAA umsattelt, kann auch mit einer Geforce GTX 770/680 oder Radeon R9 280X/HD 7970 mit 30+ Fps spielen

    Übrigens: Die Engine setzt Eingaben noch bei 20 Fps erfreulich direkt um, hierfür muss im dem Spiel vorgeschalteten Launcher jedoch die Option "Maus-verzögerung Verringern" (1:1-Zitat) aktiv sein. Wir hatten diese Option in den Benchmarks eingeschaltet.

    **NEU: Sniper Elite 3: Tessellation en masse

          

    Wer die Grafikkarten-Resultate genau studiert, dem wird – wie aufmerksamen Lesern – unter anderem die große Fps-Differenz zwischen der Radeon R9 280(X) und der R9 290(X) aufgefallen sein. Normalerweise liegt zwischen der 280X und 290 keine derart große Kluft, also betrieben wir Ursachenforschung. Schnell war klar: Es liegt an der Tessellation in Sniper Elite 3. Ein Screenshotsvergleich belegt, dass in der PCGH-Testszene große Teile des Bildes tesselliert werden, darunter alle dargestellten Sandsäcke und Charaktere. Faktisch sahen wir außerhalb von Techdemos noch keinen derart großen Einfluss der Tessellation auf die Bildrate. Tests mit dem Catalyst-Schalter, welcher den Zerlegungsfaktor limitieren kann, trugen indes keine Früchte: Egal mit welcher Stufe, die Bildrate der exemplarisch herangezogenen Radeon R9 280 blieb gleich.

    Tessellationslider

    before
    after


    Klar erkennbar ist, dass die Radeon R9 280 als Stellvertreter der verbreiteten HD-7900/280(X)-Modelle stärker einbricht als die Geforce-Karten und die R9 290. Letztere kann, ebenso wie die R9 290X, erstmals ihr aufgebohrtes Geometrie-Setup ausspielen: Theoretisch kann der Hawaii-Chip pro Takt doppelt so viele Dreiecke erzeugen wie Tahiti und auch Pitcairn alias Curacao. Kommt Supersampling ins Spiel, steigt die Pixelmenge pro Polygon, sodass die Last in Richtung ALUs/TMUs wandert. Das hat einen geringeren prozentualen Einbruch durch Tessellation zur Folge.

    **NEU: Sniper Elite 3: Prozessor-Benchmarks

          

    Nicht nur uns, sondern auch mehreren PCGH-Lesern ist aufgefallen, dass Sniper Elite 3 scheinbar auf jedem Taschenrechner läuft und moderne Prozessoren teilweise nicht aus dem Leerlauf-Status aufwachen. Wir sind dem CPU-Hunger anhand eines FX-8350-Prozessors auf den Grund gegangen. Dieses Modell ist zwar pro Rechenzyklus und Kern schwach, bietet Programmen jedoch bis zu acht Rechenwerke/-threads und eignet sich daher sehr gut, um die Multithreading-Fähigkeiten einer Game-Engine zu überprüfen. Bei den folgenden Benchmarks sind alle Details aktiv, allein auf AA, AF und eine hohe Auflösung verzichten wir, um einen (bremsenden) Einfluss der Grafikkarte zu minimieren.

    Bemerkenswert ist nicht nur, dass Sniper Elite 3 auf einem (simulierten) Singlecore-Prozessor überhaupt startet, sondern, dass es sogar spielbar ist, sofern man genügend Megahertz unter der Haube hat. Damit ist Sniper Elite 3 ein Musterbeispiel für effiziente Programmierung. Prinzipiell genügt ein Zweikerner für flüssige Bildraten, selbst ein altehrwürdiger Core 2 Duo E6600 sollte Bildraten zwischen 40 und 50 Fps erreichen. Die Asura-Engine blüht jedoch erst ab vier Threads/Kernen richtig auf, der Leistungszuwachs von 1 auf 2 Module ist gigantisch.

    CPU Core Scaling


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    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Radeon Treiber Download: Crimson Relive Edition 16.12.1
  • Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3
    Developer
    Rebellion
    Release
    27.06.2014

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    Es gibt 116 Kommentare zum Artikel
    Von 007licensed
    ich zitiere mich da mal selbst...Ist mir mom. aber eh erstmal egal, werd bis es eventl. Patch bzw. Treiberupdate gibt,…
    Von belle
    Alles klar, einen Versuch war es wert...
    Von Cleriker
    Hast du mal das Gegenteil ausprobiert? Also alles aus und geschaut, obs gleich bleibt?
    Von 007licensed
    danke für den tip,aber diese einstellungen stell ich nach treiberinstallation immer als erstes auf max... scheint wohl…
    Von belle
    Hast du im Treiber die Texturfilterqualität auf dem Maximum? 16x Anisotropie kannst du auch gleich noch erzwingen und…
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Sniper Elite 3
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http://www.pcgameshardware.de/Sniper-Elite-3-Spiel-33574/Specials/Technikanalyse-und-Benchmarks-1127251/
06.07.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/07/Sniper_Elite_3_DX11_SSAA_maxed_51-pcgh_b2teaser_169.jpg
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